Eigentlich passiert es mir nur im Sportstudio, dass ich „n-tv Deluxe - alles, was Spaß macht“ als Format meiner Wahl unter den vielen anderen langweiligen TV-Angeboten heraussuche. Nicht dass diese Sendung besonders geistvoll wäre, aber um sich ein wenig vom eintönigen, aber notwendigen Ausdauertraining abzulenken, eignet sich Jennifer Knäbles Einladung: „Hallo, liebe Milliardäre!“ schon. Und für gesellschaftliche Studien.
Meistens komme ich während meines Trainings im Sportstudio zum Fernsehen. So auch am letzten Wochenende geschehen, als ich, sozusagen „alternativlos“, wieder einmal beim Magazin „n-tv Deluxe - Alles was Spaß macht“ hängenblieb. Fast ist es schon ein running gag, wenn die Moderatorin des Magazins, Jennifer Knäble, ihre, sagen wir diskret, handverlesene Zielgruppe mit „Hallo, liebe Milliardäre“ begrüßt.
Eigentlich hatte ich sie schon längst vergessen. Ich meine die Bitcoins. Aber am Montag fiel mir die ganze Geschichte wieder ein, als ich las, dass die virtuelle Währung die 300-Dollar-Linie unterschritten habe. Das wirkt schon ernüchternd, wenn man bedenkt, dass Ende November 2013 ein Bitcoin sogar einmal teurer als eine Unze Feingold war. Aber nur einen Tag lang.
Im Volksmund heißt es, aus Fehlern werde man klug. Auch ich habe immer gedacht, es wäre etwas dran am typischen Spruch eines Börsianers, wenn er behauptet: „Heute habe ich gewonnen - (aber nur) an Erfahrung“. Womit man eigentlich die Tatsache umschreiben möchte, dass man normalerweise eher aus Verlusten denn aus Gewinnen lernt. Ich war mir allerdings nie ganz sicher, ob Menschen überhaupt lernfähig sind.