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..und nun schon das Ende vor dem Anfang (der europäischen Ratingagentur)?

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Aus Sicht der europäischen Politik hätte es so schön werden können, allerdings scheint nun das Ende der Idee einer europäischen Ratingagentur als Gegengewicht zu dem Oligopol aus den drei führenden US-amerikanischen Ratingagenturen Standard & Poor’s (S&P), Moody’s und Fitch näher zu kommen.

Laut eines Berichts der „Financial Times Deutschland“ glaubt die Unternehmensberatung Roland Berger nicht mehr daran, dass das dafür benötigte Startkapital von 300 Mio. Euro zusammenkommt. Sollte also eines der Prestigeprojekte der europäischen Politik im Kampf gegen die als unfair empfundene Bewertung durch die drei großen US-Agenturen ausgerechnet am fehlenden Geld scheitern?

Diese aus Sicht einiger europäischer Politiker unfaire Bewertung der Risiken einzelner Eurostaaten hat nach deren Ansicht zu einer Verstärkung der Eurokrise beigetragen. Somit wäre ein größerer Wettbewerb unter den Ratingagenturen einer der Bausteine für die endgültige Lösung in der Eurokrise.

Nun müsste allerdings die europäische Politik doch wieder über eine Anschubfinanzierung nachdenken, was bisher jedoch, auch von der deutschen Bundesregierung abgelehnt wurde. In diesem Fall müsste man sich die Frage stellen, ob eine durch die Staaten selbst finanzierte Agentur überhaupt unabhängige Bonitätsbewertungen für Staatsanleihen liefern könnte.

Neben der Idee die Macht der führenden US-Agenturen zu beschränken, könnte man aber eventuell auch wieder einmal darüber nachdenken, die Entscheidungen über die Höhe der eingegangenen Risiken wieder mehr in die Hände der Anleger zu legen. Denn es waren gerade politische Entscheidungen, die den Ratingagenturen ihre Macht verliehen haben. Beispielsweise müssen sich Versicherer von einigen Papieren trennen, wenn sie bestimmte Bonitätsgrenzen unterschreiten.

Mein Fazit: Europa kapiert nicht, dass es nach wie vor ganz nah am Abgrund steht. Und was sind schon 300 Mio. Euro für eine Rating-Agentur, wenn es darum geht, einmal den Amis mit Know-how Paroli zu bieten? Sieht mal wieder richtig nach Klein-klein aus. Dann doch lieber mit Hilfe der EZB die Märkte fluten – wir bzw. unsere Kinder und Enkel haben es ja – wenn auch ohne Rente. Aber wenn interessiert das jetzt schon in Europa. 2020, 2040 und 2060 ist ja noch weit weg…

Kapsch TrafficCom: Das Geschäft mit der Maut

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Bildquelle: Pressefoto Kapsch AG

Kapsch TrafficCom ist ein österreichischer Anbieter von Verkehrstelematiklösungen. Dabei bietet Kapsch sowohl Einzelprodukte als auch komplexe flächendeckende Systeme und ganzheitliche Lösungen aus einer Hand an. Das Unternehmen, mit Sitz in Wien, ist mittlerweile international tätig und beschäftigt mehr als 4.000 Mitarbeiter.

Die Österreicher konzentrieren sich im Besonderen auf den Bereich elektronische Mautsysteme und gehören sogar zu den weltweit führenden Anbietern. In diesem Bereich ist Kapsch TrafficCom auf die Entwicklung, Design, Integrierung und Implementierung von Produkten und Systemen zur manuellen oder elektronischen Gebührenerhebung für den ein- oder mehrspurigen Fließverkehr spezialisiert.

Bei Kapsch hat man den Anspruch bei der Qualität und Innovation im Bereich Intelligent Transportation Systems (IST) weltweit führend zu sein, womit man sich über einen jüngst erhaltenen Award für sein Tunnelsicherheitsprodukt Automatic Camera Calibration (ACC) besonders gefreut haben dürfte.

Das Produkt wurde auf der Intertraffic Amsterdam, einer der größten internationalen Fachausstellungen für Verkehrsinfrastruktur, Verkehrsmanagement, Straßensicherheit und Parken in der Kategorie „Sichrheit“ mit dem Intertraffic Innovation Award ausgezeichnet. Laut Jury bestach das Produkt mit seiner außerordentlichen Schnelligkeit, Genauigkeit, Kosteneffizienz und dem eindeutigen Sicherheitsaspekt.

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Quelle: comdirect

Die Qualität und die Innovationsstärke dürften auch in Zukunft darüber entscheiden, ob Kapsch auch weiterhin von dem wachsenden Markt für Mautsysteme profitieren kann. Sollte Kapsch weitere Großaufträge für Mautsysteme an Land ziehen können wie man es kürzlich in Frankreich und Weißrussland geschafft hat, könnte auch der Aktienkurs profitieren, obwohl das Papier in diesem Jahr bereits mehr als 10 Prozent zulegen konnte. Schaut man sich die Dividendenrendite an, wie auch das KGV – dann kann man durchaus als Anleger von einem soliden Wachstums-Kandidaten ausgehen.

Bildquelle: Pressefoto Kapsch AG

Wichtig: Gold ist nicht immer gleich Gold…

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Hallo zusammen, lange nicht mehr von mir hören lassen. War längere Zeit auf Recherche-Reise. Nun wieder im Land und gleich jetzt eine Warnung an alle – die ich vor allem auf einen Artikel des Goldreporters basieren lassen möchte.

Gold ist ein „sicherer Hafen“ und es macht Sinn, einen bestimmten Anteil seines eigenen Portfolios mit physischem Gold ausgestattet zu haben. Nur sollte jeder wissen, WO er dieses Gold kauft bzw. gar nicht kaufen sollte.

