Die Wirtschaft in der Eurozone und in Deutschland kommt nur sehr langsam voran. Nicht nur der ifo-Geschäftsklimaindex verzeichnet einen Rückschlag.
Während in Europa die Folgen der Europawahl analysiert werden, fokussiert man sich an den Kapitalmärkten auf die anstehenden volkswirtschaftlichen Daten.
Die allgemeine Markterwartung einer ersten Leitzinssenkung in der kommenden Woche durch die EZB dürfte erfüllt werden.
In den kommenden Tagen werden mit der Entwicklung der US-Erzeuger- und Verbraucherpreise für April potenziell kursbewegende Daten veröffentlicht.
Wie die EZB steuert auch die US-Notenbank Fed datenabhängig ihren weiteren geldpolitischen Kurs - doch die Daten zeigen sich unterschiedlich.
Verschiedene Studien legen nahe, dass der direkte Effekt sportlicher Großveranstaltungen auf die gesamtwirtschaftliche Wertschöpfung in Deutschland kaum nennenswert ist.
Kurzfristig dürfte die Europawahl an den Kapitalmärkten kaum für Impulse sorgen. Mittel- bis langfristig können die Auswirkungen jedoch bedeutend sein.
Während die US-Wirtschaft im Zuge anhaltend hoher Zinsen abkühlt, besteht in vielen europäischen Volkswirtschaften die Hoffnung auf einen Aufschwung.
Inflation und Zinsen bestimmen die Richtung an den Börsen weiterhin. Die Auswirkungen sind dabei auch im US-Wahlkampf zu spüren.
Obwohl eine direkte militärische Konfrontation zwischen Israel und dem Iran stattgefunden hat, sind größere Turbulenzen an den Börsen ausgeblieben.
Neben der Nachbearbeitung der Europawahl stehen in den kommenden Wochen die Parlamentswahlen in Frankreich und Großbritannien im Fokus.
Für die US-Wirtschaft bleibt ein „soft landing“, also eine Abkühlung des Wachstums ohne Rezession, das wahrscheinlichste Szenario für die kommenden Monate.
Für die Kapitalmärkte bleibt die Wachstums- und Inflationsentwicklung in den USA sowie der Zeitpunkt der ersten Leitzinssenkung durch die Fed im Fokus.
Durch den überraschenden Anstieg des Wirtschaftswachstums in Q1 konnte für die deutsche Volkswirtschaft eine technische Rezession verhindert werden.
Der IWF hat in seinem World Economic Outlook die Erwartungen für das Wachstum der Weltwirtschaft im laufenden Jahr auf 3,2 Prozent angehoben.















