Die Digitalisierung verändert unseren Alltag. Das ist unstrittig. Mittlerweile gibt es kaum noch Lebensbereiche, die sich der digitalen Transformation verschließen können. Alles scheint möglich zu sein. Natürlich immer im Interesse des Verbrauchers. Auch in der Finanzindustrie hält die Digitalisierung massiv Einzug und stellt die Banken vor große Herausforderungen.
Brexit, Trump-Sieg und Renzi-Debakel - die Dichte der überwiegend politisch motivierten Einschläge hat im Jahr 2016 zugenommen. Vor diesem Hintergrund ist es verständlich, dass Kapitalanleger vor allem Sicherheit bei gleichzeitiger Rendite mit kalkuliertem Risiko suchen.
Sicherheit ist das große Schlagwort, das Politik, Gesellschaft und Wirtschaft derzeit bewegt. Der Wunsch nach einem mehr davon ist offenbar derart ausgeprägt, dass selbst Menschen mit einer optimistischen Grundhaltung Schwierigkeiten haben, sich angesichts all der gegenwärtigen Umbrüche zu entspannen. Doch vielleicht ist das gar nicht so schlimm. Denn zu viel Sicherheit macht träge.
Geduld zu haben und Rücksetzer an den Börsen auszuhalten ist nicht jedermanns Stärke. Vielmehr zahlen Anleger oft hohe Gebühren, ohne eine ansehnliche Rendite erwirtschaftet zu haben, und trennen sich dann vorzeitig von ihrem Produkt.
Deutsche Sparer bleiben ihren zinsgebundenen Anlagen, obwohl die Zinsen so niedrig sind wie nie. Damit wird die Altersvorsorge zu einem immer größeren Problem. Gut, dass es viele Auswege aus dem Anlagenotstand gibt. Für viele überraschend, gehören Discount-Zertifikate zu sehr geeigneten Mitteln, um diesen Notstand zu bewältigen.
Strukturierte Wertpapiere sind die moderne Aktie. Für viele Anleger mag das merkwürdig klingen. Dennoch trifft die Aussage zu. Die Deutschen sind bekanntermaßen Aktienmuffel. Sie trauen der Direktanlage nicht, weil sie tendenziell risikoavers sind oder schlechte Erfahrungen gemacht haben. Private Anleger müssen somit weiterhin reale Vermögensverluste bei der Geldanlage vermeiden.
Es ist fast schon ein lieb gewonnenes Ritual. Pünktlich zum Jahreswechsel kommt die Prognoseflut auf die Anleger zu, die sie bei ihren Anlagenentscheidungen nicht wirklich weiterbringt. Kaum jemand hat in diesem Zusammenhang seine Zweifel klarer formuliert als Karl Valentin.
Wie lässt sich heutzutage Risiko definieren? Und wie schaut es mit der Risikobereitschaft bei Deutschlands Zertifikate-Anlegern aus? Simple gleichfalls spannende Fragen in Zeiten von Nullzins und steigender Inflationserwartung.
Attraktive Renditechancen gepaart mit gutem Gewissen, das scheint für immer mehr Kleinanleger eine interessante Investitionsalternative zu sein. So bescheinigt eine aktuelle Studie insbesondere der Generation der Millennials, dass diese bei der Geldanlage besonders großen Wert auf Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung legen.
Bei der Geldanlage geht es vielfach um Emotionen. Herdentrieb, Selbstüberschätzung, Gier und Verlustangst. Börsenaltmeister André Kostolany hat es bei jeder Gelegenheit betont: Die Rolle der Psychologie bei Geldanlagen und bei Börsengeschäften könne nicht hoch genug eingeschätzt werden.
Moderne Zeiten sind grundsätzlich durch steten Wandel gekennzeichnet. Dieser Wandel findet auch in der Finanzindustrie statt. So sind die Globalisierung und die fortschreitende Digitalisierung nicht zu unterschätzende Herausforderungen für viele Finanzinstitute. Neue Wettbewerber in Form junger Fintechs oder sogenannter Robo-Advisors drängen auf die Märkte und machen den etablierten Banken das Leben zunehmend schwerer.
Das erste Quartal des Jahres 2017 liegt hinter uns. Verhaltener Optimismus dominierte, gleichwohl bleiben die Unsicherheiten der Anleger in Bezug auf die Märkte bestehen. Insbesondere die politische Gemengelage (Stichworte: Offizieller Brexit-Antrag, Trumps Zukunft, Wahlen in europäischen Mitgliedstaaten) belastet und könnte für zusätzliche Nervosität bei den Investoren sorgen.
Anleger, die gegenwärtig die Märkte verfolgen, beschleicht doch nach gut sechs Jahren Hausse der Verdacht, dass die Luft nach oben langsam dünn werden könnte. Insofern wird es für Investoren nicht nur immer wichtiger, sich möglichst breit aufzustellen, sondern auch im Rahmen der individuellen Portfolioallokation genau zu schauen, an welchen Stellen eventuell nachgebessert werden sollte.
Setzt sich die Abwärtsspirale an den Märkten in Bewegung? Angesichts des schwachen Wochenauftakts stellt sich die Frage, denn Erholung schaut anders aus. Dennoch, das erste Halbjahr an den Aktienmärkten hat viele Experten eines Besseren belehrt. Statt ausgeprägter Rücksetzer gab es in den ersten Monaten ordentliche Kursgewinne. So auch beim DAX. Immerhin hat der Leitindex rund 1.100 Zähler seit Jahresanfang bis Mitte Mai zugelegt.