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DAX-Anleger bekommen es mit der Brexit-Angst zu tun

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Bildquelle: markteinblicke.de

Am heutigen Montag hielt sich der DAX trotz der vielen Unsicherheitsfaktoren lange Zeit im Bereich seines Vortagesschlusses auf. Im späten Handel wurde das Minus jedoch größer.

Das war heute los. Als Belastungsfaktoren sind immer noch die Dauerbrenner Handelsstreit, italienische Schulden, Konjunkturabschwächung und steigende Zinsen auszumachen. Aus aktuellem Anlass ist es jedoch der Brexit, der Anlegern die meisten Sorgen bereitet und eine Kurserholung im DAX verhindert. London und Brüssel haben sich auf einen Brexit-Kompromiss verständigt. Es ist jedoch alles andere als sicher, dass Premierministerin Theresa May diesen durch das Parlament bekommt. Es könnte sogar sein, dass sie gar nicht mehr lange im Amt bleibt. Der Druck aus den eigenen Reihen ist enorm.

Das waren die Tops & Flops. Im DAX überzeugte heute unter anderem die Volkswagen-Aktie (WKN: 766403 / ISIN: DE0007664039). Diese legte zeitweise ein Kursplus von etwas mehr als 3 Prozent hin. Grund für die gute Stimmung waren gleich zwei positive Analystenkommentare. Außerdem bestätigte der Konzern seine mittelfristigen Ziele. 2020 soll die bereinigte operative Rendite konzernweit ähnlich wie in diesem Jahr bei 6,5 bis 7,5 Prozent liegen und bis 2025 auf 7 bis 8 Prozent ansteigen. Und trotzdem soll kräftig in neue Technologien und viele neue Modelle investiert werden.

Einen regelrechten Einbruch erlebte die Wirecard-Aktie (WKN: 747206 / ISIN: DE0007472060). Im späten Handel stürzte das Papier um mehr als 7 Prozent in die Tiefe. Und dies trotz eines positiven Analystenkommentares. Als Belastungsfaktor wirkte sich vor das Unterschreiten einiger wichtiger Chartmarken beim Zahlungsabwickler aus Aschheim bei München aus.

Das steht morgen an. Am morgigen Dienstag werden die deutschen Erzeugerpreise für den Monat Oktober veröffentlicht. In den USA steht wiederum der Immobilienmarkt im Fokus. Anleger werden die Baubeginne und Baugenehmigungen im Blick haben. Aus Unternehmenssicht dürften Investoren auf BASF (WKN: BASF11 / ISIN: DE000BASF111) schauen. Der Chemiekonzern hat zu seinem Capital Markets Day nach Ludwigshafen geladen. Dieser erstreckt sich über zwei Tage.

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Dieser Beitrag ist eine Ausgabe des börsentäglichen Newsletters „Abend X-press – Das Beste zum Börsenschluss“. Er fasst die wichtigsten Fakten des Tages zusammen, nennt Tops & Flops und gibt einen kurzen Ausblick auf den nächsten Handelstag.
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Disclaimer: © Deutsche Bank AG 2018

Bei dem vorliegenden Dokument handelt es sich um eine Werbemitteilung. Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Weitere, ausführlichere Angaben zu den Wertpapieren einschließlich der Risiken sind den jeweiligen Basisprospekten, nebst etwaiger Nachträge („Basisprospekte“) sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen zu entnehmen. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Anleger können die Basisprospekte nebst den jeweiligen Endgültigen Bedingungen bei der Deutsche Bank AG, Mainzer Landstr. 11-17, 60329 Frankfurt am Main (Deutschland) kostenlos in Papierform und deutscher Sprache erhalten und unter www.xmarkets.de herunterladen. Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung der Deutsche Bank AG wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann.

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Um 5: DAX entscheidet sich wieder für Rückzug – Kryptowährungen fallen in sich zusammen

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Aus technischer Sicht ist die 20-Tage-Linie ein kurzfristiger Gradmesser für Stärke oder Schwäche im Deutschen Aktienindex. Nachdem der Markt heute Morgen eine halbe Stunde lang versucht hat, den dort bei 11.411 Punkten liegenden Widerstand zu knacken, haben die Anleger erneut ihren Daumen über dem DAX gesenkt.

Die Bedrohung bleibt, die Regierung in London könnte fallen und damit die Planungssicherheit für den Brexit. Das könnte einiges durcheinander bringen. Ohnehin stehen die Volatilitätsampeln an der Börse auch Mitte November noch auf gelb und damit bei weitem nicht dort, wo sie saisonal und zyklisch eigentlich stehen sollten.

In der wegen Thanksgiving verkürzten Handelswoche könnte aber eine Annäherung im Handelskonflikt zwischen den USA und China positive Impulse bringen. Und die Vorfreude über gute Geschäfte an Cyber-Monday und Black Friday könnte Käufer in die einschlägigen Aktien locken.

Der BitCoin bricht stark ein. Die Kryptowährungen wurden in den vergangenen Jahren durch eine Flut von ICOs immer mehr verwässert. Eine Kryptowährung mag mengenmäßig begrenzt und damit vor Inflation geschützt sein. Die Inflationsrate bei ICOs aber lag gerade in den vergangenen beiden Jahren bei vielen tausend Prozent. Mit diesem Verwässerungseffekt hat die Branche sich selbst ins Knie geschossen.

Jochen Stanzl

Ein Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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Kleine Presseschau vom 19. November 2018

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Interessantes zum Marktumfeld und aus der Wirtschaft

Der Bank-Blog: Harter Brexit führt zu massiven Belastungen

Die Knackpunkte im Brexit-Deal (aus UK-Sicht)

Acemaxx-Analytics: Europas prozyklische Fiskalpolitik und Italien

Bielmeiers Blog: Lateinamerika nach dem Superwahljahr

BATZ.ch: Kryptowährungen: die sieben Geburtsfehler

Handelszeitung: Die sieben Todsünden des Investierens

FAZ: Metalle: Nur Palladium glänzt

Unternehmen, Aktien und Anlagen im Fokus

Börse-Online: CTS Eventim-Aktie: Im permanenten Rampenlicht

Börse-Online: Steinhoff-Aktie: Krisen-Konzern bekommt zu Jahresbeginn neuen Chef

ARD-Börse: Lotto24 knackt Jackpot

boersengefluester.de: German Startups Group: Konkrete Schritte

ARD-Börse: Nach Ghosn-Festnahme stürzt Renault-Aktie ab

The Motley Fool: Darum geht die Erfolgsgeschichte „Marine Harvest“ nun zu Ende

ARD-Börse: Aktionärsrevolte bei Telecom Italia?

The Motley Fool: Warum die Haier-Aktie genauso viel Potenzial hat wie Alibaba und Baidu

Mr. Market: Das neue Phone ist die Watch

Basic Thinking: Amazon in Deutschland: Eine Erfolgsgeschichte, die nicht zu stoppen ist

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marktEINBLICKE um 12: DAX kommt nicht vom Fleck, Freenet im Fokus

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Der DAX kommt auch am Montagmittag nicht vom Fleck. Stattdessen müssen Anleger am deutschen Aktienmarkt befürchten, dass es für das Börsenbarometer angesichts der vielen Risikofaktoren (Brexit, Italien, Handel) weiter nach unten geht.

Die Lage an der Frankfurter Börse:

DAX +0,0% 11.337
MDAX +0,2% 23.744
TecDAX +0,4% 2.580
SDAX -0,1% 10.562
Euro Stoxx 50 -0,1% 3.176

 

Die Topwerte im DAX sind Linde (WKN: A2DSYC / ISIN: IE00BZ12WP82), Infineon (WKN: 623100 / ISIN: DE0006231004) und Lufthansa (WKN: 823212 / ISIN: DE0008232125). Interessant ist auch der Blick in die zweite Reihe. Nach dem jüngsten Kurssturz bei Freenet (WKN: A0Z2ZZ / ISIN: DE000A0Z2ZZ5) könnte sich die Chance auf eine kurzfristige Gegenbewegung ergeben haben.

DAX long DAX short
WKN HU1S1T HU8EDT
Basispreis (Strike) 9.013,43 Pkt. 14.273,24 Pkt.
Knock-out-Barriere 9.105,00 Pkt. 14.195,00 Pkt.
Einlösungstermin open end open end
Hebel 4,84 3,88
Kurs (19.11.18 11:40) 23,22 EUR 29,39 EUR

 

Ein Blick auf Devisen und Rohstoffe:

Der Eurokurs ist zum Montagmittag gestiegen. Die Gemeinschaftswährung kostete 1,1427 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs letztmals am Freitagmittag auf 1,1346 US-Dollar festgesetzt – der US-Dollar kostete damit 0,8814 Euro.

Die Ölpreise zeigten sich am Montagmittag im Minus. Zuletzt war WTI mit 56,70 US-Dollar je Barrel 0,2 Prozent günstiger, der Preis für die Nordseesorte Brent fiel um ebenfalls 0,2 Prozent auf 66,95 US-Dollar je Barrel. Der Goldpreis notierte in der Gewinnzone und lag bei 1.222,68 US-Dollar je Unze (+0,1 Prozent). An der New Yorker Wall Street zeichnet sich vorbörslich kein klarer Trend ab, da sich die Futures unterschiedlich entwickeln:

Dow Jones Future -0,2% 25.411
NASDAQ100-Future +0,1% 6.896
S&P500-Future -0,2% 2.738

 

Einen kompakten Überblick über die wichtigsten Themen der Presse- und Bloglandschaft finden Sie in unserer Presseschau.

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Um 10: DAX mal über 11.400, mal darunter – Damoklesschwert „harter Brexit“ bremst

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Fast alle notwendigen Stimmen für ein Misstrauensvotum gegen die britische Premierministerin Theresa May sind zusammengetragen. Deshalb muss man jederzeit damit rechnen, dass es zu einem solchen Schritt kommt. Das Szenario eines „harten Brexit“, also ohne Vertrag, ist das Damoklesschwert, das über dem deutschen Aktienmarkt schwebt.

Es erklärt auch, warum der Deutsche Aktienindex kurzfristig Probleme hat, an die relative Stärke der Wall Street anzuknüpfen. Dort ist die Stimmung gut, da sich eine Entspannung im Handelskonflikt mit China abzeichnet. So hat Peking am Wochenende einen Vorschlag für ein Handelsabkommen nach Washington geschickt, das stärkere Erdgaskäufe und einen besseren Schutz geistigen Eigentums vorsieht. Das wird am Markt als Zeichen der Entspannung gewertet.

Aber der DAX bleibt unter 11.400 Punkten anfällig für einen Rutsch in Richtung der Vorwochentiefs bei 11.250 Punkten. Der Volatilitätsindex VIX liegt immer noch im Bereich zwischen 15 und 20 und damit immer noch auf einem erhöhten Niveau. Die durchschnittliche Schwankungsbreite, die man statistisch daraus für den DAX ableiten kann, liegt bei knapp über 200 Punkten. Angesichts des Streits zwischen Brüssel und Italien und dem drohenden Misstrauensvotum gegen Theresa May dürfte also auch in dieser Woche für Bewegung an der Frankfurter Börse gesorgt sein.

Jochen Stanzl

Ein Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

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Freenet-Aktie: Baldige Gegenreaktion?

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Bildquelle: Pressefoto freenet

Die Freenet-Aktie (WKN: A0Z2ZZ / ISIN: DE000A0Z2ZZ5) hat seit dem Beginn des Jahres 2018 Kursverluste von knapp 43 Prozent angehäuft. Nach Bekanntgabe der Neunmonatszahlen nahm der Verkaufsdruck sogar zu. Allerdings dürften die Marktreaktionen übertrieben gewesen sein.

