Bildquelle: Pressefoto Wirecard

Wirecard (WKN: 747206 / ISIN: DE0007472060) führt am Dienstag mit weitem Abstand die Verliererliste im DAX an. Die Aktie des Zahlungsabwicklers verzeichnet einen massiven Kursverlust von mehr als 15 Prozent. Was ist passiert?

Umsätze zu hoch ausgewiesen?
Wieder einmal steckt hinter dem erneuten Kurssturz eine Meldung der „Financial Times“. Laut der Wirtschaftszeitung erweckten interne Dokumente des Unternehmens und die Korrespondenz hochrangiger Führungskräfte der Finanzabteilung den Anschein, dass Umsätze und Gewinne in Dubai und Irland zu hoch ausgewiesen worden sind. Außerdem könnte laut der Financial Times Wirecard versucht haben, die Wirtschafsprüfungsgesellschaft Ernst & Young zu täuschen.

Wirecard bestreitet die Anschuldigungen
Wirecard bestreitet die neuen Vorwürfe vehement. Laut einer Konzernsprecherin ist der Bericht „falsch und verleumderisch“. Alle Zahlen des Konzerns, auch die in Dubai, seien im Rahmen des Konzernabschlusses geprüft worden. Ob an den neuen Vorwürfen etwas dran ist, bleibt ungewiss. An der Börse ziehen viele Aktionäre von Wirecard aber schon jetzt die Reißleine.

Neues Verkaufssignal
Durch den Kurseinbruch vom Dienstag ist die Aktie von Wirecard (aktuell: 118,35 Euro) unter die 200-Tage-Linie (137 Euro) gefallen, was ein neues Verkaufssignal bedeutet. Damit droht jetzt ein weiterer Abverkauf bis zu den Tiefs vom März und Februar bei 99 und 86 Euro. Charttechnisch zeigen die Trendpfeile für Wirecard damit vorerst nach unten.

Anleger, die von weiter fallenden Kursen bei Wirecard überzeugt sind, können mit einem Short Mini Future (WKN: VE1804 / ISIN: DE000VE18049) profitieren. Optimisten haben dagegen mit den entsprechenden Long-Produkten (WKN: VF327V / ISIN: DE000VF327V2) die Möglichkeit, auf einen erneuten Turnaround der Aktie zu setzen.

Bildquelle: Pressefoto Wirecard

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