Zur Abwechslung kann einmal ein Unternehmen von der Euro-Krise profitieren. Denn die schwedische Bekleidungskette Hennes & Mauritz (WKN 872318) hat sich auf den Verkauf von günstiger Kleidung spezialisiert, was dazu führt, dass die Kunden besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu H&M kommen.

Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung konnte H&M seinen Umsatz im zweiten Geschäftsquartal (März-Mai) im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent auf 31,7 Mrd. Schwedische Kronen (etwa 3,6 Mrd. Euro) ausbauen. Beim Nettogewinn ging es in der gleichen Zeit sogar um 23 Prozent auf 5,2 Mrd. Kronen (rund 590 Mio. Euro) nach oben.

Dabei zeigte sich Konzernchef Karl-Johan Persson sehr erfreut, dass die Frühjahrskollektionen bei den Kunden gut angekommen sind und dass H&M in einem für die Textilbranche schwierigen Marktumfeld, Marktanteile im zweiten Quartal hinzugewinnen konnte.

Auch wenn Deutschland mit etwa 400 Filialen den wichtigsten Einzelmarkt für H&M darstellt, profitierte das Unternehmen von den schnell wachsenden Märkten in China und USA. Demnach wies H&M im zweiten Quartal alleine in China ein Umsatzwachstum von 60 Prozent aus.

Damit H&M auch in Zukunft glänzende Geschäftszahlen präsentieren kann, plant das Unternehmen bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres netto 275 neue Filialen zu eröffnen. Darunter sollen neue Geschäfte in den bestehenden Märkten sein, aber auch die fünf neuen Märkte Bulgarien, Mexiko, Lettland, Malaysia und Thailand erschlossen werden. Zusätzlich dazu, möchte H&M zukünftig auch in den Internethandel verstärkt ausbauen.

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