Dieser Ansicht sind die Analysten bei der Deutschen Bank. Trotzdem hat es nicht gereicht, das „Hold“-Rating für die Freenet-Aktie zu ändern. Die Marktexperten haben sogar das Kursziel angesichts der Unsicherheiten in Bezug auf die weiteren Geschäftsaussichten, vor allem im TV-Geschäft, von 24,00 auf 22,00 Euro nach unten geschraubt.

FAZIT. Aus bewertungstechnischer Sicht bleibt die Freenet-Aktie ein Traum. Die Dividendenrendite liegt bei fast 10 Prozent, während das 2019er-KGV bei 8,5 liegt. Die heftigen Reaktionen auf die jüngste Zahlenbekanntgabe dürften zudem weitere Schnäppchenjäger auf den Plan gerufen haben, so dass eine positive Gegenreaktion bald erfolgen sollte.

Wer in Bezug auf die Freenet-Aktie optimistisch ist, jedoch eine Alternative zu einem Direktinvestment sucht, kann mithilfe von entsprechenden Hebelprodukten auf den TecDAX-Wert (WKN: HU3KW7 / ISIN: DE000HU3KW70) setzen. Freenet-Shorties stehen ebenfalls eine ganze Menge passender Hebelprodukte zur Verfügung wie HVB Mini Future Bear (WKN: HX5MRS / ISIN: DE000HX5MRS3).

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DAX-Analyse am Morgen: Weiterhin unsicher bei großen Schwankungen

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Bildquelle: markteinblicke.de

Der deutsche Leitindex blieb seiner uneinheitlichen Linie auch am Freitag treu und verabschiedete sich mit einem leichten Minus aus einer insgesamt schwachen Woche (-1,6%), in der die Themen BREXIT und Italien für große Schwankungen sorgten. An dieser Konstellation dürfte sich in den kommenden Sitzungen wenig ändern, zumal mit der Wall Street – in den USA bleiben die Börsen am Donnerstag wegen Thanksgiving geschlossen, am Freitag findet nur ein verkürzter Handel statt – ein wichtiger Taktgeber ausfällt. Das heißt:

Die neutrale Range zwischen 11.270 Punkten auf der Unter- und 11.600 Zählern auf der Oberseite dürfte für die deutschen Blue Chips weiterhin richtungsweisend bleiben; um neue Long-Impulse zu generieren, müssten die Kurse mindestens über die untere Begrenzung des April-Abwärtstrendkanals bei 11.600 und im Anschluss auch gleich über das amtierende November-Top bei 11.690 und das alte März-Tief bei 11.727 Punkten ausbrechen, um sich Raum für einen Sprint bis 11.869 zu verschaffen.

Auf der Unterseite steht – neben der „alten“ Unterstützung bei 11.375/11.400 – nun vor allem die untere Begrenzung des August-Abwärtstrendkanals im Fokus; sollte der DAX unterhalb von 11.270 Zählern aus dem Handel gehen, wäre das Chartbild zunehmend bearish zu interpretieren, zumal dann ein neuerlicher Rücksetzer mit Ziel 11.229, 11.167 und/oder 11.078 keine allzu große Überraschung darstellen würde.

Trading-Idee steigend (Call) fallend (Put)
WKN DS74GZ DS4YRW
Basispreis 10.350,00 12.846,22
Knock-out-Schwelle 10.350,00 12.846,22
Letzter Handelstag 29.03.2019 Open End
Hebel 11,06 7,53
Kurs1) 10,27 15,09

1)Uhrzeit: 19.11.2018 08:16:50

Quelle: Deutsche Bank AG / X-markets

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DAX-Erholung bleibt erneut aus

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In der Vorwoche gaben die Aktienmärkte deutlich nach. Der DAX rutschte um 1,6 Prozent in die Verlustzone. Der Euro-Index wechselte in einen langfristigen Abwärtstrend und setzte anschließend direkt zu einer Gegenbewegung an. Der USD-Index hingegen wechselte in einen langfristigen Aufwärtstrend und signalisiert weiterhin „Long“.

Zusammenfassung:
„Short“, wegen neuem Shortsignal unterhalb von 11.564 (2). Der DAX befindet sich seit März 2018 kurzfristig (Sekundärtrend) in einem fallenden Trend. Langfristig gilt weiterhin der bekannte Aufwärtstrend. 

Trend und Kursziele:
Trend: langfristig steigend, kurzfristig fallend
Kursziele: langfristig moderat 14.000, ambitioniert 24.600; kurzfristig moderat 11.600(erl.), ambitioniert 10.000
Gültigkeit: Langfristtrend solange 10.067 (3) nicht unterschritten werden; Kurzfristtrend solange 13.820 nicht überschritten werden (4)

Gültige Signale:
Umkehrsignal: Shortsignal unter11.795 (1)
Neues Shortsignal unterhalb von 11.564 (2) 

Stopps (Ausblick):
Stop-Loss und Warnsignal: High-Pole oberhalb 11.795 (4)
Neues Longsignal oberhalb 13.284 (5)

Ein Beitrag von Winfried Kronenberg

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Auf einen Espresso: DAX – Bald unter 11.000 Punkten?

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Während die Wall Street wieder deutlich stabiler aussieht, schwächest der DAX weiter. Selbst die Marke von 11.000 Punkten könnte nun wackeln.

Jochen Stanzl

Ein Beitrag von Jochen Stanzl

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Bildquellen: CMC Markets / markteinblicke.de

„Großbritannien begeht wirtschaftlichen Selbstmord“

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Die Regierung von Premierministerin Theresa May steht auf der Kippe. Es ist äußerst unsicher, ob das britische Parlament dem ausgehandelten Deal mit der EU zustimmen wird. Aber was kommt dann? Harter Brexit oder ein neues Referendum? Finanzexperte Robert Halver sagt bei Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse: „Großbritannien begeht wirtschaftlichen Selbstmord.“

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Quelle: inside-wirtschaft.de / Pixabay / pdimaria

Korrektur im DAX pendelt sich in Richtung Jahrestief ein

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Als Fazit der roten Börsenwoche hinterfrage ich natürlich auch immer meine Prognose. Bei die Frage in meiner Vorwochenanalyse, ob sich der DAX von der 11.500 lösen kann, muss dies mit einem klaren Nein beantwortet werden. Trotz einem Minus von 1,6 Prozent sind wir dieser Marke noch sehr nahe und standen zur Eröffnung sogar darüber. Was war genau passiert?

