Können Sie sich noch an den Anlage-Trend „BRIC“ erinnern, also an die Staaten Brasilien, Russland, Indien und China, die wahrscheinlichen Wirtschaftsmächte der Zukunft und bei denen Anleger, die frühzeitig investieren, überdurchschnittliche Renditen einfahren würden?
"Einem Engagement in Schwellenländer - speziell in China - stehen den hohen Anlagechancen auch höhere Risiken gegenüber. Anleger müssen stärkere Kursschwankungen und zwischenzeitliche Rückschläge in Kauf nehmen, um langfristig die Chance auf höhere Renditen zu nutzen, die auf Jahre gesehen aber sehr realistisch ist.“ Das hatte ich Ende des Jahres 2011 einmal in einer Publikation geschrieben. Mittlerweile weiß ich nicht mehr so recht, ob das nicht überholt ist. Ein Versuch einer (aktuellen) Analyse.
Zaghaft näherte sich der DAX® in der vergangenen Woche der 8.000 Punkte-Marke. In der zweiten Wochenhälfte hat der Sprung über die Marke schließlich geklappt. Damit war der DAX® auf Wochensicht dennoch nur Mittelmaß. Überdurchschnittlich stark zeigte sich im Beobachtungszeitraum vom 8. bis 15. März 2013 erneut der japanische Nikkei 225 Index, der thailändische SET 50 Index und der Swiss Market Index (SMI®) (Price Return). Allerdings gab es auch in der zurückliegenden Woche Verlierer. Mit deutlichen Verlusten beendeten unter anderem Aktienbarometer auf die BRIC-Länder, Brasilien, Russland, Indien und China, die Handelswoche.
Die IPO-Geschehen war 2011 ja nicht sehr prickelnd, besonders nicht für Fans deutscher Neuemissionen. Zwar waren mit dem Fahrradhersteller Derby Cycle, dem Software-Hersteller RIB Software oder dem Verbindungstechnikspezialisten NORMA Group einige spannende IPOs dabei. Und mit Derby Cycle verschwindet einer dieser Börsenneulinge dank Übernahme bald schon vom Kurszettel. PwC und das Economist Intelligence Unit (EIU) haben nun die Studie "Capital Markets in 2025" vorgelegt, wonach Deutschland wohl auch auf absehbare Zeit kein Paradies für Börsengang-Liebhaber bleiben dürfte. Die IPO-Musik wird in Asien spielen.
Der Weltmarktführer in der Eisenerzproduktion Vale S.A. aus Brasilien hatte wie viele andere konjunkturabhängige Unternehmen mit den Konjunkturschwächen, resultierend aus der Euro-Krise, zu kämpfen. Allerdings sollte Vale, nachdem die schlimmsten Befürchtungen nicht ganz eingetroffen sind, von einer sich bessernden Nachfrage auf dem Eisenerzmarkt profitieren können. Ein interessanter Hot Stock also.
In der aktuellen Presseschau geht es um die Ratings in Europa, um die Themen Staatspleite und Inflation sowie die Relevanz des Marktes. Unternehmensseitig stehen die Commerzbank-Zahlen ebenso im Blick wie die Quartalszahlen von Deutsche Telekom, MLP, Deutz, Cewe Color, Jungheinrich und SMA Solar.
Die BRIC-Staaten, später um das S erweitert, stehen für die Länder Brasilien, Russland, Indien, China und eben später dann auch für Südafrika. So beschrieb Jim O'Neill, Asset Manager und CEO von Goldman Sachs Asset Management, im Jahre 2001 in einer Studie den Wandel von der wirtschaftlichen Bedeutung der sieben großen Industriestaaten hin zu den Entwicklungsländern. Und dabei definierte er dann die vier oben genannten Nationen, als die wichtigsten Länder mit dem höchsten Aufstiegspotential, wodurch sich der Begriff BRIC(S) weltweit etablierte.
Schwerpunkte der heutigen Presseschau sind die Lage in den BRIC-Staaten, die Rettungspläne rund um den Euro, die kriselnden Banken und die Chancen, die derzeit am Markt geboten werden. Bei den Unternehmen stehen vor allem die Commerzbank, Lufthansa, Telekom und der Zynga-Börsengang im Blick.
Schwerpunkte der heutigen Presseschau sind u.a. die Zinspolitik von SNB und EZB, die Lage bei den Banken, Spaniens Krise, das Thema Preisstabilität, die Probleme von Staatsanleihen und das Konstrukt der BRIC-Staaten. Unternehmensseitig stehen VW, ThyssenKrupp, Sartorius, Cancom, Geberit und Telekom Austria im Fokus.
Einige Investoren glauben, dass die BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) bald in den Schatten treten und das Feld den so genannten MIST-Ländern (Mexiko, Indonesien, Südkorea und Türkei) überlassen könnten. Doch es könnte verfrüht sein, die führenden Schwellenländer abzuschreiben und den wirtschaftlichen Erfolg der Nachzügler auszurufen.
Nachdem der DAX in den vergangenen Tagen eine beeindruckende Aufholjagd hinlegen konnte, fällt der Auftakt in den Donnerstaghandel ein wenig ruhiger aus. Allerdings brauchte der DAX auch gestern eine Weile, um so richtig in Schwung zu kommen. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie lange die Hoffnungen auf weitere geldpolitische Lockerungsmaßnahmen der EZB den Index noch beflügeln können.