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Bodenbildung noch nicht abgeschlossen: DAX schaffte es nur kurz über 10.000

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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Vom dynamischen Tief bei 8.200 Punkten prallte der DAX (ISIN DE0008469008 | WKN 846900) bereits in der Vorwoche ab und konnte nun sogar die 10.000 mehrfach überschreiten. Es steht die Frage im Raum, ob dies bereits als Bodenbildung gelten kann. Mittels Charttechnik werde ich mich dieser Frage annehmen.

Der Schlusskurs vor einer Woche unter 9.000 Punkten ließ die Vermutung in der Vorwochenanalyse zu, dass wir an einer Bodenbildung arbeiten könnten. Entsprechend breit war deren Bandbreite gestaltet und bei 9.200 Punkten erst einmal gedeckelt (Rückblick):

DAX-Vorwochenblick mit Tendenz "Bodenbildung"
DAX-Vorwochenblick mit Tendenz „Bodenbildung“

Bis Mittwoch kämpften wir unterhalb dieser Begrenzung und konnten dann dynamisch einen Ausbruch einleiten:

DAX-Bruch des alten Widerstandes
DAX-Bruch des alten Widerstandes

Mit 11 Prozent Zugewinn oder rund 1000 Punkten war dies ein Gewinntag, der nun ebenfalls historische Ausmaße angenommen hatte. Er wurde nicht gleich korrigiert, sondern erfuhr am Folgetag noch einen weiteren Schub. Dabei konnte ein schnelles Erreichen der runden 10.000 im ersten Anlauf und mit 10.000,96 Zählern eine Punktlandung am Donnerstag auf dieser psychologisch wichtigen Marke beobachtet werden.

Doch ab diesem Punkt trat das Thema Coronavirus und dessen Auswirkungen auf die Wirtschaft erneut in den Vordergrund. Allein in den USA explodierten förmlich die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und verzehnfachten sich binnen einer Woche. Einschränkungen in unserem Land sind für jeden spürbar, spätestens beim Gang durch eine der Innenstädte.

So wurden die Hochs entsprechend abverkauft und ein Wochenschluss nahezu in der Mitte der Wochenrange eingestellt:

DAX in der Handelswoche nach dem Ausbruch
DAX in der Handelswoche nach dem Ausbruch

Es bleibt ein Wochenplus und eine nun abnehmende Volatilität, wie man an den Handelstagen hier noch einmal auf einen Blick erkennt:

Wochentage Fazit aus der KW13/2020
Wochentage Fazit aus der KW13/2020

 

Wie wirkt sich diese Pluswoche mit 3 Tagen Gewinn auf das Chartbild aus?

Im großen Chartbild hat sich mit dem Rücklauf der nächste Widerstand nach der 9.200 nun oberhalb der 10.000 manifestiert. Er basiert auf dem alten GAP zu Freitag dem 13. März:

Großes GAP und Widerstand über DAX 10.000
Großes GAP und Widerstand über DAX 10.000

Solange wir keine positiven Nachrichten aus der Wirtschaft sehen, wobei nicht etwa weitere Geldspritzen der Regierungen oder der Notenbanken gemeint sind, dürfte eine weitere Erholung schwierig zu rechtfertigen sein. Entsprechende Signale in Form von schnellen Abverkäufen der jeweiligen Verlaufshochs müssen so interpretiert werden.

Mit den fallenden Hochs im Mehr-Tages-Chartbild geht eine Bewegung einher, die im großen DAX-Bild lediglich eine Korrektur darstellen kann. Fallen wir sogar auf die 9.200 Punkte als Ausbruchslevel vom Mittwoch zurück?

Dies wäre ein erstes Indiz für die Nachhaltigkeit der Abwärtsbewegung. Unterschreiten wir diese Ausbruchszone, ist das GAP-close zu Dienstag mein nächstes Ziel:

DAX-Gefahr auf Unterseite
DAX-Gefahr auf Unterseite

Direkt darunter sind die Jahrestiefs nicht mehr weit entfernt. Dies könnte als zweite starke Verkaufswelle am Markt noch einmal für steigende Volatilität sorgen. Sie hatte sich mit 344 Punkten am Freitag erst einmal wieder merklich abgekühlt, doch ist noch lange nicht auf dem statistischen Mittelwert der vergangenen Monate.

Aus meiner Sicht dürfte dies nicht so bleiben und eine steigende Vola sollte erneut aufkommen. Ob diese direkt an die gezeigten Unterstützungen führt, muss die Verfassung der Marktteilnehmer zeigen. Eine Long-Positionierung mit Spekulation auf Fortsetzung der Erholung ziehe ich erst wieder bei einem Tagesschluss über 10.000 Punkte in Betracht und ziele auf ein GAP-close ab:

Long-Chance im DAX
Long-Chance im DAX

Im Detail erarbeite ich jeden Tag ein konkretes Trading-Setup vor Eröffnung des XETRA-Handels.

Wenn Sie dies per Mail erhalten möchten, tragen Sie sich gerne kostenfrei zum DAX-Ausblick ein.

  Maßgeblich werden in der kommenden Woche die ökonomischen Daten sein, welche die Ausmaße der Coronakrise auf die Wirtschaft in Zahlen ausdrücken. Darauf basieren letztlich die Bewertungsmodelle aus der Fundamentalanalyse – das Pendant zu meiner charttechnischen Betrachtung der Märkte.

In der neuen Woche stehen am Montag 11.00 Uhr der EU-Geschäftsklimaindex, 14.00 Uhr der Verbraucherpreisindex aus Deutschland und 16.30 Uhr der US-Dallas FED Herstellungsindex an.

Dienstag folgt 8.00 Uhr das Bruttoinlandsprodukt aus Grossbritannien und 9.55 Uhr die Arbeitslosenquote aus Deutschland. Zeigen sich hier bereits erste Zeichen der Coronakrise am Arbeitsmarkt? Mit dem US-Verbrauchervertrauen 16.00 Uhr und dem Chicagoer Einkaufsmanagerindex 15.45 Uhr gibt es am Dienstag zwei weitere wichtige Konjunkturdaten.

Am Mittwoch folgen 8.00 Uhr die jüngsten Einzelhandelsumsätze aus Deutschland und 9.55 Uhr der Deutsche Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes. Es folgt 11.00 Uhr die EU-Arbeitslosenquote und schliesslich 14.15 Uhr die US-ADP-Beschäftigungsänderung. Droht hier weiteres Ungemach vom Arbeitsmarkt? Mit dem ISM-Index zum verarbeitenden Gewerben werden um 16 Uhr die US-Daten am Mittwoch abgeschlossen.

Donnerstag ist 14.30 Uhr die US-Handelsbilanz zu erwarten. Parallel dazu kommen erneut die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe über die Ticker, welche in der Vorwoche für starke Verwunderung sorgten. Laut aktuellen Prognosen aus dem Wirtschaftskalender sollten sie wieder etwas sinken.

Der Freitag steht im Zeichen des Market-PMI. Dieser monatliche PMI Composite Bericht wird von Markit Economics für Produktion und Dienstleistung veröffentlicht. Die Veröffentlichungszeiten sind:

  • 9.55 Uhr Deutschland
  • 10.00 Uhr Eurozone
  • 10.30 Uhr Grossbritannien
  • 15.45 Uhr USA

Zudem steht 14.30 Uhr aus den USA die offizielle Arbeitslosenquote auf der Agenda. Ein Termin, den man sich auf jeden Fall vormerken sollte. Der US-ISM-Index für das nicht-verarbeitende Gewerbe rundet um 16.00 Uhr die ökonomischen Termine der Woche ab.

Kommen Sie gut in die neue Handelswoche und bleiben Sie vor allem gesund. Wir lesen uns im Chat.

Der Trading-Chat: Einfach besser informiert

 

Ihr Bernecker1977 (Andreas Bernstein)

 

*Platzierte Produkte/Tools sind entsprechend markiert und Werbung.   Risikohinweis: Der Handel mit Finanzprodukten ist risikoreich. Sie können Ihr eingesetztes Kapital verlieren. Diese Analyse ist keine Handelsempfehlung und enthält lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Marktverhältnissen. Sämtliche in dieser Publikation getroffenen Angaben dienen der Information. Sie dürfen nicht als Angebot oder Empfehlung für Anlageentscheidungen verstanden werden.


andreasmuellerAndreas Bernstein ist unter dem Pseudonym „Bernecker1977“ als Trader, Referent und Coach seit 2001 aktiv. Er handelt seit rund 20 Jahren Indizes, Devisen und Rohstoffe an der Börse mit Futures, Derivaten und CFDs. Dabei basiert sein Trading auf Sentimentdaten und Charttechnik. Als studierter Diplom-Kaufmann streut Andreas Bernstein seine Erfahrungen u.a. auf wallstreet-online seit dem Jahr 2005 in den „Tages-Trading-Chancen“ ein und ist dort Ansprechpartner für alle börsenrelevanten Fragen.

 

Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Nagelprobe!

