US-Präsident Trump denkt über immer mehr Ausnahmen von Zöllen nach. Nach der Chip- und Elektronik-Industrie nun auch bei Autos. Die Märkte reagieren erleichtert.
Die Berichtssaison bringt zur Wochenmitte die Quartalsbilanzen einiger US-Ikonen, dazu gehören der Autobauer General Motors (WKN A1C9CM), der Pharmariese Merck & Co. (WKN A0YD8Q) sowie der Technologiekonzern Motorola Solutions (WKN A0YHMA). Hinzu kommen noch die Zahlen der Bekleidungsmarke Polo Ralph Lauren (WKN A1JD3A). Nach Börsenschluss melden dann zwei interessante Medienunternehmen ihre Quartalszahlen. Zudem lässt der Sportartikelhersteller Under Armour (WKN A0HL4V) einen Blick in die Bücher werfen. Beim kanadischen Ölssand-Spezialisten Suncor Energy (WKN A0NJU2) wird ein drastischer Gewinneinbruch erwartet. Angesichts des Ölpreisrückgangs nicht verwunderlich.
Trotz der Sparbemühungen und Steuererhöhungen der Regierung in Washington zeigen sich die US-Amerikaner weiterhin in bester Kauflaune. Ganz besonders beliebt sind dabei Autos, wobei Modelle der beiden größten heimischen Hersteller Ford (WKN 502391) und General Motors (GM) (WKN A1C9CM) bevorzugt werden. Aus diesem Grund konnten die US-Automobilhersteller die Krisenjahre in beeindruckender Weise hinter sich lassen.
Im Zuge der jüngsten Wirtschafts- und Finanzkrise mussten die US-Steuerzahler mit hohen Milliardensummen einspringen, um die Großkonzerne General Motors (GM) (WKN A1C9CM) und AIG (WKN A0X88Z) vor einer Pleite zu bewahren. Nun kehren die beiden Unternehmen in den US-Leitindex S&P 500 zurück. Während der Staat beim einstmals weltgrößten Versicherer AIG wieder ausgestiegen ist und dabei einen Gewinn erzielen konnte, dürfte der endgültige Ausstieg bei GM jedoch Milliardenverluste mit sich bringen.
Mit einem Kursplus von mehr als 5 Prozent verzeichnete die Aktie von General Motors (GM) (WKN A1C9CM) am gestrigen Mittwoch im US-Handel den besten Tag seit dem 19. Dezember. Der Grund waren einmal mehr die hervorragenden Absatzzahlen im August auf dem heimischen US-Markt. Es gab jedoch auch beim zweitgrößten US-Hersteller Ford (WKN 502391) Grund zur Freude.