Der Europäischen Zentralbank sind heute die Hände gebunden. Sie muss auf der einen Seite Handlungsfähigkeit ähnlich der US-Notenbank in Sachen Normalisierung der Geldpolitik zeigen, ohne sie wegen immer noch viel zu niedrigen Inflationsraten jetzt schon beweisen zu müssen. Die Kerninflation in der Eurozone ist nur halb so hoch wie beabsichtigt. Relativ zu ihrem Mandat steht die EZB irgendwo zwischen Federal Reserve und japanischer Notenbank.
Nachdem Micron der Wall Street zu einer Erholung verholfen hatte, bleibt zum Ende der letzten vollen Handelswoche des Jahres der DAX auf Stabilisierungskurs.
Noch immer hoffen Börsianer auf eine Einigung zwischen EU und den USA im Zollstreit. In diesem Fall könnte der DAX neue Höhen erklimmen. Es ist nicht mehr weit.
Es ist wie verhext. Der DAX kommt einfach nicht vom Fleck. Und nun stellt sich auch die Frage, ob die Euphorie an der Wall Street einen Dämpfer erhalten könnte.