Bildquelle: Pressefoto Wirecard

Die Aktie von Wirecard (WKN: 747206 / ISIN: DE0007472060) verzeichnete am Donnerstag einen kräftigen Kursanstieg um über 4 Prozent. Kurstreiber hierfür dürfte die Nachricht gewesen sein, dass der Wirecard-Vorstandsvorsitzende Markus Braun seine Beteiligung am eigenen Unternehmen kräftig aufgestockt hat, was als großes Vertrauens-Votum zu werten ist.

Braun hat über seine MB Beteiligungsgesellschaft Wirecard-Aktien im Wert von knapp 2,5 Mio. Euro gekauft, wie das im DAX und im TecDAX notierte Unternehmen Wirecard am Donnerstagnachmittag bekanntgab. Bisher hatte Braun schon einen Anteil von rund 7 Prozent an Wirecard gehalten.

Macht ausgebaut

Markus Braun hatte in den zurückliegenden Jahren immer wieder Kursschwächen der Aktie für Zukäufe genutzt. Mit dem jüngsten Zukauf hat Braun seine Macht im Konzern jetzt ein weiteres Mal ausgebaut. Nach dem kritischen KPMG-Bericht hatten zuletzt Investoren seinen Rückzug gefordert. Dazu zählten unter anderem Ingo Speich, Fondsmanager der Deka und Christopher Hohn vom Londoner Hedge Fonds TCI. Mit einer Netto-Leerverkaufsposition von 1,5 Prozent hält Hohn eine der größten Spekulationen auf neue Kursrücksetzer der Wirecard-Aktie.

Erst am Montagabend sorgte die Verschiebung der Bilanzpräsentation für das zurückliegende Jahr für neuen Verkaufsdruck bei der Wirecard-Aktie. Bereits zum dritten Mal wurde die Vorlage der Geschäftszahlen verschoben. Neuer Termin ist der 18. Juni.

Wirecard bleibt zuversichtlich

Laut Wirecard ist der Grund hierfür, dass zwar alle ausländischen Prüfer inzwischen ihre Prüfungshandlungen abschließen konnten, die Prüfung in ihrer Gesamtheit aber noch nicht beendet werden konnte. Das Unternehmen, dass sich auf Lösungen für den digitalen Zahlungsverkehr fokussiert hat, rechnet jedoch weiterhin mit einem uneingeschränkten Testat der Prüfer.

Auch die Hauptversammlung, die ursprünglich für den 2. Juli geplant war, wurde aus diesem Grund auf den 26. August verschoben und wird wegen der Coronavirus-Pandemie per Internet abgehalten.

Neue Aufholbewegung

An der Börse ist Wirecard Mitte Mai auf 72 Euro abgerutscht, was den tiefsten Stand seit dem September 2017 bedeutete. Seitdem konnten sich die Notierungen wieder bis in den Bereich der 94-Euro-Marke nach oben arbeiten.

Gewinnpotenzial: +55 Prozent

Sollte sich die jüngste Aufholbewegung fortsetzen, gilt es als Nächstes, die bei 120 Euro verlaufende 200-Tage-Linie zurückzuerobern, um in den langfristigen Aufwärtstrend zu wechseln. Die nächsten Kursziele sind dann die Tops vom April und vom Februar bei 141 und bei 146 Euro. Bis zu letztgenanntem Hoch eröffnet sich auf Sicht der kommenden 3 Monate ein Gewinnpotenzial von 55 Prozent.

Anleger, die von einer Aufwärtsbewegung bei Wirecard überzeugt sind, können mit einem Faktorzertifikat Long (WKN: MC7LVL / ISIN: DE000MC7LVL6) gehebelt von Kursgewinnen profitieren.

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