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Ist E.ON wirklich so ein schlechtes Investment?

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Derzeit werden die beiden großen Versorger RWE und E.ON an den Börsen gemieden, wie sonst aktuell nur rohes Gemüse. Besonders E.ON wird wegen seines hohen Atomstromanteils von den Anlegern im großen Stil verkauft. Schließlich sieht man den Konzern auf dem absteigenden Ast. Nach dem Atomausstieg verdiene der Konzern ja kein Geld mehr und überhaupt seien die großen Versorger ja sowieso bald verschwunden. Das Energiegeschäft der Zukunft liege bei den Stadtwerken und den kleinen privaten Versorgern im Bereich Erneuerbare Energien, so hört man allenthalben.

[ad#Google Adsense XL-links]Nach aktuellen Regierungsentwürfen will man bis 2020 auf 35% Erneuerbare Energien kommen. Dabei bleibt man bei den restlichen 65% aber nur in dem Punkt klar, dass Kernkraftwerke bis dahin so gut wie keine Rolle mehr spielen sollen – der vollständige Ausstieg muss bis 2021/22 erfolgen – so zumindest das aktuelle Datum. Statt mit Uran will man einen Großteil der Energie durch Verfeuerung fossiler Brennstoffe, also Stein- und Braunkohle sowie Erdgas, erzeugen. Besonders Erdgas wird dabei eine rosige Zukunft zugestanden, da diese Kraftwerke sehr flexibel gesteuert werden können.

Auf Schwankungen bei Wind und Sonne kann so am ehesten reagiert werden. Dabei treten jedoch zwei kaum genannte Probleme auf: Zum einen benötigt man genügend „Schattenkraftwerke“ um die Erneuerbaren Energien als zuverlässige Energieträger abzusichern. Wie hoch das Verhältnis genau sein muss, ist derzeit nicht abzusehen, aber 20 Prozent oder mehr muss man sicherlich einkalkulieren. Zum anderen muss man sicherstellen, dass die ebenfalls zur Nutzung vorgesehene Wärme auch dann produziert wird, wenn sie gebraucht wird. Schließlich sind Gaskraftwerke nur durch die parallele Nutzung der Abwärme von der Energiebilanz so positiv bewertet. Sollten also aufgrund eines windreichen Wintertags ein Gaskraftwerk so gut wie nicht zum Einsatz kommen, müssen sie dennoch die Fernwärme an die angeschlossenen Haushalte liefern. Es sei denn diese Wärme kommt von woanders her. Dann kann das Argument mit dem hohen Wirkungsgrad aber nicht greifen. Doch weg von der Technik hin zum Energieträger Gas und zu E.ON.

Der mit Abstand größte Gasversorger in Deutschland ist die E.ON-Tochter E.ON Ruhrgas. Von daher wird der Konzern von der Entwicklung hin zum Erdgas besonders stark partizipieren. Schaut man sich die derzeitigen Konzernprognosen (Seite 43) an, wird deutlich, dass bis 2013 die rückläufigen EBITDA-Beiträge im Bereich konventioneller Energieträger durch die Steigerungen im Gasgeschäft kompensiert, wenn nicht gar überkompensiert werden. Dabei sind in dieser Berechnung die angestrebten Gaskraftwerke in der Menge noch garnicht gebaut. Schaut man auf die Herkunft des Gases wird die künftige Dominanz Russlands deutlich. Nordseegas steht zwar noch Verfügung, aber mit den sinkenden Ölvorräten, geht auch das Gasvorkommen mehr und mehr zur Neige. Die deutschen Vorräte werden aber noch deutlich schneller am Ende sein. Flüssiggas (LNG) spielt in Deutschland mangels passender Terminals noch keine Rolle. So oder so liegen die größten Gasvorkommen in Russland, weshalb der Marktanteil von Gas aus Russland von derzeit rund einem Viertel sicher bald nach oben schnellen dürfte. Diese Entwicklung wird zumindest in Russland bereits klar gesehen, denn nicht umsonst hat Gazprom Interesse an einer Beteiligung und/oder Partnerschaft mit E.ON bzw. Ruhrgas. Auch die Beteiligungen von E.ON an den strategisch wichtigen Russland-Pipelines Nord Stream bzw. South Stream sind vor diesem Hintergrund als höchst sinnvoll zu bewerten.

