Bildquelle: Pressefoto Siltronic AG

Siltronic (WKN: WAF300 / ISIN: DE000WAF3001) ist mit einem Verlust von rund 13 Prozent am Dienstag der größte Verlierer im MDAX und im TecDAX. Grund für den massiven Kurseinbruch ist die Nachricht, dass der Hersteller von Wafern für Halbleiterunternehmen im laufenden Jahr bereits zum zweiten Mal den Ausblick senkt.

Handelskrieg belastet
Der Konzern teilte am Montagabend mit, die weltweiten Unsicherheiten und die Exportbeschränkungen der US-Regierung gegenüber chinesischen Technologieunternehmen lasten auf der Nachfrage in der Branche. Deshalb dürften die bereits im April gesenkten Umsatz- und Gewinnziele kaum noch erreicht werden.

Starker Geschäftsrückgang
Viele Halbleiterunternehmen, die Wafer – kleine runde Scheiben aus Silizium – von Siltronic zu Computerchips verarbeiten oder die Chips in elektronischen Geräten verbauen, haben ihren Sitz in China. Dazu gehört bspw. auch der Netzwerkausrüster und Smartphone-Hersteller Huawei, der sich wegen der US-Sanktionen gegen das Unternehmen auf einen starken Geschäftsrückgang einstellt.

Prognosen abermals gesenkt
In diesem Umfeld rechnet Siltronic 2019 nun mit einem Umsatzrückgang von 10 bis 15 Prozent, nachdem bisher Einbußen von 5 bis 10 Prozent prognostiziert worden sind. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) soll auf Basis der neuen Prognosen im laufenden Jahr zwischen 371 und 459 Mio. Euro betragen, nach 589 Mio. Euro im Vorjahr. Weitere Details dürften bei der Veröffentlichung der Zahlen für das zweite Geschäftsquartal am 25. Juli folgen.

Chip-Branche unter Druck
Die Kursentwicklung von Siltronic zeigt, wie die Chip-Branche die nachlassende Nachfrage aus der Autobranche, von Smartphone-Herstellern und aus der Industrie zu spüren bekommt.

Nachdem Siltronic im März 2018 einen historischen Höchststand bei rund 160 Euro erreichte, setzten die Notierungen bis heute in mehreren Etappen um knapp 70 Prozent auf aktuell 50 Euro zurück. Sollte diese runde Marke unterschritten werden, liegt das nächste Korrekturziel bei 40 Euro, womit sich ein weiteres Rückschlagspotenzial von 20 Prozent eröffnet.

Anleger, die von der Schwäche von Siltronic überzeugt sind, können mit einem Turbo-Short-Zertifikat (WKN: HX9XA4 / ISIN: DE000HX9XA46) gehebelt von Kursverlusten profitieren. Optimisten haben mit einem Turbo-Long-Zertifikat (WKN: HX6LLV / ISIN: DE000HX6LLV0) die Chance, auf steigende Kurse zu setzen.

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Bildquelle: Pressefoto Siltronic AG

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