Ein interessanter Beitrag zu diesem Thema ist hier zu finden – danke den Kollegen von Goldreporter!

take Care,

Euer
Goldfinger

Market Preview: Konjunktursorgen und Eurokrise belasten weiter die Märkte!

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Zwar verlief der Start in die US-Berichtsaison ganz ordentlich, allerdings sorgten Konjunktursorgen für schlechte Stimmung an den Aktienmärkten. Neben den Problemen in Europa bereiten zunehmend auch die chinesischen und die US-Wirtschaftsindikatoren Kopfzerbrechen.

Bei der Citi heißt es heute Morgen: „DAX – Anhaltender Verkaufsdruck zu erwarten“. Auch die Commerzbank sieht den Abwärtstrend bestätigt. Nach den Kursverlusten zum Ende der vergangenen Woche wird bei HSBC konstatiert, dass die technische Erholung bereits verpufft sei. Für den heutigen Handel erwartet man bei X-markets eine abwärts/seitwärts-Tendenz und bei BNP: seitwärts.

Wichtige Termine heute:

Citigroup Q1-Zahlen
Kühne + Nagel Q1-Zahlen
EU Handelsbilanzsaldo Februar, 11:00 Uhr
USA Einzelhandelsumsatz März, 14:30 Uhr
USA Empire State Index April, 14:30 Uhr
USA Lagerbestände Februar, 16:00 Uhr
USA NAHB Wohnungsmarktindex April, 16:00 Uhr

Daimler: Dividende steigt – der Aktienkurs auch wieder?

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Beim Autokonzern Daimler kann man sich zwar über Rekorde bei Absatz und Umsatz freuen, allerdings werden diese positiven Aspekte von der Tatsache in den Schatten gestellt, dass die Stuttgarter seit einiger Zeit die Spitzenposition im Premiumsegment der Automobilindustrie an die deutschen Konkurrenten BMW und Audi verloren haben. Dabei ist es noch gar nicht so lange her, da stand der Name Daimler gleichbedeutend mit dem „State of the Art“ der Oberklassesegmente in der Automobilbranche.

Die beiden deutschen Rivalen konnten aber Daimler im vergangenen Geschäftsjahr sowohl bei den Absatzzahlen als auch bei der Rentabilität deutlich abhängen. Zumindest in naher Zukunft sieht es womöglich nicht so aus, als könnte Daimler seine Profitabilität im Vergleich zu den Wettbewerbern erhöhen. Der Konzern hat sich aber das Ziel gesetzt bis zum Jahr 2020 auf den Thron im Bereich der Oberklasse-Automobile zurückzukehren. Dass man sich beim einstigen Primus kämpferisch gibt und verlorene Marktanteile zurückgewinnen möchte, unterstrich der Vorstandsvorsitzende der Daimler AG Dr. Dieter Zetsche auf der Hauptversammlung vom 4. April 2012 nochmals: „Wo wir nicht die Nummer eins sind, wollen wir es werden“. Zu diesem Zweck wurde die „Wachstumsstrategie 2020“ ins Leben gerufen, nach der das Unternehmen spätestens im Jahr 2020 auf den Thron zurückkehren möchte.

Um dieses ehrgeizige Ziel erreichen zu können, werden aber wohl erhebliche Investitionen notwendig sein. Auf der Hauptversammlung gab die Unternehmensführung somit bekannt, dass 2012 und 2013 Investitionen in Forschung und Entwicklung in Höhe von knapp 11 Mrd. Euro geplant sind. Etwa der gleiche Betrag soll in Sachanlagen fließen. Zur Begründung der geplanten Ausgaben sagte der Daimler-Chef Dieter Zetsche:„Innovation und Wachstum gibt es nachhaltig nicht zum Nulltarif.“ Notwendig werden diese Maßnahmen vor allem zur Entwicklung verbrauchsärmerer Autos, deren Entwicklung und damit einen deutlichen Trend Daimler in den vergangenen Jahren verpasst hat. Aufgrund dieser Investitionen dürfte sich allerdings die Ertragssituation bei Daimler im Vergleich zu der Konkurrenz in naher Zukunft nicht merklich verbessern.

Da dürfte es sicherlich helfen, dass man im März 2012 laut einer am 3. April herausgegebenen Pressemitteilung bei Mercedes-Benz Pkw den stärksten Verkaufsmonat der bisherigen Unternehmensgeschichte verbuchen konnte. Insgesamt wurden im März 131.334 Fahrzeuge verkauft und damit 11,0 Prozent mehr als im gleichen Monat des Vorjahres. In dem noch jungen Jahr stand in jedem der drei Monate ein neuer Rekordwert, womit auch mit 313.902 verkauften Mercedes-Benz Pkw ein neuer Bestwert im ersten Quartal 2012 aufgestellt werden konnte sowie ein Anstieg im Vergleich zum ersten Quartal des vergangenen Jahres von 11,9 Prozent. Wenn man Mercedes-Benz Cars insgesamt nimmt, also inklusive der Marken smart und Maybach lagen die Werte bei 142.278 verkauften Fahrzeugen im März (+9,8 Prozent) und bei 340.877 Fahrzeugen für das erste Quartal (+11,6 Prozent).

Inwiefern die Anleger auf dem Aktienmarkt die jüngsten Rekordergebnisse, aber auch die Bemühungen des Unternehmens an die Weltmarktspitze im Premiumsegment zurückzukehren goutieren, bleibt abzuwarten. Auf ein Jahr gesehen hat das Daimler-Papier etwas mehr als 10 Prozent verloren, wobei in den vergangenen Monaten angesichts guter Absatzzahlen wieder etwas Vertrauen in die Aktie zurückgekehrt ist. Eine weitere vertrauensbildende Maßnahme dürfte auch die beschlossene Dividendenerhöhung sein. Die Aktionäre des Konzerns hatten bei der Hauptversammlung in Berlin die Ausschüttung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2011 von 2,20 (i. V. 1,85) Euro je Aktie beschlossen. Die Ausschüttungssumme beträgt somit rund 2,3 Mrd. Euro. Entscheidend für die weitere Entwicklung der Aktie dürfte aber auch die Frage sein, ob die Aktionäre die zwischenzeitliche Schwäche bei der Rentabilität im Hinblick auf eine bessere langfristige Perspektive akzeptieren.

