Adobe: Was macht der US-Dollar?

Bildquelle: Pressefoto Adobe Systems

Mit einem Kursminus von knapp 40 Prozent seit Anfang 2022 reiht sich die Aktie von Adobe (WKN: 871981 / ISIN: US00724F1012) in die schwache diesjährige Performance von Technologie- und Wachstumswerten ein. Es bleibt abzuwarten, ob die am Donnerstagabend veröffentlichten Quartalsergebnisse für neuen Schwung sorgen können.

Schwierige Bedingungen für Adobe

Schwierige wirtschaftliche Aussichten und eine damit zusammenhängende Sparsamkeit bei einigen Unternehmenskunden sowie der starke US-Dollar hatten dafür gesorgt, dass Adobe zuletzt nicht die Geschäftserfolge einfahren konnte, die man sich gewünscht hatte. Am Donnerstag, nach US-Börsenschluss, werden Anleger erfahren, wie die Performance im abgelaufenen Quartal war.

Für das Ende November zu Ende gegangene vierte Quartal gingen Analysten zuletzt laut Refinitiv-Konsens von einem bereinigten Gewinn je Aktie von 3,50 US-Dollar aus. Im Vorjahreszeitraum lag der entsprechende Wert noch bei 3,20 US-Dollar. Beim Umsatz wird von Analystenseite mit einem Zuwachs um 10,1 Prozent auf 4,53 Mrd. US-Dollar gerechnet.

Entspannung bei den Wechselkursen

Adobe selbst hatte im Zuge des im September vorgelegten Berichts zum dritten Quartal Werte bei Umsatz und EPS für Q4 von 4,52 Mrd. US-Dollar bzw. 3,50 US-Dollar in Aussicht gestellt. Dabei ging es in den Kommentaren des Managements vor allem um den starken US-Dollar, der zu diesem Zeitpunkt gegenüber anderen Währungen stark aufgewertet hatte. Auf der anderen Seite kommen Adobe zu dieser Jahreszeit saisonale Effekte zugute.

Adobe-Chart: Börse Stuttgart

Mit Blick auf die US-Währung dürfte man bei Adobe mit Erleichterung festgestellt haben, dass der US-Dollar, zumindest gegenüber dem Euro, ein wenig von seiner Stärke verloren hatte. Von 0,96 US-Dollar für 1 Euro im Herbst dieses Jahres ging es beim Wechselkurs zuletzt zurück über die Marke von 1,06 US-Dollar. Trotz dieser Erleichterung, auch für Adobe, glauben einige Analysten, dass die Bedingungen für Adobe schwierig bleiben könnten.

Keine Panik

Citi-Analyst Tyler Radke glaubt sogar, dass die Adobe-Aktie vom aktuellen Niveau bei rund 344 US-Dollar leicht auf 337 US-Dollar fallen könnte. Das Kursziel wurde sogar von 340 US-Dollar auf diesen Wert nach unten angepasst, während zuletzt die “Neutral”-Einschätzung bestätigt wurde. Nach den schwierigen letzten 12 Monaten ist der Analyst weniger besorgt über die kurzfristigen Aussichten von Adobe.

Er bleibt allerdings vorsichtig. Gründe dafür sind die Aussicht auf eine nachlassende Nachfrage im Front-Office-Bereich und die makroökonomischen und verbraucherbezogenen Bedenken. Allerdings ist Radke auch der Meinung, dass Adobe durch die geringeren Risiken für Absenkungen bei den kurzfristigen Analystenschätzungen und den potenziellen Rückenwind durch Preiserhöhungen Schwung mitnehmen könnte.

FAZIT

Ähnlich wie viele andere Technologie- und Wachstumswerte hatte sich auch Adobe zuletzt nicht mit Ruhm bekleckert. Die voranschreitende Digitalisierung, der Fokus auf Wachstumsthemen wie Künstliche Intelligenz sowie der erfolgreiche Umstieg auf ein Abo-Modell sollte der Adobe-Aktie in Zukunft auch wieder zu einer besseren Performance verhelfen.

Wer das Einzelaktien-Risiko bei Adobe vermeiden und auf die positive Kursentwicklung eines ganzen Aktienkorbs von Unternehmen im Bereich AI setzen möchte, kann sich das Indexzertifikat auf den Global AI Index® (WKN: DA0AAX / ISIN: DE000DA0AAX6) anschauen. Indexmitglieder wie Adobe sind entweder Mitglied der Partnership on AI oder stellen ihre KI der Organisation OpenAI zur Verfügung.

Bildquelle: Pressefoto Adobe Systems