Bereits gestern litt die Commerzbank (WKN 803200) unter einem Bericht des „Manager Magazin“, wonach die zweitgrößte deutsche Bank eine Kapitalerhöhung vorbereiten würde. Es wurde heute Morgen nicht besser, als es im „Handelsblatt“ hieß, dass sich der Aufsichtsrat des Finanzinstituts mit Plänen des Vorstands zur Ausgabe neuer Aktien befassen würde. Umso schlimmer wurde es nun, da die Bank per Ad-hoc-Mitteilung verlautbarte, dass sie eine Kapitalerhöhung in Höhe von 2,5 Mrd. Euro durchführen möchte. Für die Aktie heißt das nun: Auf zu alten Tiefs.
Wie es heißt, will die Commerzbank mit den Erlösen die restlichen Staatshilfen von 1,6 Mrd. Euro vollständig tilgen. Diese stille Einlage wird nach den neuen Kapitalregeln ab 2016 nicht mehr als Eigenkapital anerkannt werden. Schließlich hatten viele Analysten kritisiert, dass die nach den neuen Regeln (Basel III) angestrebte Kernkapitalquote von 7,5 Prozent unter dem Branchendurchschnitt von 10 Prozent liege. Mit der angestrebten Kapitalerhöhung und der Tilgung der stillen Einlagen würde die Kernkapitalquote auf 8,6 Prozent ansteigen.
Wie die Bank weiter mitteilte, soll die Kapitalerhöhung von der ordentlichen Hauptversammlung der Commerzbank beschlossen werden, die vom 22. Mai 2013 auf den 19. April 2013 vorgezogen wird.
Fundamental gesehen, könnte dieser Schritt der Bank helfen endlich wieder in tiefes Fahrwasser zu gelangen. Doch bis dahin sollte man sich zurückhalten. Negative (Kurs-)Überraschungen sind immer wieder möglich. Charttechnisch sieht es nach dem Fall der bislang stabilen Marke bei 1,40 Euro düster aus. Ein Test des Julitiefs bei 1,15 Euro könnte durchaus erfolgen.