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Bildquelle: markteinblicke.de

in der vergangenen Ausgabe hatten wir an dieser Stelle noch den Wunsch geäußert, dass bitte alles gut werden möge. Doch die Zeiten haben sich schon wieder grundlegend geändert. Was natürlich einerseits der weiterhin extrem dynamischen Lage geschuldet ist, in der sich die Welt derzeit befindet. Andererseits zeichnet sich eine Lagerbildung ab: #stayhome ist da beispielsweise eine Fraktion, die länder- und parteiübergreifend auf den sicheren Rückzug in den eigenen vier Wänden setzt. Doch es gibt auch andere Stimmen, nämlich solche, die eine möglichst zügige, reibungslose Rückkehr zum Tagesgeschäft fordern. Back to business, Zeit ist Geld, und money makes the world go round, weiß doch jedes Kind, selbst wenn es gerade daheim am Küchentisch beschult wird. Selbstverständlich hat sich gegen dieses Lager sofort Widerstand gebildet, zum Beispiel unter dem Hashtag #DontDie4WallStreet. All das zeigt, wie groß die Verwerfungen in unserer gewohnten Welt sind. Und die Angst – oder besser Ängste, um die Gesundheit, das Leben, die Zukunft, den Job, das Depot und die Dividende. Um nur eine kleine Auswahl zu nennen. Das alles spiegelt sich auch auf dem Parkett wider:

Rekorde hier…

Denn da behielt zunächst die Hoffnung auf bessere Zeiten die Oberhand. Nachdem die Fed unbegrenzte Anleihekäufe ankündigte, das billionenschwere Rettungspaket im US-Kongress durchgewunken wurde und der deutsche Bundestag im Eiltempo, aber unter Einhaltung des Mindestabstands ein erstes Maßnahmenpaket im Wert von 156 Milliarden Euro verabschiedete, meldeten sich die Bullen an den Märkten zurück. Und das nicht einfach nur so, sondern mit allem Bohei: Sowohl für den DAX als auch den Dow ging es jeweils 11% nach oben, machte bei dem einen (= Dow Jones) den größten Tagesgewinn seit dem Jahr 1933, beim anderen (= DAX) den größten Tagesgewinn seit Oktober 2008 und damit seit dem Tag, an dem die Lehman-Bank in die Pleite rutschte und die (Finanz-)Welt kurz vor dem Zusammenbruch stand. Da steht sie jetzt übrigens auch wieder, nur an einer anderen Stelle. Noch stemmen sich die Regierungen, aber auch die Unternehmen und die Kurse gegen den drohenden Untergang. Aber:

… wie da…

Der gute Wille und viele Worte allein werden es nicht richten können. Wie gewaltig das Ausmaß der Krise werden könnte, haben die jüngsten Arbeitsmarktdaten aus den USA gezeigt, wonach in der vergangenen Woche rund 3,3 Millionen Amerikaner*innen einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe stellten. In der Vorwoche waren das noch 282.000 gewesen, womit dieser Anstieg der größte jemals gemessene ist, die bisherige Rekordmarke lag bei 695.000 Erstanträgen in einer Woche, damals, im Jahr 1982. Wobei wir aktuell vermutlich nur die Spitze des Eisbergs gesehen haben, vermutlich sind viele Anträge noch gar nicht erfasst. Sind die USA damit auf dem direkten Weg in die Rezession?

… und dort!

Sehr wahrscheinlich, wenngleich es gilt, die kommenden Wochen und Monate abzuwarten. Zunächst zauberte der Dow Jones die besten drei Sitzungen in Folge seit 1931 (!) aufs Parkett, doch was die am Ende wert sind? Auch in Deutschland heißt es jetzt warten; unter anderem auch darauf, wie sich der DAX in der Folgezeit entwickelt. Die Krisentiefs aus der Vorwoche bei 8.256 Punkten haben jedenfalls gehalten, genau wie die markanten Tops aus den Jahren 2000 und 2007 bei 8.136 sowie 8.152 Zählern, die zusammen mit der 8.000er-Barriere eine massive Unterstützungszone bilden. Die sollte, daran hat sich seit vergangener Woche ebenfalls nichts geändert, idealerweise nicht mehr unterboten werden, um den Ausverkauf in Richtung 7.500/7.000 Punkte zu verhindern. Was übrigens durchaus noch auf uns zukommen könnte, denn dass wir nun direkt in eine V-förmige Erholung übergehen, muss, bei allem Optimismus, mit einem großen Fragezeichen versehen werden! Die Kursziele auf der Oberseite können wir uns aber trotzdem schon einmal anschauen:

Abwarten!

Nachdem das mit der Rückeroberung der 9.000er-Schwelle geklappt hat, haben die deutschen Blue Chips nun die 10.000er-Hürde vor der Brust. Die konnte am Donnerstag mit dem Schlusskurs bei 10.001 zwar kurz überboten werden, aber – eben nur kurz! Gelingt der nachhaltige Re-Break, hätten die Notierungen aus dem Stand Platz bis an das alte 201er-Tief bei 10.279 Zählern, bei 10.390 könnte das offene Gap vom 12. März geschlossen werden. Darüber warten dann die Eindämmungslinien bei 10.800 und 11.000 Punkten, bevor im Anschluss die Schließung der offenen Kurslücke vom 9. März bei 11.447 auf dem Programm stehen würde. Von dort aus könnte es dann direkt bis 12.000 Zähler gehen, zumindest aus charttechnischer Sicht.

PrimequantsEin Beitrag von Sebastian Jonkisch von Prime Quants

Prime Quants verfasst und veröffentlicht Finanzpublikationen für institutionelle und private Anleger, die ihre Börsengeschäfte selbst in die Hand nehmen möchten. Das angebotene Spektrum erstreckt sich von kostenfreien Markt- und Einzelwertanalysen über komplexe Research-Studien bis hin zu täglichen Prognosen und realen Trades. Weitere Informationen unter www.prime-quants.de. Dort erhalten Sie auch den kostenlosen Newsletter Market Mover.

Der obige Text/Beitrag spiegelt die Meinung des oder der jeweiligen Autoren wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: Prime Quants / Bildquelle: markteinblicke.de

Nike-Aktie trotz Corona mit neuem Kaufsignal

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Bildquelle: Nike Inc.

Nike (WKN: 866993 / ISIN: US6541061031) konnte in dieser Woche trotz erster Belastungen durch die Coronavirus-Krise überraschend starke Quartalsergebnisse vorlegen. Auch aus Sicht der Point & Figure Charttechnik ist die Aktie des US-Sportartikelherstellers derzeit kaufenswert.

Zusammenfassung:
Long“, im neuen Aufwärtstrend (1) durch Kaufsignal (2) durch Überschreiten Doppeltop bei 68,00 € im noch übergeordneten kurzfristigen Abwärtstrend (3). Bildung High Pole.
Kursziel Min. 122,00 € (+63% Gewinn)

Trend und Kursziele:
Trend: Long im neuen Aufwärtstrend (1) durch Kaufsignal (2).
Kursziel: (vertikale Methode) Min. 122,00 € (+63% Gewinnchance).
Gültigkeit: Kaufsignal gültig solange Kurse über 58,00 € (4). Trendbruch nach unten bei Unterschreiten der Hausse-Linie (1), aktuell bei Kursen unter 62,00 €.

Gültige Signale:
Kaufsignal durch Überschreiten Doppeltop bei 68,00 €.
High Pole durch starken Kursanstieg (Mindestens 3 X über vorheriger X-Säule). High Pole Warning (mehr als 50%ige Korrektur nach unten) und damit angepasster Stopp-Loss und spekulatives Shortsignal bei Kursen unter 68,00 € (5).

Stopps (Ausblick):
Stop-Loss: Kurse unter 58,00 € (4). Angepasster Stop-Loss bei High Pole Warning unter 68,00 € (5).
Trendbruch nach unten: 62,00 €
Trendbruch nach oben: 88,00 €.
Unterstützung: Bereich 70,00 € und 60,00 €

Anleger, die von einem Anstieg der Nike-Aktie überzeugt sind, können mit einem Long Mini Future (WKN: VP1EJX / ISIN: DE000VP1EJX8) gehebelt von Kurssteigerungen profitieren. Skeptiker haben mit passenden Short-Produkten (WKN: VE2D6S / ISIN: DE000VE2D6S6) die Gelegenheit, auf fallende Kurse der Nike-Aktie zu setzen.

 

Ein Beitrag von Winfried Kronenberg

Der obige Text/Beitrag spiegelt die Meinung des oder der jeweiligen Autoren wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquelle: Nike Inc.

Wochenrückblick KW 13: US-Arbeitslosenzahlen lassen wenig Gutes erahnen

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Bildquelle: markteinblicke.de

Obwohl sich die Aktienmärkte in dieser Woche zeitweise etwas stabilisieren konnten, sorgt Corona dafür, dass Anleger weiterhin nervös agieren und die hohe Volatilität bleibt.

Zwar sorgte das rund 2 Billionen US-Dollar schwere Konjunkturpaket des US-Kongresses für etwas Beruhigung, der Anstieg der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA in der Woche bis zum 21. März um das Zehnfache auf 3,3 Millionen gibt uns jedoch einen Vorgeschmack darauf, welche gravierenden wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie zu erwarten sind.

Aus diesem Grund wäre es zu früh, nun von einer Bodenbildung oder sogar dem Beginn eines Turnarounds am Aktienmarkt zu sprechen.