[ad#Google Adsense L-rechts]Skeptiker für dieses Vorgehen werfen an dieser Stelle geostrategische Erwägungen ein, die bislang seitens der Politik noch nicht durchdiskutiert wurden. (Näheres dazu in Zettels Raum) Dennoch muss man auch feststellen, dass die unter Kanzler Schröder gemachte Hinwendung zu Russland und seinen Gasvorkommen auch nun fortgesetzt werden. Der mMn sehr wahrscheinliche Aufstieg von Schröder in den Gazprom-Aufsichtsrat macht dies nur um so logischer. Darüber hinaus sei an dieser Stelle auch ein Hinweis auf die „Dreizehn Energiewende-Märchen“ von Günter Keil gegeben. Die darin kritisierten Elektroauto-Phantasien sollten auch einmal unter dem Gesichtspunkt betrachtet werden, dass Daimler und Linde eher auf Wasserstoffbetankte Brennstoffzellen-Autos setzen, denn auf den Batteriebetrieb und damit extern erzeugte Energie. Wobei das jetzt wieder ein anderes Thema wäre.

Zurück zu E.ON und den Kurschancen. E.ON dürfte das verlorene Geschäft mit deutschen Kernkraftwerken recht bald durch Gasverkäufe (über-)kompensiert haben. Nur die Anleger trauen dem Braten noch nicht so Recht. Das Kursniveau hat mittlerweile fast das langjährige Tief vom März 2009 erreicht und dürfte von daher nicht auf Dauer in diesem Bereich bleiben. Die breite Aufstellung des Konzerns sichert die Gewinne nach unten ab, weshalb eine Bodenbildung immer wahrscheinlicher wird.

Droht mit LinkedIn, Groupon und Co. eine neue Internet-Blase? Web 2.0-Hype geht weiter…

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[ad#Google Adsense XL-rechts]Die momentanen Börsenzeiten sind sehr turbulent und dennoch hat am gestrigen Donnerstag das Schnäppchen-Portal Groupon den Gang aufs Parkett angekündigt. Nach dem furiosen Börsendebüt von LinkedIn Mitte Mai stellen sich viele Anleger die Frage, ob das eine neue Internet-Blase ist oder nicht. Doch ab wann kann man von einer Blase sprechen und wie groß muss die Zahl der hochgejazzten Titel sein? Schaut man sich die gängigen Definitionen zu Finanz- und Spekulationsblasen an, ist die Rede von Aktien, die bei hohen Umsätzen über ihrem Fundamentalwert liegen. Das trifft bei vielen Aktien zu. Nehmen wir das Beispiel LinkedIn. Hier liegt die Marktkapitalisierung bei einem Kurs von knapp 80 Dollar bei rund 7,5 Mrd. Dollar. Verglichen mit dem aktuellen Gewinn ergibt sich ein KGV im vierstelligen(!) Bereich. Damit wäre die Definition eigentlich schon erfüllt…

Dennoch sollte man sich auch einmal die Umstände näher ansehen. Zum einen wird an der Börse immer die Zukunft gehandelt und die liegt nun einmal im Internet und dort im Bereich der Social Networks. Zum anderen ist das Unternehmen mit Abstand Weltmarktführer im Bereich der Business-Netzwerke und hat insofern ein funktionierendes Geschäftsmodell. Gewinne werden ebenfalls erzielt, so dass also lediglich das Ergebnis (noch) nicht zur Börsennotierung passt.