Spekulative Anleger, die nun auf weitere steigende Kurse setzen wollen, könnten diese mit dem WAVE Unlimited Call der Deutschen Bank (DB6RPJ, Hebel 2,25, Stop-Loss-Niveau bei 26,62 Euro) erfolgreich hebeln. Anleger, die jedoch eher der Ansicht sind, dass die Daimler-Aktie doch wieder in Richtung Süden rutscht, könnten mit dem WAVE XXL Put der Deutschen Bank (WKN DE9M4W) auf dieses spekulieren. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 2,27, die Knock-Out-Schwelle bei 58,45 Euro.

Stand: 10.04.2012/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Vice President db x-markets

Bei den in diesem Dokument enthaltenen Informationen handelt es sich um eine Werbemitteilung und nicht um eine Finanzanalyse, welche nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen genügt und keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen unterliegt. Die hierin enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Eine Anlage in die genannten Wertpapiere ist mit einem Totalverlustrisiko verbunden und eine Investitionsentscheidung sollte nur auf Grundlage des für die genannten Wertpapiere allein maßgeblichen Prospekts getroffen werden. Dieser kann unter www.xmarkets.de heruntergeladen oder bei der Deutsche Bank AG, CIB, GME X-markets, Große Gallusstraße 10-14, 60311 Frankfurt, kostenfrei angefordert werden.

Chinesische Energien

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China läuft Deutschland als Anbieter von Solar-Anlagen den Rang ab. Und das könnte sich bald in den entsprechenden Unternehmenswerten zeigen. Das bietet Anlegern neue Möglichkeiten.

Keine Frage: Alternative Energien bleiben gefragt. Im vergangenen Jahr haben weltweit viele Länder ihre Energiepolitik überdacht. Auch Bundeskanzlerin An- gela Merkel beschloss den Schritt hin zu erneuerbaren Quellen. Gute Zeiten für Solaranbieter, sollte man meinen. Doch zum 1. April traten in Deutschland Kürzungen bei der Solarförderung ein. Sie treffen zwar vor allem einheimische Produzenten, doch auch ausländische Unternehmen haben bisher die Förder- gelder genutzt. So kommt die jährliche Erhebung des Branchen-Blattes „Photon International“ zu dem Ergebnis, dass rund die Hälfte aller Solarmodule in Deutschland chinesische Elemente tragen. Statt mit finanzieller Unterstützung müsse man der asiatischen Konkurrenz daher mit Innovationen begegnen, so die Bundesregierung. Nur einen Tag später verkündete Q-Cells seine Insolvenz. Noch vor fünf Jahren galt das Unternehmen aus.

Bitterfeld als größter Solarzellenhersteller der Welt. Das Rennen machen nun chine- sische Branchen-Vertreter, wie auch die Photon-Erhebung zeigt. Demnach schafft es Solarworld aus Bonn, nun Marktführer in Deutschland, gerade unter die 20 größten Solarzellen-Produzenten weltweit. Doch sind sechs Unternehmen aus China unter den Top-Ten vertreten. „Analog zu anderen Bereichen wird auch die Verlage- rung von Solarzellenproduktionen in asiatische Niedriglohnländer fortgesetzt, insbesondere nach China“, sagte denn auch Michael Schmela, Chefredakteur von „Photon International“ Ende März. Auch die International Trade Association (ITC) bestätigt den chinesischen Vormarsch: Demnach verdoppelten die chinesischen Unternehmen 2011 innerhalb eines Jahres den Wert der in die USA gelieferten Produkte auf gut drei Milliarden Dollar.

Ein Vorteil der chinesischen Firmen: Das Reich der Mitte subventioniert seine Solar-Produzenten. Damit können sie den weltweiten Preiskampf länger aushalten als so mancher Mitbewerber. Doch die fallenden Endpreise haben zuletzt auch einigen asiatischen Unternehmen deutlich zugesetzt. Was im vergangenen Jahr produziert wurde, aber keinen Abnehmer fand, ruht in Lagern und ist kaum mehr zu kostendeckenden Preisen zu verkaufen. Denn seitdem sank etwa der Preis des in Modulen nötigen Siliziums, gleichzeitig fielen aber auch die Verkaufspreise der Module.

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Davon blieb auch Suntech, der weltweit größte Solarmodul-Hersteller, nicht verschont. Laut Jahresbericht musste das chinesische Unter- nehmen im vergangenen Jahr wegen des Preisdrucks beim Bruttogewinn einen Verlust um fast 30 Prozent hinnehmen. Doch da etwa den deutschen Mitbewerbern nun Fördergelder fehlen, könnten diese es schwer am Markt haben. Und das könnte nicht nur Suntech zugutekommen, sondern auch anderen chinesischen Anbietern. Suntec bildet mit bis zu 14 anderen großen in China tätigen Branchen-Vertretern den Solactive China Solar Performance-Index. Der bestehende Margendruck hat im vergangenen Jahr einigen der enthaltenen Unternehmensaktien Schwierigkeiten gemacht. Und das zeigte sich auch im Index. Lag er vor einem Jahr noch bei 62,01 Punkten, notiert er nun bei 17,51 Zählern. Doch wenn die chinesischen Unternehmen ihre aktuellen Chancen nutzen, könnte damit auch der Index wieder steigen.