Deutschland

Wegen der Coronavirus-Krise befürchtet Fresenius Engpässe bei den Intensivstationen seiner Kliniken und bei den Beatmungsgeräten. An der bisherigen Geschäftsprognose hält der DAX-Konzern trotzdem fest. Die Fresenius-Aktie konnte sich zuletzt deutlich erholen. Hier liegen jetzt die nächsten Kursziele. Mehr dazu hier.

Angesichts der Konzentration auf das Coronavirus vergessen Anleger manchmal, dass die Berichtssaison zum vierten Quartal und Gesamtjahr 2019 noch nicht ganz abgeschlossen ist. Wenn jedoch ein Biotechnologieunternehmen wie Evotec seine Zahlen vorlegt, hören Börsianer in diesen Tagen doch etwas genauer hin. Mehr dazu hier.

Starke Geschäftszahlen und eine positive Prognose befeuern die E.ON-Aktie. Hier liegt nun ein neues Kaufsignal in der Luft. Auf diese Kursmarke kommt es jetzt an. Mehr dazu hier.

International

Trotz Coronavirus-Krise konnte Nike den Umsatz im abgeschlossenen Geschäftsquartal deutlich steigern. Die Aktie von Nike macht daraufhin einen kräftigen Sprung nach oben. Hier liegen jetzt die nächsten Kursziele… Mehr dazu hier.

Der Streaming-Dienst Disney+ ist am Dienstag in Deutschland gestartet. Gerade viele Kinder, die aktuell zu Hause bleiben müssen, dürften das Angebot nutzen. An der Börse eröffnet bei der Aktie von Walt Disney jetzt großes Gewinnpotenzial. Mehr dazu hier.

Roche drückt beim Kampf gegen das Coronavirus kräftig aufs Gaspedal. Die Aktie des Schweizer Pharmakonzerns bewies in den vergangenen Wochen Stärke. Für Anleger eröffnet sich hier jetzt kräftiges Gewinnpotenzial. Mehr dazu hier.

Wochenvorschau: Unternehmenstermine

Trotz Corona geht die Berichtssaison weiter. In der kommenden Woche berichten unter anderem CANCOM, QSC, Ströer (Montag); BlackBerry, Nemetschek, RIB Software, Tele Columbus, Varta (Dienstag); Hella, Rocket Internet, Voltabox (Donnerstag); H&M (Freitag).

Wochenvorschau: Konjunkturdaten

Einen tagesaktuellen Überblick über die wichtigsten Konjunkturdaten finden Sie in unserem Wirtschaftskalender.

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Disney+: Streamingdienst als Retter in der Not?

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Bildquelle: Pixabay / HenningE

Zu Beginn dieser Woche startete der US-amerikanische Unterhaltungskonzern Walt Disney (WKN: 855686 / ISIN: US2546871060) seinen Streamingdienst Disney+ in Europa.

Neben den Nutzern in den Niederlanden, wo der Dienst schon seit dem Herbst des vergangenen Jahres zur Verfügung steht, können sich jetzt auch Serien- und Spielfilmfans in Deutschland, Österreich, Spanien, Italien, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich über den grenzenlosen Zugriff auf die Unterhaltungspalette aus dem Hause Disney freuen. Vorausgesetzt natürlich, diese sind zum Abschluss eines kostenpflichtigen Abonnements bereit. Freuen hierüber dürfte sich auch der Unterhaltungsgigant selbst, dem seine Einnahmequellen durch den Ausbruch der Corona-Krise reihenweise weggebrochen sind, und der nun endlich wieder mit positiven Schlagzeilen auf sich aufmerksam machen kann.

Corona-Krise trifft Walt Disney an allen Fronten

In den vergangenen Wochen erschütterten eine Vielzahl an Hiobsbotschaften Walt Disney. Zunächst zwang der Ausbruch des Corona-Virus im asiatische Raum die Unternehmensführung zur Schließung der in der Region ansässigen Freizeitparks. Seitdem bleiben die Pforten in Hong-Kong, Tokio und Singapur für zahlungswillige Besucher verschlossen. Auf die globale Verbreitung des Virus folgte die Schließung der Parks in Paris und in den USA. Ein herber Rückschlag für das Unternehmen, etablierten sich doch vor allem die Vergnügungsparks im Mutterland des Konzerns zu wahren Besuchermagneten. Alleine der Themenpark in Orlando lockte vergangenes Jahr rund 21 Mio. Besucher aus aller Welt nach Florida. Zudem dürfen seit dem Ausbruch der Covid-19 Pandemie die vier Kreuzfahrtschiffe des Unternehmens nicht mehr in See stechen, was sich ebenfalls negativ auf die Einnahmesituation von Walt Disney auswirkt. In Mark und Bein getroffen wurde der Konzern jedoch durch die Unterbrechung des Spielbetriebs in der US-amerikanischen Profibasketballliga (NBA) und Profibaseballliga (MLB). Die milliardenschweren Übertragungsrechte dieser Großveranstaltungen hatte sich der hauseigene Sportsender ESPN gesichert, welchem nun schlichtweg kein Sendematerial zur Verfügung steht. Des Weiteren blieb auch das Kerngeschäft Disneys, die Produktion von Unterhaltungsfilmen, von den Auswirkungen der Krise nicht verschont. So sorgt beispielsweise die globale Schließung der Kinos dafür, dass auch in diesem Schlüsselsegment aktuell keine Einnahmen generiert werden können. Zudem müssen zahlreiche Projekte, darunter die geplante Neuverfilmung des Kassenschlagers „Mulan“, auf unbestimmte Zeit verschoben werden.

Streaming Dienst kommt zum richtigen Zeitpunkt

Vor dem aktuellen Hintergrund stellt die Expansion von Disney+ eine mehr als dringendst benötigte Einnahmequelle dar. Aber auch in der Zukunftsplanung soll das Streaminggeschäft eine zentrale Schlüsselposition einnehmen, die dem Konzern dabei helfen soll, an die Erfolge vergangener Tage anzuknüpfen. Orientiert hat man sich hierbei an Netflix, ein Unternehmen welches wie kaum ein zweites die TV Landschaft verändert hat, und die einstigen Kunden klassischer Fernsehsender vom eigenen Angebot überzeugen konnte. Dieser Erfolg weckte offensichtlich Begehrlichkeiten beim Schöpfer von Micky Maus. Denn das Angebot von Disney+ umfasst keineswegs ausschließlich Zeichentrickproduktionen…

Weiter geht es auf dem Vontobel-Blog.

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marktEINBLICKE um 12: DAX weiterhin im Krisen-Modus – Kursfeuerwerk bei ProSiebenSat.1

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Bildquelle: markteinblicke.de

Die Börsen verzeichnen am Freitagmittag einen erneuten Rückschlag. Der DAX setzt zeitweise um über 2 Prozent zurück und unterschreitet damit die Marke von 9.800 Punkten. Grund für die schlechte Stimmung an den Aktienmärkten sind die anhaltend negativen Nachrichten zur Ausbreitung des Coronavirus.

Die Lage an der Frankfurter Börse:

DAX -2,5% 9.756
MDAX -2,8% 20.833
TecDAX -1,7% 2.547
SDAX -2,6% 9.085
Euro Stoxx 50 -2,3% 2.780

 

Die Topwerte im DAX sind E.ON (WKN: ENAG99 / ISIN: DE000ENAG999), Henkel (WKN: 604843 / ISIN: DE0006048432) und Fresenius (WKN: 578560 / ISIN: DE0005785604). Im Fokus steht am Freitagmittag auch die im MDAX notierte Aktie von ProSiebenSat.1 Media (WKN: PSM777 / ISIN: DE000PSM7770), die zeitweise um über 8 Prozent zulegen konnte. Anleger reagierten erfreut auf die Nachricht, dass der Vorstandschef Max Conze das Unternehmen mit sofortiger Wirkung verlässt.

DAX long DAX short
WKN VF1C1P VE8PV3
Basispreis (Strike) 7.474,20 12019,69 Pkt.
Knock-out-Barriere 7.560,00 11920 Pkt.
Letzter Bewertungstag Open End Open End
Hebel 4,18 4,44
Kurs (27.03.20 11:20) 23,11 € 22,80 €

 

Ein Blick auf Devisen und Rohstoffe:

Der Eurokurs notierte am Freitagmittag leicht im Minus (-0,4 Prozent). Die Gemeinschaftswährung kostete 1,0992 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs letztmals am Donnerstagmittag auf 1,0981 US-Dollar festgesetzt – der US-Dollar kostete damit 0,9107 Euro.

Die Ölpreise tendierten am Freitagmittag abwärts. Zuletzt notierte WTI mit 22,70 US-Dollar je Barrel unter dem Niveau vom Donnerstag (-2,3%), der Preis für die Nordseesorte Brent fiel um -2,4 Prozent auf 28,52 US-Dollar je Barrel. Der Goldpreis pendelte seitwärts und lag bei 1.620,56 US-Dollar je Unze (-0,3 Prozent). Von der New Yorker Wall Street kommen heute schwache Vorgaben, da die Futures auf die wichtigsten Aktienindizes im Minus notieren.

