Apple (WKN 865985) möchte die Produktion seiner Macs in die Heimat zurückholen und zu diesem Zweck umgerechnet 77 Mio. Euro investieren. Diese patriotisch anmutende Maßnahme dürfte zu einem sehr großen Teil den zuletzt sehr schlechten Nachrichten rund um Apples größten Zulieferer Foxconn geschuldet sein. Dem chinesischen Unternehmen werden immer wieder schlechte Arbeitsbedingungen vorgeworfen, was letztlich auch auf das Saubermann-Image des Apfelkonzerns zurückfallen könnte.

Es wird erwartet, dass Apple auf diese Weise bis zu 200 neue Arbeitsplätze in den Vereinigten Staaten schaffen wird. Der Plan soll 2013 umgesetzt werden. Rund eine Million Geräte sollen zusätzlich hergestellt werden. Vorbild ist dabei der PC-Hersteller Lenovo, der seine Computer in North Carolina herstellen lassen will. Ein weiteres Vorbild dürfte die Automobilindustrie darstellen, die ihre Produkte in der Regel in Kundennähe fertigt, um somit noch besser auf die individuellen Marktgegebenheiten eingehen zu können.

Dem zuletzt sehr stark unter Druck geratenen Kurs der Apple-Aktie dürfte diese Maßnahme allein jedoch wenig helfen. Dafür bedarf es schon eines sehr starken Endjahresquartals, ähnlich wie es Apple im vergangenen Jahr auf das Parkett legen konnte. Zudem müssen die Anleger überzeugt werden, dass das Unternehmen auch Produktinnovationen zu Stande bringt, die nicht auf den Unternehmensgründer Steve Jobs zurückgehen. Diesen Nachweis muss sein Nachfolger Tim Cook allerdings noch erbringen.


Quelle: comdirect

Ein Blick auf die Charttechnik: bringen wir es auf den Punkt – Apple ist derzeit ein klarer Short-Kandidat. GD20, GD50, GD100 und GD200 unterschritten. Für Kurzfrist- und Derivate-Fans. Für Value- und Langfrist-Anleger erscheint das jüngste Kursgericht beim Apfel-Konzern eher eine schöne Einstiegsmöglichkeit zu sein.

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