Anleger, die sich breit aufstellen und nicht nur auf ein Unternehmen zurückgreifen möchten, können sich Produkte auf diesen China-Solar-Index ansehen. Das Index-Zertifikat mit der WKN DB2CSL folgt der Index-Entwicklung. Steigt der China-Solar-Index, geht es auch mit dem Zertifikat nach oben. Fällt der Index, macht das Zertifikat auch diese Entwicklung nach unten mit. Bei einer negativen Entwicklung droht dem Anleger dann ein Verlust des eingesetzten Kapitals.

Stand: 13.04.2012/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Vice President db x-markets

Bei den in diesem Dokument enthaltenen Informationen handelt es sich um eine Werbemitteilung und nicht um eine Finanzanalyse, welche nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen genügt und keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen unterliegt. Die hierin enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Eine Anlage in die genannten Wertpapiere ist mit einem Totalverlustrisiko verbunden und eine Investitionsentscheidung sollte nur auf Grundlage des für die genannten Wertpapiere allein maßgeblichen Prospekts getroffen werden. Dieser kann unter www.xmarkets.de heruntergeladen oder bei der Deutsche Bank AG, CIB, GME X-markets, Große Gallusstraße 10-14, 60311 Frankfurt, kostenfrei angefordert werden.

Polytec: Solider Automotive-Zulieferer made in Austria

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Wie fast die gesamte Automobilbranche, erlebte auch der österreichische Automobilzulieferer Polytec ein sehr gutes Jahr 2011, zumindest was die Geschäftsergebnisse angeht.

Dabei konnte das Unternehmen von der sehr guten Entwicklung auf dem internationalen Automobilmarkt profitieren und einen um Einmaleffekte bereinigten Umsatzanstieg im Vergleich zum Vorjahr von 14,7 Prozent auf 484,2 Mio. Euro erreichen. Die Veräußerung des Bereichs Interior-Systems zum Ende des ersten Halbjahres 2011 führte jedoch in der konsolidierten Gesamtdarstellung des Konzerns zu einem Rückgang des Umsatzes um 14,6 Prozent auf 657,4 Mio. Euro. Trotzdem stand beim Nettogewinn am Ende ein Plus von 37,9 Prozent auf 35,3 Mio. Euro.

Allerdings mussten die Polytec-Aktionäre im Sommer des vergangenen Jahres aufgrund der Turbulenzen rund um die Euro-Krise deutliche Kursverluste hinnehmen. Von 8,50 Euro ging es sogar unter die Marke von 5 Euro. Seit Jahresbeginn hat der Wert des Papiers aber wieder Fahrt aufgenommen und bis Ende Februar einen Wertzuwachs von mehr als 30 Prozent verbuchen können.

Anleger die davon überzeugt sind, dass sich die positive Entwicklung in der weltweiten Automobilbranche auch in diesem Jahr fortsetzt, könnten den aktuellen Kursrücksetzer bei der Polytec-Aktie von etwas mehr als 10 Prozent für einen Einstieg nutzen. Denn mit einem 2012er-KGV von gerade einmal knapp über 6 und einer Dividendenrendite von 5,3 Prozent dürfte das Papier eine durchaus attraktive Einstiegsmöglichkeit bereithalten.

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Quelle: comdirect

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet die Unternehmensführung von Polytec einen Umsatz im Bereich von 500 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis werde voraussichtlich auf dem Niveau des um den Entkonsolidierungserfolg aus dem Verkauf des Bereichs Interior-Systems bereinigten Betriebsergebnisses des Geschäftsjahres 2011 liegen. Diese Prognose machte das Unternehmen allerdings unter dem Vorbehalt, dass sich keine unvorhersehbaren negativen Einflüsse aus der Euro-Krise ergeben.

DAX: Wohin geht nun die Reise?

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Nachdem der deutsche Leitindex DAX® sein bestes Auftaktquartal seit dem Jahr 1998 hinlegen konnte, müsste man sich nun fragen ob die jüngsten doch recht herb ausgefallenen Rücksetzer das Ende des zu Jahresbeginn gestarteten Aufwärtstrends bedeuten könnte, oder ob der Index nach den Osterfeiertagen wieder nachhaltig neuen Schwung gewinnen kann.

Zwar ist in der vergangenen Zeit etwas Ruhe rund um Griechenland eingekehrt, dafür scheinen die Sorgen über die wirtschaftliche Entwicklung Spaniens in den Fokus der Anleger gerückt zu sein und somit auch wieder die altbekannte Euro-Krise. Eventuell sind die Investoren nicht davon überzeugt, dass das Land den Spagat zwischen Einsparungen bei den Staatsausgaben sowie der Sicherstellung eines nachhaltigen Wirtschaftswachstums herstellen kann. Diese verstärkte Sorge führte auch wieder zu höheren Renditen bei spanischen Staatspapieren.

Dass hohe Risiken für die Konjunktur auch weiterhin gegeben sind, zeigten die Aussagen des EZB-Präsidenten Mario Draghi nach der EZB-Sitzung vom 4. April 2012: „Wenn man sich die gegenwärtigen Bedingungen in der Wirtschaft und die historisch hohe Arbeitslosigkeit anschaut, ist jede Diskussion über eine Ausstiegsstrategie verfrüht“. Somit erteilte der EZB-Chef auch gleichzeitig jeglichen Diskussionsversuchen um einen Ausstieg aus den Krisenmaßnahmen der Notenbank eine Absage.

