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Die international agierende Beteiligungsgruppe MAX Automation (WKN: A2DA58 / ISIN: DE000A2DA588) präsentierte Halbjahreszahlen und die sind durchaus einen Blick wert. So liegt der Auftragsbestand mit 189,1 Mio. Euro auf hohem Niveau, der Konzernumsatz legte um 12,6 % auf 180,2 Mio. Euro zu und das Konzern-EBIT vor PPA konnte auf 9,7 Mio. Euro nahezu verdoppelt werden. Infolgedessen hat das Management den Ausblick für Gesamtjahr 2017 bestätigt.

MAX Automation-Chart: boerse-frankfurt.de

Soweit so gut. Doch die MAX Automation ist in den beiden Kernsegmenten Umwelttechnik und Industrieautomation tätig. Sie verfügt direkt oder indirekt über 11 Beteiligungsunternehmen, von denen nach dem Verkauf der altmayerBTD nur noch Vecoplan dem Bereich Umwelttechnik zuzuordnen ist. Und diese Sparte war bisher das Sorgenkind und hat regelmäßig Verluste eingefahren. Nun hat man „in einem weiterhin herausfordernden Umfeld“ zumindest den Turnaround geschafft, vor allem durch Kostensenkungen. Das Ergebnis der Mühe sind nun schwarze Zahlen bei Vecoplan. Und so bieten sich hier ganz neue Optionen…

MAX Automation war in der Vergangenheit eher als margenschwach einzustufen, entwickelt sich allerdings unter der neuen Führung und dem neuen Großaktionär ausgesprochen positiv, denn der Vorstand hat das erklärte Ziel, die Margen deutlich zu verbessern. Dieses soll auch gelingen, indem man „Verbundeffekte“ zwischen den einzelnen Tochterunternehmen besser nutzt, zum Beispiel durch einen gemeinsamen Einkauf.

Die Unsicherheit über die weitere Entwicklung in China, der Druck auf die Automobilhersteller wegen Dieselgate und dem neuen Megatrend Elektromobilität geht auch an MAX nicht spurlos vorbei, sollte aber auch nicht überbewertet werden. Denn die Konzerntöchter sind vor allem im Bereich Automation tätig und ob die PKWs nun einen Verbrennungsmotor oder E-Motoren haben werden, wirkt sich kaum darauf aus, dass die Hersteller weiterhin auf effiziente Fertigungsstraßen setzen werden.

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Kissig Ein Beitrag von Michael C. Kissig

Er studierte nach Abschluss seiner Bankausbildung Volks- und Rechtswissenschaften und ist heute als Unternehmensberater und Investor tätig. Neben seinem Value-Investing-Blog „iNTELLiGENT iNVESTiEREN“ verfasst Michael C. Kissig regelmäßig eine Kolumne für das „Aktien Magazin“.

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