Rückversicherer spielen in der heutigen Wirtschaft eine entscheidende Rolle. Sie verteilen Risiken, weltweit. Versicherte Unternehmen können sich auf Investitionsvorhaben konzentrieren, ohne der Angst ausgesetzt zu sein, bei der nächsten Naturkatastrophe Pleite zu gehen. Trotz der nicht immer einfachen Risikoverteilung haben die Rückversicherer stets ihre Anteilseigner im Blick.
Frohe Kunden für die Aktionäre der Hannover Rück. Das Assekuranz-Unternehmen hatte berichtet, dass sich die Großschäden im bisherigen Jahresverkauf im Rahmen halten. Die Konsequenz an der Börse: Die Aktie gehört nach der Meldung zu den Gewinnern unter den größeren Indexwerten.
Früher einmal zählten die Aktien von Rückversicherungen wie der Munich Re oder Münchener Rück so ziemlich zum Solidesten, was sich ein Anleger ins Depot legen konnte. Taifune, Wirbelstürme, Waldbrände und Überschwemmungen , sprich die Folgen des Klimawandels, haben das geändert. An den Papieren der Rückversicherungen haftet nun der Makel des Unwägbaren.
Sie ist schon verführerisch, die Hannover Rück-Aktie: Das Papier befindet sich in einem scheinbar unaufhaltsamen Aufwärtstrend. Dabei ist die Aktie gar nicht mehr so günstig bewertet.
Die Aktionäre der Hannover Rück haben sich für das gute Jahr 2018 - trotz guter Zahlen - mit einer Dividende auf Vorjahresniveau von fünf Euro pro Aktie abfinden müssen. Die Erwartung lag höher.
Von großen Überraschungen waren die Analysten im Vorfeld der Quartalszahlen-Veröffentlichung bei der Munich Re (WKN: 843002 / ISIN: DE0008430026), die sich früher Münchener Rück nannte, nicht ausgegangen. Wenn man sich die „großen“ Zahlen, also vor allem den Gewinn, ansieht, dann ist tatsächlich alles im Plan.