Coronaimpfstoff war erst der Anfang

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Der Impfstoffhersteller BioNTech (WKN: A2PSR2 / ISIN: US09075V1026) veröffentlichte am 07. November seine Zahlen für das dritte Quartal 2022. Dem CEO und Mitgründer Prof. Dr. Ugur Sahin zur Folge ist das nächste Kapitel von BioNTechs Entwicklung in greifbarer Nähe. Das Unternehmen möchte gewonnene Erkenntnisse von den angepassten Omikron-Impfstoffen nehmen und auf das weitere Impfstoffportfolio im Bereich Infektionskrankheiten sowie die Onkologie-Pipeline übertragen. Ein Blick auf den aktuellen Stand bei BioNTech.

Das Mainzer Unternehmen erlangte durch die schnelle Entwicklung eines wirksamen Coronaimpfstoffes großen Ruhm. Seither sind knappe 2 Jahre vergangen und die Pandemie ist ein Stück weit aus dem gesellschaftlichen Fokus gerückt.

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BioNTech erwartet Erlöse für seinen Covid-Impfstoff im Jahr 2022 in Höhe von 16 bis 17 Milliarden Euro. Der Umsatz belief sich auf 3,46 Milliarden Euro (nach 6,41 Milliarden Euro im Q3 des Vorjahres). Die Pandemie entwickelte sich, wie vom Unternehmen erwartet, dynamisch und verursachte Schwankungen bei den Quartalsumsätzen.

Neben seinem Impfstoff für das Coronavirus darf sich das Unternehmen über eine große Produktpipeline freuen. Ob und wie diese in den nächsten Jahren Früchte tragen wird, wird sich zeigen.

Wachstumsmarkt Onkologie

Der World Health Organisation (WHO) zu Folge ist Krebs einer der häufigsten Todesursachen weltweit. 2020 wurden fast 10 Millionen Todesfälle in Verbindung mit jener Krankheit gebracht.

BioNTech sieht das körpereigene Immunsystem als den ausschlaggebenden Faktor für das Erzielen von Therapieerfolgen bei Krankheiten wie Krebs oder anderen Infektionskrankheiten. Dabei sollen die natürlichen Abwehrkräfte des Körpers gestärkt werden, so dass die Krankheitserreger gezielt identifiziert und zerstört werden können.

Das Unternehmen legt den Fokus auf die Immuntherapie als eine Form der möglichen Krebstherapie. Dabei konnte dieser Behandlungsansatz bereits Durchbrüche erzielen und bestimmten Patientengruppen geholfen werden. Darüber hinaus werden auch prophylaktische Impfstoffe gegen gewisse Krebsformen wie beispielsweise Gebärmutterhalskrebs angestrebt.

Verschiedene Wirkstoffklassen im Blick

Die Forschung & Entwicklungsarbeiten von BioNTech baut auf vier unterschiedlichen Wirkstofftechnologien auf. Dazu gehören die mRNA-basierten Therapien, Zelltherapien, sogenannte Small Molecules und Antikörper. Jede dieser Technologien kann zu einem bestimmten Zweck entweder einzeln oder kombiniert eingesetzt werden.

Bei der mRNA geht es darum, genetische Informationen an Zellen zu liefern, um die Produktion von Proteinen anzuregen mit Hinblick auf die Erzielung eines therapeutischen Zwecks.

Bei Zelltherapien sollen die sogenannten T-Zellen, welche der Immunabwehr dienen, eines Patienten so modifiziert werden, dass sie auf krebsspezifische Antigene abzielen.

Bei den Small Molecules handelt es sich um chemische Verbindungen mit niedriger Molekülmasse. Diese bilden das Rückgrat bei der Behandlung von Krankheiten. Aufgrund der geringen Größe können sie gezielt in Gewebe eindringen und Zielstrukturen so modulieren, dass eine starke Immunantwort gegen Krebs möglich wäre. Auf diese Weise sollen die Therapiemöglichkeiten für Krebspatienten erweitert und bekannten Ausweichmöglichkeiten von Tumoren entgegengewirkt werden.

Bei den Antikörpern ist das Ziel des Unternehmens die körpereigene Immunantwort eines Patienten beispielsweise gegen Krebs zu modulieren…

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