Der deutsche Wettbewerber Xing macht vor, dass man in dem Bereich auf Dauer solide Erträge erwirtschaften kann. Auch wenn die Bewertung des SDAX-Titels deutlich unter der des Branchenführers liegt, wird mit Blick auf die Börsenhistorie dennoch klar, dass beide Titel keine substanzlosen Internetbuden wie so manche 2000er Klitsche sind. Wirft man einen Blick in die Glaskugel werden LinkedIn deutlich gesteigerte Gewinne prognostiziert. Das KGV würde dann auf knapp über 100 sinken, womit die derzeit zweifelsohne absurd hohe Bewertung in den Bereich von ambitioniert sinken würde. Amazon mit einem KGV von rund 80 würde man derzeit ja auch keine Blase unterstellen…

Doch wie sieht es bei Groupon aus? Mit dem Rabatt-Sammler kommt ein Unternehmen auf den Markt, das ein uraltes Geschäftsmodell in die heutige Zeit rettet: Dass der Einkaufsgemeinschaft. Anstatt sich von vornherein und auf Dauer zusammenzuschließen, bilden hier die Groupon-Nutzer eine Gemeinschaft von Fall zu Fall und das auch bis in die kleinste Region heruntergebrochen. Ein Restaurant will neue Kunden? Ja das geht, mit 20% Rabatt für alle, aber nur wenn 200 Leute auch kommen. Ein Konzert hat noch freie Plätze? Dann gibt’s zwei Karten zum Preis von einer, aber nur wenn 1000 Karten verkauft werden. So oder ähnlich läuft das bei Groupon Tag für Tag in über 40 Ländern. Schwerpunkt ist allerdings weiterhin das US-Geschäft, wo angesichts der wirtschaftlichen Lage Rabatt-Konzepte immer gut ankommen. Da die Kunden die Produkte nur über spezielle Gutscheine erhalten, ist die Gewinnabschöpfung auch leicht möglich. Diese liegt derzeit bei der Hälfte des Ersparten.

Wie gefragt dieses Geschäftsmodell ist, machte Internetgigant Google im vergangenen Dezember mit seinem 6-Mrd.-Dollar-schweren Übernahmeangebot deutlich. Diese Summe gilt als Untergrenze für den Börsengang gesetzt. Insofern klingen die 750 Mio. Dollar, die Groupon im Rahmen des IPO einsammeln wird fast schon stark untertrieben. Die Gerüchteküche brodelt daher weiter und es werden Bewertungen von 15 Mrd. Dollar genannt. Schuld daran sind sicher auch die exorbitanten Wachstumszahlen. Der Umsatz lag im ersten Quartal 2011 mit knapp 645 Mio. Dollar nur wenig unter dem Umsatz des Gesamtjahres 2010 (713 Mio. Dollar). Allerdings kostet dieses Wachstum auch Unmengen Geld. Im ersten Quartal lief ein Verlust von 146 Mio. Dollar auf, nach 456 Mio. Dollar im Jahr 2010. Kritiker werfen ein, dass ein potenter Konzern wie Microsoft oder Google leicht einen Konkurrenten aufbauen könnte – doch derzeit ist das nicht abzusehen. Zumal die Marke Groupon inzwischen bei vielen Internet-Usern als Synonym für das Gutschein-Geschäft gilt. Und wie schwer man im Internet neue Marken für altbekannte Funktionen einführen kann hat Microsoft ja mit seiner Suchmaschine Bing erlebt. Google ist und bleibt hier die Nummer 1.

[ad#Google Adsense L-links]Alles entscheidend für den Erfolg des Börsengangs von Groupon wird also der Preis sein. Bis es soweit ist, werden die Spekulationen weiter ins Kraut schießen und die Sorgen vor einer Internet-Blase immer wieder hochkommen. Doch im Vergleich zu damals haben bisher alle Börsenneulinge funktionierende Geschäftsmodelle und mehr oder minder starke, schwarze Zahlen im Hintergrund. Das sieht bei den noch anstehenden Börsengängen auch nicht anders aus. Sowohl das Social Network Facebook, als auch der Spieleprogrammierer Zynga machen Gewinne und wachsen stark. Genaue IPO-Daten stehen bei beiden Unternehmen aber noch nicht fest, wobei auch Zynga durchaus noch in diesem Jahr der erfolgreiche Gang aufs Parkett gelingen dürfte. Der Börsengang von Facebook wird ja inzwischen für 2012 erwartet und dürfte dann auch als Zugpferd für den Kurznachrichtendienst Twitter dienen. Kurz und knapp: Die Bewertungen sind derzeit hoch, aber schließlich wollen auch alle Anleger ein Stück vom Kuchen Zukunft abhaben.

