Bildquelle: Pressefoto Allianz

Die Allianz (WKN: 840400 / ISIN: DE0008404005) ist profitabler als vor der Finanzkrise. Trotzdem bemängelte Vorstandsvorsitzender Oliver Bäte auf der Bilanzpressekonferenz, dass die Komplexität im Versicherungsgeschäft reduziert werden müsste, um Kosten zu senken. Dazu werde der Versicherer Produkte und Prozesse vereinfachen, um langfristig im Wettbewerb mit den US-Internetgiganten zu bestehen, berichtet die Börsenzeitung. Des weiteren stiegen Umsatz, operativer Gewinn und Dividende auf Rekordhöhe.

Die Allianz erzielte trotz Dollarschwäche, zahlreicher Naturkatastrophen und anhaltenden Niedrigzinsen operative Erfolge. Der Umsatz stieg um 3% auf den Höchstwert von EUR 126 Mrd.. Auch der operative Gewinn stieg ein wenig auf EUR 11,1 Mrd., der höchste Wert jemals. Der Vorstand rechnet für 2018 mit einem operativen Ergebnis von EUR 10,6 Mrd. bis EUR 11,6 Mrd. Der Versicherer profitiere zudem von der US-Steuerreform und von den vergleichsweise geringen Belastungen aus Naturkatastrophen. Dessen Solvenzquote beträgt 229%, die am oberen Ende der Zielspanne von 180% – 220% liegt.

Senkung der Kostenquote

Der größte Erstversicherer Europas müsse in der Sach- und Lebensversicherung strukturell auf ein höheres Produktivitätsniveau kommen. Daher werden Produktvarianten konsequent reduziert. Beispielsweise biete die deutsche Betriebshaftpflichtversicherung ca. 340 Produktvarianten an, kritisierte Bäte. Die Kostenquote in der Sachsparte solle um 0,3 Prozentpunkte gesenkt werden. Diese liegt derzeit bei 28,7%. Eine höhere Produktivität werde im laufenden Jahr auch durch Personalabbau unterstützt.

Aktienrückkauf pausiert

Die Investoren sind zufrieden: Seit Bätes Amtsantritt im Jahr 2015 hat sich die Allianz besser geschlagen als die 600 größten europäischen Versicherer im Durchschnitt. Die Stabilität des Aktienkurses wird sich jedoch zeigen, wenn die Allianz im Laufe des Jahres den Aktienrückkauf aufgrund des volatilen Kapitalmarktes pausiert. Die Allianz hat im vergangenen Jahr EUR 6,4 Mrd. an seine Aktionäre zurückgezahlt (inklusive Rückkauf). Vor Bätes Amtsantritt waren es nur EUR 2,4 Mrd. im Jahr 2014. Für die laufende Periode rechnet er mit mindestens EUR 5,4 Mrd. Der Versicherer wird dafür die Dividende für das Jahr 2017 um 5% auf den Rekordwert von EUR 7,60 auf EUR 8,00 je Aktie erhöhen.

Weiter geht es auf dem Vontobel-Blog.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquelle: Pressefoto Allianz

Hinterlasse einen Kommentar

avatar
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei