Bildquelle: Pressefoto K+S AG

Die Aktie von K+S (WKN: KSAG88 / ISIN: DE000KSAG888) machte am Montagvormittag einen kräftigen Sprung nach oben. Für Kursauftrieb sorgte die Nachricht, dass der Düngemittel- und Salzproduzent bei dem geplanten Verkauf des amerikanischen Salzgeschäfts offenbar kurz vor dem Ziel steht.

Baldiger Verkauf der US-Tochter?

Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg soll die US-Tochtergesellschaft Morton Salt für rund 3 Mrd. US-Dollar an die Kissner Group veräußert werden. Bloomberg zufolge könnte die Transaktion bereits in dieser Woche besiegelt und bekanntgegeben werden.

Am Montagmorgen bestätigte K+S, dass man sich in sehr fortgeschrittenen Verhandlungen mit Stone Canyon Industries Holdings LLC über einen möglichen Verkauf der Operativen Einheit Americas befindet. Die Kissner Group wurde im April von Stone Canyon Industries übernommen. Der Kaufpreis soll laut K+S 3,2 Mrd. US-Dollar betragen (Unternehmenswert). Verträge seien noch nicht unterzeichnet und es gebe daher keine Sicherheit, dass eine finale Einigung erzielt und verkündet wird. Der MDAX-Konzern K+S hatte Morton Salt für 1,7 Mrd. US-Dollar gekauft und im März angekündigt, die Sparte wegen des hohen Schuldenbergs verkaufen zu wollen.

Schuldenberg

Die hohen Schulden hatte K+S durch den milliardenschweren Bau eines Kaliwerks in Kanada angehäuft. Die Tilgung der Schulden geriet auch wegen träger Geschäfte ins Stocken. K+S erklärte bereits im Vorfeld, unter anderem durch den Verkauf des amerikanischen Salzgeschäfts die Verschuldung bis Ende kommenden Jahres um deutlich über zwei Mrd. Euro abbauen zu wollen.

Kräftiger Kurssprung

Der bei der Ankündigung umfassender Maßnahmen im Dezember ebenfalls in Erwägung gezogene Teilverkauf der Sparte Europa+, zu der auch das neue kanadische Kaliwerk Bethune gehört, ist damit ad acta gelegt. Der mögliche Verkauf von Morton Salt wurde an der Börse äußerst positiv aufgenommen. Die Aktie von K+S verzeichnete am Montagvormittag zeitweise einen Kursgewinn von über 14 Prozent (aktuell: 6,95 Euro).

Trotz des jüngsten Kurssprungs bleibt die charttechnische Lage bei K+S weiter angespannt. Die Aktie befindet sich seit Mitte 2018 im Sinkflug und verzeichnet seitdem einen scharfen Kurseinbruch von rund 70 Prozent.

Nur ein kurzfristiges Strohfeuer?

Gut möglich ist, dass es sich bei der aktuellen Aufholbewegung nur um ein kurzfristiges Strohfeuer handelt und die Notierungen in Kürze wieder den Retour-Gang einlegen. In diesem Fall könnte noch einmal das 16-Jahres-Tief vom März bei 4,50 Euro getestet werden. Sollte diese Unterstützung unterschritten werden, würde das ein neues starkes Verkaufssignal bedeuten. Die weiteren Korrekturziele würden sich dann auf die nächsten runden Marken bei vier und bei drei Euro stellen.

Kurspfeile zeigen weiterhin nach unten

Sollte die Aktie dagegen weiter zulegen, gilt es, über das Juni-Top bei 7,44 Euro nach oben auszubrechen, um ein neues Kaufsignal zu generieren. Charttechnisch würde dann als Nächstes die runde Zehn-Euro-Marke ins Visier rücken. Vorerst zeigen die Kurspfeile für K+S aber weiterhin nach unten.

Wer gehebelt von Kursverlusten der K+S-Aktie profitieren möchte, setzt beispielsweise auf entsprechende Hebelprodukte, wie dieses Short-Zertifikat (WKN: KA9QBD / ISIN: DE000KA9QBD4). Für Optimisten existieren ebenfalls genügend passende Produkte, wie dieses Long-Zertifikat (WKN: KB0VNB / ISIN: DE000KB0VNB1).

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