Unser mE-Städte-Tipp: Amsterdam

Die Stadt des verzweigten Grachtensystems und der schmalen Häuser

(Bildquelle: pixabay / MemoryCatcher)

Das Bild von Amsterdam war lange nicht sonderlich gut – in die niederländische Stadt ging es stets zum Junggesellenabschied feiern, oder um eine der unzähligen Coffee-Shops zu besuchen. Inzwischen hat sich diese Sicht geändert und Amsterdam ist bei allen Altersgruppen ein beliebtes Urlaubsziel.

Amsterdam bietet für jeden etwas. Vom kulturellen Zentrum, mit umwerfenden (Kunst-) Museen, über schicke Boutiquen, hin zu innovativem, saisonalem Essen, das in exzellenten Restaurants serviert wird. Außerdem ist die Stadt wie gemalt für einen Städte-Kurz-Trip, denn Amsterdam ist so klein, dass man in drei Tagen alles sehen kann, was man sehen will.

Die Anreise und Fortbewegung

Nach Amsterdam fährt man besten mit der Bahn und dies aus mehreren Gründen. Zum einen ist Parken in Amsterdam sehr teuer und ein Parkplatz muss erstmal gefunden werden. Zum anderen ist man in Amsterdam schneller mit dem Fahrrad unterwegs, da besonders in der Innenstadt viele Straßen für Autos gesperrt sind.

Das Fahrrad ist das wichtigste Fortbewegungsmittel in Amsterdam. (Bildquelle: pixabay / djedj)

Außerdem ist der Zielbahnhof in Amsterdam, der im Herzen der Stadt gelegene ‚Amsterdam Centraal‘. Ein zusätzliches Angebot der Deutschen Bahn ist noch die „I amsterdam City Card“.

Mit dieser nutzen Sie kostenlos die öffentlichen Verkehrsmittel, erhalten freien Eintritt in zahlreichen Museen und Vergünstigungen bei ausgewählten Restaurants und vielen Attraktionen im Venedig des Nordens. Einmal in Amsterdam angekommen, können Sie direkt mit den ersten Sehenswürdigkeiten starten.

Amsterdam hat eine einzigartige Museenlandschaft

Das künstlerische Erbe der niederländischen Malerei ist groß – Rembrandt, Van Gogh, Vermeer, Bosch und Mondrian, um nur einige zu nennen. Wenn Sie sich für Kunstgeschichte interessieren, sollten Sie einen ganzen Tag einplanen, um die großen Kunstmuseen zu besichtigen. Neben den Kunstmuseen gibt es natürlich noch sehr viel mehr Museen zu bestaunen, wie beispielsweise das Eye-Museum oder auch das Heineken-Experience.

Rijksmuseum

Das Rijksmusem von außen. (Bildquelle: pixabay / user32212)

Dieses prächtige Gebäude von Pierre Cuypers ist seit seiner Fertigstellung im Jahr 1885 der Kunst und Geschichte gewidmet. Der neueste Anbau – der asiatische Pavillon – wurde von Cruz y Ortiz entworfen und 2013 eröffnet. Die beiden Innenhöfe des Museums wurden geöffnet und die in den 1950er und 1960er Jahren angebauten Galerien entfernt. Durch das Absenken des Bodens der beiden Höfe unter das Erdniveau und ihre Verbindung durch einen unterirdischen Bereich unter dem ursprünglichen Durchgang durch das Gebäude wurde ein zweiteiliges Atrium geschaffen. Zu den bemerkenswerten Gemälden gehört „Die Milchmagd (1657)“ von Vermeer.

Van Gogh Museum

Das Van Gogh Museum in Amsterdam beherbergt die weltweit größte Sammlung von Kunstwerken Vincent van Goghs (1853-1890). Die ständige Sammlung umfasst über 200 Gemälde von Vincent van Gogh, 500 Zeichnungen und mehr als 750 Briefe. Das Museum zeigt auch Ausstellungen zu verschiedenen Themen der Kunstgeschichte des 19. Jahrhunderts.

Eye Film

Das Eye Film ist auch architektonisch ein absoluter Blickfang. (Bildquelle: pixabay / Anemone123)

Im EYE Film der Niederlande kannst du auf vier Bildschirmen Filme anschauen, Exponate auf der Ausstellungsfläche bewundern oder Stimmung im interaktiven Keller machen. Es ist das einzige Museum der Niederlande, das rein dem bewegten Bild gewidmet ist.

