„Old Economy“ lässt Tech-Werte ganz schön alt aussehen

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Liebe Leserinnen und Leser,

Willkommen am Ende einer an Schlagzeilen wahrlich nicht armen Woche. Da waren beispielsweise der G20-Gipfel auf Bali, der mit dem Beinahe-Bündnisfall infolge eines mutmaßlichen Querschlägers an der polnisch-ukrainischen Grenze und der „Ankündigung eines Mannes aus Florida“ zusammenfiel.

Oder, und das ist naturbedingt meine Lieblingsmeldung, schließlich geht es um meine Heimatstadt, das Urteil des Berliner Verwaltungsgerichtshof um die Wahl-Posse ebenda vom September 2021. Das Wahldebakel war nach Ansicht des Gerichts durch „schwere systemische Mängel“ gekennzeichnet, die eine Wiederholung (oder Neuwahl, wie es richtigerweise heißen müsste) zur Wiederherstellung eines verfassungsgemäßen Zustands unumgänglich machen. Zeit für etwas Neues also, und das gilt auch für die Märkte:

Aus alt mach neu

Die setzten in den zurückliegenden Tagen nämlich den recht neuen Trend fort, dass die sogenannte „Old Economy“ alles andere als zum alten Eisen gehört, sondern vielmehr die Tech-Werte ganz schön alt aussehen lässt. So konnten sowohl der Dow Jones als auch der DAX ihre 200-Tage-Linien bereits überkreuzen und den jeweiligen Break auch noch mit weiteren Gewinnen bestätigen!

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Im Gegensatz dazu notiert der Nasdaq 100, der einstige Überflieger unter den Indizes, wir erinnern uns an die fulminante Erholung nach dem Corona-Crash, aktuell ziemlich genau 1.000 Punkte unter seinem langfristigen Durchschnitt. Der DAX hingegen hat nach unten erst einmal einen komfortablen Abstand:

Wenig überraschend

Sollte es zu den – angesichts der jüngsten Kursanstiege keineswegs überraschenden – Gewinnmitnahmen kommen und der deutsche Leitindex unter 14.200 fallen, würde sich der nächste Halt an der 14.000er-Schwelle finden. Darunter sollte das Vor-Corona-Top bei 13.795 stützend wirken, bevor es, Trommelwirbel, um die 13.600er-Marke und die trendentscheidende 200-Tage-Linie bei aktuell 13.576 gehen würde.

Auf der Oberseite steht dagegen vor allem das aktuelle November-Top, das am Freitag bei 14.452 markiert wurde, dem das April-Hoch bei 14.603 und das Juni-Top bei 14.709 als weitere charttechnische Widerstände folgen würden. Noch viel mehr Charttechnik hatten die sehr geschätzten Kollegen am Mittwoch im SG Active Trading Webinar im Gepäck, wer die Veranstaltung verpasst hat, findet hier den Link zur Aufzeichnung.

Ein Beitrag von Sebastian Affeld von Prime Quants

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