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VARTA blickt trotz Corona sorgenfrei in die Zukunft – Ein Trugschluss?

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Bildquelle: Pressefoto Varta

Das Coronavirus sorgt dafür, dass Unternehmen ihre Prognosen senken oder zurücknehmen müssen, ohne in der Lage zu sein, einen möglichst genauen Ausblick zu liefern. In dieser Situation stellt VARTA (WKN: A0TGJ5 / ISIN: DE000A0TGJ55) eine willkommene Abwechslung dar.

Der Spezialist für Mikrobatterien rechnet damit, dass sich das Umsatz- und Ergebniswachstum trotz Corona weiter beschleunigen sollte. Grund dafür sei die starke Nachfrage bei Lithium-Ionen Batterien. Allerdings spielt auch die erstmalige Konsolidierung von VARTA Consumer eine Rolle.

Das MDAX-und TecDAX-Unternehmen hatte die Sparte rund um Haushaltsbatterien unter der Marke VARTA vom US-Konzern Energizer zurückgekauft.

Auf Unternehmensseite geht man davon aus, dass das attraktive Cashflow Profil von VARTA Consumer mittelfristig einen wesentlichen Beitrag zur Finanzierung des weiteren Ausbaus der stark wachsenden Lithium-Ionen Produktion leisten soll. VARTA profitiert von vielen Trends. Dazu gehören die immer kleiner werdenden elektronischen Geräte.

Ihre Zahl nimmt rasant zu. Zudem müssen sie kabellos sein und dementsprechend mit Batterien ausgestattet werden. VARTA ist gerade dabei, die Kapazitäten im Bereich der kleinen Lithium-Ionen-Knopfzellen kräftig auszubauen. Diese kommen unter anderem in Hörgeräten und Kopfhörern zum Einsatz. Die Produktion soll bis 2022 auf 150 Millionen Akkus ausgebaut werden.

Für 2020 rechnet VARTA mit einem Umsatzplus von 115 bis 120 Prozent auf 780 bis 800 Mio. Euro. Organisch soll der Zuwachs bei 32 bis 38 Prozent liegen. Das bereinigte Konzern-EBITDA wird zwischen 175 und 185 Mio. Euro gesehen, was einem Plus von 79 bis 90 Prozent entsprechen würde.

FAZIT. Nach dem jüngsten Corona-Schock befindet sich die VARTA-Aktie bereits auf Erholungskurs. Es ist nicht auszuschließen, dass Marktturbulenzen erneut für Kursrücksetzer sorgen. Mittel- bis langfristig dürfte das MDAX– und TecDAX-Papier jedoch dank wichtiger Trends einiges an Kurspotenzial mitbringen.

Anleger, die auf Kursgewinne bei VARTA setzen wollen, können mit einem Faktorzertifikat Long (WKN: MF7NC0 / ISIN: DE000MF7NC03) sogar gehebelt von Kursgewinnen profitieren.

Bildquelle: Pressefoto Varta

Mumm kompakt – Sind die Aktienmärkte zu optimistisch?

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Bildquelle: Pixabay / Andi_Graf

In Deutschland werden nach den Schnellschätzungen auch die finalen Markit-Einkaufsmanagerindizes deutlich schwächer ausfallen. Der März-Arbeitsmarktbericht dürfte schon eine steigende Arbeitslosigkeit und einen deutlichen Anstieg der Anträge auf Kurzarbeit belegen. Mit leichter Verzögerung, dafür aber umso schneller – aufgrund des flexibleren Arbeitsmarkts – machen sich die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in den USA bemerkbar.

In der vergangenen Woche haben sich die Erstanträge auf Arbeitslosigkeit im Vergleich zur Vorwoche verzehnfacht und sind auf über 3 Millionen in die Höhe geschnellt. In dieser Woche wird das Überschreiten der 3,5 Millionen erwartet. Die auf 50-Jahrestief befindliche Arbeitslosenquote dürfte dadurch von 3,5 auf etwa 3,8 Prozent steigen. Auch der für die US-Wirtschaft besonders wichtige private Konsum dürfte von dieser Entwicklung getroffen werden.

Da ein Ende der Bewegungseinschränkungen sowohl in Europa als auch in den USA noch nicht absehbar ist, könnte sich die Erholung an den Aktienmärkten als verfrüht herausstellen. Es bleibt die Hoffnung auf die Zeit nach einem Abflachen der Neuinfektionskurve.

So stiegen in China die Einkaufsmanagerindizes für das Verarbeitende Gewerbe und für die Dienstleistungen nach einem Einbruch im März wieder überraschend deutlich über die Expansionsmarke von 50 Punkten auf 52 bzw. 52,3 Punkte an. Einem deutlicheren Aufschwung der chinesischen Wirtschaft steht jedoch noch der Ausfall wichtiger Export-Abnehmer in Europa und den USA entgegen.

 

Ein Kommentar von Carsten Mumm
Er ist Chefvolkswirt bei der Privatbank Donner & Reuschel. Das Traditionshaus mit Sitz in Hamburg und München setzt auf qualifizierte und umfassende Beratung für vermögende Privatkunden, Unternehmer, Immobilienkunden und institutionelle Kunden.

Der obige Text/Beitrag spiegelt die Meinung des oder der jeweiligen Autoren wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

 

Bildquellen: Donner & Reuschel / Pixabay / Andi_Graf

Krones: Zurückhaltung bei Neuinvestitionen

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Bildquelle: Pressefoto Krones

In Zeiten der Corona-Ausgangsbeschränkungen greifen die Bürger offensichtlich verstärkt zu alkoholhaltigen Getränken. Vor allem der Absatz von Wein und Bier soll kräftig gestiegen sein, so zumindest eine Erkenntnis der App Bring!, die dies am Kaufverhalten der Kunden ablesen will.

Und auch im Bekanntenkreis des Autors dieser Zeilen kommt inzwischen an jedem Abend das ein oder andere Bildchen auf digitalem Wege an, dass ein Seidla Bier oder eine Weinflasche zeigt. Das müsste eigentlich bei Krones (WKN: 633500 / ISIN: DE0006335003), dem Weltmarktführer für Getränkeabfüllanlagen, für Freude sorgen.

Doch dem ist nicht so. Denn die aktuelle Krise wird zunächst zu einer Zurückhaltung bei Neuinvestitionen führen und wohl die Gewinnentwicklung des Maschinenbauers 2020 belasten.

