In einem schwachen Gesamtmarkt ist es am Mittwoch die Commerzbank-Aktie (WKN CBK100), die an der DAX-Spitze steht und als einer der wenigen Titel im Leitindex Kursgewinne verzeichnet. Trotz der leichten Erholung spricht derzeit jedoch wenig dafür, dass wir bald, wie in der zweiten Jahreshälfte 2013, eine Kursrallye bei der Aktie von Deutschlands Nummer zwei unter den Banken erleben könnten.
Knapp 9 Mrd. US-Dollar wie im Fall von BNP Paribas (WKN 887771) werden es zwar nicht werden, allerdings dürften die 500 Mio. US-Dollar, die die Commerzbank (WKN CBK100) laut Medienberichten in den USA als Strafe für mutmaßliche Verstöße gegen US-Sanktionen zahlen muss, dem Institut weh tun. Gleichzeitig könnte eine solche Strafzahlung im weiteren Jahresverlauf eine ähnlich starke Performance der Commerzbank-Aktie wie in der zweiten Jahreshälfte des Vorjahres verhindern.
Die Commerzbank (WKN CBK100) kommt derzeit einfach nicht zur Ruhe. Nachdem bereits die Spekulationen um eine mögliche Strafe von 500 Mio. US-Dollar in den USA am Aktienmarkt nicht gut ankamen, stürzt die Aktie am Donnerstag regelrecht ab. Laut Medienberichten könnten es nun sogar 600 bis 800 Mio. US-Dollar werden. Damit darf bezweifelt werden, ob die Commerzbank-Aktie noch eine ähnlich steile Kursrallye wie in der zweiten Jahreshälfte 2013 auf das Börsenparkett zaubern kann.
Europas Banken würden das vergangene Jahr am liebsten schnell vergessen. Neben Schwierigkeiten an den Finanzmärkten und zahlreichen Problemen mussten die Kredithäuser Ertragsaussichten senken und Dividenden kürzen. Doch der Weg der Besserung ist in Sicht - Kooperationen, Digitalisierung und Nachhaltigkeit sollen der Bankenwelt neuen Aufschwung garantieren.
Die kriselnde Commerzbank (WKN CBK100) hat unlängst angekündigt, im Rahmen eines rigorosen Sparprogramms bis 2016 allein in Deutschland 3.200 Stellen abzubauen. Jetzt heißt es, dass davon auch die erste und zweite Führungsebene betroffen sein soll. Laut Medienberichten gibt es Überlegungen, wonach der Konzernvorstand von derzeit neun auf sieben Mitglieder verkleinert werden könnte.
Zwischendurch hatte eine mögliche Strafe von 10 Mrd. US-Dollar für die französische Bank BNP Paribas (WKN 887771) in den USA auch die Stimmung rund um die ebenfalls mit Rechtsstreitigkeiten kämpfende Deutsche Bank (WKN 514000) belastet. Doch nun konzentrieren sich Investoren wieder auf die Kapitalerhöhung beim deutschen Branchenprimus. Allerdings ist dieses Thema ebenfalls nur wenig erfreulich.
Themen der aktuellen Presseschau sind u.a. Niedriginflation und -renditen, Chinas Börsenturbulenzen, Brexit-Risiken, die Auswirkungen fallender Ölpreise, die Wende bei Goldminen. Unternehmensseitig richtet sich der Blick u.a. auf Daimler, BMW, RWE, E.ON, BNP Paribas, ArcelorMittal, RHI, Phillips 66, Apple, Alphabet.
Themen der aktuellen Presseschau sind u.a. der Zahlungsausfall Argentiniens, die Besserung der US-Konjunktur, die Nullzinspolitik und die Geldanlage. Unternehmensseitig richtet sich der Blick u.a. auf adidas, Deutsche Bank, Continental, Siemens, Fresenius, Volkswagen, Dialog Semiconductor, Erste Group, BNP Paribas, Tesla.
Themen der aktuellen Presseschau sind u.a. die monetäre Entwicklung im Euroraum, die Lage der Weltwirtschaft, Frankreichs Probleme, handelbare Unternehmens- und Konsumkredite sowie der Goldpreis. Unternehmensseitig richtet sich der Blick u.a. auf Deutsche Telekom, ISRA Vision, OMV, Schneider Electric, BNP Paribas, Apple.
In den vergangenen Tagen sorgten die Meldungen über die Rekordstrafe, die die BNP Paribas (WKN 887771) wegen Verstößen gegen US-Sanktionen zahlen muss, von knapp 9 Mrd. US-Dollar und eine mögliche Strafe für die Commerzbank (WKN CBK100) wegen ähnlicher Vergehen für negative Stimmung im Bankensektor. Kein Wunder, dass befürchtet wird, dass auch auf die Deutsche Bank (WKN 514000) weitere Zahlungen zukommen könnten. Allerdings könnten die Sorgen auch übertrieben sein.