Hornbach: Jahresziele erreicht – Doch, wie geht’s weiter?

Hornbach erreicht trotz schwacher Konsumstimmung seine Jahresziele. Doch ein schwaches Q4 und steigende Kosten setzen die Aktie weiter unter Druck.

Bildquelle: Pressefoto HORNBACH

Angesichts der schwierigen Verbraucherstimmung, geopolitischer Unsicherheiten, hoher Rohstoffkosten sowie der Konjunkturschwäche fand Hornbach (WKN: 608340 / ISIN: DE0006083405) zuletzt kein allzu erfreuliches Umfeld vor. Nun legte der Baumarktbetreiber neue Ergebnisse vor. Auch diese waren von den jüngsten Herausforderungen gekennzeichnet.

Hornbach erreicht seine Ziele

Zumindest konnte sich das SDAX-Unternehmen damit rühmen, die eigene Gesamtjahresprognose erreicht zu haben. Das negative Börsenumfeld infolge der Eskalation der Lage im Nahen Osten sowie der Umstand, dass das Q4-Ergebnis im Vorjahresvergleich zurückfiel, drückten die Hornbach-Aktie am Montag jedoch nach unten. Ohnehin war die Performance in den vergangenen Monaten alles andere als berauschend. Seit Anfang 2026 steht ein Kursminus von rund 10 Prozent zu Buche.

Bei der Hornbach Holding lag der Nettoumsatz im Geschäftsjahr 2025/26 bei 6,43 Mrd. Euro und damit um 3,8 Prozent höher als im Vorjahr. Im Zuge der eigenen Prognose hatte es zuvor geheißen, dass man „auf oder leicht über“ dem Vorjahresniveau von 6,20 Mrd. Euro ins Ziel kommen möchte. Mit 264,7 Mio. Euro wurde im Hinblick auf das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) das Vorjahresniveau von 269,5 Mio. Euro fast erreicht. Für das vierte Quartal wurde wiederum ein rückläufiges Ergebnis ausgewiesen.

Solides Zahlenwerk bei Hornbach

Im vierten Quartal (1. Dezember 2025 bis 28. Februar 2026) ist das Ergebnis gegenüber dem Vorjahresquartal um 4,3 Mio. Euro oder 14,0 Prozent auf -34,8 Mio. Euro zurückgegangen. Da half es nicht, dass man darauf verweisen konnte, dass dieses Winterquartal ohnehin saisonal relativ schwach ist. Die Marktreaktionen fielen negativ aus. Der Nettoumsatz stieg dagegen um 3,8 Prozent auf 1,30 Mrd. Euro.

Die Grünpflanzen-Abteilung sorgt ab dem Frühjahr für Umsatz. (Bildquelle: Pressefoto HORNBACH)

Dennoch konnten die gestiegenen Kosten laut Konzernangaben nicht vollständig kompensiert werden. Das Trading Statement für das Geschäftsjahr 2025/26 will das Management am 25. März 2026 veröffentlichen. Die endgültigen und geprüften Finanzergebnisse für das Geschäftsjahr 2025/26 werden am 19. Mai 2026 vorliegen. An diesem Tag findet auch eine Bilanzpresse- und Analystenkonferenz statt.

Trotz eines schwachen vierten Quartals konnte Baader-Bank-Analyst Volker Bosse den vorläufigen Jahreszahlen bei Hornbach etwas Positives abgewinnen. Daher bleibt es im Fall der Hornbach-Aktie bei einem Kursziel von 96,00 Euro und einer „Add“-Bewertung. Dazu wird unter anderem auf die erfüllten Erwartungen verwiesen. Zudem seien die vorläufigen Ergebnisse trotz des widrigen Konsumumfelds, vor allem in Deutschland, im Gesamtbild solide.

Das marktEINBLICKE-Fazit

Insgesamt zeigt sich, dass Hornbach trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds mit schwacher Konsumstimmung, steigenden Kosten und geopolitischen Unsicherheiten seine Jahresziele erreichen konnte. Das schwächere vierte Quartal und die gestiegenen Kosten belasteten jedoch die kurzfristige Entwicklung. Langfristig sehen einige Analysten dennoch Potenzial.

Anleger, die gehebelt auf Kurssteigerungen bei der Aktie von Hornbach Holding setzen wollen, können mit einem Mini-Future Long (WKN: ME8GVY / ISIN: DE000ME8GVY5) überproportional von einem Anstieg des Aktienkurses profitieren.