Die genauen Auswirkungen sind zum jetzigen Zeitpunkt schlicht nicht abschätzbar. Da aber auch schon 2019 ein schwieriges Jahr mit massiven Umstrukturierungen für die Neutraublinger war, hat sich der Vorstand dazu entschieden, die Dividende massiv zu kürzen. Statt 1,70 Euro soll es für 2019 nur noch 0,75 Euro pro Aktie geben…

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RaumEin Beitrag von Wolfgang Raum von Plusvisionen.de

Wolfgang Raum ist bereits seit mehr als 25 Jahren im Kapitalmarkt-Journalismus tätig, derzeit als freier Wirtschafts- und Börsenjournalist für einige Börsenbriefe und Banken-Newsletter, aber auch als Blogger. Von 2005 bis Sommer 2014 arbeitete er als Chefredakteur für das ZertifikateJournal. Zuvor verantwortete er mehr als fünf Jahre den renommierten Börsenbrief des Anlegermagazins CAPITAL, die CAPITAL Depesche. Der Derivate-Experte, zugleich Fan von Nebenwerten und Emerging Markets, ist zudem ein gern gesehener Experte bei Fernseh- und Radio-Interviews.

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Bildquellen: Wolfgang Raum / Pressefoto Krones

Thema der Woche: DAX & Öl im Fokus, rege Umsätze dank hoher Vola

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An den Finanzmärkten geht es rund und die hohe Volatilität sorgt für rege Umsätze bei Derivaten. Welchen Einfluss hat die Vola auf Optionsscheine und andere Derivate und warum ist bei einer Marktberuhigung Vorsicht angesagt?

Hier die Einschätzungen von Kemal Bagci, Derivate-Experte bei der BNP Paribas, zugeschaltet aus Frankfurt.

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Quelle: Börse Stuttgart / Bildquelle: Pressefoto Börse Stuttgart

adidas-Aktionäre und die moralische Frage in Zeiten der Krise

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Bildquelle: Pressefoto adidas

Nach der massiven Kritik zur geplanten Mietstundungen wegen der geschlossenen Filialen aufgrund der Coronavirus-Krise hat nun der adidas (WKN: A1EWWW / ISIN: DE000A1EWWW0)-Vorstandschef Kasper Rorsted Stellung bezogen. Laut Rorsted will der Sportartikelhersteller privaten Vermietern, die allerdings nur einen Bruchteil der Vermieter ausmachen, unverändert die Mieten zahlen.

Vermieter zeigen Verständnis
Rorsted erklärte gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), dass die privaten Vermieter ihre April-Mieten wie gewohnt erhalten werden. Es gehe Rorsted zufolge nicht um „den kleinen Sporthändler an der Ecke, wir reden ausschließlich über unsere eigenen Läden, die wir selbst betreiben“. Dort seien die Vermieter in der Regel große Immobilienvermarkter und Versicherungsfonds“ die für die Mietstundung „überwiegend Verständnis gezeigt“ hätten. „Wir sind uns unserer Verantwortung durchaus bewusst“, sagte Rorsted der FAZ.

Heftige Kritik
Die jüngste Ankündigung von adidas über einen Zahlungsstopp war auf heftige Kritik gestoßen. Vor allem in den Sozialen Medien wurde recht rasch ein Boykottaufruf laut. Anschließend äußerte sich auch die Bundespolitik zur Anwendung ihres selbst beschlossenen (und offenbar unzureichend formulierten) Gesetzes. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hatten die Ankündigung als „inakzeptable Botschaft“ bezeichnet. Dabei führten die beiden insbesondere die Risiken an, die private Vermieter bei einem derartigen Verhalten erleiden müssten.

Angesichts der Kritik, etwa der FDP, im Vorfeld der Beschlüsse über diese Gesetzesänderung, erscheint es nun wohlfeil von seiten der Bundespolitik Unternehmen zu beschimpfen, die sich schlicht an die neu geschaffenen Gesetze halten. Dennoch gilt der alte Spruch: Nicht alles was legal ist, ist auch legitim. Und der Imageschaden, der durch fast drei Tage Schweigen seitens adidas, erzeugt wurde, ist alles andere als eine Petitesse. Das ist der eigentliche Skandal aus Anlegersicht. Gerade für ein Unternehmen, das von seinem Image lebt, ist eine klare und zeitnahe Kommunikation – erst recht in der Krise – elementar. Zumal adidas ja durch den globalen Shutdown sowieso schon angeschlagen ist.

Die Lage ist ernst
Der Vorstandsvorsitzende Kasper Rorsted nennt die Lage durch die Coronavirus-Krise „ernst“. Laut Rorsted kann adidas derzeit nur in 3 Ländern der Welt normal dem Geschäft nachgehen und ansonsten nur über das Online-Angebot verkaufen. Demnach wächst der Online-Handel zwar stark, macht aber nur 15 Prozent des Geschäfts aus. Ein Großteil des Umsatzes falle damit jetzt vorerst weg.

Rorsted kündigte an, dass adidas diese Woche Kurzarbeit für Produktion, Lager sowie Mitarbeiter in den selbst betriebenen Läden beantragen werde. Sollten die gesellschaftlichen Einschränkungen in weiten Teilen der Welt noch über viele Wochen andauern, werde dies zu „massiven wirtschaftlichen Verwerfungen führen, deutlich schlimmer als in der Finanzkrise 2008/2009.“

Keine direkte Staatshilfe
adidas selbst benötigt Rorsted zufolge keine direkte Staatshilfe. „Aber wir werden Kredite brauchen, wir bei adidas wie auch die Wirtschaft insgesamt“, erklärte Rorsted der FAZ.

Kurserholung
An der Börse wurde adidas durch den jüngsten Crash kräftig zurückgeworfen. Nachdem die Aktie im Januar ein Allzeithoch bei 317 Euro markierte, folgte bis Mitte März eine Korrektur um 49 Prozent auf 162 Euro. Seitdem konnten sich die Notierungen wieder bis in den Bereich der 200er-Marke nach oben arbeiten.

