Die US-Wirtschaft ist mit einem Wachstum von 0,2 Prozent zum Vorquartal schwach in das Jahr gestartet. Als Wachstumsbremser sind insbesondere die exportbehindernde Aufwertung des US-Dollar und die durch schwache Energiepreise angeschlagene Ölindustrie auszumachen, was zu einer Zurückhaltung bei Ausrüstungsinvestitionen führte. Der zuletzt markante Einbruch der Auftragseingänge für zivile Kapitalgüter ohne Transport zeugt davon.
Europa hat seine lange Konjunkturdelle durchschritten. Aufgrund von Nachholeffekten muss Aktien-Europa sogar den Vergleich mit der US-Konkurrenz nicht fürchten.
Nachdem am Montag die Märkte noch ziemlich negativ gestimmt waren, durchbrach der DAX gestern seine Seitwärtsrange nach oben und übersprang die 200-Tage-Linie. Auf einmal sieht wieder alles freundlich aus und Chartanalytiker sprechen schon von der 10.400 bzw. 10.600 Punkte-Marke.
Der Börsenmonat Mai geht heute zu Ende. Eigentlich gilt die Börsenweisheit "Sell in May" in der Mehrzahl der Monate als sinnvolle Anlageentscheidung für Anleger. Doch so schlecht, wie der Ruf des Monats ist, war er in Wirklichkeit nicht. Ganz im Gegenteil. Während der April im DAX mit einem Minus von über 4 Prozent endete, steht im Mai ein kleines Plus zu Buche. Diese Beobachtung gilt auch für die beliebten DAX-Titel Commerzbank (WKN CBK100) und Daimler (WKN 710000). Beide Papiere konnten im Mai klar positiv tendieren und so die Verluste vom April (zum Teil) ausgleichen.
„Früher war alles besser!“ lautet ein bekanntes deutsches Sprichwort. Tatsächlich schauen viele von uns nostalgisch auf die 80er und 90er zurück. Was interessierte uns damals die „knubbelige“ europäische Verwandtschaft mit ihren Wirtschafts- und Finanzproblemen? Wir hatten doch unsere Industriekultur und unbestrittenen Stabilitäts-Helden, die Deutsche Mark und Bundesbank.