Die Aktie der Commerzbank (WKN CBK100) zählt seit Jahren zu den beliebtesten Papieren im DAX. Dabei rechtfertigt die 2014er Performance diese Beliebtheit überhaupt nicht. Auf Jahressicht konnte sich der Titel kaum vom Fleck bewegen. Ob das 2015 gelingt ist längst nicht so unwahrscheinlich, wie man denken könnte.
Der europäische Bankensektor ist seit der Finanzkrise vor zehn Jahren um ein Viertel geschrumpft. Die damalige Krise ist daran aber nicht allein Schuld. Vielmehr hat sie den Trend zur Digitalisierung lediglich verstärkt. Aktuell läuft die Entwicklung mit Schwung weiter und es steht die Frage im Raum, ob die Commerzbank (WKN: CBK100 / ISIN: DE000CBK1001) die nächste Bank ist, die verschwindet.
Wenn dem so ist, was längst noch nicht klar ist, aber wenn, dann sage noch einer, dass Politik rational handelt. Angeblich, so wird gemunkelt, sei die Bundesregierung [unsere] an einem Zusammenschluss der Commerzbank (WKN: CBK100 / ISIN: DE000CBK1001) mit der französischen BNP Paribas (WKN: 887771 / ISIN: FR0000131104) interessiert.
Die Commerzbank (WKN CBK100) kommt derzeit einfach nicht zur Ruhe. Nachdem bereits die Spekulationen um eine mögliche Strafe von 500 Mio. US-Dollar in den USA am Aktienmarkt nicht gut ankamen, stürzt die Aktie am Donnerstag regelrecht ab. Laut Medienberichten könnten es nun sogar 600 bis 800 Mio. US-Dollar werden. Damit darf bezweifelt werden, ob die Commerzbank-Aktie noch eine ähnlich steile Kursrallye wie in der zweiten Jahreshälfte 2013 auf das Börsenparkett zaubern kann.
Die kriselnde Commerzbank (WKN CBK100) hat unlängst angekündigt, im Rahmen eines rigorosen Sparprogramms bis 2016 allein in Deutschland 3.200 Stellen abzubauen. Jetzt heißt es, dass davon auch die erste und zweite Führungsebene betroffen sein soll. Laut Medienberichten gibt es Überlegungen, wonach der Konzernvorstand von derzeit neun auf sieben Mitglieder verkleinert werden könnte.
Europas Banken würden das vergangene Jahr am liebsten schnell vergessen. Neben Schwierigkeiten an den Finanzmärkten und zahlreichen Problemen mussten die Kredithäuser Ertragsaussichten senken und Dividenden kürzen. Doch der Weg der Besserung ist in Sicht - Kooperationen, Digitalisierung und Nachhaltigkeit sollen der Bankenwelt neuen Aufschwung garantieren.
Plötzlich hatten die Analysten die Aktie des Elektrotechnikkonzerns Siemens (WKN 723610) wieder ganz lieb. Dabei kommt der Person des neuen Vorstandschefs Joe Kaeser eine entscheidende Bedeutung zu. Außerdem ist man auf Analystenseite davon überzeugt, dass die Münchner langfristig von ihrer Aufstellung im Bereich weltweiter Megatrends profitieren dürften. Für das DAX-Papier reichte es somit im bisherigen Wochenverlauf zu einem satten Kursplus von rund 7 Prozent.
Die Commerzbank-Aktie (WKN: CBK100 / ISIN: DE000CBK1001) gehörte am Montag zu den größten DAX-Verlierern. Allerdings dürften Anleger den kleinen Rücksetzer verkraften können, vor allem, wenn sie schon einige Zeit am Ball sind und Commerzbank-Anteile Ende 2016 oder später gekauft haben.
In einem schwachen Gesamtmarkt ist es am Mittwoch die Commerzbank-Aktie (WKN CBK100), die an der DAX-Spitze steht und als einer der wenigen Titel im Leitindex Kursgewinne verzeichnet. Trotz der leichten Erholung spricht derzeit jedoch wenig dafür, dass wir bald, wie in der zweiten Jahreshälfte 2013, eine Kursrallye bei der Aktie von Deutschlands Nummer zwei unter den Banken erleben könnten.
Knapp 9 Mrd. US-Dollar wie im Fall von BNP Paribas (WKN 887771) werden es zwar nicht werden, allerdings dürften die 500 Mio. US-Dollar, die die Commerzbank (WKN CBK100) laut Medienberichten in den USA als Strafe für mutmaßliche Verstöße gegen US-Sanktionen zahlen muss, dem Institut weh tun. Gleichzeitig könnte eine solche Strafzahlung im weiteren Jahresverlauf eine ähnlich starke Performance der Commerzbank-Aktie wie in der zweiten Jahreshälfte des Vorjahres verhindern.
In den vergangenen Tagen sorgten die Meldungen über die Rekordstrafe, die die BNP Paribas (WKN 887771) wegen Verstößen gegen US-Sanktionen zahlen muss, von knapp 9 Mrd. US-Dollar und eine mögliche Strafe für die Commerzbank (WKN CBK100) wegen ähnlicher Vergehen für negative Stimmung im Bankensektor. Kein Wunder, dass befürchtet wird, dass auch auf die Deutsche Bank (WKN 514000) weitere Zahlungen zukommen könnten. Allerdings könnten die Sorgen auch übertrieben sein.