Bildquelle: markteinblicke.de

Jedes Jahr aufs Neue müssen sich Millionen von Steuerzahlern auf neue Gesetze einstellen. Die Erstellung einer Steuerklärung muss dabei nicht notwendigerweise einfacher werden. Oft genug kommen jedoch neue Einsparmöglichkeiten hinzu, so dass es sich lohnt, genauer hinzuschauen. Der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V. (VLH) hat die wichtigsten Änderungen für das kommende Jahr zusammengetragen.

Grundfreibetrag. Zunächst gilt es den neuen Grundfreibetrag zu beachten. Dieser steigt ab 1. Januar 2018 um 180 Euro auf nun 9.000 Euro. Bei zusammenveranlagten Eheleuten kommt entsprechend die doppelte Summe zum Tragen. Neuerungen gibt es auch beim Kinderfreibetrag. Laut VLH steigt dieser ab 1. Januar 2018 bei Zusammenveranlagung von 4.716 Euro auf 4.788 Euro. Zusätzlich gebe es noch 2.640 Euro Freibetrag für Betreuungs-, Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf. Macht insgesamt einen Freibetrag von 7.428 Euro pro Kind.

Absetzbarkeit von Arbeitsmitteln. Besonders verwirrend sind für viele Arbeitnehmer die Möglichkeiten in Bezug auf die Absetzbarkeit von Arbeitsmitteln. Laut VLH können Berufstätige nun Aufwendungen für private Dinge, die auch beruflich genutzt werden, bis zu einer Grenze von 800 Euro anteilig als Werbungskosten absetzen. Der frühere Grenzwert lag bei 410 Euro. Überschreiten die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten hingegen den besagten Grenzwert, darf der Arbeitnehmer die Ausgaben nicht sofort komplett absetzen, sondern muss sie über die sogenannte gewöhnliche Nutzungsdauer, also über einen längeren Zeitraum hinweg, abschreiben, so der VLH.

Belege. Änderungen ergeben sich zukünftig auch in Bezug auf die Belegvorlagepflicht. Belege, Nachweise und Bescheinigungen müssen in vielen Fällen nicht mehr der Steuererklärung beigefügt werden, allerdings müssen sie trotzdem zu Hause aufbewahrt und bei Aufforderung vonseiten des Finanzamtes nachgereicht werden.

Zu guter Letzt werden laut VLH ab 1. Januar 2018 alle Paare nach der Hochzeit automatisch in die Steuerklassenkombination IV/IV eingruppiert – egal, ob beide Partner berufstätig sind oder nicht. Allerdings kann sich ein nachträglicher Steuerklassenwechsel lohnen.

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