Wie lange die EZB allerdings die Politik des billigen Geldes noch fahren kann, könnte sich unter anderem auch an den aufgrund der hohen Benzinpreise wieder in Fokus rückenden Inflationssorgen entscheiden. Doch hierbei sieht Draghi die EZB flexibel genug aufgestellt, entsprechend reagieren zu können: „Es ist wichtig dabei im Hinterkopf zu behalten, dass alle unsere unkonventionellen Maßnahmen vorübergehender Natur sind. Es stehen zudem alle nötigen Instrumente bereit, um Aufwärtsrisiken für mittelfristig stabile Preise entschieden und zeitnah anzugehen.“

Neben den gestiegenen Unsicherheiten in Europa zeigten sich die Investoren in der jüngsten Zeit auch enttäuscht, dass die Wahrscheinlichkeit für weitere geldpolitische Lockerungsmaßnahmen von Seiten der US-Notenbank Federal Reserve abgenommen hat. Negativ wurde dabei die Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls vom 13. März 2012 aufgenommen, welches am 3. April veröffentlicht wurde. Dabei sieht man auf Seiten der Fed eine leichte Erholung der US-Wirtschaft, wobei man sich allerdings laut Aussagen des Fed-Chefs Ben Bernanke immer die Option offen halten werde, für den Fall einer wieder abkühlenden US-Wirtschaft einzugreifen.

Inwiefern der DAX® nun den zu Jahresbeginn gestarteten Aufstiegskurs wird fortsetzen können, bleibt abzuwarten. Sollte sich die positive konjunkturelle Entwicklung in den USA sowie in den Schwellenländern fortsetzen, könnte dies für weiteren Auftrieb an den Aktienmärkten sorgen. Die gute Entwicklung der US-Wirtschaft zeigt sich bisher auch beim Rückgang der Arbeitslosigkeit, allerdings machte Bernanke bei seinen Aussagen von 26. März noch einmal deutlich, dass er den Aufwärtstrend auf dem US-Arbeitsmarkt für brüchig hält. Seiner Meinung nach könnte dieser Aufschwung lediglich saisonalen Aspekten geschuldet sein sowie einer Gegenreaktion auf zu hohe Entlassungszahlen im Zuge der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise nach der Lehman-Pleite. Damit könnte sich auch die Notwendigkeit für ein weiteres Eingreifen der Fed ergeben.

Spekulative Anleger, die davon ausgehen, dass der deutsche DAX® trotz der ganzen aktuellen Nachrichtensituation weiterhin Aufwärtspotenzial aufbauen wird, könnten mit einem WAVE XXL Call der Deutschen Bank (WKN DE76B1) auf eine solche Kursbewegung setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 2,15, die Knock-Out-Schwelle bei 3658,65 Indexpunkten.

Auf der anderen Seite: Wer als spekulativer DAX®-Anleger auf der Short-Seite aktiv werden will, könnte dieses Szenario mit einem WAVE XXL Put der Deutschen Bank (WKN DB04C5, aktueller Hebel 2,70; Knock-Out-Schwelle bei 9060 Indexpunkten) traden.

Stand: 13.04.2012/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Vice President db x-markets

Bei den in diesem Dokument enthaltenen Informationen handelt es sich um eine Werbemitteilung und nicht um eine Finanzanalyse, welche nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen genügt und keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen unterliegt. Die hierin enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Eine Anlage in die genannten Wertpapiere ist mit einem Totalverlustrisiko verbunden und eine Investitionsentscheidung sollte nur auf Grundlage des für die genannten Wertpapiere allein maßgeblichen Prospekts getroffen werden. Dieser kann unter www.xmarkets.de heruntergeladen oder bei der Deutsche Bank AG, CIB, GME X-markets, Große Gallusstraße 10-14, 60311 Frankfurt, kostenfrei angefordert werden.

Market Preview: DAX – Erholung kommt nur langsam voran!

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Nach Alcoa hat nun auch der Internet-Riese Google mit seinen Quartalszahlen die Analystenerwartungen geschlagen. Fragt sich, wie sich heute die Finanzinstitute JPMorgan und Wells Fargo im Hinblick auf die Euro-Krise schlagen werden.

Die Commerzbank titelt heute Morgen: „DAX im Erholungsmodus“. Bei HSBC konstatiert man, dass die technische Reaktion in Gang kommt. Für den heutigen Handel erwartet man bei BNP eine seitwärts-Tendenz.

Wichtige Termine heute:

JPMorgan Q1-Zahlen
Wells Fargo Q1-Zahlen
Swiss RE Hauptversammlung
DE Verbraucherpreise März, 8:00 Uhr
USA Verbraucherpreise März, 14:30 Uhr
USA Verbrauchervertrauen Uni Michigan April, 16:00 Uhr

Ausblick DAX: Wie immer Freitags – die reine Charttechnik

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Nach einer scharfen Korrektur hat der DAX an der Haltezone bei 6.600 Punkten nach oben gedreht. Die Chancen auf kurzfristig weiter steigende Notierungen stehen gut.

Unterstützungszone bei 6.600 hat gehalten

Nachdem der DAX kurzzeitig nochmals über die 7.000er-Marke geklettert war, kam es vor den Osterfeiertagen zu einer scharfen Korrektur, die sich zu Beginn dieser Woche zunächst fortsetzte. Knapp über der 6.600er-Marke drehte der Index wie schon Anfang März aber nach oben. Die wichtige Haltezone bei 6.600 Punkten hat gehalten.

Kurzfristig weiterer Anstieg wahrscheinlich

Damit sind nun zunächst weitere Kurssteigerungen wahrscheinlich. Knapp unter der 7.000er-Barriere trifft der DAX allerdings auf eine massive Hürde. Die 20-Tage-Linie (6.962), das Februarhoch bei 6.971 und ein offenes Gap vom 4. April (6.981) bilden in dieser Region eine zentrale Widerstandszone.

