Start Blog Seite 1649

Ausblick DAX: Es wartet ein harter Widerstand – wenn überhaupt…

0

Wow, ging das wieder in den letzten Tagen ab. Ein kurzer Rückblick im Rahmen des Ausblicks. Der DAX am vergangenen Freitag bei 5.481 Punkten noch ein neues Jahreshoch markiert hatte, setzte zu Beginn dieser Woche eine kleine Korrektur ein, die bei 5.250 Zählern ihr vorläufiges Ende fand. Bereits am Donnerstag drang der Index wieder in die Nähe seines Hochs vor, drehte aber ein weiteres Mal nach unten ab. Die Region zwischen 5.450 und 5.500 Punkten scheint sich nun doch erst einmal als hartnäckige Widerstandszone zu erweisen.

dax1

Solange das Korrekturtief dieser Woche bei 5.250 Punkten verteidigt wird, stehen die Chancen weiterhin gut, dass sich die positive Tendenz schon bald fortsetzt. Und selbst bei einem Fall unter das Tief dieser Woche befindet sich bereits in der Region um 5.200 Zähler eine weitere solide Unterstützungszone. Erst darunter müsste man eine etwas deutlichere Korrektur einkalkulieren, die dann bis in den Bereich der 5.000er-Marke reichen könnte. Soweit mal wieder die pure Charttechnik…

Ausblick DAX: Die Wall Street sorgt für gute Laune

2

Im Zuge der guten Laune an den US-Märkten dürfte auch hierzulande der DAX wieder weiter nach oben gehen. Vorallem die gestrige Fed-Sitzung konnte für Optimismus sorgen. So blieben die Leitzinsen unerändert und im Ausblick zeigte man sich ob einer Konjunkturerholung zuversichtlich. Auch von der Zahlenfront kamen in der Mehrheit positive Signale. Alles in allem also gute Vorraussetzungen für einen erneuten Anlauf des deutschen Leitindex auf die 5.400er Marke und darüber hinaus.

Positive Signale kamen heute hierzuland bereits von der Konjunkturfront. Denn die deutsche Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal 2009 überraschend um 0,3 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2009. Ein zartes Pflänzchen immerhin. Auch die Quartalszahlensaison geht weiter. Nachdem gestern E.ON positiv überraschen konnte und zudem den Thüga-Verkauf weitgehend eingetütet hat, folgen heute die Zahlen von RWE. Dabei konnte der Energiekonzern das erste Halbjahr mit einer Gewinnsteigerung abschliessen. Die Aktie kann rund ein Prozent zulegen.

E.ON verkauft Stadtwerke-Tochter Thüga an Stadtwerke-Bündnis

0

Heute wurde es nun offiziell verkündet: E.ON hat sich mit den Interessenten über die wirtschaftlichen Grundzüge des Verkaufs ihrer Stadtwerketochter Thüga geeinigt. Käufer sind wiederum die betroffenen Stadtwerke selbst, die sich im Erwerberkonsortium Integra/KOM9 zusammengeschlossen haben. Dahinter verbirgt sich in Zusammenschluss aus enercity (das ist der Markenname der Stadtwerke Hannover), der Frankfurter Mainova AG, der Nürnberger N-ERGIE Aktiengesellschaft und der KOM9 GmbH & Co. KG, die sich wiederum aus mehr als 45 Stadtwerken zusammensetzt. Allerdings bleibt die Thüga (deren Name auf die Thüringer Gas AG zurückgeht, mehr zur Geschichte bei Wikipedia) nicht ganz in ihrer bisherigen Struktur. Denn die Thüga-Beteiligungen an der GASAG Berliner Gaswerke AG (37 Prozent), an der HEAG Südhessische Energie AG (40 Prozent), an den Stadtwerken Duisburg (20 Prozent) sowie an den Stadtwerken Karlsruhe (10 Prozent) werden an die Konzerntochter E.ON Ruhrgas übertragen um dann von dort separat verkauft zu werden. Der Kaufpreis für die „verkleinerte“ Thüga wurde mit 2,9 Mrd. Euro angegeben.

