Das Vermögen der bei den Depotbanken verwahrten Assets von deutschen Fonds ist 2017 um 8 Prozent gestiegen. Insgesamt betreuten die 41 Verwahrstellen in Deutschland zum Jahresende 2017 ein Netto-Vermögen von rund 2 Bio. Euro.
Die Deutschen lieben Fonds. Doch eigentlich wird diese Liebe nicht erwidert. Die Performance wird allzu oft von hohen Gebühren gefressen. Anleger wiederum trauen sich nicht im großen Stil auf kostengünstige ETFs oder Direktinvestments in Aktien zu setzen. Schade, geht das doch auf die Rendite.
Private und institutionelle Anleger in der EU haben insgesamt 11,8 Bio. Euro in Investmentfonds angelegt. Deutschland ist mit einem Vermögen von 2,6 Bio. Euro der größte Markt für OGAWs und AIFs. Das entspricht einem Anteil von 22 Prozent.
Deutsche gelten generell als Aktien-Muffel, doch Fonds finden sie immer besser. Somit konnte die Fondsbranche im Juli 11,4 Mrd. Euro neue Gelder einsammeln. Darüber hinaus werden in diesem Jahr in Sachen Zuflüsse neue Rekorde angesteuert.
Investmentfonds erzielten von Anfang Januar bis Ende September Netto-Zuflüsse von 77,2 Mrd. Euro. Allein im September verzeichneten Fonds ein Neugeschäft von knapp 6 Mrd. Euro. Die Fondsbranche verwaltet ein Vermögen in Fonds und Mandaten von über 3 Bio. Euro.
Das von Depotbanken verwahrte Vermögen deutscher Fonds ist im ersten Halbjahr 2019 um 9 Prozent gestiegen. Insgesamt betreuten die 39 Verwahrstellen in Deutschland zur Jahresmitte 2019 ein Vermögen von 2.268 Mrd. Euro. Dies teilte der Branchenverband BVI mit.
Investmentfonds sammelten im April netto 5,5 Mrd. Euro ein. Spezialfonds steuerten mit 5,1 Mrd. Euro den Großteil bei. Publikumsfonds erzielten 0,3 Mrd. Euro Zuflüsse, nachdem sie im März Abflüsse von 1,3 Mrd. Euro verzeichneten.