Über 7.000 Punkten rückt das Jahreshoch in Reichweite

Erst oberhalb der 7.000er-Marke steigen die Chancen auf neue Jahreshochs. Die letzten Zwischenhochs bei 7.081 und bei 7.154 bilden dann weitere Widerstandsmarken, bevor das Jahreshoch bei 7.194 in Reichweite rückt. Darüber könnte es zu einer neuen Trendbewegung in Richtung 8.000 Punkte kommen.

Sollte der DAX dagegen unter die Haltezone bei 6.600 rutschen, ist das markante Hoch vom Oktober letzten Jahres bei 6.431 Zählern das nächste Korrekturziel.

Market Preview: Haben wir schon die Wende gesehen?

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Ein überraschend guter Start in die US-Berichtsaison sorgte für eine Erholung der Aktienmärkte. Ob die positive Stimmung auch in den nächsten Tagen anhalten wird, sollte sich an den weiteren Unternehmenszahlen zeigen. Aufgrund niedriger Erwartungen, könnten durchaus einige positive Überraschungen auf uns warten.

Bei HSBC sieht man die Chance auf eine Aufwärtsreaktion. Die Damen und Herren von der Citi stellen heute Morgen die Fragen, ob wir gestern nur ein kurzes Aufbäumen der Bullen gesehen haben. Für den heutigen Handel erwartet die Commerzbank eine seitwärts-Tendenz. Bei X-markets heißt es: abwärts. Dagegen ist man bei BNP optimistischer und erwartet eine aufwärts-Tendenz.

Wichtige Termine heute:

Ahlers Q1-Zahlen
Carrefour Umsatz Q1
Gerreshimer Q1-Zahlen
Google Q1-Zahlen
Roche Q1-Zahlen
EU EZB Monatsbericht, 10:00 Uhr
EU Industrieproduktion Februar, 11:00 Uhr
USA Handelsbilanzsaldo Februar, 14:30 Uhr
USA Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe Woche, 14:30
USA Erzeugerpreise März, 14:30 Uhr

Der Goldpreis und die Notenbanken

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Quantitative Easing – das beschreibt im Englischen die Lockerungspolitik der Notenbanken. Gemeint sind damit vor allem Maßnahmen die die Konjunktur ankurbeln sollen. In den vergangenen Jahrzehnten gab es unzählige sogenannte „Quantitative Easings“ – oftmals konnten die Notenbanken damit die wirtschaftliche Erholung in Schwächephasen begünstigen. Betrachtet man den Goldpreis in Zusammenhang mit dieser Geldpolitischen Maßnahme, so fällt auf: Der Goldpreis verzeichnete immer dann Kursaufschläge, als die Notenbanken ihre Geldpolitik lockerten.

Die gegenwärtige Entwicklung des Goldpreises macht hier keine Ausnahme, denn eine der stärksten Preistreiber in den vergangenen Wochen war die US-Amerikanische Notenbank FED. In seiner Rede zum Arbeitsmarkt in den Vereinigten Staaten erklärte der Notenbankchef Ben Bernanke, dass die US-Notenbank ihre Maßnahmen zur Stabilisierung der amerikanischen Konjunktur unzureichend ausgeführt habe. Für eine Verbesserung der Situation am Arbeitsmarkt in den Vereinigten Staaten sei laut Bernanke weiterhin eine lockere Geldpolitik (de facto heißt das: Erhöhung der Staatsausgaben bei gleichzeitiger Geldmengenerhöhung ) vonnöten. Angesichts dieser Ankündigung reagierten die Märkte in Erwartung einer neuen Liquiditätsspritze durch Anleihekäufe der FED mit Kursaufschlägen. Direkt nach Veröffentlichung der Rede von Bernanke sprang der Goldpreis auf rund 1.700 US-Dollar je Feinunze. Das Ergebnisprotokoll des FOMC (Federal Open Market Committee) – Treffens letzten Donnerstag relativierte allerdings die Aussage Bernankes. Mit dem Hinweis auf eine wider Erwarten positive Entwicklung der US-Wirtschaft wurden keine weiteren geldpolitischen Lockerungsmaßnahmen als notwendig erklärt. Im Zuge dessen verzeichnete der Goldpreis einen Rückgang auf rund 1.600 US-Dollar je Feinunze.

Warum können Notenbanken den Goldpreis so starkbeeinflussen?

Dieser Zusammenhang macht deutlich: Lockerungsmaßnahmen von Notenbanken können den Goldpreis maßgeblich beeinflussen. Aber warum ist das so?
Der Grund liegt in den Folgen der quantitativen Lockerung: Beginnt eine Zentralbank auf Grund von konjunkturellen Schwächen mit einer Ausdehnung der Geldmenge, führt dies automatisch zu einer Preisniveauerhöhung. Gold kann wegen seiner Preisbeständigkeit für Investoren einen wirkungsvollen Schutz gegen Inflation darstellen und ist deshalb in Zeiten der quantitativen Lockerung besonders gefragt.

Kann es im Zuge der Notenbankpolitik in absehbarer Zeit zu Kursaufschlägen beim Goldpreis kommen?

Nach der deutlichen Erholung im ersten Quartal verharrten die Märkte in den letzten Wochen zum großen Teil in einer Seitwärtsbewegung. Dies war nicht zuletzt Ausdruck eines schwindenden Vertrauens in eine weitere konjunkturelle Erholung der Weltwirtschaft. Sollten weitere Dämpfer geldpolitische Maßnahmen der Notenbanken erforderlich machen, könnten diese also durchaus einen steigenden Goldpreis begünstigen. Die Société Générale ermöglicht es Anlegern, mit Optionsscheinen und Zertifikaten ihre Markterwartung für den Goldpreis umzusetzen. Geht der Anleger von einem moderat, aber kontinuierlich steigenden Goldpreis aus, könnte ein Trend Inline-Optionsschein (z.B. SG2UUU) ein interessantes Produkt darstellen.

