Bildquelle: Pressefoto Tesla

Schaut man sich beim Thema Elektroauto nicht nur die deutsche Sichtweise an, sondern versucht das Ganze weltweit anzugehen, fällt eines auf: Die Dominanz Chinas. Stellt sich außerdem die Frage, ob am Ende wirklich der kalifornische Pionier Tesla (WKN: A1CX3T / ISIN: US88160R1014), oder ein deutsches Urgestein wie VW (WKN: 766403 / ISIN: DE0007664039) die Nase vorn haben werden…

Hauptgrund warum China so Gas gibt, ist das große Umweltproblem des Riesenreiches. In der Folge wird der Kauf eines Elektroautos mit bis zu 15.000 Euro gefördert. Bislang mit großem Erfolg, wie die Verkaufszahlen der chinesischen BYD (WKN: A0M4W9 / ISIN: CNE100000296) zeigen.

Infografik: China ist das Boom-Land der Elektroautos | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Förderung wirkt – aber nicht überall. Eine ähnlich ambitionierte Förderpolitik wie China fuhr zuletzt auch Norwegen – wenngleich dort vor allem Steuervorteile und Extra-Fahrspuren der Lohn der Elektroauto-Pioniere waren. In Deutschland wiederum stößt alles Werben auf taube Ohren.

Wie wir jüngst bereits im marktEINBLICKE daily schrieben, fiel die jüngste Zwischenbilanz des Umweltbonus wieder einmal ernüchternd aus. Lediglich 17.937 Anträge wurden bis Ende April 2017 gestellt. Geplant sind mindestens 300.000 Förderanträge. Offensichtlich sind die Anreize nicht groß genug.

Schaut man auf die weltweiten Absatzzahlen im Bereich Elektroauto fällt nämlich die gewaltige Dominanz der Chinesen auf. Dabei müssen sowohl Tesla als auch die anderen Autobauer schauen, nicht unter die Räder zu kommen. Auch wenn Daimler nun eine weitere Batteriefabrik in Deutschland plant, heißt das nicht, dass das Thema wirklich voran kommt.

Wann kommt der Durchbruch? Am Ende ist zumindest für uns klar: Elektroantrieb ist (noch) kein Massenthema. Explodiert nicht der Ölpreis und bleibt gleichzeitig der Strompreis konstant dürfte sich an der Beliebtheit des Verbrennungsmotors wenig ändern. Die seit langem ausgefeilte Technik des Verbrennungsmotors dürfte sich also weiterhin halten, wenngleich viele Hersteller weiterhin auch an anderen Konzepten arbeiten.

In nächster Zukunft dürfte vor allem der Hybrid weiter an Zulauf gewinnen, vor allem auch vor dem Hintegrund der Debatte um Fahrverbote in deutschen Innenstädten. Welche Technologie sich aber auf lange Sicht wirklich durchsetzt, bleibt offen, denn: Auch der Strom für Elektroautos muss irgendwoher kommen und die Erneuerbaren Energien tun sich bereits bei der aktuellen Nachfragelage schwer.

In diesem Sinne,
weiterhin viel Erfolg bei der Geldanlage

Ihre markteinblicke.de-Gründer
Christoph A. Scherbaum & Marc O. Schmidt

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KeyDoc
Gast

Leider fehlt den Elektroautos für den gewerblichen Bereich noch die Alltagstauglichkeit.
Die Reichweite ist zu kurz und die Ladezeiten zu lang.

ErRo
Gast
ErRo

Schon erstaunlich. Sehe mir gerade die Website von BYD Auto an … da wirbt der Hollywood Schauspieler Leonardo Dicaprio für einen SUV mit Hybrid-Antrieb. In unter 5 Sekunden von 0 auf 100 mit 1.8 Liter Normverbrauch. Überhaupt gewinnt man den Eindruck, dass hier die Hybridmodelle bereits Standard sind, während sie bei uns noch ein Nischendasein fristen. Aus Investorensicht halte ich den Euro gegenüber den Renmibi mit aktuell 7,66 CNY für unterbewertet und sehe ein größeres Wechselkursrisiko … welches über die Wachstumsraten von BYD aber mehr als wett gemacht werden könnte. Es ist vermutlich nur mehr eine Frage der Zeit, bis… Weiterlesen »

Marc Schmidt
Admin

Eine spannende Frage wird aber immer nicht gestellt: Woher kommt der ganze (zusätzliche) Strom für die Elektromobilität?

Karl P. Schwarz
Gast
Karl P. Schwarz

Wenn es in diesem Tempo weitergeht, ist der Strom für Elektroautos in den nächsten 20 Jahren kein Problem. Bis dann werden sich unsere Ingenieure hoffentlich was einfallen lassen.
Die Chinesen werden uns überrollen und BYD wird Marktführer, wenn unsere Autobauer nicht aufwachen. Um zu investieren braucht man trotzdem einen langen Atem, denn kaum geht was, wird auch schon wieder abkassiert.

helago
Gast
helago

Ich bin in BYD investiert und NICHT in das sonderbare Unternehmen aus dem größten Pleitestaat der Welt. Nicht umsonst hat sich der Altmeister Buffet was dabei gedacht, als er seine Kohle investierte. Das nächste Auto-Unternehmen aus dem Reich der Mitte steht mit Geely schon auf meinem Zettel. Geely ist die Mutter von Volvo, die seit dem Verkauf von Ford an die Chinesen wirklich gute Autos machen… Der neue V60 dürfte ein großer Erfolg werden.