Dow Jones Future -2,4% 21.820
NASDAQ100-Future -2,3% 7.665
S&P500-Future -2,3% 2.547

 

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Ein bisschen Aufklärung zu den „bösen“ Zertifikaten während der Corona-Krise…

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Während Aktien Anlegern starke Renditeaussichten versprechen, gelten sie eher als riskante Anlagen. Viele halten eine Investition in Zertifikate sogar für besonders risikoreich. Ein Trugschluss. Für die meisten Zertifikate-Kategorien ist das Gegenteil richtig.

Deutsche Zertifikateanleger setzen auf Sicherheit. Mehr als ein Drittel des gesamten Zertifikatevolumens waren laut Statistiken des Deutschen Derivate Verbandes (DDV) Ende Januar 2020 in Produkte investiert, die mit einem 100-prozentigem Kapitalschutz ausgestattet sind und bei denen der Anleger selbst bei der ungünstigsten Wertentwicklung des Basiswerts zumindest den Nennwert zurückerhält.

Deutsche Zertifikateanleger investieren langfristig. 96,5 Prozent des Anlagevolumens investieren Privatanleger in Anlageprodukte mit einer mittel- bis langfristigen Haltedauer. Auf die spekulativen Hebelprodukte entfallen lediglich 3,5 Prozent, so der DDV.

Absicherung gegen Ausfallrisiken: Zertifikate als Inhaberschuldverschreibungen unterliegen ebenso wie Staats- und Unternehmensanleihen dem Emittentenrisiko. Nur wenn es zur Insolvenz oder Abwicklung des Emittenten kommt, erleidet der Zertifikateinhaber einen Totalverlust oder erhält nur einen Teil seines investierten Kapitals zurück. Gegen dieses Ausfallrisiko gibt es inzwischen Absicherungsmöglichkeiten, heißt es weiter.

Die Fakten sprechen für sich. Entgegen dem Vorurteil, wonach Zertifikate besonders risikoreich seien, werden sie von Anlegern in erster Linie dazu eingesetzt, die Risiken einer Direktanlage wie in Aktien zu verringern und um Erträge zu optimieren. Außerdem spielt der Kostenfaktor eine wichtige Rolle. Passive Anlagen sind meist kostengünstiger als aktiv gemanagte Finanzprodukte.

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ProSiebenSat.1: Vorstandschef muss gehen – Kommt jetzt der Aktien-Turnaround?

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Bildquelle: Pressefoto ProSiebenSat.1 Media SE

Die Aktie von ProSiebenSat.1 Media (WKN: PSM777 / ISIN: DE000PSM7770) ist am Freitagvormittag mit einem kräftigen Kursplus von zeitweise über 8 Prozent in den Handel gestartet und führt damit die Gewinnerliste im MDAX an. Anleger reagieren damit positiv auf den verkündeten Chefwechsel.

Reibereien
Nach nur knapp 2 Jahren an der Spitze ist die Ära von Max Conze beendet. Der Vorstandsvorsitzende verlässt das Unternehmen mit sofortiger Wirkung. Der gebürtige Bielefelder kam Anfang Juni 2018 vom Tech-Konzern Dyson zu der Mediengruppe mit Sitz in Unterföhring und sorgte schnell für Wirbel. Viele Manager verließen infolge der Reibereien mit Conze das Unternehmen – zuletzt der stellvertretende Vorstandschef Conrad Albert.

Fokus auf das Entertainment
Jetzt hat der Aufsichtsrat die Konsequenzen gezogen und offenbar Conze vor die Tür gesetzt. Neuer Vorstandschef wird der bisherige Finanzvorstand Rainer Beaujean. Mit dem Führungswechsel soll auch der Fokus wieder auf den Bereich Entertainment ausgerichtet werden.

Der Schwerpunkt liegt hier auf lokalen und Live-Formaten – auch in enger Kooperation mit den Red Arrow Studios und Studio71. Unter anderem über die Streaming-Plattform Joyn soll die digitale Reichweite weiter ausgebaut werden.

Langfristiger Kapitalvernichter
Trotz des jüngsten Kursgewinns bleibt die Aktie von ProSiebenSat.1 Media ein langfristiger Kapitalvernichter. Seit dem Allzeithoch aus dem Jahr 2015 bei 50,95 Euro ging es für die Notierungen um 86 Prozent nach unten (aktuell: 7,47 Euro). Die Aktie ist weiterhin eine klare Verkaufsempfehlung.

Anleger, die von der Schwäche von ProSiebenSat.1 überzeugt sind, können mit einem Faktorzertifikat (4x) Short (WKN: MF8TPJ / ISIN: DE000MF8TPJ0) gehebelt von Kursverlusten profitieren. Optimisten haben ebenfalls mit passenden Long-Produkten (WKN: MC3FRQ / ISIN: DE000MC3FRQ4) die Gelegenheit, auf steigende Kurse der ProSiebenSat.1-Aktie zu setzen.

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Bildquelle: Pressefoto ProSiebenSat.1 Media SE

Grenke: Die nächste Kurswende

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Bildquelle: © Grenke

Bis zum Herbst 2018 war bei Grenke (WKN: A161N3 / ISIN: DE000A161N30), die im April 2000 als Grenke Leasing an die Börse kam, in bester Ordnung. Mit einem wachsenden Geschäftsvolumen kletterte auch die Aktie auf ein Rekordhoch bei 107,30 Euro. Anschließend belasteten Konjunkturängste den Kapitalmarkt, so dass die Grenke-Aktie bis in den Bereich um 70 Euro zurückfiel und dort einen neuen Boden ausbildete. Mit der Markterholung zu Beginn des Jahres 2019 marschierte der Titel schon wieder gen Rekordhoch möglich. Ende Juli erfolgte aber die nächste Kurswende: Wenige Tage nach dem MDAX-Aufstieg korrigierte das Management die Gewinn-Ziele für 2019 und schon war die Aktie wieder an der 70-Euro-Marke ab.

Da aber das zweite Halbjahr sehr gut lief und auch das Börsenumfeld stimmte, sah es noch im Februar so aus, dass das Rekordhoch endlich wieder erreicht werden kann. Dreistellige Kursnotierungen schürten entsprechende Hoffnungen bei den Anlegern. Doch Corona durchkreuzte diese Pläne. Vielmehr brach die Aktie bis zum Zwischentief bei 40,50 Euro ein, wobei die Unterstützung bei 70 Euro wie mit dem Messer durchschnitten wurde.

Inzwischen hat sich das Papier immerhin wieder in den Bereich über der 50-Euro-Marke vorgearbeitet. Da sich der Gesamtmarkt erholte, pendelt der Titel nun um 55 Euro. Den extremen Absturz sehen wir allerdings als massive Übertreibung an, zumal speziell das Leasing-Geschäft eine wichtige Finanzierungsoption für den Mittelstand sein wird, wenn sich die Wirtschaft wieder normalisiert. Allerdings hatten auch Short-Spekulanten zu dem extremen Einbruch beigetragen, die die Bewegung noch verschärften. Dem standen Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats gegenüber, die das niedrige Kursniveau zum Kauf der Grenke-Aktie nutzten…

Auf www.plusvisionen.de geht es weiter…

RaumEin Beitrag von Wolfgang Raum von Plusvisionen.de

Wolfgang Raum ist bereits seit mehr als 25 Jahren im Kapitalmarkt-Journalismus tätig, derzeit als freier Wirtschafts- und Börsenjournalist für einige Börsenbriefe und Banken-Newsletter, aber auch als Blogger. Von 2005 bis Sommer 2014 arbeitete er als Chefredakteur für das ZertifikateJournal. Zuvor verantwortete er mehr als fünf Jahre den renommierten Börsenbrief des Anlegermagazins CAPITAL, die CAPITAL Depesche. Der Derivate-Experte, zugleich Fan von Nebenwerten und Emerging Markets, ist zudem ein gern gesehener Experte bei Fernseh- und Radio-Interviews.

Der obige Text/Beitrag spiegelt die Meinung des oder der jeweiligen Autoren wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: Wolfgang Raum / © Grenke

DAX 30 kämpft mit der 10.000 – „Step by Step“

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Bildquelle: markteinblicke.de

Die erwartete Einigung auf ein Billionen-schweres Konjunkturpaket stützte zuletzt die Börsen über weite Strecken. US-Senator Bernie Sanders drohte allerdings, das Hilfspaket zu stoppen. Die charttechnische Lage wird sich nachhaltig erst mit einem umfassenden Rückgang der Corona-Fallzahlen entschärfen. Die letzten Tage scheint aber nun ein „kleiner Anfang“ gemacht worden zu sein. Der DAX 30 zeigt gegenüber den US-Indizes weiterhin „relative Stärke“.

Das Krisenmanagement in den USA funktioniert deutlich schlechter als „im Rest der Welt“. Von fundamentaler Seite werden heute die Zahlen zum Konsumklimaindex der Uni Michigan für März 2020 erwartet. Hier wird ein deutlicher Rückgang prognostiziert. Die Angst vor einer globalen Rezession kursiert damit weiter. Volkswirte rechnen für die USA im Frühjahrsquartal mit einem Einbruch der US-Wirtschaft um acht Prozent. Ein deutlicher Anstieg der Arbeitslosenquote wäre die Folge.

Die Tagesbandbreite im deutschen Leitindex lautet für heute: 10.001 bis 9.701 Zähler. Die technische Supportmarke hat sich von 9.065 auf 9.226 verschoben. Die nächsten massiven Widerstände verlaufen bei 10.391 (Overnight-Gap vom 12.03.2020) bis 10.761. Die Markttechnik zeigt sich für heute stabil. Ihnen allen ein schönes und gesundes Wochenende! Bleiben Sie alle gesund!