Die Käuferschar ist dabei sehr heterogen. Während die Integra-Partner enercity, Mainova und N-ERGIE jeweils 20,75 Prozent an Thüga übernehmen, gehen die restlichen 37,75 Prozent an die KOM9-Gruppe. Wichtig für die Frage, wer künftig Herr im Hause ist, dürfte die Tatsache sein, dass die Integra-Partner per Konsortialvertrag miteinander verbunden sind. Daneben wurde zwischen dem Integra- und dem KOM9-Konsortium eine Aktionärsvereinbarung geschlossen. Da wiederum eine Zerschlagung der Thüga derzeit kein Thema ist, dürfte schon jetzt ein gewaltiger Abstimmungsbedarf in der gemeinsam verantworteten Geschäftspolitik abzusehen sein, denn die Thüga-Beteiligungen sind keine Mehrheitsbeteiligungen. Ein Mehr an Entscheidungsfreiheit bzgl. ihres Tagesgeschäfts vor Ort dürfte also für die wenigsten beteiligten Stadtwerke wirklich eintreten. Dazu ist die Schar der Beteiligten einfach zu groß.

An dieser Stelle lohnt sich auch einmal ein Blick auf die KOM9-Gruppe (die Seite befindet sich wohl noch im Aufbau), die vom Freiburger Versorger Badenova angeführt wird. Die Partner werden leider nicht vollständig aufgeführt. Es handelt sich aber wohl um kommunale Versorger aus der gesamten Republik. Zu den Zielen der Gruppe heißt es:

Die Partner verbindet das gemeinsame Ziel, nachhaltige Lösungen für die energiepolitischen Herausforderungen der Zukunft zu finden und vor Ort umzusetzen. So sollen dezentrale Strukturen gestärkt und das Netzwerk der Stadtwerke und regionalen Energieversorger zukunftsweisend und kundennah ausgebaut werden.

Was davon angesichts der Beteiligungshöhe aber wirklich umgesetzt werden kann, ist fraglich. So wird das Thema Energie in Freiburg ganz anders angegangen als bspw. auf Sylt. Hinsichtlich der lebhaften Diskussionen vor Ort sei beispielhaft auf das Blog Orangenfalter aus Freiburg verwiesen.

Die aus Freiburg stammende Bürgergruppierung „Energie in Bürgerhand“ scheint mit ihrer Genossenschaftsidee und einer millionenschweren Beteiligung gescheitert zu sein. Laut Badischer Zeitung, die sich auf Badenova-Vorstandssprecher Thorsten Radensleben beruft, könne die Initiative angesichts des aktuellen Verhandlungsstands aufgrund fehlender Informationen nicht am angestrebten Thüga-Kauf beteiligt werden. Allerdings sei ein späterer Einstieg nicht ausgeschlossen. Heute heißt es in der Badischen Zeitung dazu: „Die Initiative „Energie in Bürgerhand“ kommt laut Radensleben als künftiger Partner in Frage, um das angestrebte Wachstum der Thüga zu finanzieren.“ Man darf also gespannt sein, wie sich das ganze weiter entwickelt.

Als Ergänzung sei noch auf zwei interessante Artikel verwiesen:

Kommunen erobern Energieversorgung zurück (FAZ)

Energierebellen auf Einkaufstour (FTD)

Ein Punkt, der immer wieder auftaucht, ist die nun erreichte neue Unabhängigkeit der Stadtwerke von E.ON bzw. den anderen drei großen Energiekonzernen RWE, EnBW und Vattenfall. Diese existiert, wenn überhaupt, nur auf der Verbraucherseite, wo die Kommunen nun unabhängiger handeln können. Bei der Erzeugung ist das Bild allerdings nach wie vor unverändert. Die vier Energiekonzerne vereinen weiterhin eine Mehrheit der Stromerzeugungskapazitäten. Lediglich über die Ausnutzung der Käufermacht könnte der Wettbewerb ein klein wenig mehr voran kommen. Allerdings sind beim Strompreis viele Preiselemente nur durch die Politik veränderbar.

Ausblick DAX: Unverändert mit Gewinnmitnahmen zu rechnen

0

Eigentlich kann ich hier das gleiche schreiben wie gestern. Ich rechne in dieser Woche mit weiteren Gewinnmitnahmen. Schlechte Konjunkturdaten haben gestern viele nervös gemacht. Und diese Nervosität bleibt erhalten. Gestern hat es schon im DAX für einen kräftigen Verlust von über 2,4% gereicht.