Trend Inline-Optionsscheine besitzen eine obere und eine untere Barriere, die gemeinsam einen Kurskorridor bilden, in dem sich der Basiswert im Idealfall während der Laufzeit bewegen sollte. Dabei ist der Kurskorridor nicht statisch, sondern bewegt sich kontinuierlich nach oben, indem die obere und die untere Barriere jede Woche Montag (der jeweilige Anpassungstag) um fünf US-Dollar erhöht werden. Solange der Kurs des Basiswertes bis zum finalen Beobachtungstag (einschließlich) des Optionsscheins weder die obere noch die untere jeweils gültige Barriere berührt bzw. durchbricht, erhält der Anleger pro Trend Inline-Optionsschein einen bei Emission festgelegten Betrag. Sollte die jeweils gültige obere oder untere Barriere jedoch zu irgendeinem Zeitpunkt während der Laufzeit berührt oder durchbrochen werden, verfällt der Optionsschein nahezu wertlos. Hierzu ein Beispiel (WKN: SG2UUU): Die gegenwärtige untere Barriere des Produktes liegt bei 1.535,00 US-Dollar, die gegenwärtige obere Barriere bei 2110,00 US-Dollar. Anders als bei klassischen Inline-Optionsscheinen werden die Barrieren wöchentlich um jeweils 5,00 US-Dollar angehoben. Notiert der Goldpreis auch bis zum 30.07.2012 innerhalb des jeweils gültigen Kurskorridors, würden Anleger einen Auszahlungsbetrag in Höhe von zehn Euro erhalten. Sollte jedoch die jeweils gültige obere oder untere Barriere zu irgendeinem Zeitpunkt während der Laufzeit berührt oder durchbrochen werden, verfiele der Optionsschein nahezu wertlos; die fünf Bankarbeitstage nach dieser Barrierenverletzung erfolgende Rückzahlung würde in diesem Fall 0,001 Euro pro Schein betragen.

Ein Gastkommentar der Société Générale.

Quantitative Fonds – Anlageentscheidungen frei von Emotionen

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In der Fondswelt gibt es schon seit längerer Zeit eine Art Glaubensrichtung, bei der nicht ein Fondsmanager je nach Gefühl und persönlicher Beurteilung der wirtschaftlichen Gesamtlage die Portfoliozusammensetzung vornimmt, sondern diese Aufgabe dem Computer und einem zuvor ermittelten Modell zufällt. Somit werden mit einer quantitativen Anlagestrategie kurzfristige „Bauchentscheidungen“ ausgeschlossen.

Die Idee dahinter besagt, dass ein Mensch fehlbar ist und nicht in der Lage sein kann das wahre Ausmaß der Komplexität der internationalen Finanzmärkte zu erkennen, geschweige denn immer adäquat und schnell genug auf jede Veränderung regieren zu können.

Ein großer Vorteil ist dabei die Transparenz, denn bei den Quantitativen Fonds weiß der Anleger im Voraus nach welchen Kriterien das Portfolio zusammengesetzt wird und muss sich nicht den Bauchentscheidungen eines Fondsmanagers ausliefern lassen.

Allerdings bedeutete die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise in Folge der Lehman-Pleite auch einen großen Einschnitt für die quantitativen Fonds. Das Problem bestand darin, dass kein Modell der Welt die Ausmaße dieser Krise vorhersagen konnte und dies womöglich niemals adäquat können wird. Die Wahrscheinlichkeiten mit denen das Eintreten dieser Ereignisse vorhergesagt wurde, lagen unendlich nahe an der Null und konnten deshalb nach menschlichem Ermessen ausgeschlossen werden. Dennoch:

Ein wahrer Klassiker in der Welt der Quantitativen Fonds ist der Lingohr-Systematic-LBB-Invest. Dabei wird das Vermögen weltweit in Aktien investiert, welche mit Hilfe computergestützter Modelle ausgewählt werden. Je nach Land werden dabei verschiedene Auswahlkriterien unterschiedlich stark gewichtet. In Deutschland spielt derzeit der innere Unternehmenswert die entscheidende Rolle.

Die Fonds-Daten:
Name Lingohr-Systematic-LBB-Invest
WKN 977479ISIN   DE0009774794Aufgelegt in DeutschlandAuflagedatum   01.10.1996Kategorie Aktien weltweitVolumen 1,46 Mrd. Euro (20.03.2012)

ETFs: Passivität kann sich auszahlen

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Bei aktiv gemanagten Fonds achten Manager darauf das Verlustrisiko durch eine möglichst breite Streuung zu minimieren. Allerdings schaffen es die Fondsmanager sehr häufig nicht, eine bessere Performance hinzulegen als die jeweiligen Benchmarks. Alternativ zu den aktiv gemanagten Fonds kann ein Privatinvestor sein Geld in Exchange Traded Funds (ETFs) anlegen und damit an der Wertentwicklung des zugrunde liegenden Indexes partizipieren.

Grundlagen

ETFs können der Wertentwicklung des zugrunde liegenden Index auf zwei Arten folgen. Zum einen versucht man über die physische Replikation in einen Großteil oder in alle Indexbestandteile zu investieren, um die Wertentwicklung des Index abzubilden. Bei der synthetischen Replikation bedient man sich dagegen so genannter Swap-Geschäfte. In der Regel weisen die physisch replizierten ETFs größere Abweichungen zum Zielindex auf.

Daneben unterscheidet man zwischen ETFs, bei denen die jeweils zugrunde liegenden Indizes Dividendenzahlungen mitberücksichtigen oder nicht. Bei den Performanceindizes (Total Return Indizes), finden die Dividendenzahlungen der enthaltenen Unternehmen Berücksichtigung, wobei die Kursindizes (Preisindizes) Dividendenzahlungen nicht mitberücksichtigen. Performanceindizes sind beispielsweise der DAX und der MDAX, wohingegen der EURO STOXX 50 und der Dow Jones Industrial Average Kursindizes sind.