  • Nächste charttechnische Widerstände: 10.001, 10.391, 10.761, 11.032, 11.447
  • Nächste wichtige charttechnische Unterstützungen: 9.701, 9.226, 9.065, 8.967, 8.480, 8.261, 8.152
  • Oberes Bollinger-Band: 14.027, Mittleres Bollinger-Band: 10.796 und Unteres Bollinger-Band: 7.564
  • 100-Tage-Linie: 12.727 und 200-Tage–Linie: 12.456 sowie: 38-Tage-Linie: 11.871
  • Indikatoren: MACD: neutral | RSI: neutral I Slow-Stochastik: neutral | Momentum: neutral
  • In Summe: neutral
  • Volatilität (VDAX-NEW): 53,16
  • Die Eröffnung um 09:00 Uhr wird knapp unter 10.000 erwartet
  • (Trailing-) Stop-Loss: 9.701, 9.226, 9.065, 8.967, 8.480, 8.261, 8.152

DAX 30 Perf. Index ® | Technische Analyse vom 27.03.2020 | 120-Monats-Chart, Tagesbasis Schlusskurs vom Börsenvortag: 10.001 (17:45 Uhr) | Indikation: 9.980 (07:25 Uhr)


Primärtrend:              Aufwärtstrend ruckartig verlassen

Sekundärtrend:          Corona-Virus & Rezessionsgefahr

Tertiärtrend:              10.000 – 9.701


Ein Beitrag von Martin Utschneider
Er leitet die Technische Kapitalmarktanalyse der renommierten Privatbank „Donner & Reuschel“. Davor war er für eine namhafte österreichische Private Banking Adresse tätig. Er verfügt über umfassende Erfahrung in der Wertpapierbetreuung internationaler Private Banking- und Wealth Management-Klientel. Nebenberuflich ist er zudem für diverse zertifizierte Weiterbildungsakademien und eine Hochschule als Fachdozent und Prüfer tätig. Praktische Erfahrung im Bereich „Technische Analyse“ hat Herr Utschneider seit nunmehr knapp 20 Jahren. Seine Analysen finden im deutschsprachigen Raum (D, A, CH, FL, LUX) sehr große Beachtung. Zudem gehören auch an einige renommierte Medienvertreter (Print, TV, Radio…) zu den Empfängern. Er ist regelmäßig bei n-tv, welt (vormals n24) sowie DerAktionärTV Interviewgast und zählt aktuell zu den meist zitiertesten Experten seines Fachgebietes (Handelsblatt, Manager Magazin, Börsenzeitung, FAZ, SZ, Focus, Börse Online, Welt,…).

Der obige Text/Beitrag spiegelt die Meinung des oder der jeweiligen Autoren wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Quelle: Donner & Reuschel / Bildquelle: markteinblicke.de

Generalmobilmachung gegen einen besonders heimtückischen Feind

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Die Corona-Krise schlägt massive Schneisen der weltwirtschaftlichen Zerstörung. Manche Ökonomen vergleichen die Viruskrise bereits mit der Weltwirtschaftskrise nach 1929. Mit einem weltweiten „New Deal“, mit den größten geld- und fiskalpolitischen Rettungsmaßnahmen aller Zeiten, ist die Gegenoffensive angelaufen. Die Aktienbörsen sind hin- und hergerissen zwischen weiteren konjunkturellen Schocknachrichten und der Vision eines globalen Wirtschaftswiederaufbaus ab Sommer.

„Biggest New Deal“ für die US-Wirtschaft

Die Rezessionswahrscheinlichkeit in den USA ist laut Finanznachrichtendienst Bloomberg sprunghaft auf rund 50 Prozent angestiegen. Dazu passt der Anstieg der amerikanischen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf unglaubliche 3,28 Mio. allein in der letzten Woche. In der Finanzkrise 2008 wurde dieser Wert nicht annähernd erreicht.

Ohne entschlossenes Gegensteuern befürchtet der Chef der St. Louis Fed, James Bullard, im II. Quartal einen Konjunktureinbruch um 50 Prozent bei gleichzeitigem Anstieg der Arbeitslosenquote bis auf 30 Prozent. Zum Vergleich: Während der Weltwirtschaftskrise in den 1930er Jahren lag die höchste Arbeitslosenquote in den USA bei knapp 25 Prozent.

Zur Gegenwehr bringen US-Regierung und Kongress mit ca. zwei Bio. US-Dollar das größte Konjunkturpaket der amerikanischen Geschichte auf den Weg. Es erinnert an die Wirtschafts- und Sozialpakete von US-Präsident Franklin Delano Roosevelt zur Bekämpfung der Great Depression. Das Gesundheitswesen wird saniert, die Arbeitslosenversicherung wird deutlich mit mehr Mitteln ausgestattet, kleine Unternehmen erhalten Notdarlehen und Schlüsselindustrien werden mit ausgiebigen Kreditprogrammen sozusagen in Watte gepackt. Zudem wird mit „Helikoptergeld“, mit Konsumschecks für ein gewisses Maß an Einkommenssicherheit gesorgt, um die Binnennachfrage als Rückgrat der US-Wirtschaft zu stabilisieren. Konkret erhalten Amerikaner mit einem Jahresgehalt von weniger als 75.000 US-Dollar eine Summe von 1.200 US-Dollar, die sich sukzessive bis Einkommen über 99.000 auf null verringert. Bis zu dieser Grenze erhalten Familien zusätzlich 500 Dollar pro Kind.

Die Geldversorgung der Fed wird immer „fetter“

Ein neuer Meilenstein ist gesetzt: Nachdem sie das von ihr zuletzt verkündete Aufkaufvolumen über 700 Mrd. US-Dollar schon nach knapp zwei Wochen ausgeschöpft hat, verkündet die Fed jetzt den unbegrenzten Aufkauf von Staats- und Hypothekenanleihen. So lässt sich das epochale schuldenfinanzierte Konjunkturpaket mühelos stemmen.

Darüber hinaus ermöglicht die Fed mit drei weiteren Programmen über 300 Mrd. US-Dollar die direkte Kreditfinanzierung von Unternehmen und privaten Haushalten. Es werden nicht nur direkte Kredite an Firmen mit „Investment-Grade“-Rating vergeben. Es wird auch eine Zweckgesellschaft eingerichtet, die Unternehmensanleihen mit einem Rating von „BBB“ oder besser und einer Laufzeit von bis zu fünf Jahren am Sekundärmarkt kauft. Die Frage stellt sich, wann die Fed auch die notleidende Fracking-Industrie durch den Ankauf ihrer Ramschanleihen stützt.

Mit ihrem neuen Maßnahmenpaket ist die Fed vom Liquiditätsversorger unverhohlen zum direkten Staatsfinanzierer geworden. Staatsverschuldung und Geldversorgung sind mittlerweile zwei Seiten der gleichen Medaille.

Auch in der EU sind in der Nacht alle Katzen grau

In Deutschland werden die stark eingetrübten ifo Geschäftserwartungen vom Einbruch des GfK Konsumklimaindex von 8,3 auf 2,7 flankiert. Die deutsche Binnenkonjunktur als wichtiges Wirtschaftsstandbein steht still.

In der Eurozone hat sich die Industriestimmung bislang „nur“ auf den tiefsten Stand seit der Euro-Krise Mitte 2012 eingetrübt. Weitere Verschlechterungen, die die tiefen Werte aus der Finanzkrise in den Schatten stellen, sind aber zu erwarten. Mit Blick auf die konsumnahen Branchen Tourismus und Gastronomie trifft es den Dienstleistungssektor bereits mit voller Wucht. Sein Stimmungseinbruch von 52,6 auf 28,4 binnen Monatsfrist ist beispiellos.

In Europa soll aus der Rezession bloß keine sozial verheerende Depression werden. So hat auch die Bundesregierung ein historisch großes Konjunkturpaket geschnürt, das mit direkten schuldenfinanzierten Fiskalmaßnahmen und Kreditgarantien in Höhe von fast 1,3 Bio. Euro ca. 30 Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung erfasst. Die deutsche Schuldenbremse ist nun offiziell ausgesetzt. Und das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht. Im Raum steht bereits ein weiteres massives Konjunkturprogramm, um die Wirtschaft nach Stabilisierung der gesundheitlichen Notlage wieder zügig kaltzustarten.

Die Schuldenfinanzierung der gigantischen Konjunkturpakete übernimmt wie in Amerika die Notenbank. Hierbei geht es aber nicht nur darum, Staatsanleihen nach Beteiligungsschlüssel der einzelnen Euro-Staaten an der EZB aufzukaufen. Über dieses Instrument allein werden 2020 schon 1,1 Billionen Euro aufgekauft.