Das sind die nächsten Kursziele
Sollte sich die jüngste Aufholbewegung fortsetzen, liegt das nächste Kursziel bei 272 Euro (200-Tage-Linie). Gelingt hier der Wechsel in den langfristigen Aufwärtstrend, stellt sich die nächste Zielmarke auf 317 Euro (Januar-Allzeithoch). Bis hierhin eröffnet sich aktuell ein mittelfristiges Gewinnpotenzial von 58 Prozent.

adidas: DAX-Highflyer
Auch wenn die charttechnische Lage vorerst angespannt bleibt, bestehen gute Chancen, dass sich die aktuell günstigen Kurse bei adidas als gute Einstiegsgelegenheit entpuppen. Denn langfristig gehört die Aktie zu den stärksten Werten im DAX. Allein im Zeitraum zwischen Ende 2009 und Ende 2019 stehen hier Kursgewinne von im Schnitt 23 Prozent jährlich zu Buche. Die Aktie bleibt dementsprechend äußerst aussichtsreich.

Wer optimistisch ist und auf steigende Kurse der adidas-Aktie setzt und sogar überproportional von einem Kursanstieg profitieren möchte, schaut sich am besten entsprechende Hebelprodukte (WKN: MF1EWD / ISIN: DE000MF1EWD6) auf der Long-Seite an. Skeptiker haben Gelegenheit mit entsprechenden Hebelprodukten (WKN: MC1SHV / ISIN: DE000MC1SHV2) auch auf fallende Kurse der adidas-Aktie zu setzen.

Bildquelle: Pressefoto adidas

marktEINBLICKE um 12: Die Ruhe vor dem Sturm? – Cloud-Boom bei Microsoft

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Bildquelle: markteinblicke.de

An den Börsen zeichnet sich am Montagmittag ein vorübergehender Seitwärtslauf ab. Der DAX notiert knapp unter dem Schlusskurs vom Freitag und damit weiter im Bereich der 9.600er-Marke. Im Fokus steht damit nach wie vor die psychologisch wichtige 10.000er-Marke. Ein Ausbruch nach oben würde die charttechnische Lage entspannen.

Die Lage an der Frankfurter Börse:

DAX -0,7% 9.568
MDAX -0,9% 20.429
TecDAX +0,2% 2.510
SDAX -1,3% 8.845
Euro Stoxx 50 -1,1% 2.699

 

Die Topwerte im DAX sind Deutsche Post (WKN: 555200 / ISIN: DE0005552004), Siemens (WKN: 723610 / ISIN: DE0007236101) und Linde (WKN: A2DSYC / ISIN: IE00BZ12WP82). Im Fokus steht am Montagmittag auch die Aktie von Microsoft (WKN: 870747 / ISIN: US5949181045). Microsoft könnte aus der Coronavirus-Krise gestärkt hervorgehen, denn seit dem Ausbruch der Pandemie sind Cloud-Dienste und Home-Office-Lösungen besonders stark nachgefragt. An der Börse zeichnet sich bei der Microsoft-Aktie jetzt eine neue Aufholbewegung ab.

DAX long DAX short
WKN VF1C1P VE8PV3
Basispreis (Strike) 7.475,47 12016,74 Pkt.
Knock-out-Barriere 7.560,00 11920 Pkt.
Letzter Bewertungstag Open End Open End
Hebel 4,49 3,99
Kurs (30.03.20 11:20) 21,22 € 24,28 €

 

Ein Blick auf Devisen und Rohstoffe:

Der Eurokurs notierte am Montagmittag leicht im Minus (-0,5 Prozent). Die Gemeinschaftswährung kostete 1,1083 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs letztmals am Freitagmittag auf 1,0977 US-Dollar festgesetzt – der US-Dollar kostete damit 0,9110 Euro.

Die Ölpreise tendierten am Montagmittag steil abwärts. Zuletzt notierte WTI mit 20,41 US-Dollar je Barrel deutlich unter dem Niveau vom Freitag (-6,8%), der Preis für die Nordseesorte Brent fiel um -6,5 Prozent auf 26,38 US-Dollar je Barrel. Der Goldpreis pendelte seitwärts und lag bei 1.623,74 US-Dollar je Unze (+0,1 Prozent). Von der New Yorker Wall Street dürften heute keine marktbewegenden Vorgaben kommen, da die Futures auf die wichtigsten Aktienindizes auf Höhe ihrer Schlusskurse vom Freitag notieren.

Dow Jones Future -0,4% 21.347
NASDAQ100-Future +0,1% 7.577
S&P500-Future -0,2% 2.520

 

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Bildquelle: markteinblicke.de

Microsoft: Cloud-Services boomen – Aktie mit kräftigem Gewinnpotenzial

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Bildquelle: Pressefoto Microsoft

Microsoft (WKN: 870747 / ISIN: US5949181045) könnte zu den wenigen großen Profiteuren der Coronavirus-Krise gehören, denn seit dem Ausbruch der Pandemie sind Cloud-Dienste und Home-Office-Lösungen besonders stark nachgefragt.

Gewaltiger Nutzungsanstieg der Microsoft-Cloud-Services
Diese Entwicklung spiegelt sich auch in einer neuen Meldung des US-Konzerns wider. Auf der entsprechenden Unternehmens-Website ist aktuell zu lesen, dass in der vergangenen Woche in Ländern, die zur Eindämmung der Virusausbreitung auf physische Distanzierung und Isolierung der Bürger setzen würden, ein Nutzungsanstieg der Microsoft-Cloud-Services um 775 Prozent zu beobachten sei.

Besonders hoch ist die Nachfrage bei den Diensten Microsoft Teams (mehr als 44 Mio. täglich aktive Nutzer und über 900 Mio. tägliche Besprechungsprotokolle), Windows Virtual Desktop (Nutzung habe sich mehr als verdreifacht) und Power BI (Anstieg um 42 Prozent in einer Woche).

Das Business-Analytics-Tool Power BI wird laut dem im Dow Jones gelisteten Konzern von den Regierungen unter anderem dazu verwendet, um Daten zu Covid-19 mit der Bevölkerung zu teilen. Der Microsoft-Chef Satya Nadella habe sich erfreut gezeigt, dass die Dienste von Microsoft zur Bewältigung der Krise beitragen würden.

Börsen-Highflyer
An der Börse gehörte Microsoft in den vergangenen Jahren zu den absoluten Highflyern im Technologiebereich und markierte immer wieder neue Allzeithochs, so zuletzt am 11. Februar dieses Jahres bei 175 Euro.

Es folgte ein scharfer Rücksetzer bis Mitte März auf in der Spitze 122 Euro. Seitdem konnten sich die Notierungen wieder bis in den Bereich der 135er-Marke nach oben arbeiten.