Charttechnisch hat der DAX nun folgende Aufgabe vor sich: Kurzfristig kommt es darauf an, an den horizontalen Intraday-Zonen um 5250 oder 5140/60 Punkten an Stabilität zu gewinnen, spätestens aber am 55-Tage-Durchschnitt wieder nach oben zu drehen, der aktuell die 5000er-Marke von unten nach oben durchschneidet.

Ausblick DAX: Mit weiteren Gewinnmitnahmen darf gerechnet werden…

0

Die Vorgaben für den heutigen Tag sind nicht optimal aber gehen. Die US-Aktienbörsen verbuchten gestern Kursabschläge, welche jedoch recht moderat ausfielen. Die Nachrichtenlage war dünn. Im Vorfeld der in dieser Woche noch anstehenden Einzelhandelsdaten wollte sich offensichtlich niemand zu weit aus dem Fenster lehnen. Nicht zu vergessen, dass heute die BIP-Daten der USA für das zweite Quartal publik werden.

Ein Blick daher auf den DAX. Dieser zeigte zum Wochenauftakt etwas Schwäche. Gewinnmitnahmen machten die Runde. Charttechnisch bin ich gespannt, wie es weiter geht. Denn der DAX macht es sich schwer, die Marke von 5.410 Zähler nach oben nachhaltig zu verlassen, so dass die Wahrscheinlichkeit für eine weiteren Ausbruch für mich immer geringer werden. Ich rechne mit weiteren Gewinnmitnahmen in dieser Woche.

Im Fokus: ESCADA warnt vor Insolvenz und die Börse jubelt

0

Der Modekonzern ESCADA ist ja schon seit langem in der Krise. Zuletzt hatte der Vorstand zur Unternehmensrettung ein Anleihen-Umtauschangebot ausgeben. Im Rahmen dieses Umtauschangebots wird den Anleihegläubigern für eine Alt-Anleihe im Nennwert von 1.000 Euro eine aus zwei Teilen bestehende neue Schuldverschreibung sowie eine Barzuzahlung im Nennwert von zusammen 400 Euro angeboten. Hinzu kommen 10 ESCADA-Aktien aus dem Bestand wesentlicher Altaktionäre. Tja und dieses Angebot läuft nun aus. Und da die Annahme nicht im erforderlichen Umfang erfolgte, warnte heute der Vorstand vor einer Insolvenz. Mit der Folge, dass die Aktie mehr als 8 Prozent gewann.

Konkret erklärte der Vorstand, dass

„bei einem Scheitern des Anleihe-Umtauschangebots noch in dieser Woche ein Antrag auf Insolvenz wegen unmittelbar drohender Zahlungsunfähigkeit gestellt wird. Diese tritt ein, wenn bis zum Ablauf der Frist des Umtauschangebots an die Anleihegläubiger am Dienstag, den 11. August 2009 um 15:00 Uhr MESZ die nötige Mindestannahmequote von 80 % wie im Prospekt definiert nicht erreicht wird.
Für den 12. August 2009 ist eine Aufsichtsratssitzung angesetzt, in der der Vorstand den Aufsichtsrat bei Scheitern der finanziellen Restrukturierung über die Folgen und die weiteren Schritte informiert.“

Wie man sieht muss hochpreisige Damenmode eben nicht immer ein gewinnträchtiger Verkaufsschlager sein. Wenn man die Analysten-Kommentare der jüngsten Vergangenheit anschaut, dominiert der Ratschlag „Abstand halten“. Spätestens nach dem SDAX-Rauswurf im Juni wurde dieser Ratschlag von vielen wohl angenommen. Und so sorgt die Hoffnung auf eine gelungene Sanierung derzeit bei spekulativen Anlegern für einen lockeren Geldbeutel. Ob dieses Verhalten auch übermorgen noch anhält wird man sehen. Aber große Vorsicht für Langfristanleger ist sicherlich nicht verkehrt, denn die Aktie verlor im letzten Jahr rund drei Viertel ihres Wertes.

