Über den Job von Aufsichtsräten haben viele Anleger höchst unterschiedliche Vorstellungen. Die Aufgaben sind dabei laut Aktiengesetz eigentlich klar geregelt: "Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung zu überwachen." Soweit so unbestimmt, denn was jeder Aufsichtsrat daraus macht, ist ihm überlassen. Ein Blick in DAX und Co.
Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) hat ihre "Liste der Schande" veröffentlicht. Darin werden die größten Kapitalvernichter der vergangenen Jahre benannt. Trotz dieser für die Börsen insgesamt wenig schmeichelhaften Liste heißt dies nicht, dass Sparer keine Aktien mehr kaufen sollten. Ganz im Gegenteil.
Die Hauptversammlungs-Saison der börsennotierten Unternehmen steht vor der Tür. Zuhauf werden dieses Jahr Anleger auch wieder Kritik an den Konzernen üben. Zu Recht - wie Hauptgeschäftsführer Marc Tüngler vom DSW im marktEINBLICKE-Interview sagt. Ein Gespräch über nicht verwöhnte Anleger, Stahlhelme. Ethik und Moral - nicht nur bei Bayer und Wirecard.
In diesen Wochen läuft - zumindest unter normalen Umständen - traditionell die Hauptversammlungssaison an. Sofern die Versammlungen überhaupt aufgrund des Coronavirus stattfinden können - wovon eigentlich nicht mehr auszugehen ist - werden diese für die Vorstände und Aufsichtsräte wahrlich kein Zuckerschlecken.
Der marktEINBLICKE-Sommer-Talk mit Marc Tüngler, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) über die Börsen-Pannen im ersten Halbjahr Lufthansa, Wirecard und Adidas sowie über die erste digitale Hauptversammlungs-Saison und die Verdienste der DAX-Vorstände.
Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e. V. (DSW) ist mit rund 30.000 Mitgliedern die größte deutsche Aktionärsvereinigung. Sie ist außerdem Dachverband von rund 7000 Investmentclubs in Deutschland. Wir sprachen mit DSW-Hauptgeschäftsführer Marc Tüngler nicht nur über die deutsche Aktienkultur.
Wirecard ist es passiert, Ströer-Aktionäre mussten es erleiden und K+S steht ganz oben auf der Liste:Â Immer wieder geraten Aktiengesellschaften ins Visier sogenannter Shortseller.
Die Deutschen sind kein Volk von Aktionären. Nach der Finanzkrise wurde die Situation noch schlimmer. Erfreulicherweise haben sich die Aktionärszahlen in den vergangenen Jahren etwas erholt. Allerdings noch nicht stark genug. Schließlich müssten noch mehr Sparer ihren Depots Aktien beimischen, um ordentliche Renditen für die Altersvorsorge zu erzielen. Dafür darf die Politik Privatanlegern keine Knüppel zwischen die Beine werfen.
Seit Dienstag ist es nun offiziell: Die comdirect - das Urgestein unter den deutschen Direktbrokern - verschwindet nach rund zwei Jahrzehnten vom Kurszettel. Still und leise durch eine Online-Hauptversammlung. Quasi durch die Hintertür, das Ganze mit starker Reduzierung der Anlegerrechte. Das kommt nicht überall gut an. Auch nicht beim „ADAC für Aktionäre" - kurze marktEINBLICKE mit DSW-Hauptgeschäftsführer Marc Tüngler.
Um die Rechte der Aktionäre ist es in Deutschland nicht besonders bestellt. So liest und hört man es immer wieder. Und tatsächlich entsteht der Eindruck, dass Aktionäre zwar ihr Geld geben dürfen, mitreden oder aber gar das Zepter übernehmen, das scheint ihnen - so das landläufige Vorurteil - verwehrt.
Die Investition in ein kleines, unbekanntes oder vielleicht sogar neu gegründetes Unternehmen kann Chancen und Wachstumspotential eröffnen - was zu Rendite im Depot führt. Oder aber im ungünstigen Fall aus finanzieller Sicht zum Desaster werden kann. Die Schattenwelt der Aktienkultur.
Die Fusion der Siemens-Bahntechnik und Alstom, die derzeit von den EU-Kartellwächtern noch recht kritisch gesehen wird, scheint geradezu dafür gemacht, einen Startschuss für eine neue europäische Industriepolitik und Stärke zu setzen.
Norwegen hat einen, die Chinesen gleich mehrere und die Golf-Staaten schon sehr lange: Die Rede ist von Staatsfonds, die aus verschiedensten Gründen aufgelegt wurden bzw. werden und die alle dennoch eins gemeinsam haben: In Deutschland existiert so ein Staatsfonds schlichtweg nicht.
Deutschland erlebt mit Wirecard seinen ersten großen Bilanz-Skandal seit den Zeiten des Neuen Marktes. Die Redaktion von marktEINBLICKE hat bei Marc Tüngler, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), kurz nachgefagt.
Herzlich Willkommen in den USA. Dieser Eindruck drängt sich zumindest auf, wenn man sich anschaut, wie intensiv Rechtsanwälte um die arg gebeutelten Wirecard-Aktionäre buhlen. An diesem Spiel sollten sich Anleger nicht beteiligen, sondern ernsthaft die Sachlage bewerten.













