"Sell in May and go away" - diese Börsenweisheit ist sogar statistisch bewiesen. Die Monate Juli, August und September sind für den Dax schwächer. "Man hat eine empirische Grundlage - das ist nicht bei allen Weisheiten so.
Die US-Wirtschaft ist mit einem Wachstum von 0,2 Prozent zum Vorquartal schwach in das Jahr gestartet. Als Wachstumsbremser sind insbesondere die exportbehindernde Aufwertung des US-Dollar und die durch schwache Energiepreise angeschlagene Ölindustrie auszumachen, was zu einer Zurückhaltung bei Ausrüstungsinvestitionen führte. Der zuletzt markante Einbruch der Auftragseingänge für zivile Kapitalgüter ohne Transport zeugt davon.
Wie sehr kann man sich in dieser besonderen Zeit auf Börsenweisheiten verlassen? Was hat nach wie vor Gültigkeit? Müssen wir getreu "Sell in may..." jetzt alle den Verkaufsbutton drücken?
Der April ist Geschichte, der Mai kommt gleich zu Beginn mit drei wichtigen Highlights um die Ecke. Sell in may and go away? Das wäre zu einfach.
Die EZB senkt erstmals seit 2016 ihre Leitzinsen und signalisiert, die Inflation mittlerweile unter Kontrolle zu haben.
Börsenweisheiten sind so alt wie die Börse selbst. Für viele haben sie Regel-, wenn nicht sogar Gesetzescharakter. Schon bald ist Zeit für die nächste Börsenweisheit. Denn bald kommt er wieder zum Vorschein, dieser berühmt-berüchtigte Börsenmonat „Mai“, für den als Klischee gilt: „Sell in May and go away“.
"Wir haben im Dax dieses Jahr 16,25 Prozent zugelegt. Das ist enorm. Jetzt ist es eher mal angebracht, die Gewinne mitzunehmen."
Europa hat seine lange Konjunkturdelle durchschritten. Aufgrund von Nachholeffekten muss Aktien-Europa sogar den Vergleich mit der US-Konkurrenz nicht fürchten.
Der Börsenmonat September ist rein statistisch gesehen ein furchtbarer Börsenmonat. Laut der Historie - mit Hilfe der Daten seit quasi DAX-Start - erwarten wir den schlechtesten Handelsmonat im Jahr überhaupt. Und zwar so richtig rot.
Diese Börsenweisheit stammt aus der Zeit, als Musterverläufe noch Bedeutung hatten. Heutzutage ist deren Regelhaftigkeit laut Robert Halver jedoch nicht besser als die von Wetterprognosen.
Aufgrund weltweit verheerender Konjunkturdaten werden immer mehr Lockerungsmaßnahmen ergriffen. Das ist Kraftfutter für die fundamental ausgebombten Aktienmärkte. Aber könnte der vom US-Präsident wiederangeheizte Handelskonflikt mit China kontraproduktiv wirken?
Nachdem am Montag die Märkte noch ziemlich negativ gestimmt waren, durchbrach der DAX gestern seine Seitwärtsrange nach oben und übersprang die 200-Tage-Linie. Auf einmal sieht wieder alles freundlich aus und Chartanalytiker sprechen schon von der 10.400 bzw. 10.600 Punkte-Marke.
Der Börsenmonat Mai geht heute zu Ende. Eigentlich gilt die Börsenweisheit "Sell in May" in der Mehrzahl der Monate als sinnvolle Anlageentscheidung für Anleger. Doch so schlecht, wie der Ruf des Monats ist, war er in Wirklichkeit nicht. Ganz im Gegenteil. Während der April im DAX mit einem Minus von über 4 Prozent endete, steht im Mai ein kleines Plus zu Buche. Diese Beobachtung gilt auch für die beliebten DAX-Titel Commerzbank (WKN CBK100) und Daimler (WKN 710000). Beide Papiere konnten im Mai klar positiv tendieren und so die Verluste vom April (zum Teil) ausgleichen.
Es wäre so schön und vor allem einfach, wenn wir an den Aktienmärkten ganz leicht Gewinne erzielen könnten. Ganz einfach wenn man wüsste, wie sich die anderen Marktteilnehmer verhalten werden. Oder kann das einem egal sein? Auch oder vor allem im Handelsmonat September?
„Früher war alles besser!“ lautet ein bekanntes deutsches Sprichwort. Tatsächlich schauen viele von uns nostalgisch auf die 80er und 90er zurück. Was interessierte uns damals die „knubbelige“ europäische Verwandtschaft mit ihren Wirtschafts- und Finanzproblemen? Wir hatten doch unsere Industriekultur und unbestrittenen Stabilitäts-Helden, die Deutsche Mark und Bundesbank.