Gewinnpotenzial: +30 Prozent
Charttechnisch notiert die Aktie jetzt knapp über der 200-Tage-Linie (134 Euro). Kann dieser neue Aufwärtstrend verteidigt werden, liegt das nächste Kursziel bei 157 Euro, dem Zwischenhoch vom 3. März. Darüber würde dann wieder das Februar-Allzeithoch bei 175 Euro ins Visier rücken. Bis hierhin eröffnet sich ein mittelfristiges Gewinnpotenzial von aktuell 30 Prozent. Die Microsoft-Aktie bleibt weiterhin eine klare Kaufempfehlung.

Wer optimistisch ist und auf steigende Kurse der Microsoft-Aktie setzt und sogar überproportional von einem Kursanstieg profitieren möchte, schaut sich am besten entsprechende Hebelprodukte (WKN: VF6QPX / ISIN: DE000VF6QPX0) auf der Long-Seite an. Skeptiker haben Gelegenheit mit entsprechenden Hebelprodukten (WKN: VE7L99 / ISIN: DE000VE7L994) auch auf fallende Kurse der Microsoft-Aktie zu setzen.

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Bildquelle: Pressefoto Microsoft

Bayer plant die erste Online-Hauptversammlung – Aktie vor dem Comeback?

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Bildquelle: Pressefoto Bayer AG

Bayer (WKN: BAY001 / ISIN: DE000BAY0017) ist der erste deutsche Großkonzern, der in der Coronavirus-Krise eine reine Online-Hauptversammlung abhalten wird. Diese soll wie geplant am 28. April stattfinden. Ursprünglich sollten an diesem Tag eigentlich die Aktionäre ins Bonner World Conference Center eingeladen werden.

Normalerweise schreibt das Aktiengesetzt vor, dass Vorstand, Aufsichtsrat und die Aktionäre der Unternehmen auf den Hauptversammlungen physisch zusammenkommen. Beim DAX-Konzern Bayer sollen die Anleger auf der digitalen Hauptversammlung am 28. April unter anderem der vorgeschlagenen Dividende in Höhe von 2,80 Euro je Aktie zustimmen.

Sowohl Fragen als auch Abstimmungen können im Vorfeld – zum Beispiel per Briefwahl – eingereicht werden. Die Abstimmung ist auch am Tag selbst online noch möglich.

Neue Aufholbewegung
An der Börse konnte sich Bayer dem Coronavirus-Crash nicht entziehen. Nach dem Top von Anfang Februar bei rund 78 Euro ging es für den Aktienkurs bis Mitte März bis knapp unter die 45er-Marke abwärts. Seitdem konnten sich die Notierungen wieder bis in den Bereich der 51er-Marke nach oben arbeiten (aktuell: 51,40 Euro).

Diese Unterstützung muss halten
Charttechnisch kommt es jetzt darauf an, dass das Tief vom 16. März bei 44,86 Euro im Fall eines erneuten Rückschlags nicht unterschritten wird. Ansonsten würde sich weiteres Korrekturpotenzial bis zur runden 40-Euro-Marke eröffnen.

Hier liegen die nächsten Kursziele
Setzt sich die jüngste Aufholbewegung dagegen fort, gilt es, die 200-Tage-Linie (66 Euro) zurückzuerobern, um in den langfristigen Aufwärtstrend zu wechseln. In diesem Fall liegt das nächste Kursziel bei 78,34 Euro (Hoch vom 6. Februar).

Wer optimistisch ist und auf steigende Kurse der Bayer-Aktie setzt und sogar überproportional von einem Kursanstieg profitieren möchte, schaut sich am besten entsprechende Hebelprodukte (WKN: MF1G7F / ISIN: DE000MF1G7F5) auf der Long-Seite an. Skeptiker haben Gelegenheit mit entsprechenden Hebelprodukten (WKN: MC5G48 / ISIN: DE000MC5G488) auch auf fallende Kurse der Bayer-Aktie zu setzen.

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Bildquelle: Pressefoto Bayer AG

ABO Wind: Corona und die Klimadebatte

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Bildquelle: Pixabay / Al3xanderD

Seit dem 26. März ist ABO Wind (WKN: 576002 / ISIN: DE0005760029) an der Börse München im Segment m:access notiert. ABO Wind plant und errichtet Windparks und Solaranlagen in Deutschland, Frankreich, Spanien, Irland, Argentinien, Finnland, Griechenland, Ungarn sowie im Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland.

Ausschließlich in Deutschland arbeitet das Unternehmen auch an einzelnen Biogasprojekten, insbesondere auf Basis der Abfallvergärung. Zudem hat ABO Wind neue Wind- und Solarprojekte in Kanada, Kolumbien, Südafrika, Tansania und Tunesien akquiriert.

ABO Wind initiiert Projekte, akquiriert Standorte, führt alle technischen und kaufmännischen Planungen durch, bereitet international Bankfinanzierungen vor und errichtet die Anlagen schlüsselfertig auf eigene Rechnung sowie in Kooperation mit Energieversorgern.

Seit 1996 hat ABO Wind rund 700 Windenergie-, Solar- und Biogasanlagen Windkraftanlagen mit einer Nennleistung von gut 1.500 Megawatt ans Netz gebracht. Zusätzlich zu den schlüsselfertig errichteten Anlagen wurden Projektrechte für Windparks mit rund 800 Megawatt veräußert

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SchummEin Beitrag von Thomas Schumm von Plusvisionen.de

Thomas Schumm ist Gründer und Herausgeber von Plusvisionen.de. Autor. Journalist. Früher auch: Reporter, Redakteur oder Chefredakteur. Seit 25 Jahren an der Börse. Bestimmt fast alles an der Börse gehandelt, was es so zu handeln gibt, jetzt aber ruhiger in dieser Hinsicht. Seit 20 Jahren publizistisch im Finanzbereich tätig. Begeistert von Wirtschaft und Börse.

Der obige Text/Beitrag spiegelt die Meinung des oder der jeweiligen Autoren wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: Thomas Schumm / Pixabay / Al3xanderD

Good News bei… MBB: Top 2019er Ergebnisse, Dividendenerhöhung, Aktienrückkauf, Insiderkäufe – und auch noch Akquisitionen im Blick

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Bildquelle: markteinblicke.de

Die Inhaber geführte Industrieholding MBB (WKN: A0ETBQ / ISIN: DE000A0ETBQ4) hat schon seit längerer Zeit unter den Problemen bei der 38-prozentigen Tochter Aumann (WKN: A2DAM0 / ISIN: DE000A2DAM03) gelitten und das sieht man dem Kursverlauf auch deutlich an. Doch die beiden erfolgreichen Zukäufe im letzten Jahr von Vorwerk sowie Bohlen & Doyen könnten sich als „großer Wurf“ für MBB erweisen und die jüngsten Meldungen aus dem Unternehmen sollten Musik in den Ohren der MBB-Aktionäre sein.