Transparenz, Flexibilität, Liquidität

Bei den aktiv gemanagten Fonds wird häufig kritisiert, dass die Portfoliozusammensetzung in der Regel nur am Quartalsende bekannt geben wird. Der Anleger bei den passiv gemanagten Fonds wird laufend darüber informiert. Der Kurs eines ETF entspricht entweder 1:1, einem Zehntel oder einem Hundertstel dem Stand des zugrunde liegenden Index.

Bildquelle: markteinblicke.de
ETFs bilden die Indexentwicklung 1 zu 1 ab

Darüber hinaus kann man durch eine einzige Börsentransaktion einen kompletten Index in sein Depot legen. Und dies zu sehr günstigen Preisen! Ein Anleger kann also einen Branchensektor, einen Index, sogar ein ganzes Land wie eine Aktie handeln. Dabei hat der Anleger eigentlich nur eine Art Investmentfonds zur Verfügung, dessen Börsenkurs aber laufend aktualisiert wird. Ein weiteres Argument ist das mittlerweile große Angebot und die Abdeckung aller wichtigen Anlagenklassen sowie der breit aufgestellten Indizes und die hohe Liquidität von ETFs, die durch die Börsenbetreiber wie die Deutsche Börse ständig sichergestellt wird.

Der Sicherheitsaspekt und die Kosten

ETFs erfüllen einen wichtigen Sicherheitsaspekt. Denn wie ein herkömmlicher Investmentfonds bilden ETFs Sondervermögen des Emittenten. Das heißt, das Vermögen eines ETF ist vom Vermögen des Emittenten getrennt und kann bei einer möglichen Insolvenz des Emittenten nicht zugrunde gehen.

Bei ETFs sind die Verwaltungsgebühren aufgrund der passiven Anlagepolitik sehr niedrig. Diese betragen in der Regel maximal 1 Prozent pro Jahr. Im Vergleich dazu betragen die Fondsverwaltungsgebühren für klassische Investmentfonds im Aktienbereich jährlich etwa 0,8 bis 2 Prozent. Weiterhin fallen beim Kauf von ETFs an der Börse weder ein Ausgabeaufschlag an, noch werden beim Verkauf Rücknahmegebühren erhoben.

Transparenz, Flexibilität, Liquidität, Sicherheit und die geringen Kosten sprechen für ETFs, womit genügend Gründe vorhanden sein sollten, warum man als Anleger über eine Investition in ETFs nachdenken könnte. Eines aber auch gesagt: Wer meint, einen ETF auf risikoreiche Rohstoffe-Sektoren oder Explorer-Werte sich ins Depot zulegen – der sollte sich des erhöhten Risikos im Vergleich zu einem DAX-ETF bewusst sein! Es gibt sicherlich risikoärmere Produkte.

Presse: IMK-Chef hält Stimmung am Aktienmarkt für trügerisch

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Kam gerade wieder rein – ein Beitrag von Börse Online. Gustav Adolf Horn, Chef des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), hält die positive Stimmung am Aktienmarkt für trügerisch. „Die Indikatoren, die die Stimmung anzeigen, sind relativ gut und verheißen uns einen Aufschwung – doch die harten realwirtschaftlichen Daten sind überwiegend schlecht“, sagte Horn im Interview mit dem Anlegermagazin ‚Börse Online‘ (Ausgabe 16/2012, EVT 12. April).

„Auftragseingänge und Produktionszahlen signalisieren, dass wir uns in einer ganz schwierigen Lage befinden.“ Für dieses Jahr rechnet der Konjunktur-Experte lediglich mit einem Wachstum der Wirtschaftsleistung in Deutschland von 0,3 Prozent, 2013 soll das Plus 0,7 Prozent betragen.

Bei den Lohnabschlüssen rechnet Horn damit, dass die mageren Zuwächse der vergangenen Jahre ein Ende haben. „Bei den Neuabschlüssen erwarten wir schon deutlich über drei Prozent“, sagte der IMK-Chef. Insgesamt werde der Lohnzuwachs bei 2,7 Prozent liegen, wobei in dieser Zahl noch viele Abschlüsse aus den Vorjahren enthalten seien. Die Gefahr negativer Beschäftigungseffekte aufgrund der höheren Abschlüsse sieht Horn nicht. „Das wäre nur der Fall, wenn wir Probleme mit der Konkurrenzfähigkeit hätten, wenn wir über Jahre hinweg den Produktivitätsfortschritt verfrühstückt hätten.“ Das Gegenteil treffe zu, man sei jahrelang hinter dem Möglichen zurückgeblieben, argumentierte er gegenüber ‚Börse Online‘. Besonders die Exportwirtschaft sei überaus erfolgreich gewesen und habe im Moment überhaupt keine Kostenprobleme.

Ob Euroland, das sich derzeit in einer Rezession befinde, 2013 aus dieser wieder herauskomme, hängt nach Horns Einschätzung von der Politik ab. „Wie wird der Konsolidierungskurs in den Krisenländern verlaufen? Müssen sie beim Sparen immer weiter nachlegen oder gibt man ihnen mal Zeit, sich zu erholen?“ Im Moment sei fortgesetztes Sparen das wahrscheinlichere Szenario, weshalb diese Länder in eine Abwärtsspirale geraten seien. „Müssen nun auch noch Länder wie Frankreich eine restriktivere Politik betreiben, ist eine Erholung im Euro-Raum nicht absehbar.“

Quelle/ Originaltext: Börse Online, G+J Wirtschaftsmedien

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