Von den Architekten wird es folgendermaßen beschrieben: „Film ist eine Illusion, die durch die szenische Abstimmung von Licht, Raum und Bewegung entsteht und durch die Projektion real wird. In der Architektur bestimmt das Zusammenspiel dieser Parameter maßgeblich die Intensität und Wirksamkeit der individuellen Raumwahrnehmung. Sie werden als integrative Bestandteile der Rauminszenierung verstanden, deren Wirkung durch menschliche Bewegungsabläufe projiziert wird und sich vielschichtig entfaltet.“

Der Blumenmarkt

Amsterdam ist bekannt für seine Tulpen, auf dem Blumenmarkt lassen sich jedoch auch Blumen jeder Art finden. (Bildquelle: pixabay / MarcelloRabozzi)

Amsterdams Blumenmarkt ist eine berühmte Sehenswürdigkeit auf der Singel-Gracht, mitten im Herzen des Grachtengürtels, der sogar auf der Weltkulturliste der UNESCO steht. Dieser Markt besteht bereits seit 1862, als die Blumenzüchter ihre Waren per Boot über den Fluss Amstel in die Stadt brachten.

Der moderne Markt der heutigen Zeit befindet übrigens auf fünf Frachtschiffen und ist nach wie vor sehenswert. Auf jedem dieser Schiffe befindet sich ein Glashaus, eine kleinere Version der Treibhäuser, die man im gesamten Land findet, und die Hollands Status als internationaler Hotspot für Blumen das ganze Jahr über sichern. Egal ob Tulpen, Narzissen, Schneeglöckchen, Nelken, Veilchen, Pfingstrosen oder Orchideen, Sie finden alle Ihre Lieblingsblumen auf dem Blumenmarkt, und zwar das ganze Jahr über. Darüber hinaus bieten die Händler Zimmerpflanzen, Kräuter, Samen und Blumenzwiebeln zum Verkauf an.

Amsterdam – das Venedig des Nordens

Amsterdam ist berühmt für seine vielen Kanäle.(Bildquelle: pixabay / Monlaw)

Amsterdam wird nicht umsonst das „Venedig des Nordens“ genannt. Das Stadtzentrum besteht aus 90 kleinen Inseln, die durch ein Netz von Kanälen miteinander verbunden sind, sodass man die Stadt am besten vom Wasser aus kennenlernt.

Die Kanäle haben einen ganz eigenen Charme. An sonnigen Tagen sieht man Einheimische und Touristen gleichermaßen in kleinen Motorbooten, Tretbooten und gelegentlich auch in Ruderbooten herumfahren.

Ein bisschen Nothing Hill: Jordaan Viertel + „Nine Streets“

Eine typische Straße im Jordaan-Viertel. (Bildquelle: pixabay / djedj)

Bevor Sie den Shopping-Tag beginnen, können Sie dem Anne-Frank-Haus einen Besuch abstatten, einer wichtigen historischen Sehenswürdigkeit, die etwas weiter vom Rest der Museen entfernt liegt.

Nur ein paar Blocks  entfernt weiter liegen das Jordaan Viertel und die „Nine Streets“, die oft mit dem New Yorker West Village oder dem Londoner Notting Hill vergleichen werden: historisch, gepflegt und voller Boutiquen und stilvoller Cafés.

Die „Nine Streets“ sind 9 malerische Einkaufsgassen zwischen Prinsen-, Keizers, Herengracht und Singel im Amsterdamer Grachtengürtel. Im Herzen des Unesco-Welterbes. De 9 Straatjes ist das ideale Viertel, um Amsterdam in seiner ganzen Vielfalt und seinem Reichtum kennenzulernen. Das Viertel bietet einen guten Überblick über den architektonischen Stil des Amsterdamer Erbes.

Nach 400 Jahren ist es immer noch sehr lebendig, mit handwerklichen Betrieben, versteckten Cafés, angesagten Restaurants und Galerien und einem einzigartigen Angebot an spezialisierten und authentischen Geschäften. Sie bieten Mode, Schuhe und Taschen, Vintage, Antiquitäten, Haushaltswaren und Einzelstücke an.

Die marktEINBLICKE Hotel-Empfehlung

Das Motel One in Amsterdam-Waterlooplein liegt in einem hippen Viertel. (Bildquelle: Motel One)

Wie Sie sicherlich schon wissen – wir sind große Motel One-Fans. Daher lautet auch in Amsterdam unsere Empfehlung: Gehen Sie ins Motel One. In Amsterdam haben Sie die Auswahl, denn es gibt zwei Motel One: eines in Amsterdam-Waterlooplein und das andere in unmittelbarer Nähe zum Messegelände RAI.

Sind Sie als Tourist in Amsterdam empfehlen wir das Amsterdam-Waterlooplein, von dort können Sie die wichtigsten Sehenswürdigkeiten schnell zu Fuß erreichen.

mE-Tipps:

Weitere Informationen zu Amsterdam finden Sie hier.

Weitere Beiträge aus unserer Reihe mE-Städte-Tipps finden Sie hier.