Good News, Teil 1: Das 2019er Jahresergebnis

MBB SE übertrifft 2019 mit 592 Mio. EUR Umsatz und 68 Mio. EUR bereinigtem EBITDA die Prognose deutlich und erwartet für 2020 weiteres Umsatzwachstum MBB erzielte nach vorläufigen Zahlen im Geschäftsjahr 2019 einen Umsatz von 592,1 Mio. Euro (+16,9 % ggü. dem Vorjahr). Das bereinigte EBITDA ist 2019 um 24,1% auf 67,7 Mio. Euro gestiegen, was einer EBITDA-Marge von 11,4% entspricht.

Im Geschäftsjahr 2019 hat MBB erstmals drei Unternehmen zugekauft. Mit dem Erwerb von 60% an der Friedrich Vorwerk Gruppe gelang MBB der Einstieg in den Bereich des Pipeline- und Anlagenbaus für Gas- und Stromnetze. Durch die Ende 2019 erfolgte Akquisition von Bohlen & Doyen durch Vorwerk wurde dieser Geschäftsbereich weiter verstärkt und trug seit der Erstkonsolidierung mehr als 95 Mio. Euro Umsatz bei einer zweistelligen EBITDA-Marge zum Konzernergebnis bei.

Die auf IT-Security spezialisierte Tochter DTS konnte 2019 den Umsatz um 26% auf über 65 Mio. Euro steigern, während die EBITDA-Marge weiter anstieg. Auch Delignit und CT Formpolster sind im vergangenen Jahr gewachsen, während Hanke und OBO einen Umsatz auf Niveau des Vorjahres erzielten. Rückläufig war der Umsatz bei Aumann, die auf Grund der Investitionszurückhaltung in der Automobilindustrie 2019 deutlich weniger Auftragseingang erreichte.

Für 2020 erwartet MBB einen weiter wachsenden Umsatz- und Ergebnisbeitrag der jüngsten Zukäufe Friedrich Vorwerk und Bohlen & Doyen – alleine schon deshalb, weil beide 2020 erstmals für ein ganzes Jahr Umsatz- und Ergebnisbeiträge für den MBB-Konzern abliefern. Während der Bedarf nach IT-Sicherheit bei DTS für boomende Geschäfte sorgen dürfte, und Küchen- sowie Klopapier von Hanke reißenden Absatz finden, führt die Eintrübung in der Automobilindustrie und konjunkturelle Risiken bei Aumann und Delignit zu Umsatz- und Ergebnisrückgängen sowie daran anschließend zur Streichung der Dividende.

In Summe rechnet das Management der MBB für das laufende Geschäftsjahr 2020 mit einem Umsatz von mehr als 660 Mio. Euro bei einer bereinigten EBITDA-Marge von 8-10%. Allerdings steht diese Prognose natürlich auf wackeligen Füßen, denn solide Einschätzen kann zurzeit wohl niemand, wie es mit der Corona-Pandemie weitergehen wird…

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Kissig Ein Beitrag von Michael C. Kissig

Er studierte nach Abschluss seiner Bankausbildung Volks- und Rechtswissenschaften und ist heute als Unternehmensberater und Investor tätig. Neben seinem Value-Investing-Blog „iNTELLiGENT iNVESTiEREN“ verfasst Michael C. Kissig regelmäßig eine Kolumne für das „Aktien Magazin“.

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Bildquellen: Michael C. Kissig / markteinblicke.de

Über Medien und Gesellschaft in der Corona-Krise

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Das Corona-Virus ist allgegenwärtig – 24 Stunden auf den Nachrichtensendern weltweit. Wie wird die Krise in den Medien dargestellt? Was macht das mit uns als Gesellschaft? Und welche Chancen bietet es z.B. in der Finanzbranche?

Christoph A. Scherbaum (Herausgeber Markteinblicke) und Manuel Koch (CEO Inside Wirtschaft) diskutieren darüber.

 

Quelle: inside-wirtschaft.de / markteinblicke.de

Bodenbildung noch nicht abgeschlossen: DAX schaffte es nur kurz über 10.000

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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Vom dynamischen Tief bei 8.200 Punkten prallte der DAX (ISIN DE0008469008 | WKN 846900) bereits in der Vorwoche ab und konnte nun sogar die 10.000 mehrfach überschreiten. Es steht die Frage im Raum, ob dies bereits als Bodenbildung gelten kann. Mittels Charttechnik werde ich mich dieser Frage annehmen.

Der Schlusskurs vor einer Woche unter 9.000 Punkten ließ die Vermutung in der Vorwochenanalyse zu, dass wir an einer Bodenbildung arbeiten könnten. Entsprechend breit war deren Bandbreite gestaltet und bei 9.200 Punkten erst einmal gedeckelt (Rückblick):

DAX-Vorwochenblick mit Tendenz "Bodenbildung"
DAX-Vorwochenblick mit Tendenz „Bodenbildung“

Bis Mittwoch kämpften wir unterhalb dieser Begrenzung und konnten dann dynamisch einen Ausbruch einleiten:

DAX-Bruch des alten Widerstandes
DAX-Bruch des alten Widerstandes

Mit 11 Prozent Zugewinn oder rund 1000 Punkten war dies ein Gewinntag, der nun ebenfalls historische Ausmaße angenommen hatte. Er wurde nicht gleich korrigiert, sondern erfuhr am Folgetag noch einen weiteren Schub. Dabei konnte ein schnelles Erreichen der runden 10.000 im ersten Anlauf und mit 10.000,96 Zählern eine Punktlandung am Donnerstag auf dieser psychologisch wichtigen Marke beobachtet werden.

Doch ab diesem Punkt trat das Thema Coronavirus und dessen Auswirkungen auf die Wirtschaft erneut in den Vordergrund. Allein in den USA explodierten förmlich die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und verzehnfachten sich binnen einer Woche. Einschränkungen in unserem Land sind für jeden spürbar, spätestens beim Gang durch eine der Innenstädte.

