Bildquelle: Pixabay / martinlutze-fotografie

Der Optiker Fielmann (WKN: 577220 / ISIN: DE0005772206) wurde durch die Corona-Pandemie schwer getroffen. Wegen der zeitweisen Lockdown-Maßnahmen brach der Umsatz im ersten Halbjahr 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 19 Prozent auf 611 Mio. Euro ein, wie Europas führende Augenoptikerkette am Donnerstag in Hamburg mitteilte.

Wieder mehr Kunden

Unter dem Strich stand ein Nettogewinn von nur noch 25 Mio. Euro zu Buche, was einen Rückgang um 72 Prozent bedeutete. Doch der im SDAX notierte Konzern zeigt sich optimistisch, was die weitere Geschäftsentwicklung anbelangt. Laut Fielmann haben seit der schrittweisen Lockerung der Beschränkungen bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie wieder mehr Kunden die Filialen besucht oder online Brillen bestellt.

Prognose für 2020

Wegen der jüngsten Geschäftsentwicklung traut sich Fielmann als eines der ersten deutschen Unternehmen eine konkrete Prognose zu. Für das Gesamtjahr wird mit einem Konzernumsatz von über 1,3 Mrd. Euro gerechnet, nach 1,5 Mrd. Euro im Vorjahr.
Der Gewinn vor Steuern dürfte Fielmann zufolge bei mehr als 100 Mio. Euro liegen. 2019 wurde noch ein Vorsteuergewinn von 254 Mio. Euro erwirtschaftet. Diesen Ausblick verband der Vorstand mit der Voraussetzung, dass es zu keinen weiteren Einschränkungen durch die Pandemie kommt.

Die Expansion wird fortgesetzt

Fielmann will den Expansionskurs trotz des jüngsten Rückschlags weiterhin fortsetzen und steht dabei offenbar unmittelbar vor einem Zukauf. „Laufende Gespräche stimmen uns zuversichtlich, dass wir in den nächsten zwölf Monaten über eine Akquisition in einen neuen Markt eintreten“, lautete es in der Mitteilung zu den Quartalszahlen. Zur Jahresmitte 2020 unterhielt Fielmann 779 Filialen und damit 36 mehr als noch vor einem Jahr.

Heftiger Kursrücksetzer

Infolge der Corona-Pandemie verzeichnete Fielmann an der Börse zum Jahresanfang einen heftigen Kursrücksetzer. Dabei brachen die Notierungen zwischen Februar und März in der Spitze um 45 Prozent auf 41,90 Euro ein.

Hier liegen die nächsten Kursziele

Bis Ende August konnte sich die Aktie wieder zeitweise bis in den Bereich der 63-Euro-Marke erholen. Damit liegen hier jetzt neue Kaufsignale in der Luft. Charttechnisch gilt es hier als Nächstes, die 200-Tage-Linie (64,40 Euro) und das Juli-Hoch (67,10 Euro) zu überwinden. Die nächsten Kursziele würden sich dann auf das bisherige Jahreshoch vom Februar bei 76,25 Euro und das Allzeithoch vom Oktober 2017 bei 77,70 Euro stellen. Bis zur letztgenannten Zielmarke eröffnet sich ein mittelfristiges Gewinnpotenzial von 24 Prozent.

Kursgewinn plus zwölf Prozent pro Jahr

Die Chancen für eine neue Kurs-Rallye bei der Fielmann stehen gut, denn die langfristige Kurshistorie kann überzeugen. So legte der Aktienkurs in den vergangenen 20 Jahren im Schnitt um zwölf Prozent jährlich zu. Hinzuaddiert werden kann eine Dividendenrendite von aktuell rund zwei Prozent.

Wer auf eine Fortsetzung des langfristigen Aufwärtstrends der Fielmann-Aktie setzen und sogar überproportional von einem Kursanstieg profitieren möchte, schaut sich am besten entsprechende Hebelzertifikate auf der Long-Seite an (WKN: MC8EKV / ISIN: DE000MC8EKV1) an.

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