Daneben will die EU-Kommission das Anleiheaufkaufprogramm Outright Monetary Transaction (OMT) aktivieren, das bislang noch nicht zur Anwendung kam. Voraussetzung hierfür ist, dass einzelne Euro-Staaten Kreditlinien aus dem EU-Rettungsfonds (ESM) in Anspruch nehmen. Dabei sollen aber als Neuerung die eigentlich vorgesehenen scharfen Stabilitätsrestriktionen bzw. Reformmaßnahmen als Gegenleistung entfallen, damit kein Land vor dieser Kreditaufnahme aus Gründen der Stigmatisierung zurückschreckt. Da OMT den unbegrenzten Anleiheaufkauf ermöglicht, erhalten die Regierungen der Eurozone ganz offiziell Blankoschecks, so viel Geld wie nötig in ihre viral angeschlagenen Volkswirtschaften zu pumpen. OMT ist die europäische Antwort auf die unlimitierte Bazooka-Politik der Fed. Auch das kann man getrost Staatsfinanzierung nennen.

Marktlage – Die Aktien-Wunden werden geleckt

Die Aktienbörsen schwanken hin und her und versuchen eine Neubewertung der Lage. Einerseits sind sie verunsichert über die Hollywood-reifen Hiobsbotschaften wie die Abriegelung der größten US-Metropolen Los Angeles, New York und Chicago sowie die Verschiebung der Olympischen Spiele in Japan. Andererseits wertschätzen sie die grenzenlosen geld- und fiskalpolitischen Rettungsmaßnahmen.

Zwischenzeitlich schlägt sich die Viruskrise immer deutlicher in schrumpfenden Gewinnprognosen der Unternehmen über alle Wirtschaftsregionen hinweg nieder. Alleine für die USA rechnen Analysten mit einer Gewinnrezession von durchschnittlich 25 Prozent. Diese ist aber bereits eingepreist. Doch dürften die Unternehmensgewinne 2021 nach Eindämmung der Corona-Epidemie ein fulminantes Comeback feiern, was den in die Zukunft schauenden Aktienmärkten in der zweiten Jahreshälfte 2020 zunehmende fundamentale Kraft verleiht.

Einen Aktien-Dämpfer versetzt die Streichung bzw. Kappung von Dividendenzahlungen im April und Mai sowie die zumindest vorübergehende Aussetzung von Aktienrückkäufen, damit ein möglichst hohes Eigenkapital gehalten werden kann. Das gilt vor allem für Unternehmen mit besonders konjunkturabhängigen Geschäftsmodellen, Öl-Werte, Fluglinien sowie Banken. Diese Maßnahmen sollten aber auch im Hinblick auf Krisenfestigkeit positiv gewertet werden.

Ermutigend ist, dass sich China auf dem Weg zur Normalität befindet, auch wenn man Beschönigungen durchaus einkalkulieren muss. Gemessen an der Auslastung des Schiffsverkehrs, der Stahlproduktion oder dem Kohleverbrauch soll die chinesische Wirtschaft schätzungsweise wieder 90 Prozent ihres Normalzustands erreicht haben.

US-Präsident Trump stellt sogar in Aussicht, den Lockdown der Wirtschaft so kurz wie möglich zu halten und ihn möglicherweise ab Ostern zu beenden. Das ist aber zu optimistisch. Es wird erst schlimmer, bevor es besser wird. Doch sind die ergriffenen dramatischen Konjunkturmaßnahmen zumindest geeignet, nach Abebben des Virusbefalls eine schnelle, typisch amerikanische Wirtschaftserholung zu zeigen.

Auch Europa steht erst am Anfang der Corona-Epidemie mit Ausnahme Italiens, dass bereits in den kommenden Wochen auf einen Infektions-Höhepunkt zusteuert. Es ist zu hoffen, dass, wenn auch nur mit zeitlicher Verzögerung, die ergriffenen Maßnahmen zur Viruseindämmung zu greifen beginnen, so dass auch später der europäische Patient wie China in eine Phase der Erholung mit wirtschaftlicher Stabilisierung eintritt. Grundsätzlich wird es auch ein Leben nach Corona geben.

Sentiment und Charttechnik – Technische Bodenfindung

Das Risikobewusstsein bleibt zunächst hoch, was ebenso in einer weiterhin niedrigen Investitionsquote unter US-Fondsmanagern zum Ausdruck kommt. Allerdings steigt die Wahrscheinlichkeit, dass wir nach dem brutalen Ausverkauf der vergangenen Wochen eine Gegenbewegung erleben. Der sogenannte Fear & Greed Index von CNN Business arbeitet sich langsam aus dem Bereich extremer Angstausschläge heraus.

Charttechnisch ist weiter mit einer erhöhten Volatilität und abrupten kurzfristigen Trendwechseln zu rechnen. Die Schwankungsbreite im DAX für die nächsten 30 Tage bewegt sich dabei laut VDAX-New Volatilitätsindex zwischen gut 11.200 und 7.900 Punkten. Auf der Unterseite liegen Haltelinien bei 9.701 und 9.226 Punkten. Weitere Unterstützungen folgen bei 9.065, 8.967 und 8.480. Darunter nimmt der Index Kurs auf die Marken bei 8.261 und 8.152. Bei einer Gegenbewegung nach oben liegt der erste Widerstand bei 9.986, dem die Barrieren bei 10.391, 10.761 und 11.032 Punkten folgen.

Der Wochenausblick für die KW 14 – Desaströse amerikanische Frühindikatoren

In China können sich zwar sowohl die offiziellen Einkaufsmanagerindices für Industrie und Dienstleistungen als auch das von Caixin ermittelte Pendant für die Industrie von ihrem scharfen Einbruch erholen. Doch verharren sie weiterhin tief unter der Expansion anzeigenden Schwelle.

In Japan signalisiert der Tankan Index der Industrie eine massive Rezession im I. Quartal.

In den USA spiegelt sich die Viruskrise in einem beispiellosen Einbruch der ISM Indices für Industrie und Dienstleistungen wider. Industrieproduktion und Arbeitsmarkt zeigen eindeutige Krisensymptome.

In der Eurozone kommt die Konjunkturmisere in einem Einbruch des von der EU-Kommission ermittelten Wirtschaftsvertrauens zum Ausdruck. Die Desinflation setzt fort.

RobertHalverEin Beitrag von Robert Halver.

Robert Halver ist Leiter Kapitalmarktanalyse bei der Baader Bank AG. Das Haus mit Sitz in Unterschleißheim bei München ist eine der führenden Investmentbanken in Deutschland und Marktführer im Handel von Finanzinstrumenten. Halver beschäftigt sich seit 1990 mit Wertpapieren und Anlagestrategien.

Rechtliche Hinweise / Disclaimer und Grundsätze zum Umgang mit Interessenkonflikten der Baader Bank AG: https://www.roberthalver.de/Newsletter-Disclaimer-725.

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Deleveraging auch für E.ON ein Thema

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Deleveraging ist dieser Tage eine großes Thema in der Finanzwelt. Es geht um den – möglichen – Abbau von Schulden und seine deflationäre Wirkung. Davon ist auch Eon (WKN: ENAG99 / ISIN: DE000ENAG999) an der Börse betroffen. Der Netzbetreiber und Versorger hat in den Büchern eine Netto-Verschuldung von 39,4 Milliarden Euro stehen. Da werden die Anleger derzeit nervös, obwohl Eon mit seinem Geschäftsmodell nicht unbedingt zu den zyklischen Werten zählt.

Aber ja, ist der Ofen in Gaststätten aus und die Produktion in Firmen zurückgefahren, wird weniger Energie benötigt, was auch Eon trifft:

Eon-Chef Johannes Teyssen über Auswirkungen der Coronakrise auf das Unternehmen: „Insgesamt ist die Energiebranche sicherlich nicht so hart getroffen wie andere Branchen, allerdings erwarten auch wir sichtbare Spuren in der Bilanz. Der Energieverbrauch bei Industrie und Gewerbe geht spürbar zurück. Das wirkt sich – zeitlich befristet – auf Netze und Vertrieb aus.“

Mehr noch als die Konjunktur könnten Eon die Kredite drücken. Mit den Kurseinbrüchen entflammte auch eine Spekulation über einen weltweiten Schuldenabbau oder dass Schulden wieder teurer werden könnten bei einem Zinsanstieg. Das klingt kurios, wenn die Notenbank die Märkte gerade mit Geld überschwemmen und so ziemlich alles an Anleihen aufkaufen, was sie bekommen können…

Auf www.plusvisionen.de geht es weiter…

SchummEin Beitrag von Thomas Schumm von Plusvisionen.de

Thomas Schumm ist Gründer und Herausgeber von Plusvisionen.de. Autor. Journalist. Früher auch: Reporter, Redakteur oder Chefredakteur. Seit 25 Jahren an der Börse. Bestimmt fast alles an der Börse gehandelt, was es so zu handeln gibt, jetzt aber ruhiger in dieser Hinsicht. Seit 20 Jahren publizistisch im Finanzbereich tätig. Begeistert von Wirtschaft und Börse.

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Wir lieben Käse

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Käse gehört zu den genussvollsten Lebensmitteln, die es gibt. Die Auswahl an verschiedenen Käsesorten und Geschmacksrichtungen ist riesig. Weltweit gibt es etwa 4.000 Käsesorten. Wie der Weinkenner den Wein liebt, so liebt der Käsekenner den Käse. In Deutschland werden pro Jahr rund 2,5 Millionen Tonnen Käse produziert. Jeder Bundesbürger verzehrt im Schnitt etwa 24 Kilogramm Käse pro Jahr.