So wurden die Hochs entsprechend abverkauft und ein Wochenschluss nahezu in der Mitte der Wochenrange eingestellt:

DAX in der Handelswoche nach dem Ausbruch
DAX in der Handelswoche nach dem Ausbruch

Es bleibt ein Wochenplus und eine nun abnehmende Volatilität, wie man an den Handelstagen hier noch einmal auf einen Blick erkennt:

Wochentage Fazit aus der KW13/2020
Wochentage Fazit aus der KW13/2020

 

Wie wirkt sich diese Pluswoche mit 3 Tagen Gewinn auf das Chartbild aus?

Im großen Chartbild hat sich mit dem Rücklauf der nächste Widerstand nach der 9.200 nun oberhalb der 10.000 manifestiert. Er basiert auf dem alten GAP zu Freitag dem 13. März:

Großes GAP und Widerstand über DAX 10.000
Großes GAP und Widerstand über DAX 10.000

Solange wir keine positiven Nachrichten aus der Wirtschaft sehen, wobei nicht etwa weitere Geldspritzen der Regierungen oder der Notenbanken gemeint sind, dürfte eine weitere Erholung schwierig zu rechtfertigen sein. Entsprechende Signale in Form von schnellen Abverkäufen der jeweiligen Verlaufshochs müssen so interpretiert werden.

Mit den fallenden Hochs im Mehr-Tages-Chartbild geht eine Bewegung einher, die im großen DAX-Bild lediglich eine Korrektur darstellen kann. Fallen wir sogar auf die 9.200 Punkte als Ausbruchslevel vom Mittwoch zurück?

Dies wäre ein erstes Indiz für die Nachhaltigkeit der Abwärtsbewegung. Unterschreiten wir diese Ausbruchszone, ist das GAP-close zu Dienstag mein nächstes Ziel:

DAX-Gefahr auf Unterseite
DAX-Gefahr auf Unterseite

Direkt darunter sind die Jahrestiefs nicht mehr weit entfernt. Dies könnte als zweite starke Verkaufswelle am Markt noch einmal für steigende Volatilität sorgen. Sie hatte sich mit 344 Punkten am Freitag erst einmal wieder merklich abgekühlt, doch ist noch lange nicht auf dem statistischen Mittelwert der vergangenen Monate.

Aus meiner Sicht dürfte dies nicht so bleiben und eine steigende Vola sollte erneut aufkommen. Ob diese direkt an die gezeigten Unterstützungen führt, muss die Verfassung der Marktteilnehmer zeigen. Eine Long-Positionierung mit Spekulation auf Fortsetzung der Erholung ziehe ich erst wieder bei einem Tagesschluss über 10.000 Punkte in Betracht und ziele auf ein GAP-close ab:

Long-Chance im DAX
Long-Chance im DAX

Im Detail erarbeite ich jeden Tag ein konkretes Trading-Setup vor Eröffnung des XETRA-Handels.

Wenn Sie dies per Mail erhalten möchten, tragen Sie sich gerne kostenfrei zum DAX-Ausblick ein.

  Maßgeblich werden in der kommenden Woche die ökonomischen Daten sein, welche die Ausmaße der Coronakrise auf die Wirtschaft in Zahlen ausdrücken. Darauf basieren letztlich die Bewertungsmodelle aus der Fundamentalanalyse – das Pendant zu meiner charttechnischen Betrachtung der Märkte.

In der neuen Woche stehen am Montag 11.00 Uhr der EU-Geschäftsklimaindex, 14.00 Uhr der Verbraucherpreisindex aus Deutschland und 16.30 Uhr der US-Dallas FED Herstellungsindex an.

Dienstag folgt 8.00 Uhr das Bruttoinlandsprodukt aus Grossbritannien und 9.55 Uhr die Arbeitslosenquote aus Deutschland. Zeigen sich hier bereits erste Zeichen der Coronakrise am Arbeitsmarkt? Mit dem US-Verbrauchervertrauen 16.00 Uhr und dem Chicagoer Einkaufsmanagerindex 15.45 Uhr gibt es am Dienstag zwei weitere wichtige Konjunkturdaten.

Am Mittwoch folgen 8.00 Uhr die jüngsten Einzelhandelsumsätze aus Deutschland und 9.55 Uhr der Deutsche Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes. Es folgt 11.00 Uhr die EU-Arbeitslosenquote und schliesslich 14.15 Uhr die US-ADP-Beschäftigungsänderung. Droht hier weiteres Ungemach vom Arbeitsmarkt? Mit dem ISM-Index zum verarbeitenden Gewerben werden um 16 Uhr die US-Daten am Mittwoch abgeschlossen.

Donnerstag ist 14.30 Uhr die US-Handelsbilanz zu erwarten. Parallel dazu kommen erneut die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe über die Ticker, welche in der Vorwoche für starke Verwunderung sorgten. Laut aktuellen Prognosen aus dem Wirtschaftskalender sollten sie wieder etwas sinken.

Der Freitag steht im Zeichen des Market-PMI. Dieser monatliche PMI Composite Bericht wird von Markit Economics für Produktion und Dienstleistung veröffentlicht. Die Veröffentlichungszeiten sind:

  • 9.55 Uhr Deutschland
  • 10.00 Uhr Eurozone
  • 10.30 Uhr Grossbritannien
  • 15.45 Uhr USA

Zudem steht 14.30 Uhr aus den USA die offizielle Arbeitslosenquote auf der Agenda. Ein Termin, den man sich auf jeden Fall vormerken sollte. Der US-ISM-Index für das nicht-verarbeitende Gewerbe rundet um 16.00 Uhr die ökonomischen Termine der Woche ab.

Kommen Sie gut in die neue Handelswoche und bleiben Sie vor allem gesund. Wir lesen uns im Chat.