Ausblick DAX: Die Woche startet wenig erfreulich

0

Nach einer insgesamt sehr positiven ersten August-Woche geht es nun doch etwas zurückhaltender zu. Die Zahl der Unternehmensmeldungen nimmt deutlich zu und die Verarbeitungsgeschwindigkeit ab. Somit wird sich der DAX heute sehr schwer tun wieder in Richtung 5.500er Marke zu gehen. Wenn die 5.400er Marke überhaupt hält. Denn Gewinnmitnahmen belasten zum Wochenauftakt die Stimmung erheblich.

Aus der Fülle der Unternehmensnachrichten will ich nur mal den sich abzeichnenden Führungswechsel bei E.ON herauspicken. Eigentlich sind keine Überraschungen zu erwarten. Bernotat geht und Teyssen kommt. Mit Spannung warten die Anleger daneben auf die endgültige Bestätigung des Thüga-Verkaufs. Laut HAZ soll die Stadtwerke-Holding an ein Bündnis kommunaler Versorger veräußert werden. An der Börse verliert die Aktie derzeit leicht.

Ausblick KW33: Eine Zahlenwelle – vor allem aus der zweiten Reihe

0

Es wird richtig hageln nächste Woche – an Zahlen. Hier eine „kleine“ Auswahl…

10. August
QIAGEN Ergebnis 2. Quartal 2009
Rofin-Sinar Ergebnis 3. Quartal 2008/09
GAGFAH Ergebnis 2. Quartal 2009

11. August
technotrans Ergebnis 2. Quartal 2009
Aareal Bank Ergebnis 2. Quartal 2009
PATRIZIA Immobilien Ergebnis 2. Quartal 2009
Bechtle Ergebnis 2. Quartal 2009
Heidelberger Druckmaschinen Ergebnis 1. Quartal 2009/10
Generali Deutschland Ergebnis 2. Quartal 2009
Rational Ergebnis 2. Halbjahr 2009
Leoni Ergebnis 2. Quartal 2009
Douglas Holding Ergebnis 3. Quartal 2008/09
Applied Materials Ergebnis 3. Quartal 2008/09

12. August
Tognum Ergebnis 2. Quartal 2009
E.ON Ergebnis 2. Quartal 2009
QSC Ergebnis 2. Quartal 2009
AdLink Ergebnis 2. Quartal 2009
Lanxess Ergebnis 2. Quartal 2009
Deutz Ergebnis 2. Quartal 2009
MLP Ergebnis 2. Quartal 2009
Aurubis Ergebnis 3. Quartal 2008/09
Elmos Semiconductor Ergebnis 2. Quartal 2009
BHP Billiton Jahresbericht 2008/09
ING Group Ergebnis 2. Quartal 2009
Medion Ergebnis 2. Quartal 2009

13. August
Wacker Neuson Ergebnis 2. Quartal 2009
Hamborner Ergebnis 2. Quartal 2009
Centrotherm Ergebnis 2. Quartal 2009
HHLA Ergebnis 2. Quartal 2009
Curanum Ergebnis 2. Quartal 2009
Carl Zeiss Meditec Ergebnis 3. Quartal 2008/09
Klöckner & Co Ergebnis 2. Quartal 2009
Celesio Ergebnis 2. Quartal 2009
XING Ergebnis 2. Quartal 2009
freenet Ergebnis 2. Quartal 2009
TUI Ergebnis 2. Quartal 2009
Q-Cells Ergebnis 2. Quartal 2009
Lloyd Fonds Ergebnis 2. Quartal 2009
United Internet Ergebnis 2. Quartal 2009
FJA Ergebnis 2. Quartal 2009
SolarWorld Ergebnis 2. Quartal 2009
Colonia Real Estate Ergebnis 2. Quartal 2009
Deutsche Euroshop Ergebnis 2. Quartal 2009
Premiere Ergebnis 2. Quartal 2009
STADA Ergebnis 2. Quartal 2009
TAG Immobilien Ergebnis 2. Quartal 2009
REpower Ergebnis 1. Quartal 2009/10
Salzgitter Ergebnis 2. Quartal 2009
Jungheinrich Ergebnis 2. Quartal 2009
MediClin Ergebnis 2. Quartal 2009
Rheinmetall Ergebnis 2. Quartal 2009
RWE Ergebnis 2. Quartal 2009
K+S Ergebnis 2. Quartal 2009
GfK Ergebnis 2. Quartal 2009
Bilfinger Berger Ergebnis 2. Quartal 2009
Wal-Mart Ergebnis 2. Quartal 2009/10