Käse gibt es als Weichkäse, Hartkäse oder Frischkäse, die Geschmacksrichtungen reichen von mild bis streng. Käse wird vorwiegend aus Kuhmilch hergestellt, denn per Gesetz ist die Bezeichnung „Käse“ Produkten aus Kuhmilch vorenthalten. Es gibt aber auch Käse aus Milch von Schaf, Ziege oder Büffel. Hier muss immer auf die Tierart hingewiesen werden.

Ohne Kühe, kein Käse. (Bildquelle: Pixabay / Alexas_Fotos)

Bei Käse ist vor allem die Qualität Voraussetzung für den guten Geschmack. Diese ist in Feinkostabteilungen, speziellen Käseläden oder an Käsetheken gewährleistet. Die Schweiz ist bekannt für ihren ausgezeichneten Käse, Frankreich bietet die größte Sortenvielfalt und auch deutscher Käse ist ein Qualitätsprodukt. Käse aus frischer Heumilch zum Beispiel hat einen intensiven würzigen Geschmack und ist ein wahres Genusserlebnis. Auf diesen trifft man in der Allgäuer Käsestraße.

Genussroute durchs Allgäu die Allgäuer Käsestraße 

Das Motto „Von den Alpen bis zum Bodensee“ prägt die sogenannte Allgäuer Käsestraße, eine Strecke von über 220 Kilometern durch Wiesen und Natur. Die Genussroute führt über Oberstaufen, Scheidegg, Lindau, Wangen und Isny. Die Herstellung von Käse in den Westallgäuer Sennereien hat eine langjährige Tradition. Zahlreiche Käsespezialitäten wie der Allgäuer Emmentaler oder der Allgäuer Bergkäse werden hier aus frischer Milch von glücklichen Kühen in den Handwerksbetrieben hergestellt. Insgesamt 14 Heumilch-Sennereien und fünf Hofkäsereien sind Teil der Allgäuer Käsestraße. Hier kann vor Ort probiert und gekauft werden oder in der Käseschule selbst Käse hergestellt werden. Die Qualität des Käses dieser Region wurde schon mehrfach durch Auszeichnungen und Awards bewiesen. Die Allgäuer Käsestraße verbindet handwerklich arbeitende Sennereien, bäuerliche Direktvermarkter und Hofläden mit gemütlichen Gaststätten und Unterkünften in den Westallgäuer Ferienorten. Die ideale Voraussetzung für einen kulinarischen Genussurlaub.

Die saftigen Wiesen bilden die Futtergrundlage für die Kühe (Bildquelle: Pixabay / Rettenberg)

Der Grundstein der Westallgäuer Käseproduktion liegt jedoch in der Schweiz im Kanton Bern. Dort suchten die Schweizer Anfang des 19. Jahrhunderts nach neuen Produktionsorten und so stellten im Jahr 1821 zwei Schweizer in der Käserei Weiler den ersten Allgäuer Emmentaler Käse her. Dies war der Beginn der Käseproduktion im Westallgäu. Die Milch von rund 2.500 Kühen wird heute in den Sennereien der Allgäuer Käsestraße zu Bergkäse verarbeitet. Nur frische, naturbelassene Rohmilch kommt in den Allgäuer Emmentaler und Allgäuer Bergkäse. Das Besondere an dieser Milch ist, dass die Milchkühe ihr Futter silofrei bekommen, das heißt direkt von den Allgäuer Wiesen – würzig-frisches Weidefutter im Sommer und sonnengetrocknetes Heu im Winter. Das gibt dem Käse seinen einzigartigen und intensiven Geschmack.

Zu den Sennereien entlang der Allgäuer Käsestraße gehören zum Beispiel die Sennerei Böserscheidegg, eine Genossenschaft von 9 Landwirten, in der täglich 3.500 Liter Milch in vier Kesseln verarbeitet wird. Hier werden Bergkäse und Butter aus Heumilch hergestellt. Der Kräuterkäse wird mit Kümmel, Pfeffer, Thymian oder Zwiebeln hergestellt, der würzige Rotweinkäse ist ebenfalls sehr beliebt. Der dortige Käsekeller kann innerhalb von Führungen besichtigt werden. In der Dorfkäserei Thalkirchhof kann man sogar seinen eigenen Käse herstellen. Die Käseschule dauert etwa 2 Stunden. In dieser Zeit wird ein Weichkäse hergestellt, den man dann mit nach Hause nehmen kann. Inklusive Käseverkostung mit Brot, Heuschnaps und Urkunde. In der Baldauf Sennerei Hopfen produziert der vielfach ausgezeichnete Meisterkäser Alois Keck „ein himmlisches Stück Allgäu“. Den Baldauf Alpkäse und das Alpkäsle, ein mild-würziger Käse in zwei Größen. Sie reifen mindestens vier Monate, bevor sie mit ihrer goldgelben Rinde in die Läden kommen. In der Baldauf Sennerei Grünenbach wird Heumilchkäse in Bioqualität hergestellt. Käsermeister Marius Dopfer und seine Kollegen veredeln die feine Bio-Heumilch von 17 Allgäuer Biolandbauern zu wahren Schnittkäsespezialitäten. Für den unverwechselbaren Geschmack werden eigene Käsereikulturen aus Milchsäurebakterien und natürlichem Lab eingesetzt, wie es früher üblich war. Den Bio-Schnittkäse gibt es mit Wildblumen, Kräutern, Bärlauch, Schnittlauch und grünem Pfeffer.

Der Viehscheid ist jedes Mal ein großes Ereignis für Mensch und Tier (Bildquelle: Pixabay / almpixel)

Daten und Fakten zur Allgäuer Käsestraße

rund 2.500 Milchkühe
durchschnittlich besitzt der Landwirt 20 Milchkühe
insgesamt 2.100 Hektar Wiese in der Allgäuer Käsestraße
durchschnittlich 20 Hektar Wiese pro Landwirt
durchschnittlich 276 Hektar Wald in der Allgäuer Käsestraße
durchschnittlich 3 Hektar Wald pro Landwirt
105 Milchbauern in der Allgäuer Käsestraße
davon 15 Bauern im Nebenerwerb
90 Bauern im Haupterwerb
1.480 Tonnen Käse im Jahr
56 Tonnen Allgäuer Emmentaler pro Jahr
755 Tonnen Allgäuer Bergkäse pro Jahr
318 Tonnen Schnittkäse pro Jahr
260 Tonnen Weichkäse pro Jahr
91 Tonnen im weiteren Käsesortiment pro Jahr

Käsesorten der Allgäuer Käsestraße

Allgäuer Emmentaler
Allgäuer Bergkäse
Alpkäse und Alpkäsle
ca. 20 verschiedene Weichkäse
ca. 23 verschiedene Schnittkäse
Butter

Weitere Informationen zur Allgäuer Käsestraße: www.allgäuer-käsestrasse.de


Raclette gilt als typisches Wintergericht. (Bildquelle: Pixabay / D-Vu)

Winterklassiker Nr. 1 – Das Raclette
Raclette gilt als typisches Wintergericht. Es wird gerne an Weihnachten oder Silvester in geselliger Runde mit Freunden oder in der Familie zelebriert. Und jedes Jahr stellt sich immer wieder die Frage, welcher Käse sich am besten für ein Raclette eignet, wieviel Käse pro Person benötigt wird und welche Zutaten noch auf der Einkaufsliste stehen sollen. Und welcher Wein passt am besten, Rot oder Weiß? Während beim Original Schweizer Raclette ein Käselaib direkt über einem offenen Feuer erwärmt wird, verwendet man beim klassischen Raclette einen elektrischen Raclette-Ofen mit Pfännchen. Damit das Raclette gelingt, hier ein paar Tipps.

Original Schweizer Raclette
Das Raclette hat seinen Ursprung im Wallis in der Schweiz. Dort wird Raclette traditionell im Freien und am offenen Feuer zubereitet. Dazu wird ein großes Stück Käselaib direkt über dem Feuer erwärmt und der dabei geschmolzene Käse abgeschabt (racler, französisch, bedeutet abschaben). Für den Hausgebrauch gibt es kleine Raclette-Öfen mit demselben Prinzip auch für zuhause. Bei dieser Zeremonie wird der Raclettekäse auch direkt im Laib geschmolzen. Dazu wird ein viertel oder halber Käselaib eingespannt, der dann unter einen Glutkörper gehalten wird. Schmilzt der Käse, kann er in der Vorrichtung in Schräglage gebracht werden und mit einem Raclettemesser abgestrichen werden. Für diese Variante muss man etwas Zeit mitbringen, denn der Käse wird portionsweise abgestrichen und man muss warten, bis man an der Reihe ist. Im Vergleich zur Zubereitung im Pfännchen ist der Käse hier besonders knusprig und besitzt mehr Röstaromen. Ein wahrer Genuss.

Klassisches Raclette
Beim klassischen Raclette wird ein elektrischer Raclette-Ofen mit Raclette-Pfännchen verwendet. In die Pfännchen kommen Zutaten nach Belieben, oben drauf eine Raclette-Käsescheibe und ab in den Ofen, bis der Käse geschmolzen ist.  Häufig sind die Raclettegeräte mit einem heißen Stein ausgestattet.