Kleine Presseschau vom 3. Juni 2011

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Interessantes zum Marktumfeld und aus der Wirtschaft

Olaf Storbeck: Traktoren, Targetsalden, Trugschlüsse – HWS hat sich verrannt

egghat’s not so micro blog: Nochmal was zu HW Sinns Target 2 Thesen

Henning Klodt: Ist die Währungsunion zu retten? Kernelemente für einen anreizeffizienten Krisenmechanismus

Bielmeiers Blog: Wohl und Wehe des Euro eng mit Schicksal Griechenlands verknüpft

Gaertner’s Blog: Rating-Aktivismus – Brisanz oder Besserung ?

Kantoos Economics: Quantitative Easing, der U.S. Konsument, und der Rest der Welt

Querschüsse: Japans Autoverkäufe mit -37,8% im Mai

Gaertner’s Blog: R.I.P. – Der amerikanische Traum

Rott & Meyer: Schlimmer geht’s immer: Karlspreis 2011

Best Börsen Blog: Ein neues Sommermärchen?

Riedls DAX-Radar: Im Zweifel lieber zuschauen

Blick Log: Medienpornografie: Warum die inszenierte Wirklichkeit in Wirtschaft und Politik richtig nervt

Social Banking 2.0: Wirtschaftsblogs: Der Eiserne Vorhang hinter den stillen Zitierkartellen ist gefallen

Unternehmen, Aktien und Anlagen im Fokus

Investors Inside: Trading Update E.on und RWE – jetzt Kaufen?

Börse-Online: Erschwerte Kapitalerhöhung: Staatshilfe stört die Commerzbank

ARD-Börse: Großaktionär torpediert Roth & Rau-Übernahme

FTD: Nordwind bringt SHW an die Börse

Der Aktionär: Nokia: Übernahmespekulationen machen die Runde

FAZ: Fiat übernimmt die Mehrheit: Amerikanische Regierung steigt bei Chrysler aus

Handelsblatt: Schnäppchenriese Groupon wagt riskantes Börsenspiel

Basic Thinking Blog: Sony erneut gehacked, womöglich 1 Million Kundendaten ausgespäht

egghat’s not so micro blog: Sino-Forest: Neuer 4,2 Mrd. Dollar Skandal?

Market Preview: DAX sollt wieder Gas geben, sonst…

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…haben wir nichts zu lachen. Die Vorgaben aus den USA und Asien sind rot. Dennoch zeigt der DBK-Indikator immerhin ein Plus von 0,5% auf 71707 an.

Die Commerzbank spricht heute vom DAX am entscheidenden Support. Das stimmt wohl, während die Citigroup den gestrigen Tag ganz nüchtern mit “Feiertag wurde für neue Verkäufe genutzt” zusammenfasst. X-markets geht diese Sache ganz sachlich an und sieht den DAX heute seitwärts.

Wichtige Daten am heutigen Tag:

!!! USA Arbeitsmarktdaten Mai, 14:30 Uhr
!!! USA ISM-Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen, 16:00 Uhr

Ausblick DAX: Wie immer Freitags – die reine Charttechnik

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Die kurze Erholung zum Wochenauftakt wurde im Keim erstickt, der DAX trat erneut den Weg gen Süden an. Die Konsolidierung hat damit weiter Bestand. Und die Gefahr einer weitergehenden Korrektur hat sogar wieder erheblich zugenommen.

