Die Woche abgelaufene Woche war mit Sicherheit einer der Höhepunkte der laufenden Berichtssaison. Von Flop bis Top war alles dabei und EZB-Chef Draghi sorgte mit vagen Ankündigungen zu weiteren Anleihekäufen für ein Kursfeuerwerk. Das hielt sich bis zum Freitag und so konnte die Woche deutlich im Plus beendet werden. In der kommenden Woche stehen dann erneut die Arbeitsmarktdaten im Blick. Doch auch in Sachen Quartalszahlen wird es nicht ruhig. Erneut berichten einige deutsche Blue Chips und Nebenwerte über das abgelaufene Quartal.
Trotz stagnierender Umsätze und eines Gewinnrückgangs konnte der US-Chemiekonzern DuPont (WKN 852046) die Markterwartungen schlagen. Während der Konzern weiterhin mit dem schwachen wirtschaftlichen Umfeld und höheren Kosten zu kämpfen hat, sieht sich das Management mit Hilfe des im Oktober 2012 angekündigten Restrukturierungsprogramms auf einem guten Weg, sich auf die veränderten Marktbedingungen einzustellen und ein Unternehmenswachstum trotz eines schwachen weltweiten Wirtschaftswachstums sicherzustellen. Die Zahlen sind auch für den deutschen Wettbewerber BASF (WKN BASF11) wichtig. Dessen Zahlen stehen allerdings erst am 26. Februar zur Veröffentlichung.
Schwerpunkte der aktuellen Presseschau sind u.a. die japanische Geldpolitik, der sich abzeichnende Währungskrieg, die Euro-Krise und die Auswirkungen auf die Nicht-Euro-Länder sowie Gold. Unternehmensseitig richtet sich der Fokus u.a. auf BASF, Deutsche Bank, Siemens, Douglas, BVB, Royal Unibrew, DuPont und Wal-Mart.
Neben den Übernahmeaktivitäten im Chemiesektor blickt BASF (WKN BASF11) derzeit vor allem auf die schwierige Konjunktur und die niedrigen Ölpreise. Allerdings scheint sich zumindest in Sachen Ölnotierungen eine Erholung abzuzeichnen.
Nachdem sich das Hauptaugenmerk in Sachen Quartalszahlen bisher auf die US-Unternehmen richtete, werden in dieser Woche auch einige DAX-Konzerne ihre Ergebnisse präsentieren. Dazu gehört auch der Chemiekonzern BASF (WKN BASF11), der am Donnerstag an der Reihe ist. Quasi als Appetitmacher, gab es heute schon die Zahlen des zweitgrößten Chemiekonzerns der USA, DuPont (WKN 852046).
Auf den ersten Blick kommen die BASF-Ergebnisse für das Auftaktquartal 2016 wenig erfreulich daher. Bei genauerem Hinsehen wird jedoch deutlich, dass sich der weltgrößte Chemiekonzern in einem schwierigen Marktumfeld überraschend gut behaupten konnte.
Von den vielen Fusionen in der Saatgut‐ und Pflanzenschutzmittelbranche könnte auch BASF (WKN: BASF11 / ISIN: DE000BASF111) profitieren. Der chinesische Chemiekonzern ChemChina will den Schweizer Agrarchemie-Anbieter Syngenta für 43 Mrd. Dollar schlucken. Der deutsche Bayer-Konzern hat es auf den umstrittenen US-Konzern Monsanto abgesehen. Auch die US-Konkurrenten Dow Chemical und Dupont wollen fusionieren.
Mit einem Dividendenanstieg um 10 Cent auf 2,90 Euro je Aktie konnte BASF (WKN BASF11) zuletzt für gute Nachrichten sorgen. Das war's dann aber auch schon. Spekulationen um ein Eingreifen der Ludwigshafener in die Fusion zwischen DuPont (WKN 852046) und Dow Chemical (WKN 850917) kamen nicht so gut. Doch BASF hat noch größere Probleme.
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