14. August
Roth & Rau Ergebnis 2. Quartal 2009
MPC Capital Ergebnis 2. Quartal 2009
MVV Energie Ergebnis 3. Quartal 2008/09
BAUER Ergebnis 2. Quartal 2009
Alstria office REIT Ergebnis 2. Quartal 2009
ErSol Ergebnis 2. Quartal 2009
Cash.life Ergebnis 2. Quartal 2009
ThyssenKrupp Ergebnis 3. Quartal 2008/09
SCM Microsystems Ergebnis 2. Quartal 2009
IVG Immobilien Ergebnis 2. Quartal 2009
LPKF Ergebnis 2. Quartal 2009
KOENIG & BAUER Ergebnis 2. Quartal 2009
Hochtief Ergebnis 2. Quartal 2009
Maternus Kliniken Ergebnis 2. Quartal 2009

.. nicht zu vergessen – die Konjunkturdaten:

11.08.
Di, DE 8:00 Verbraucherpreise M/M Juli (endg.)
DE 8:00 Verbraucherpreise Y/Y Juli (endg.)
US 14:30 Lohnstückkosten Q/Q Q2 (vorl.)
US 14:30 Produktivität ex Agrar Q/Q Q2

12.08.
US 14:30 Handelsbilanz Juni
US 20:15 FOMC: Leitzinsentscheidung

13.08.
DE 8:00 BIP Y/Y, wda Q2
DE 8:00 BIP Q/Q, sa Q2
US 14:30 Einfuhrpreise M/M Juli
US 14:30 Einzelhandelsumsatz M/M
US 14:30 Einzelhandelsumsatz M/M, ex Autos Juli
US 14:30 Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe Stand: 8. August

14.08.
Fr, EWU 11:00 Verbraucherpreise M/M Juli
EWU 11:00 Verbraucherpreise Y/Y Juli
US 14:30 Verbraucherpreise M/M, gesamt Juli
US 15:15 Kapazitätsauslastung Juli
US 15:15 Industrieproduktion M/M Juli
US 16:00 Verbrauchervertrauen Uni Michigan August (vorl.)

Im Fokus: Der Euro Stoxx 50 hat charttechnisch die Wende vollzogen

1

Schauen wir neben dem DAX auch mal auf Euro Stoxx 50. Der hat charttechnisch die Wende schon vollzogen. Mit dem Anstieg über das Januarhoch bei knapp über 2.600 Punkten gelang auch der Sprung über die langfristige Abwärtstrendlinie.

Somit eröffnet sich aus charttechnischer Sicht nun zunächst weiteres Aufwärtspotenzial bis in den Bereich der nächsten runden Marke bei 3.000 Zählern. Darüber liegt die nächste Widerstandszone zwischen 3.450 und 3.500 Punkten.

euro

Bei kurzfristig möglichen Rücksetzern sorgt bereits der Bereich zwischen 2.550 und 2.600 Zählern für solide Unterstützung. Erst bei einem Fall unter das Hoch von Anfang Juni, das bei 2.549 Punkten gelegen hatte, droht eine weitere Korrektur.

Aktuell verliert der Index 0,6% auf 2.646 Punkte.

Ein Blick auf den DAX und seine Charttechnik..

0

Dem letzten Wochenschluss über der Marke von 5.300 Punkten ließ der DAX zu Beginn dieser Woche zunächst weitere Aufschläge folgen. Gleich zum Wochenauftakt kletterte der Index bis auf 5.463 Zähler und damit auf ein Niveau, das zuletzt im Crash-Monat Oktober erreicht worden war. Seit Dienstag pendelt der DAX in einer Range von rund 100 Punkten um die 5.400er-Marke. Nach einer Rally von mehr als 900 Punkten seit Mitte Juli kommt es nun zu der längst überfälligen Verschnaufpause.