 

Pendeln um 11.500 Punkte

 

Der Montag galt noch als der euphorischste Börsentag der letzten DAX-Woche. Dabei war die Eröffnung mit Kursen knapp unter 11.600 Punkten schnell korrigiert. Bereits am Abend standen wir nur noch knapp über 11.300 Punkten und leiteten damit ein Pendeln um die benannte Marke ein. Damit wurde der kurzfristige Deckel aus der Vorwoche (Blick auf Chartbild Vorwoche) nicht mehr erreicht:

 

 

Dienstag wurde die Marke von 11.500 Punkten nur um 5 Punkte verfehlt (Tageshoch 11.495) und am Mittwoch zwar überschritten, jedoch nicht lange verteidigt. Das Hoch am Donnerstag lag punktgenau auf 11.500, doch der Freitag ließ alle Hoffnungen auf eine Rückeroberung verschwinden.

Wie sich diese Marke somit weiter im Chartbild festigt, soll dieses Bild vom DAX-Endloskontrakt aus der XStation5 untermauern:

 

 

Dabei waren vor allem die letzten Handelstage der Börsenwoche schwach und zeigten abnehmende Hochpunkte auf:

 

 

Neben den fallenden Hochpunkten waren auch die Tiefpunkte fallend. Als Kombination dieser beiden Erkenntnisse lässt sich ein Abwärtstrendkanal konstruieren:

 

 

Hier ergaben sich immer wieder tolle Trading-Chancen, wie hier zu sehen.

Würde man den Trendkanal weiter fortsetzen, stände nun eine Bewegung zur unteren Kanalkante an und würde diesen weiter im Chartbild verankern:

 

 

Ein Test der Vorwochentiefs um 11.230 wäre damit einzuplanen und würde das Chartbild noch einmal erheblich verdunkeln. Auf der größeren Zeitebene, dem 4-Stundenchart, sieht dieser Kanal wenig bedrohlich aus – ist jedoch im Gesamtkontext einzuordnen. Hier drohen auf der Unterseite folgende weitere Marken bis hin zum Jahrestief:

 

 

Immerhin belasten vor allem einzelne Quartalsergebnisse den Markt und gerade der Technologiesektor war weiterhin unter Druck. Ein paar thematische Artikel dazu finden Sie an dieser Stelle:

Zudem standen erneut die Brexit-Verhandlungen  und der weiter ungeklärte Italien-Haushaltskonflikt als Bremse im Markt.

Entspannung würde sich im Chartbild aus meiner Sicht im ersten Schritt bereits andeuten, wenn wir zurück zur 11.500 laufen. Zieht diese Marke noch einmal wie ein Magnet an?

 

 

Damit wäre der Trendkanal aufgelöst und über 11.500 dem Hoch der Vorwoche von Montag nahe 11.600 wieder im Fokus. Als Trigger für diese bullishe Variante trage ich mir die 11.400 ein und werde vor dieser Marke keinen verfrühten Longversuch im Deutschen Aktienindex starten.

 

Unter Beachtung dieser Rahmenbedingungen und einem Blick auf den Wirtschaftskalender wünsche ich Ihnen erneut eine erfolgreiche Woche.

Ihr Andreas Mueller (Bernecker1977)

 

 

 

Risikohinweis: Der Handel mit Finanzprodukten ist risikoreich. Sie können Ihr eingesetztes Kapital verlieren. Diese Analyse ist keine Handelsempfehlung und enthält lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Marktverhältnissen. Sämtliche in dieser Publikation getroffenen Angaben dienen der Information. Sie dürfen nicht als Angebot oder Empfehlung für Anlageentscheidungen verstanden werden.

 

 

 

andreasmuellerAndreas Mueller ist unter dem Pseudonym „Bernecker1977“ als Trader, Referent und Coach seit 2001 aktiv. Er handelt seit rund 20 Jahren Indizes, Devisen und Rohstoffe an der Börse mit Futures, Derivaten und CFDs. Dabei basiert sein Trading auf Sentimentdaten und Charttechnik. Als studierter Diplom-Kaufmann streut Andreas Mueller seine Erfahrungen u.a. auf wallstreet-online seit dem Jahr 2005 in den „Tages-Trading-Chancen“ ein und ist dort Ansprechpartner für alle börsenrelevanten Fragen. Auf markteinblicke.de analysiert er den DAX mit Hilfe der Charttechnik. Weitere Informationen erhalten Sie in seinem Facebook-Kanal und auf seinem Blog www.bernecker1977.de

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: Andreas Mueller / Pressefoto Deutsche Börse AG

Borussia Dortmund und der Fußball-Index

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Bildquelle: Pressefoto Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA

Lange Zeit galten Aktien von europäischen Fußball-Vereinen als reine Spielerei der Fans und nicht als seriöse Investments. Diese Zeiten sind längst vorbei. Fußball ist ein Milliardengeschäft, das den gesamten Globus erfasst hat. Entsprechend sind auch die Vereine professioneller denn je und bereit, von den unzähligen Einnahmequellen zu profitieren.