Der Käse
Bei der Wahl des Käses ist es wichtig, dass er gut im Pfännchen schmilzt. Dazu sollte er mindestens 50 Prozent Fettgehalt (Fett i. Tr.) haben. Beim Aroma zählt vor allem der persönliche Geschmack und ob man ein kräftiges oder eher mildes Aroma favorisiert. Da Raclette ein Schweizer Nationalgericht ist, eignen sich dazu die klassischen Raclette-Käsesorten aus dem Schweizer Kanton Wallis: Bagnes, Orsières und Goms, die in Handarbeit hergestellt werden. Das Walliser Raclette besitzt eine geschützte Ursprungsbezeichnung. Käse, der nicht aus dieser Region stammt, nennt sich Schweizer Raclettekäse. Beim Raclette-Käse kann die Rinde mitgegessen werden, sofern sie nicht mit Natamycin, dem Konservierungsstoff E235, behandelt wurde. Dieser wird zur Schimmelverhütung eingesetzt.

Die Käsemenge
Bei der Käsemenge rechnet man mit 200 bis 250 g Käse pro Person, bei vielen Beilagen reichen auch 150 g. Bei dem Original Schweizer Raclette braucht man etwas mehr Käse, da nicht das ganze Stück aufgebraucht wird. Den Käse kann man am Stück oder bereits geschnitten kaufen und sollte ihn eine halbe Stunde vor Verzehr aus dem Kühlschrank nehmen, damit er sein Aroma entfalten kann.

Die Beilagen
Zu den Beilagen eines klassischen Schweizer Raclettes gehören nur Pellkartoffeln, Silberzwiebeln, Cornichons und Pfeffer sowie Gewürze. Die säurehaltigen Beilagen helfen beim Verdauen des schweren Käses. Häufig wird hierzulande aber eine größere Auswahl aufgefahren. Gut zu Raclette passen sämtliche Sauerkonserven wie Maiskölbchen, Rote Beete, Spargel, Kürbis und Mixed Pickles oder süße Früchte wie Ananas oder Pfirsich. Fleisch gehört eigentlich nicht zum Raclette, aber da scheiden sich die Geister. Mit etwas leckerem Baguette oder frischem Bauernbrot dazu gereicht, schmeckt das Raclette perfekt.

Die Getränke
Zu Raclette passt am besten ein trockener, säurebetonter und kräftiger Weißwein, der gegen die Schwere des geschmolzenen Käses antreten kann. Wer keinen Alkohol mag, kann Schwarztee als Alternative trinken. Bitte kein Wasser zum Raclette trinken, da sich sonst der Käse im Magen verklumpt. Zum Verdauen des vielen Käses passt hinterher ein Gläschen Kirschwasser.

Geschmolzener Käse und knusprige Brotstücke sind die perfekte Kombination für einen geselligen Abend. (Bildquelle: Pixabay / annca)

Winterklassiker Nr. 2 – Das Käsefondue
Geschmolzener Käse und knusprige Brotstücke sind die perfekte Kombination für einen geselligen Abend. Der Klassiker für kalte Wintertage, das Käsefondue, ist in der Schweiz sogar ein Nationalgericht. Sowohl die Schweiz als auch Savoyen in Frankreich beanspruchen die Herkunft des Käsefondues für sich. Dies lässt sich allerdings nicht genau klären. Man kann nur mit Sicherheit sagen, dass das Fondue aus dem Bereich der Westalpen stammt. Der Begriff „fondu“ kommt aus dem Französischen und bedeutet geschmolzen. Beim Käsefondue wird Käse in einem Caquelon, einem speziellen Topf aus Keramik, Gusseisen oder Porzellan erhitzt und geschmolzen. Auf lange Fonduegabeln aufgespießtes Brot wird in den heißen Käse getunkt. Der Topf wird auf einem Rechaud warmgehalten und der Käse mit einem Holzlöffel immer wieder umgerührt, damit er nicht anbrennt.

Der Käse
Als Käse kommt Hartkäse oder Schnittkäse in Frage, der sich gut reiben lässt.

Die Schweizer Käsesorten Gruyère/Greyerzer, Emmentaler, Vacherin oder Sbrinz eignen sich dafür hervorragend, aber auch der französische Beaufort oder Comté. Je nach Geschmack können die Käsesorten auch gemischt werden. Regional gesehen gibt es verschiedene Zubereitungsvarianten mit unterschiedlichen Käsesorten, zum Beispiel halb Greyerzer und halb Vacherin oder das Appenzeller Fondue nur mit Appenzeller Käse.

Die Zutaten (für 4 Personen)
Beim Käse rechnet man mit etwa 200 g pro Person. Außer dem Käse benötigt man noch 1 Knoblauchzehe, 650 ml trockenen Weißwein, 125 ml Kirschwasser, 3 Teelöffel Speisestärke, etwas Pfeffer und ausreichend Weißbrot. Wer mag, kann auch Kartoffeln dazu reichen.

Die Zubereitung
Käsefondue wird in einem Keramik- oder Gusseisentopf zubereitet. Dieser leitet die Hitze ins Innere nur langsam weiter, so dass der Käse langsam schmilzt. Der Boden des Topfes sollte dick genug sein, damit der Käse nicht anbrennt, wenn der Topf auf dem Rechaud steht.

Der Fonduetopf wird zuerst mit einer Knoblauchzehe eingerieben. Danach den Weißwein hinzugeben und langsam aufkochen. Käse reiben und unter ständigem Rühren zum Wein hinzugeben und schmelzen lassen, bis eine sämige Masse entsteht. Stärke und Kirschwasser in das Käsefondue rühren. Fonduetopf auf einen Rechaud mit kleiner Flamme stellen. Zum Fondue werden kleine Brotwürfel und/oder Kartoffeln gereicht. Gewürzt werden kann mit frisch gemahlenem Pfeffer.

Die Getränke
Zu Käsefondue passt der Schweizer Weißwein Fendant aus dem Wallis hervorragend. Aber auch ein säurehaltiger Riesling oder Grauburgunder schmecken gut zum Käse. Wie auch beim Raclette ist die antialkoholische Variante der Tee.

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Kleine Presseschau vom 26. März 2020

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Interessantes zum Marktumfeld und aus der Wirtschaft

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Payment and Banking: Corona-Krise: mögliche Gewinner und Verlierer

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marktEINBLICKE um 12: Gelingt der Befreiungsschlag nach oben? – Fresenius bleibt zuversichtlich

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Nach den jüngsten Kursgewinnen legen die Börsen am Donnerstagmittag eine Verschnaufpause ein. Der DAX setzt dabei in den Bereich der 9.700er-Marke zurück. Im Fokus liegt weiterhin die psychologisch wichtige 10.000er-Marke. Bei einem Ausbruch nach oben würde sich die charttechnische Lage für den DAX wieder aufhellen.

Die Lage an der Frankfurter Börse:

DAX -2,4% 9.640
MDAX -0,9% 20.567
TecDAX -1,0% 2.517
SDAX -1,2% 9.046
Euro Stoxx 50 -2,1% 2.740

 

Die Topwerte im DAX sind HeidelbergCement (WKN: 604700 / ISIN: DE0006047004), E.ON (WKN: ENAG99 / ISIN: DE000ENAG999) und Infineon (WKN: 623100 / ISIN: DE0006231004). Im Fokus steht am Donnerstagmittag auch die Aktie von Fresenius (WKN: 578560 / ISIN: DE0005785604). Wegen der Coronavirus-Krise befürchtet Fresenius Engpässe bei den Intensivstationen seiner Kliniken und bei den Beatmungsgeräten. An der bisherigen Geschäftsprognose hält der DAX-Konzern trotzdem fest. Die Fresenius-Aktie konnte sich zuletzt deutlich erholen. Nach dem jüngsten Kursanstieg legen die Papiere am Donnerstagmittag eine Verschnaufpause ein.

DAX long DAX short
WKN VF1C1P VE8PV3
Basispreis (Strike) 7.473,76 12020,67 Pkt.
Knock-out-Barriere 7.560,00 11920 Pkt.
Letzter Bewertungstag Open End Open End
Hebel 4,37 4,12
Kurs (26.03.20 11:18) 22,36 € 23,25 €

 

Ein Blick auf Devisen und Rohstoffe:

Der Eurokurs notierte am Donnerstagmittag leicht im Plus (+0,5 Prozent). Die Gemeinschaftswährung kostete 1,0939 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs letztmals am Mittwochmittag auf 1,0827 US-Dollar festgesetzt – der US-Dollar kostete damit 0,9236 Euro.

Die Ölpreise tendierten am Donnerstagmittag abwärts. Zuletzt notierte WTI mit 24,01 US-Dollar je Barrel unter dem Niveau vom Mittwoch (-1,4%), der Preis für die Nordseesorte Brent fiel um -1,6 Prozent auf 29,49 US-Dollar je Barrel. Der Goldpreis pendelte seitwärts und lag bei 1.610,33 US-Dollar je Unze (+0,1 Prozent). Von der New Yorker Wall Street kommen heute schwache Vorgaben, da die Futures auf die wichtigsten Aktienindizes im Minus notieren.

Dow Jones Future -0,9% 20.830
NASDAQ100-Future -1,3% 7.374
S&P500-Future -1,4% 2.432

 

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Bildquelle: markteinblicke.de

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