dax

Dabei zeigt der DAX aber beeindruckende Stärke und hält sich bis dato auf hohem Niveau. Unterstützung bietet neben der 5.300er-Marke vor allem die massive Haltezone im Bereich von 5.200 Punkten. Erst darunter müsste man kurzfristig mit einer etwas deutlicheren Korrektur in die Region zwischen 4.900 und 5.000 Punkten rechnen. An der mittelfristig positiven Tendenz würde dies jedoch nichts ändern. Aktuell verliert der DAX 0,66% auf 5.334 Punkte…

Ausblick DAX: Aktienmärkte warten heute auf US-Arbeitsmarktdaten

0

Mensch, da lag ich gestern mal falsch. Von wegen Abschläge. Heute jedoch wird es wirklich spannend. Am späten Mittag wird sich zeigen, wohin der Markt geht, bis dahin wird sich wohl keiner aus dem Fenster lehnen. Denn dann kommen die US-Arbeitsmarktdaten. Ich gehe davon aus, dass die Arbeitslosenquote leicht angestiegen ist.

Interessant ist ebenso mal ein Blick auf den breiten S&P zu werfen. Dort zeichnet sich eine obere Wendeformation immer mehr ab. Drei Hochs in Folge auf nahezu dem gleichen Niveau. Das ist ein gutes Argument für ein Szenario, dass nach unten drehen könnte.

Beim deutschen DAX haben wir hingegen nach oben eine massive Widerstandsmarke bei 5.410 Zählern, doch zur Charttechnik des DAX schreibe ich heute noch einmal ausführlicher…

Twitter ist nach DoS-Angriff down – Dauer ungewiss

0

Nur kurz zur allgemeinen Erläuterung. Twitter ist wirklich down. Laut Twitter-Status handelt es sich um einen Denial of Service-Angriff. Wie lange das Ganze noch anhält, ist noch offen. Auch heise berichtet inzwischen darüber.

Update 18.42 Uhr

Twitter läuft wieder…mehr oder weniger stabil…

Ausblick DAX: Wer nimmt seine Gewinne mit?

0

Es dürfte heute ein herrlicher Tag werden. Bis zu 32 Grad. Da werde ich selbst wohl eher mit meiner Tochter Emma in den Garten gehen und das Wetter genießen. Ob man aber als Anleger aber den Tag genießen kann, ist wiederum fraglich. Nach den enttäuschenden US-Konjunkturdaten könnten nämlich heute nicht wenige Investoren anfangen, ihre Gewinne mitzunehmen.

Die Frage der Korrektur steht an. Für mich schon längst überfällig. Und wenn dann morgen die US-Arbeitsmarktdaten veröffentlicht werden, könnte es einen weiteren Schub nach unten geben.

Kurzfristig könnte der DAX daher durchaus die Unterstützung um 5300 Punkte testen, und diese gegebenenfalls auch durchbrechen. Dann geht es wieder gen 5.000er Marke. Aber ich sage es ganz deutlich. Die Arbeitsmarktdaten am morgigen Freitag und die darauf entstehende Reaktion der Märkte werden uns zeigen, wo es kurzfristig mit dem Markt hingehen wird.

Heute sehe ich den DAX deutlich schwächer – aber davon werde ich persönlich gar nicht viel mitbekommen, denn das Wetter ist einfach zu genial, um dauernd auf n-tv zu schauen. 🙂

Herrgottsb’scheißerle – die Abwrackprämie und die tausendfachen Betrüger

0

Heute morgen bin ich schon drüber gestolpert, aber zuerst wollte ich der Langeweile wegen nichts dazu schreiben. Nun doch. Zumindest kurz. Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) hat heute einen genialen PR-Coup gelandet. Mit der Mitteilung an die Bild, dass im Rahmen der Abwrackprämie 50.000 Fahrzeuge nicht ordnungsmäß verschrottet, sondern ins Ausland geschafft wurden. Von organisierter Kriminalität und haste nicht gesehen… Der Bild-Artikel ist leider online nicht zu finden, drum verlinke ich mal auf Spon. Im Radio kam heute dann der BDK-Chef und erklärte das Zustandekommen der Zahl von 50.000 Betrugsfällen: Es sind Schätzungen die auf Ergebnissen der Dunkelfeldforschung beruhen… Nun ja, für mich hören sich die Zahlen des BDK sehr nach “aus der Hüfte geschossen” an.