Borussia Dortmund auf dem Vormarsch 

Am 10. November stand in der Fußball-Bundesliga das Spitzenspiel der Saison auf dem Programm. Tabellenführer Borussia Dortmund (WKN: 549309 / ISIN: DE0005493092) empfing den amtierenden Meister FC Bayern München im heimischen Signal-Iduna-Park. Wie so häufig in den vergangenen Wochen unter dem neuen Trainer Lucien Favre spielte der BVB furios auf und schaffte es den bayerischen Erzrivalen mit einer Niederlage von 3:2 nach Hause zu schicken. In der Tabelle vergrößerte sich der Abstand der Dortmunder zum Dauermeister der Fußball-Bundesliga der vergangenen Jahre auf sieben Punkte. In diesem Jahr könnte der Titel nach Dortmund gehen, nachdem ihn die Bayern sechs Mal in Folge gewinnen konnten. Der Sieg des BVB machte sich auch am Aktienmarkt bemerkbar. Anleger zeigten sich begeistert und verschafften der Aktie des einzigen an der Börse notierten Fußballverein Deutschlands den Sprung auf ein neues Rekordhoch. Bereits in den Wochen und Monaten zuvor legte die BVB-Aktie einen steilen Anstieg hin.

Schließlich hatte der Verein in der laufenden Saison nicht nur in der heimischen Bundesliga, sondern auch in der Champions League sportlich überzeugt. Diese Erfolge befeuerten auch die Kursrallye der BVB-Aktie. Allerdings läuft es bei Borussia Dortmund auch in finanzieller Hinsicht gut. Dies zeigt ein Blick auf die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres 2017/18 (Ende Juni), als es sportlich gar nicht gut lief. Der Umsatz schoss dank sehr hoher Transfererlöse bei Spielerverkäufen um 32,1 Prozent auf den Rekordwert von 536,0 Mio. Euro. Auch ohne diese Erlöse lief es rund. Dies soll in Zukunft auch so bleiben. Bis zum Jahr 2025 will der BVB die Umsatzmarke von 500 Mio. Euro abseits der Transfereinnahmen geknackt haben. Dank solcher finanzieller Erfolge und der Aussicht auf Titelgewinne in der laufenden Saison sollte die BVB-Aktie ihre jüngste Rekordjagd fortsetzen können. Allerdings sind die Dortmunder nicht der einzige börsennotierte Fußballverein Europas.

In einem Topf 

Der italienische Serienmeister Juventus Turin und der englische Rekordmeister Manchester United haben in den vergangenen Jahren auch auf internationaler Ebene für Furore gesorgt. Während bei Manchester United derzeit der charismatische Trainer José Mourinho für mediale Aufmerksamkeit sorgt, konnte Juventus Turin vor der Saison für einen Coup sorgen und den mehrmaligen portugiesischen Weltfußballer Cristiano Ronaldo von Real Madrid weglotsen. Auch die Aktien dieser beiden Vereine haben dank der sportlichen und finanziellen Erfolge der Clubs deutliche Kurssteigerungen erfahren.

Es dürften nicht die letzten gewesen sein. Gemeinsam mit Vereinen wie AS Rom, Fenerbache Istanbul und anderen sind Borussia Dortmund und Manchester United im Solactive Football Clubs Index zusammengefasst. Zertifikateanbieter wie Morgan Stanley haben diesen Fußball-Index für Anleger investierbar gemacht, indem sie passende Zertifikate aufgelegt haben. Dazu gehört auch ein Faktorzertifikat mit der ISIN: DE000MF3GSG8. Der Faktor/Hebel dieses Zertifikats liegt bei 4. Dies bedeutet, dass der Anleger die Möglichkeit hat, mit dem Faktor 4 überproportional an steigenden Kursen des Football Clubs Index zu partizipieren.

Bildquelle: Pressefoto Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA

Wie die Zukunft Angela Merkels die europäischen Märkte beeinflussen könnte

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Bildquelle: Pixabay / PixelAnarchy

Der Rücktritt Angela Merkels als CDU-Vorsitzende könnte Franklin-Templeton-Anleihenexperte David Zahn zufolge schon in nicht allzu ferner Zukunft sowohl politische als auch wirtschaftliche Konsequenzen haben.

Die Märkte haben Spekulationen über die Zukunft der deutschen Kanzlerin Angela Merkel weitgehend gelassen hingenommen, nachdem diese angekündigt hat, ihren Posten als Vorsitzende der Christlich Demokratischen Union (CDU) niederlegen zu wollen. Ihre Entscheidung könnte jedoch schon in nicht allzu ferner Zukunft sowohl politische als auch wirtschaftliche Konsequenzen haben, wie David Zahn, Head of European Fixed Income von Franklin Templeton, in einem aktuellen Marktkommentar schreibt.

„Wir haben schon seit langem die Einschätzung vertreten, dass die Richtung der europäischen Rentenmärkte vor allem durch politische Entwicklungen und die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) bestimmt wird. Die jüngsten Ereignisse in Europa haben wenig dazu beigetragen, uns von diesem Glauben abzubringen. Die Entscheidung der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel, als Vorsitzende der Christlich Demokratischen Union (CDU) zurückzutreten, hat aus unserer Sicht potenziell erhebliche Auswirkungen auf die politische und geldpolitische Lage in Europa“, so Zahn.

Die Reaktion der Märkte auf die Meldung sei bislang eher gedämpft ausgefallen. Die aktuelle Amtszeit Merkels als Kanzlerin laufe noch bis 2021, und sie habe erklärt, diese auch zu Ende bringen zu wollen. Viele Beobachter bezweifelten jedoch, ob dies wirklich machbar sein werde. „Wir sind der Ansicht, dass sich die Folgen dieser Entwicklung schon in Kürze abzeichnen könnten“, so der Anleihenexperte.

Das Augenmerk habe sich schnell darauf verlagert, wer an die Spitze der CDU nachrücken werde und wie er oder sie die politische Entwicklung in Deutschland verändern könnte. Die Wahl zur Nachfolge von Frau Merkel als CDU-Vorsitzende finde im Dezember statt, aber bereits heute hätten mehrere – teils mehr, teils weniger bekannte – Parteimitglieder ihre Kandidatur angekündigt. „Wir fragen uns, wie lange ein neu gewählter CDU-Vorsitzender wohl bereit wäre, Frau Merkel als amtierende Kanzlerin zu unterstützen. Somit würde es uns nicht überraschen, wenn Sie ihr Amt schon vor 2021 niederlegen würde“, so Zahn.

