Berentzen: „Wir sind auf unseren Wachstumspfad zurückgekehrt“

Bildquelle: Pressefoto Berentzen

Ein Kurzer hier, ein Kurzer da, und noch ein Likörchen auf Großmama. Während der Corona-Pandemie haben die Menschen wieder mehr Zeit zu Hause verbracht und sich dabei auch so manchen Abend mit hochprozentigen Köstlichkeiten versüßt. Gut für die Spirituosenbranche, sollte man meinen. Auf der anderen Seite fielen hier aber leider auch Umsätze in der Gastronomie weg, die sich phasenweise im Lockdown befand.

Insgesamt bedeutete das für viele Spirituosenanbieter Erlöseinbußen. Davon betroffen war auch Berentzen (WKN: 520160 / ISIN: DE0005201602). Beim 1758 gegründeten Traditionsunternehmen, das Spirituosen (u.a. „Berentzen“, „Puschkin“-Wodka, „Dornkaat“-Korn), alkoholfreie Getränke (Mineralwässer, Wellness-Drinks etc.) und Frischsaftsysteme vertreibt, schwächelten die Geschäfte in den Corona-Jahren 2020 und 2021.

Gewinnsprung erzielt

Inzwischen scheint die Krise bei Berentzen aber ausgestanden zu sein, denn im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2022 wurden starke Wachstumsraten erzielt. Nach vorläufigen Zahlen legte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 67,7 auf 79,0 Mio. Euro zu (+17 Prozent). Der Betriebsgewinn (EBIT) verbesserte sich sogar um 42 Prozent auf 3,7 Mio. Euro.

 

„Wir haben es immer betont: Wenn die Menschen wieder zusammenkommen dürfen, sind wir mit unseren Produkten da. Daher hatten wir nach dem Rückgang der Corona-Maßnahmen mit einem starken Umsatzwachstum gerechnet.“ (Oliver Schwegmann, Vorstandsvorsitzender)

Laut Berentzen haben zu dieser positiven Entwicklung alle für den Konzern strategisch wichtigen Themen jeweils mit deutlich zweistelligen Wachstumsraten beigetragen. Dazu gehören demnach die Liköre der Marken Berentzen und Puschkin bei den Markenspirituosen, Premiumproduktkonzepte bei Handelsmarkenspirituosen, die Limonadenmarke Mio Mio in der Sparte alkoholfreie Getränke und die wesentlichen Kernabsatzmärkte im Segment Frischsaftsysteme. „Diese Wachstumsfelder können allesamt ihre positive Dynamik nun wieder voll entfalten“, kommentierte CEO Schwegmann.

„Insgesamt haben unsere Konzernumsatzerlöse im ersten Halbjahr dieses Geschäftsjahres bereits das Niveau eines ersten Halbjahres vor der Coronavirus-Pandemie erreicht. Wir sind auf unseren Wachstumspfad zurückgekehrt.“ (Oliver Schwegmann, CEO)

Prognose angehoben

Der weitere Ausblick fällt bei Berentzen sehr positiv aus, wobei die Prognose nach oben angepasst werden konnte. Für das Geschäftsjahr 2022 wird nun ein Umsatz in der Spanne zwischen 158 und 165 Mio. Euro erwartet (zuvor: 154 bis 162 Mio. Euro, Vorjahr: 146,1 Mio. Euro). Das EBIT dürfte der Firmenprognose nach zwischen 6,0 und 8,0 Mio. Euro betragen (vorher: 5,0 bis 8,0 Mio. Euro, Vorjahr: 6,7 Mio. Euro).

Aktie im Aufwind

An der Börse markierte die Berentzen-Aktie im November vergangenen Jahres ein 21-Monats-Hoch bei 7,36 Euro. Nach einem Rücksetzer bis zum März 2022 auf 5,40 Euro konnte Kurs inzwischen wieder auf zeitweise 6,70 Euro zulegen.

Hier liegen die nächsten Kursziele

Die Aktie notiert damit wieder über der 200-Tage-Linie (6,50 Euro), was den übergeordneten Aufwärtstrend bedeutet. Setzt sich dieser fort, stellen sich die nächsten Kursziele auf 7,36 Euro (2021er-Top) und auf 7,78 Euro (2020er-Hoch).

Bildquelle: Pressefoto Berentzen