Deutsche gelten generell als Aktien-Muffel, doch Fonds finden sie immer besser. Somit konnte die Fondsbranche im Juli 11,4 Mrd. Euro neue Gelder einsammeln. Darüber hinaus werden in diesem Jahr in Sachen Zuflüsse neue Rekorde angesteuert.
Das Vermögen der bei den Depotbanken verwahrten Assets von deutschen Fonds ist 2017 um 8 Prozent gestiegen. Insgesamt betreuten die 41 Verwahrstellen in Deutschland zum Jahresende 2017 ein Netto-Vermögen von rund 2 Bio. Euro.
Investmentfonds sammelten im Mai netto 1,5 Mrd. Euro ein. Während offene Spezialfonds und geschlossenen Fonds 2,5 Mrd. Euro bzw. 0,1 Mrd. Euro an neuen Gelder zuflossen, flossen aus offenen Publikumsfonds 1,1 Mrd. Euro ab.
Investmentfonds erzielten von Anfang Januar bis Ende September Netto-Zuflüsse von 77,2 Mrd. Euro. Allein im September verzeichneten Fonds ein Neugeschäft von knapp 6 Mrd. Euro. Die Fondsbranche verwaltet ein Vermögen in Fonds und Mandaten von über 3 Bio. Euro.
Die deutsche Fondswirtschaft erzielte im ersten Halbjahr ein Neugeschäft von netto 41,9 Mrd. Euro. Das ist mehr als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres, als ihr 40,6 Mrd. Euro zuflossen.
Die Deutschen lieben Fonds. Doch eigentlich wird diese Liebe nicht erwidert. Die Performance wird allzu oft von hohen Gebühren gefressen. Anleger wiederum trauen sich nicht im großen Stil auf kostengünstige ETFs oder Direktinvestments in Aktien zu setzen. Schade, geht das doch auf die Rendite.
Investmentfonds flossen in den ersten drei Monaten 2018 rund 38 Mrd. Euro zu. Das ist mehr als im Schnitt der letzten zehn Quartalsauftakte, als Fonds 31 Mrd. Euro neue Gelder erzielten. Offene Publikumsfonds sammelten von Anfang Januar bis Ende März 2018 netto 12,4 Mrd. Euro ein.
Investmentfonds flossen im ersten Halbjahr netto 50,7 Mrd. Euro neue Mittel zu. Offene Publikumsfonds sammelten 10,5 Mrd. Euro ein. Die Fondsbranche verwaltete Ende Juni 2018 ein Vermögen von über 3 Bio. Euro.
Investmentfonds flossen von Anfang Januar bis Ende Oktober 2018 netto 86,6 Mrd. Euro zu. Offene Publikumsfonds sammelten in den ersten zehn Monaten des laufenden Jahres 19,8 Mrd. Euro an neuen Mitteln ein. Allerdings wurde im Vorjahr zu diesem Zeitpunkt bereits ein Zuwachs von 59,6 Mrd. Euro verzeichnet.
Das von Depotbanken verwahrte Vermögen deutscher Fonds ist im ersten Halbjahr 2019 um 9 Prozent gestiegen. Insgesamt betreuten die 39 Verwahrstellen in Deutschland zur Jahresmitte 2019 ein Vermögen von 2.268 Mrd. Euro. Dies teilte der Branchenverband BVI mit.
Die Fondsgesellschaften sammelten im September netto 7 Mrd. Euro neue Mittel ein. Damit verwaltete die Fondsbranche Ende September ein Gesamtvermögen von 2,8 Bio. Euro. Davon entfallen laut BVI 1,5 Bio. Euro auf Spezialfonds, 899 Mrd. Euro auf Publikumsfonds und 417 Mrd. Euro auf freie Mandate.
Investmentfonds sammelten im April netto 5,5 Mrd. Euro ein. Spezialfonds steuerten mit 5,1 Mrd. Euro den Großteil bei. Publikumsfonds erzielten 0,3 Mrd. Euro Zuflüsse, nachdem sie im März Abflüsse von 1,3 Mrd. Euro verzeichneten.
Investmentfonds flossen bis Ende August 2018 netto 70,4 Mrd. Euro neue Gelder zu. Allein im August sammelten Investmentfonds 12,9 Mrd. Euro ein. Die Fondsgesellschaften verwalten ein Gesamtvermögen von 3,1 Bio. Euro.
Private und institutionelle Anleger in der EU haben insgesamt 11,8 Bio. Euro in Investmentfonds angelegt. Deutschland ist mit einem Vermögen von 2,6 Bio. Euro der größte Markt für OGAWs und AIFs. Das entspricht einem Anteil von 22 Prozent.
Das von der deutschen Fondswirtschaft verwaltete Vermögen ist seit Jahresbeginn von 2.954 Mrd. Euro auf 3.329 Mrd. Euro per Ende September gewachsen. Das entspricht einem Anstieg um 12,7 Prozent. Dazu haben insbesondere die Kurssteigerungen an den Börsen weltweit beigetragen.