In Deutschland sieht Zahn – genau wie in mehreren anderen Ländern auch – eine zunehmende politische Aufspaltung. Die Wähler verließen die traditionellen Parteien der Mitte und wendeten sich vermehrt den extremeren Gruppierungen am rechten und linken Rand des politischen Spektrums zu. Dies dürfte auch die Richtung beeinflussen, die der Nachfolger von Frau Merkel einschlage. Zwei Grundkonzepte, die die Politik Merkels geprägt hätten, seien ihre Unterstützung von Immigration sowie ihre Befürwortung einer Integration mit Europa. Meinungsumfragen und die Ergebnisse der jüngsten Landtagswahlen deuteten jedoch darauf hin, dass diese Ansichten bei deutschen Wählern nicht allzu gut ankämen, heißt es weiter.

„Daher vermuten wir, dass ihr Nachfolger bezüglich einer weiteren europäischen Integration weniger enthusiastisch sein dürfte als es Frau Merkel bislang war. Das bedeutet nicht, dass wir mit einer europafeindlichen politischen Spitze in Deutschland rechnen. Aber vielleicht ist die neue Führung nicht ganz so europafreundlich wie es die jüngsten Regierungen gewesen sind. Diese mögliche Änderung der Haltung hat vor allem Auswirkungen auf die Möglichkeit eines Handelsabkommens zwischen der Europäischen Union (EU) und Großbritannien im Nachgang des Brexits“, so Zahn.

Aufgrund seiner starken Exportorientierung sei Deutschland eines der Länder, die am stärksten vom Brexit betroffen sein dürften. Daher würde man erwarten, dass sich Deutschland für eine Einigung zwischen Großbritannien und der EU einsetze. Die Fähigkeit Deutschlands, andere Länder zu beeinflussen, könnte durch die verminderte Rolle von Frau Merkel jedoch geschwächt werden. Seit Jahren werde Frau Merkel de facto als die politische Anführerin Europas gesehen, die eine klare Richtung vorgebe, heißt es weiter.

„Wenn ihre Position geschwächt wird und niemand anderes mit klarem Führungsanspruch an ihre Stelle tritt, könnte es schwieriger werden, innerhalb des Wirtschaftsblocks eine Einigung zu erzielen. Der französische Präsident Emmanuel Macron arbeitet daran, sich in einer paneuropäischen Führungsrolle zu etablieren, hat jedoch noch ein gutes Stück Weg vor sich. Wir gehen auch weiterhin davon aus, dass es im Nachgang des Brexits ein Abkommen zwischen Großbritannien und der EU geben wird, erkennen jedoch auch, dass die Wahrscheinlichkeit eines No-Deal-Szenarios inzwischen deutlich höher ist als vor der Ankündigung Merkels“, so der Franklin-Templeton-Experte.

Unterdessen könnte das politischen Schicksal Frau Merkels auch indirekte Auswirkungen auf die weitere Entwicklung der Geldpolitik innerhalb der Eurozone haben. Die Amtszeit des aktuellen Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi laufe Ende nächsten Jahres aus, und es werde bereits heute darüber spekuliert, wer seine Nachfolge antreten könnte. Einer der am häufigsten gehandelten Kandidaten sei der Vorsitzende der Bundesbank Jens Weidmann. Seine Aussichten auf den Spitzenposten seien allerdings gesunken, nachdem gemeldet worden war, dass Frau Merkel seine Kandidatur nicht unterstützen werde. Eine Änderung in der politischen Führungsriege in Berlin könnte die Aussichten für Weidmann nun wieder verbessern, heißt es weiter.

„Wir rechnen nicht mit einer dramatischen Richtungsänderung der EZB, ganz gleich wer als nächstes ihren Vorsitz übernimmt. Wir gehen jedoch davon aus, dass der nächste Präsident versuchen dürfte, der Rolle seinen eigenen Stempel aufzudrücken. Angesichts des ordentlichen Wachstums und der niedrigen Inflation in der Eurozone rechnen wir damit, dass die Geldpolitik der Region auch weiterhin locker bleiben wird. Wie locker sie genau bleibt, könnte sich jedoch durchaus ändern“, so Zahn.

Die jüngsten regionalen Wahlergebnisse der Parteien, die die Koalitionsregierung in Deutschland bildeten, hätten deutlich gemacht, dass eine politische Richtungsänderung in Berlin erforderlich sei. Das dürfte wohl der Grund sein, warum die Ankündigung Merkels keine höheren Wellen geschlagen habe. „Während sich die Lage in den kommenden Monaten jedoch weiterentwickelt, rechnen wir mit sehr viel deutlicheren Konsequenzen. Ob diese letztlich positiv oder negativ ausfallen, wird von der Sichtweise der neuen Regierung abhängen“, so der Franklin-Templeton-Experte abschließend.

Autorin: Tomke Hansmann, Redakteurin bei GodmodeTrader.de

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Staatsanleihen – Renaissance einer Anlageform?

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Staatsanleihen und ihre Vorformen sind neben Münzgeld die ältesten Finanzprodukte der Welt. Aber nicht einmal tausend Jahre nach ihrer erstmaligen Nutzung schienen die Anleihen von öffentlichen Schuldnern jeglichen Reiz verloren zu haben. Doch die zwischenzeitliche Skepsis ist einer Wiederentdeckung gewichen. Zehn Jahre nach Lehman erlebt die Anlageform Staatsanleihe so etwas wie eine Renaissance.

Im Juni 2016 war es so weit: Deutsche Staatsanleihen, sogenannte Bundesanleihen, wiesen erstmals in ihrer Geschichte negative Renditen aus. Damit erhielt die Bundesrepublik Deutschland Zinsen dafür, dass sie sich Geld ausleiht. Anders gesagt: Ein Anleger musste Geld dafür bezahlen, dass er der Bundesrepublik Deutschland Geld leihen darf – ein absolutes Novum. Das waren die Spätfolgen der weltweiten Nullzinspolitik, die in den 2000er-Jahren mit der Immobilienblase in den USA und der daraus resultierenden Lehman-Pleite im Herbst 2008 ihren Anfang nahm. Inzwischen ist einige Zeit vergangen und Bundesanleihen haben wieder an Attraktivität gewonnen – auch dank der Politik der Europäischen Zentralbank.

