Bildquelle: Pressefoto Daimler

Die im DAX gelisteten Autokonzerne Daimler (WKN: 710000 / ISIN: DE0007100000), BMW (WKN: 519000 / ISIN: DE0005190003) und Volkswagen (WKN: 766403 / ISIN: DE0007664039) gaben im bisherigen Jahresverlauf keine allzu gute Figur ab. Mit einem Minus von rund 10 Prozent hat die BMW-Aktie in 2018 noch die geringsten Kursverluste angehäuft. Im Fall von VW (-15 Prozent) und Daimler (-20 Prozent) stehen deutlichere Rückgänge zu Buche. Am Donnerstag war jedoch alles ganz anders.

Wochenlang wirkte die Drohung Donald Trumps, die deutschen Automobilhersteller und Zulieferer mit Importzöllen zu überziehen, belastend. Zusätzlich zu den Diskussionen rund um Abgase und den Diesel. Doch nun scheint eine Lösung der Zollfrage in Sicht zu sein. Dies freute Anleger derart, dass am Donnerstag die Aktien von Daimler, BMW und VW mit starken Kurszuwächsen an die DAX-Spitze beförderten. Hilfreich war auch eine Analyse der Marktexperten bei Jefferies.

Aufgrund der Handelsstreitigkeiten, schärferer Abgasregulierungen oder der Einführung des Abgastests WLTP gab es im Fall der Aktien von Daimler, BMW und VW kleinere Kurszielsenkungen, allerdings durfte sich Daimler über ein von „Underperform“ auf „Hold“ geändertes Rating freuen, während BMW und VW sogar weiterhin mit der „Buy“-Einschätzung geführt werden. Auf Analystenseite ist man der Ansicht, dass die jüngsten Negativschlagzeilen inzwischen in den Aktienkursen sowohl von Daimler, BMW als auch VW eingepreist seien und sich vor allem im Fall von BMW und VW Einstiegsgelegenheiten bieten würden.

FAZIT. Die jüngsten Negativschlagzeilen rund um die deutschen Vorzeigeautomobilkonzerne dürften etwas übertrieben gewesen sein. Die Aktien bleiben weiterhin attraktiv bewertet. Beispielsweise kommt die Volkswagen-Aktie mit einem 2019er-KGV von 5 daher. Zudem sind die Zukunftsaussichten alles andere als düster. Mit der angekündigten Modelloffensive dürften auch die Wolfsburger in einer Welt voller Elektroautos in Sachen Marktführerschaft ein Wörtchen mitzureden haben, genauso wie Daimler und BMW.

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