Der Trading-Chat: Einfach besser informiert

 

Ihr Bernecker1977 (Andreas Bernstein)

 

*Platzierte Produkte/Tools sind entsprechend markiert und Werbung.   Risikohinweis: Der Handel mit Finanzprodukten ist risikoreich. Sie können Ihr eingesetztes Kapital verlieren. Diese Analyse ist keine Handelsempfehlung und enthält lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Marktverhältnissen. Sämtliche in dieser Publikation getroffenen Angaben dienen der Information. Sie dürfen nicht als Angebot oder Empfehlung für Anlageentscheidungen verstanden werden.


andreasmuellerAndreas Bernstein ist unter dem Pseudonym „Bernecker1977“ als Trader, Referent und Coach seit 2001 aktiv. Er handelt seit rund 20 Jahren Indizes, Devisen und Rohstoffe an der Börse mit Futures, Derivaten und CFDs. Dabei basiert sein Trading auf Sentimentdaten und Charttechnik. Als studierter Diplom-Kaufmann streut Andreas Bernstein seine Erfahrungen u.a. auf wallstreet-online seit dem Jahr 2005 in den „Tages-Trading-Chancen“ ein und ist dort Ansprechpartner für alle börsenrelevanten Fragen.

 

Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Nagelprobe!

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Bildquelle: markteinblicke.de

in der vergangenen Ausgabe hatten wir an dieser Stelle noch den Wunsch geäußert, dass bitte alles gut werden möge. Doch die Zeiten haben sich schon wieder grundlegend geändert. Was natürlich einerseits der weiterhin extrem dynamischen Lage geschuldet ist, in der sich die Welt derzeit befindet. Andererseits zeichnet sich eine Lagerbildung ab: #stayhome ist da beispielsweise eine Fraktion, die länder- und parteiübergreifend auf den sicheren Rückzug in den eigenen vier Wänden setzt. Doch es gibt auch andere Stimmen, nämlich solche, die eine möglichst zügige, reibungslose Rückkehr zum Tagesgeschäft fordern. Back to business, Zeit ist Geld, und money makes the world go round, weiß doch jedes Kind, selbst wenn es gerade daheim am Küchentisch beschult wird. Selbstverständlich hat sich gegen dieses Lager sofort Widerstand gebildet, zum Beispiel unter dem Hashtag #DontDie4WallStreet. All das zeigt, wie groß die Verwerfungen in unserer gewohnten Welt sind. Und die Angst – oder besser Ängste, um die Gesundheit, das Leben, die Zukunft, den Job, das Depot und die Dividende. Um nur eine kleine Auswahl zu nennen. Das alles spiegelt sich auch auf dem Parkett wider:

Rekorde hier…

Denn da behielt zunächst die Hoffnung auf bessere Zeiten die Oberhand. Nachdem die Fed unbegrenzte Anleihekäufe ankündigte, das billionenschwere Rettungspaket im US-Kongress durchgewunken wurde und der deutsche Bundestag im Eiltempo, aber unter Einhaltung des Mindestabstands ein erstes Maßnahmenpaket im Wert von 156 Milliarden Euro verabschiedete, meldeten sich die Bullen an den Märkten zurück. Und das nicht einfach nur so, sondern mit allem Bohei: Sowohl für den DAX als auch den Dow ging es jeweils 11% nach oben, machte bei dem einen (= Dow Jones) den größten Tagesgewinn seit dem Jahr 1933, beim anderen (= DAX) den größten Tagesgewinn seit Oktober 2008 und damit seit dem Tag, an dem die Lehman-Bank in die Pleite rutschte und die (Finanz-)Welt kurz vor dem Zusammenbruch stand. Da steht sie jetzt übrigens auch wieder, nur an einer anderen Stelle. Noch stemmen sich die Regierungen, aber auch die Unternehmen und die Kurse gegen den drohenden Untergang. Aber:

… wie da…

Der gute Wille und viele Worte allein werden es nicht richten können. Wie gewaltig das Ausmaß der Krise werden könnte, haben die jüngsten Arbeitsmarktdaten aus den USA gezeigt, wonach in der vergangenen Woche rund 3,3 Millionen Amerikaner*innen einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe stellten. In der Vorwoche waren das noch 282.000 gewesen, womit dieser Anstieg der größte jemals gemessene ist, die bisherige Rekordmarke lag bei 695.000 Erstanträgen in einer Woche, damals, im Jahr 1982. Wobei wir aktuell vermutlich nur die Spitze des Eisbergs gesehen haben, vermutlich sind viele Anträge noch gar nicht erfasst. Sind die USA damit auf dem direkten Weg in die Rezession?

… und dort!

Sehr wahrscheinlich, wenngleich es gilt, die kommenden Wochen und Monate abzuwarten. Zunächst zauberte der Dow Jones die besten drei Sitzungen in Folge seit 1931 (!) aufs Parkett, doch was die am Ende wert sind? Auch in Deutschland heißt es jetzt warten; unter anderem auch darauf, wie sich der DAX in der Folgezeit entwickelt. Die Krisentiefs aus der Vorwoche bei 8.256 Punkten haben jedenfalls gehalten, genau wie die markanten Tops aus den Jahren 2000 und 2007 bei 8.136 sowie 8.152 Zählern, die zusammen mit der 8.000er-Barriere eine massive Unterstützungszone bilden. Die sollte, daran hat sich seit vergangener Woche ebenfalls nichts geändert, idealerweise nicht mehr unterboten werden, um den Ausverkauf in Richtung 7.500/7.000 Punkte zu verhindern. Was übrigens durchaus noch auf uns zukommen könnte, denn dass wir nun direkt in eine V-förmige Erholung übergehen, muss, bei allem Optimismus, mit einem großen Fragezeichen versehen werden! Die Kursziele auf der Oberseite können wir uns aber trotzdem schon einmal anschauen:

Abwarten!

Nachdem das mit der Rückeroberung der 9.000er-Schwelle geklappt hat, haben die deutschen Blue Chips nun die 10.000er-Hürde vor der Brust. Die konnte am Donnerstag mit dem Schlusskurs bei 10.001 zwar kurz überboten werden, aber – eben nur kurz! Gelingt der nachhaltige Re-Break, hätten die Notierungen aus dem Stand Platz bis an das alte 201er-Tief bei 10.279 Zählern, bei 10.390 könnte das offene Gap vom 12. März geschlossen werden. Darüber warten dann die Eindämmungslinien bei 10.800 und 11.000 Punkten, bevor im Anschluss die Schließung der offenen Kurslücke vom 9. März bei 11.447 auf dem Programm stehen würde. Von dort aus könnte es dann direkt bis 12.000 Zähler gehen, zumindest aus charttechnischer Sicht.