Während die USA, aber auch viele Euro-Länder, bereits seit langem mit einer höchst aktiven Notenbank vertraut sind, ist in Deutschland noch immer große Skepsis angesagt, wenn es um Maßnahmen der Europäischen Zentralbank geht, die über die normale Inflationssteuerung hinausgehen. Die Geldpolitik soll sich nach Möglichkeit aus der Wirtschaftspolitik heraushalten. Das war über Jahrzehnte erfolgreich gelebte Bundesbank-Geschichte. Doch mit der Einführung des Euro änderte sich alles.

Da die europäische Währungsunion ohne eine weitere Angleichung der Wirtschaftspolitik eingeführt wurde, war bereits zum damaligen Zeitpunkt für viele Kritiker klar: Das geht schief. Dass es bis ins Jahr 2010 dauert, war damals noch nicht absehbar. Aber die Krisen in Griechenland, in Zypern, Italien, Spanien, Portugal oder Irland, sind Folge dieser Entscheidung von damals.

Da Staatsfinanzierung in den seltensten Fällen ausschließlich über Steuereinnahmen funktioniert, spielen in fast allen Staaten dieser Welt Staatsanleihen eine elementare Rolle im globalen Finanzsystem. Und so war es kein Wunder, dass mit dem Verfall der Zinsen nach 2008 auch die Staatspapiere immer weniger abwarfen. Solange die Bonität der Staaten zweifelsohne vorhanden ist, hat das keine großen Auswirkungen. Wenn jedoch die Zahlungsfähigkeit ganzer Volkswirtschaften in Frage gestellt wird, wie es in Griechenland der Fall war, hat dies auch Folgen für die jeweiligen Staatsanleihen. Der Kursverfall war dabei nur ein Problem von vielen. Im schlechtesten Fall drohte nämlich nicht nur der Ausfall von Zinszahlungen, sondern der komplette Ausfall der Rückzahlung.

Dies war im Europa der Eurozone noch nie der Fall und dürfte nach Ansicht vieler auf politischen Druck um jeden Preis verhindert werden. Ausschließen mochte es aber niemand und unwahrscheinliche Ereignisse sind inzwischen ja durchaus realistisch geworden (Stichwort: Brexit). Einer der Gründe: Außerhalb Europas sind Staatspleiten durchaus Usus. Beispiel Argentinien. In Folge der großen Krise Anfang der 2000er-Jahre verloren viele Anleger ihr in argentinischen Staatsanleihen angelegtes Geld ganz oder zumindest zu großen Teilen. Grund hierfür war eine Wirtschaftskrise, die nur durch einen Kapitalschnitt bei den Staatsschulden gelöst werden konnte. Doch selbst ein Jahrzehnt später hat das südamerikanische Land noch immer mit den Nachwehen zu kämpfen. Argentinien ist übrigens kein Einzelfall. Die Geschichtsbücher zählen fast 300 Staatspleiten in den letzten 200 Jahren.

Als Zinspapiere galten Staatsanleihen lange in Europa als sichere Bank für Langfristanleger. Dementsprechend liegt ein Großteil der deutschen Staatspapiere in den Depots von Lebensversicherern, Pensionsfonds oder anderen auf Bonität bedachten Investoren. Mündelsichere Anlagen ist hier das Schlagwort. Noch heute wirbt die Bundesrepublik Deutschland – Finanzagentur GmbH, das ist der zentrale Dienstleister für die Kreditaufnahme und das Schuldenmanagement des Bundes, mit den Worten für ihre Produkte: „Aufgrund ihrer langen Laufzeiten eignen sie sich insbesondere für die Geldanlage zur Altersvorsorge oder größere Anschaffungen in fernerer Zukunft.“

Das dürften sich Anleger angesichts der Negativzinsen bzw. Zinsen nahe Null dreimal durch den Kopf gehen lassen. Die aktuelle Entwicklung hat nämlich nicht nur für direkte Staatsanleihe-Investoren Auswirkungen. Auch indirekt spüren viele Deutsche die Entwicklung, da ein Großteil der deutschen Versicherer in Euro-Staatsanleihen investiert ist und dementsprechend Versicherungsprodukte nur noch geringe Renditen erwirtschaften. Was so positiv für die Staatskassen ist – sie finanzieren sich so günstig wie noch nie – ist also extrem nachteilig für die Anleger. Die Frage ob und wenn ja, wann Staatsanleihen wieder Renditen, die diesen Namen verdienen, abwerfen, kann nicht absolut beantwortet werden.

Wie schnell sich das Blatt wenden kann, erlebten Investoren in den USA. Nach der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten drehte die US-Wirtschaft deutlich auf. In der Folge sank die Arbeitslosigkeit und zugleich erhöhte sich die Inflation. Die US-Notenbank Fed musste reagieren und ihre Nullzinspolitik über Bord werfen. Die Folge waren u.a. deutlich angezogene Renditen bei US-Staatsanleihen. Inzwischen sind um die 3 Prozent für zehnjährige Papiere erhältlich. Ob sich ähnliches 2019 auch in Europa und Deutschland zeigt, wenn die Europäische Zentralbank plangemäß ihre Geldpolitik strafft, muss man abwarten.


Bundesanleihen
Bundesanleihen sind Schuldverschreibungen der Bundesrepublik Deutschland. Es gibt sie mit Laufzeiten von zehn oder dreißig Jahren ab Emissionszeitpunkt. Inhaber erhalten jährlich feste Zinszahlungen sowie die Rückzahlung zum vollen Nennwert am Laufzeitende. Da Bundesanleihen an der Börse gehandelt werden, können Anleger sie dort an jedem Handelstag kaufen und verkaufen. Zinszahlungen werden dabei ebenfalls tagesaktuell mitberücksichtigt. Zudem sind dann die Kursbewegungen während der Laufzeit zu beachten. Dies ist lediglich dann relevant, wenn die Bundesanleihen schon vor ihrer Fälligkeit verkauft werden. Dabei gilt folgende Regel: Steigt der Marktzins, fällt der Anleihekurs – sinkt der Marktzins, steigt der Anleihekurs.


