Nach den gestrigen Zuwächsen zeigen sich die US-Aktien-Futures am Donnerstag uneinheitlich. Verluste sind vor allem im Technologiebereich zu beobachten.
Heard in New York
Gestern hatte der NASDQ Composite 1,4 Prozent fester bei 25.736 Punkten geschlossen, während der S&P 500 um 1,6 Prozent auf 7.688 Zähler zulegen konnte. Im Dow Jones Industrial Average lag das Plus bei 3,0 Prozent auf 53.357 Punkte. Laut Dr. Ulrich Stephan, Chefanlagestratege für Privat- und Firmenkunden bei der Deutschen Bank, könnte die demokratische Kontrolle des Kongresses den zuletzt hohen Renditen von US-Staatsanleihen eine gewisse Entlastung verschaffen. Der demokratisch kontrollierte Kongress dürfte aus seiner Sicht zusätzliche Steuersenkungen und andere schuldenfinanzierte Maßnahmen des Präsidenten erschweren.
Umgekehrt könnten die Demokraten höhere Ausgaben, etwa für Sozialprogramme, nicht ohne Weiteres durchsetzen: Entsprechende Gesetze müssten beide Kongresskammern passieren und könnten anschließend am Veto des Präsidenten scheitern. Dieses politische Gegengewicht verringere die Wahrscheinlichkeit umfangreicher neuer Fiskalmaßnahmen. Eine weniger expansive Haushaltspolitik könnte somit den Aufwärtsdruck auf die Renditen dämpfen, da sie den staatlichen Finanzierungsbedarf und das Risiko zusätzlichen Inflationsdrucks begrenzt. Die angespannte US-Haushaltslage sowie geopolitische Risiken bleiben jedoch Belastungsfaktoren, die den Renditedruck wieder erhöhen könnten, so Stephan.
Konnichiwa Tokio!
Die asiatischen Börsen zeigten sich am Donnerstagmorgen uneinheitlich. Der japanische Nikkei 225 verlor zuletzt 1,8 Prozent auf 61.077 Punkte, während sich die Kurse in Hongkong fester zeigten. Schwächer tendierte auch der südkoreanische KOSPI. Unter anderem, weil befürchtet wird, dass die Demokraten in den USA beim KI-Infrastrukturausbau bremsen könnten.
So steht´s um den DAX
Der DAX zeigt sich am Donnerstag leicht freundlich. Gestern hatte das wichtigste deutsche Börsenbarometer laut Aussagen der Helaba-Analysten davon profitiert, dass es in den USA nicht zu einem politischen Chaos kommt und der Machtverlust von US-Präsident Donald Trump anerkannt wurde. Zudem habe es auch keine Hiobsbotschaften aus Nahost und die Ölpreise sind im Vergleich zur Vorwoche auf ein ermäßigtes, wenngleich noch immer hohes, Niveau gesunken.
„Auf technischer Seite ist das neue Impulshoch (26.542) hervorzuheben und die Tatsache, dass das 61,8 % Retracement überwunden wurde. Raum für eine 100 %-Erholung ist damit vorhanden und dies hieße, dass das Allzeithoch bei 26.619 angepeilt wird. Kaufsignale von MACD und DMI wirken dabei unterstützend. Währenddessen liegt der ADX noch unter 20, was auf das Fehlen eines Trends hinweist. Im Falle einer erneuten Kursschwäche fänden sich zusätzliche Haltemarken im Bereich um 25.550 in Form der gleitenden Durchschnittslinien (55T, 100T und 21T)“, heißt es weiter.
So handeln Sie heute den DAX
Bei der UBS sah man für den heutigen Handelstag die folgenden Szenarien.

Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind keine verlässlichen Indikatoren für die zukünftige Wertentwicklung.
Das Long-Szenario: Nach den Kursgewinnen vom gestrigen Mittwoch geht der Blick zuerst zum neuen Monatshoch bei 26.542 Zählern. Kann diese Hürde heute im regulären Handel überboten werden, würde das amtierende Allzeithoch vom 28. August (26.619) in den Fokus rücken. Einen Ausbruch auf neue Bestmarken vorausgesetzt, wäre der weitere Weg vorerst frei von charttechnischen Hindernissen.
Das Short-Szenario: Auf der Unterseite wurde gestern eine ganze Reihe von vormaligen Widerständen wieder in Unterstützungen umgewandelt. Der erste Halt ist jetzt bei 26.400 zu finden, darunter sollten das Zwischenhoch vom 4. September bei 26.168 mit dem Oktober-Top bei 26.106 und die 26.000er-Marke stützend wirken. Erst wenn der DAX noch einmal unter die runde Tausenderschwelle zurückfällt (wichtig: hier gilt der Tagesschluss), müsste über einen neuerlichen Test des Tops vom 6. Juli bei 25.900 nachgedacht werden.
| Produkt (Call) | WKN | SL/KO/Strike* | Hebel |
|---|---|---|---|
| Open End Turbo Call | WA1DD9 | 23.526,75 | 8,54 |
| Open End Turbo Call | WA4906 | 24.530,08 | 12,55 |
| Produkt (Put) | WKN | SL/KO/Strike* | Hebel |
| Open End Turbo Put | WB2L25 | 29.785,10 | 8,43 |
| Open End Turbo Put | WB01N9 | 28.775,64 | 12,46 |
*SL = Stop-Loss (Mini-Futures) / KO = Knock Out (Turbos) / Strike = Ausübungspreis (Optionsscheine); Weitere passende Produkte sowie Informationen zu Chancen und Risiken finden Sie unter: www.ubs.com/keyinvest
Stand: 05.11.2026, 7:00 Uhr
Wichtige Tagestermine
Während Anleger hierzulande auf Auftragseingang in der deutschen Industrie schauen, erwartet uns am Nachmittag die Veröffentlichung der wöchentlichen US-Daten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe.
Weitere Daten und Prognosen finden Sie in unserem Wirtschaftskalender.