PrimequantsEin Beitrag von Sebastian Jonkisch von Prime Quants

Prime Quants verfasst und veröffentlicht Finanzpublikationen für institutionelle und private Anleger, die ihre Börsengeschäfte selbst in die Hand nehmen möchten. Das angebotene Spektrum erstreckt sich von kostenfreien Markt- und Einzelwertanalysen über komplexe Research-Studien bis hin zu täglichen Prognosen und realen Trades. Weitere Informationen unter www.prime-quants.de. Dort erhalten Sie auch den kostenlosen Newsletter Market Mover.

Der obige Text/Beitrag spiegelt die Meinung des oder der jeweiligen Autoren wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: Prime Quants / Bildquelle: markteinblicke.de

Nike-Aktie trotz Corona mit neuem Kaufsignal

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Bildquelle: Nike Inc.

Nike (WKN: 866993 / ISIN: US6541061031) konnte in dieser Woche trotz erster Belastungen durch die Coronavirus-Krise überraschend starke Quartalsergebnisse vorlegen. Auch aus Sicht der Point & Figure Charttechnik ist die Aktie des US-Sportartikelherstellers derzeit kaufenswert.

Zusammenfassung:
Long“, im neuen Aufwärtstrend (1) durch Kaufsignal (2) durch Überschreiten Doppeltop bei 68,00 € im noch übergeordneten kurzfristigen Abwärtstrend (3). Bildung High Pole.
Kursziel Min. 122,00 € (+63% Gewinn)

Trend und Kursziele:
Trend: Long im neuen Aufwärtstrend (1) durch Kaufsignal (2).
Kursziel: (vertikale Methode) Min. 122,00 € (+63% Gewinnchance).
Gültigkeit: Kaufsignal gültig solange Kurse über 58,00 € (4). Trendbruch nach unten bei Unterschreiten der Hausse-Linie (1), aktuell bei Kursen unter 62,00 €.

Gültige Signale:
Kaufsignal durch Überschreiten Doppeltop bei 68,00 €.
High Pole durch starken Kursanstieg (Mindestens 3 X über vorheriger X-Säule). High Pole Warning (mehr als 50%ige Korrektur nach unten) und damit angepasster Stopp-Loss und spekulatives Shortsignal bei Kursen unter 68,00 € (5).

Stopps (Ausblick):
Stop-Loss: Kurse unter 58,00 € (4). Angepasster Stop-Loss bei High Pole Warning unter 68,00 € (5).
Trendbruch nach unten: 62,00 €
Trendbruch nach oben: 88,00 €.
Unterstützung: Bereich 70,00 € und 60,00 €

Anleger, die von einem Anstieg der Nike-Aktie überzeugt sind, können mit einem Long Mini Future (WKN: VP1EJX / ISIN: DE000VP1EJX8) gehebelt von Kurssteigerungen profitieren. Skeptiker haben mit passenden Short-Produkten (WKN: VE2D6S / ISIN: DE000VE2D6S6) die Gelegenheit, auf fallende Kurse der Nike-Aktie zu setzen.

 

Ein Beitrag von Winfried Kronenberg

Der obige Text/Beitrag spiegelt die Meinung des oder der jeweiligen Autoren wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquelle: Nike Inc.

Wochenrückblick KW 13: US-Arbeitslosenzahlen lassen wenig Gutes erahnen

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Bildquelle: markteinblicke.de

Obwohl sich die Aktienmärkte in dieser Woche zeitweise etwas stabilisieren konnten, sorgt Corona dafür, dass Anleger weiterhin nervös agieren und die hohe Volatilität bleibt.

Zwar sorgte das rund 2 Billionen US-Dollar schwere Konjunkturpaket des US-Kongresses für etwas Beruhigung, der Anstieg der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA in der Woche bis zum 21. März um das Zehnfache auf 3,3 Millionen gibt uns jedoch einen Vorgeschmack darauf, welche gravierenden wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie zu erwarten sind.

Aus diesem Grund wäre es zu früh, nun von einer Bodenbildung oder sogar dem Beginn eines Turnarounds am Aktienmarkt zu sprechen.

Deutschland

Wegen der Coronavirus-Krise befürchtet Fresenius Engpässe bei den Intensivstationen seiner Kliniken und bei den Beatmungsgeräten. An der bisherigen Geschäftsprognose hält der DAX-Konzern trotzdem fest. Die Fresenius-Aktie konnte sich zuletzt deutlich erholen. Hier liegen jetzt die nächsten Kursziele. Mehr dazu hier.

Angesichts der Konzentration auf das Coronavirus vergessen Anleger manchmal, dass die Berichtssaison zum vierten Quartal und Gesamtjahr 2019 noch nicht ganz abgeschlossen ist. Wenn jedoch ein Biotechnologieunternehmen wie Evotec seine Zahlen vorlegt, hören Börsianer in diesen Tagen doch etwas genauer hin. Mehr dazu hier.

Starke Geschäftszahlen und eine positive Prognose befeuern die E.ON-Aktie. Hier liegt nun ein neues Kaufsignal in der Luft. Auf diese Kursmarke kommt es jetzt an. Mehr dazu hier.

International

Trotz Coronavirus-Krise konnte Nike den Umsatz im abgeschlossenen Geschäftsquartal deutlich steigern. Die Aktie von Nike macht daraufhin einen kräftigen Sprung nach oben. Hier liegen jetzt die nächsten Kursziele… Mehr dazu hier.

Der Streaming-Dienst Disney+ ist am Dienstag in Deutschland gestartet. Gerade viele Kinder, die aktuell zu Hause bleiben müssen, dürften das Angebot nutzen. An der Börse eröffnet bei der Aktie von Walt Disney jetzt großes Gewinnpotenzial. Mehr dazu hier.

Roche drückt beim Kampf gegen das Coronavirus kräftig aufs Gaspedal. Die Aktie des Schweizer Pharmakonzerns bewies in den vergangenen Wochen Stärke. Für Anleger eröffnet sich hier jetzt kräftiges Gewinnpotenzial. Mehr dazu hier.

Wochenvorschau: Unternehmenstermine

Trotz Corona geht die Berichtssaison weiter. In der kommenden Woche berichten unter anderem CANCOM, QSC, Ströer (Montag); BlackBerry, Nemetschek, RIB Software, Tele Columbus, Varta (Dienstag); Hella, Rocket Internet, Voltabox (Donnerstag); H&M (Freitag).

Wochenvorschau: Konjunkturdaten

Einen tagesaktuellen Überblick über die wichtigsten Konjunkturdaten finden Sie in unserem Wirtschaftskalender.

Bildquelle: markteinblicke.de

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