Risiken von Staatsanleihen

  1. Emittentenrisiko
    Für die Rückzahlung der Staatsanleihen haftet der jeweilige Staat mit samt seinen Vermögenswerten und Steuereinnahmen. Ihre Fähigkeit, den Zahlungsverpflichtungen aus Staatsanleihen nachzukommen bestimmt das Emittentenrisiko. Dieses Risiko ist für Bundesanleihen äußerst gering.
  2. Kursrisiko
    Die Kurse von Staatsanleihen entwickeln sich gegenläufig zu den Renditen am Rentenmarkt. Im Falle eines Renditeanstiegs können Anleger bei Verkauf der Staatsanleihen vor dem Laufzeitende Kapitalverluste erleiden. Dieses Risiko ist für langlaufende Staatsanleihen (30 Jahre und mehr) wesentlich höher als für kurzlaufende, kann jedoch durch das Halten der Staatsanleihen bis zu ihrer Fälligkeit ausgeschlossen werden.
  3. Liquiditätsrisiko
    Das Risiko, Staatsanleihen vor Fälligkeit nicht jederzeit veräußern zu können, ist äußerst gering. Im Fall der Bundesanleihen hat man die meistgehandelten Staatsanleihen des Euroraums im Depot. Zudem wird von der Finanzagentur sowie der Bundesbank Marktpflege betrieben.

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Kurz und knapp

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Ich möchte ehrlich zu Ihnen sein. Aufrichtig, wenn Sie so wollen. Und deshalb sollen Sie gleich von Anfang an wissen, dass dies hier und heute eine sehr kurze Ausgabe wird. Denn, und auf diese Feststellung lege ich gewissen Wert, ich bin nicht etwa zu faul, sondern: es einfach leid. Dieses Hin und Her, Ping und Pong, Rauf und Runter, Up and Down an den Märkten raubt mir gerade den Nerv. Vor allem die Begründungen: BREXIT, Italien, Italien, BREXIT, BREXIT, Italien und zwischendrin immer wieder auch ein bisschen Handelskrieg und Trump, so als besondere Note on top, wenn Sie verstehen, was ich meine. Und jetzt verstehen Sie vielleicht auch meine heutige Arbeitsverweigerung. Worüber soll ich da denn bitte berichten? Was analysieren? Die einzig relevante Information, die ich Ihnen in dieser Woche mitgeben kann ist die, dass der deutsche Leitindex zwischen der unteren Begrenzung des August-Abwärtstrendkanals bei 11.280 und der Volumenspitze bei 11.550/11.575 bzw. der unteren Begrenzung des April-Abwärtstrendkanals bei 11.600 Punkten gefangen ist. Unten wird ge-, oben wieder verkauft. So geht das schon seit Tagen. Und lässt sich, wie Sie sehen, in einem Satz zusammenfassen. Denn der Rest ist reine Spekulation. BREXIT, Italien, China Trump…alles hinlänglich bekannt und beschrieben, alles möglicherweise auch schon längst eingepreist, auf die ein oder andere Art und Weise. Weshalb diese Ausgabe sehr kurz wird, womit sich der Kreis quasi schließt. Es sei denn, wir möchten noch ein wenig über den möglichen Kursverlauf in der kommenden Woche spekulieren:

Arbeitsverweigerung

Und da gibt es, wer hätte das gedacht, gleich mehrere Varianten. Die erste ist am einfachsten und schnellsten skizziert, das wäre nämlich: es passiert gar nichts! Konkret würde das bedeuten, die Kurse schieben sich weiterhin in der – aktuell als neutral einzustufenden – Zone zwischen 11.280 auf der Unter- und 11.575 auf der Oberseite seitwärts. Was irgendwie auch in Richtung Arbeitsverweigerung ginge, zumindest im übertragenen Sinn. Oder, und damit kommen wir zu (der von uns präferierten) Variante 2, der DAX lässt dieses BREXIT-Italien-Handelskrieg-Gedöns zur Abwechslung mal hinter sich und bricht dann doch mal nach oben aus. Keine Angst – an der übergeordneten Chartsituation würde sich damit so schnell gar nichts ändern, frische Long-Impulse kämen nämlich ohnehin erst nach einem Ausbruch über die Nackenlinie der großen SKS-Formation in den Markt. Und die verläuft bekanntlich ziemlich waagrecht bei 11.869 Punkten, da hat der Index aber noch gaaanz viel Platz, bis es soweit ist. Bleibt Variante 3, und die bringt uns zur Unterseite. Das ist auch gar nicht so abwegig, denn nach dem gefühlt hundertsten Anlauf auf die Barrieren an der Oberseite könnte dem ein oder anderen Anleger schon mal die Lust auf weitere Ausflüge dieser Art vergehen. Ein Umweg über die tiefergelegenen Regionen (beispielsweise die zahlreichen Oktober-Korrekturtiefs) könnte da Abhilfe – und den nötigen Raum für den nächsten Ausbruchsversuch schaffen.

PrimequantsEin Beitrag von Sebastian Jonkisch von Prime Quants

Prime Quants verfasst und veröffentlicht Finanzpublikationen für institutionelle und private Anleger, die ihre Börsengeschäfte selbst in die Hand nehmen möchten. Das angebotene Spektrum erstreckt sich von kostenfreien Markt- und Einzelwertanalysen über komplexe Research-Studien bis hin zu täglichen Prognosen und realen Trades. Weitere Informationen unter www.prime-quants.de. Dort erhalten Sie auch den kostenlosen Newsletter Market Mover.

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