Offenbar auch für andere: das Bundeswirtschaftsministerium. Laut Handelsblatt erklärte ein Sprecher, dass ihm diese sehr hohen Zahlen nicht vorlägen. Er sprach von weniger als 100 Anfragen, bei denen die Autos möglicherweise nicht ordnungsgemäß abgewrackt wurden. Über die genannte Zahl verlangte er Aufklärung.

Davon abgesehen, dass ich es verstehen würde, wenn manch ein Schrotthändler die ein oder andere „Perle“ anderweitig verwendet, ist das ganze doch eh ein Scheindiskussion. Ein Altauto wird in Teilen ganz legal ins Ausland gebracht, um dort dann wieder zu neuem Leben erweckt zu werden. Gut, dazu muss in Deutschland mit einiger Arbeitskraft das Auto zerlegt und im Ausland wieder unter erheblicher Arbeitskraft zusammengebaut werden. Aber im Endeffekt fährt das Auto nicht mehr in Deutschland, sondern in Afrika, Osteuropa oder sonst wo. Aber damit will ich es jetzt auch belassen. Verweiße noch auf den Artikel Abwrackprämienbeschiss beim Filterblog und meinen Artikle zu Cash for Clunkers.

Die Deutsche Börse enttäuscht – die Lage (am Finanzmarkt) ist eben doch nicht so rosig

0

Manch ein Anleger fiel gestern aus allen Wolken, als er sich die Zahlen der Deutschen Börse anschaute. Laut Pressemitteilung sank der Umsatz um 12 Prozent auf 515,6 Mio. Euro und die Nettozinserträge aus dem Bankgeschäft verringerten sich um 56 Prozent auf 25,9 Mio. Euro. Trotz der jüngsten weltweiten Kurs-Rallye läuft es also keineswegs rund beim führenden deutschen Börsenbetreiber. Beim Ergebnis kommt dann noch mehr Ernüchterung auf: Das EBITA sank um 34 Prozent auf 248,8 Mio. Euro. Der Konzern-Periodenüberschuss belief sich auf 164,9 Mio. Euro und lag damit um 34 Prozent unter dem Vorjahreswert. Allerdings sind darin die positiven Auswirkungen einer reduzierten Steuerquote gegenüber 2008 berücksichtigt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ist von 1,30 Euro auf 0,89 Euro zurückgegangen.

Der heutige Kursrutsch von zeitweise mehr als 7 Prozent ist also Ausdruck eines Erkenntnisgewinns bei vielen Anlegern, die bisher den Markt besser gesehen hatten, als er war. Schaut man sich dazu die Handelszahlen an – zuletzt die vom Juli: Ein Rückgang der Orderbuchstatistik um 55 Prozent auf 90,4 Mrd. Euro zeugt nicht gerade von einer neuen Hausse oder einer substantiellen Erholung der Märkte. Man sieht: auch an der Börse schlägt die Krise voll durch. Es sind eben noch längst nicht alle Teilnehmer am Markt zurück. Das ganze System läuft quasi auf Halber Flamme. Einige wenige Anleger treiben aus Angst die (nicht vorhandene) Erholung zu verpassen, die Kurse weiter nach oben und ziehen so weitere „unbedarfte“ Anleger nach. Die Profis lehnen sich zurück und stoßen ihre Papiere nach und nach mit deutlichen Gewinnen ab. Aber die Schar dieser Anleger sinkt von Tag zu Tag. Die Veröffentlichung von wenig überzeugenden Konjunkturdaten, wie heute etwa zum US-Arbeitsmarkt, zwängen dann wieder die Kurse in die Knie. Man kommt sich allmählich vor wie auf einem Holzgerüst in 100 Meter Höhe. Es wackelt bereits ohne Ende und beim Weiterbau fällt man regelmäßig nach unten, aber nie soweit, dass es weh tut. Irgendwann jedoch hält der Boden nicht mehr und das ganze Gerüst rutscht in sich zusammen. Bis zu diesem Zeitpunkt werden die Charttechniker aber von einem soliden Aufwärtstrend sprechen…wetten?

RSS
Facebook
YouTube
LinkedIn
Instagram