An der 20-Tage-Linie abgeprallt

Am Dienstag konnte der der DAX mit einem Abwärtsgap die charttechnisch wichtige Zone zwischen 7.243 und 7.254 zurückerobern und kletterte bis auf ein Hoch bei 7.320. In der Nähe der fallenden 20-Tage-Linie, die aktuell bei 7.289 verläuft, drehte der Index aber dynamisch nach unten ab.

7.000er-Marke rückt näher

Nach einem Abwärtsgap ging er gestern auf seinem absoluten Tagestief bei 7.074 in den Feierabend und liegt damit nur noch knapp über dem Tief der vergangenen Woche (7.071). Wird dies unterschritten, ist ein Test der 7.000er-Barriere wahrscheinlich. Unterhalb der runden Marke ist die 200-Tage-Linie bei aktuell 6.875 das nächste Korrekturziel.

Erst über 7.320 hellt sich die Lage deutlich auf

Der Weg nach oben ist beschwerlich. Hier bietet zunächst das gestern geöffnete Gap bei 7.194 Widerstand. Darüber rückt wieder die Widerstandszone bei 7.243/7.254 in den Fokus. Deutlich aufhellen würde sich die angespannte charttechnische Lage mit einem Anstieg über das Hoch dieser Woche bei 7.320.

Kleine Presseschau vom 2. Juni 2011

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Interessantes zum Marktumfeld und aus der Wirtschaft

FAZ: „Ramschstatus“: Ratingagentur Moody’s stuft Griechenland herab

Handelsblatt: Investoren flüchten aus Griechen-Anleihen

Verlorene Generation: Bailouts in Euroland: Moral Hazard durch die Hintertür

Spiegelfechter: Um den Euro zu retten, muss Deutschland die Eurozone verlassen

Dorit Heß: Im Schutze der Anonymität

Handelsblatt: China lässt Luft aus der Immobilienblase

Querschüsse: Schwache US-Autoabsätze im Mai

Gaertner’s Blog: Zocker-Albtraum – Das Nadelöhr der NYSE

Acemaxx-Analytics: Der geldpolitische Fehler von 1937

Unternehmen, Aktien und Anlagen im Fokus

FTD: VW ködert Amerikaner mit Kampfpreisen

Börse-Online: Brennstoffzellen Daimler und Linde drücken aufs Tempo

Der Aktionär: Lanxess vor Milliarden-Deal

ARD-Börse: Nokia wehrt sich gegen Microsoft-Gerücht

Hankes Börsen Bibliothek: Ist Gold das bessere Geld?

Market Preview: Ups – das könnte heute hart werden

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Ich weiß gar nicht, warum wir diesen Beitrag heute schreiben. Erstens werden eh an Christi Himmelfahrt heute die Bollerwagen im Fokus stehen und zweitens sind die Vorgaben aus den USA und Asien mal richtig schlecht. Satte 2% ging es mit dem, Dow in den Keller. Weil nun selbst die Amerikaner Sorge haben, dass die Griechen, die von der Ratingagentur Moody’s auf "Ramschstatus" (Caa1) gestern abgestuft wurden, nun die Probleme nicht mehr in den Griff bekommen.

Der DAX notiert zumindest im vorbörslichen Handel laut DBK-Indikator bei 7150 Punkten, ein Minus von 0,9%.

Dementsprechend muss man kein Prophet sein, wenn man die Einschätzung der Analysten wissen will. Die Commerzbank erwartet den DAX schwächer. Wie kommt´s …Die Jungs von x-markets sehen heute eine Tendenz: Abwärts. 

Die Citigroup birngt es ganz schön auf den Punkt: “Die Käufer im Dax konnten im gestrigen Handel keinen „Fuß“ in die Tür bekommen, womit es diesen nicht gelungen ist, das Kaufsignal vom Dienstag auch direkt mit weiteren Kursgewinnen zu untermauern.”.

Fazit: Lieber Bollerwagen und alles andere, als Börse heute…

Im Fokus DAX: Leitindex auf Abwegen?

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Die Zahlen-Saison für das erste Quartal 2011 ist nun endgültig vorüber. Negative Überraschungen gab es  nur wenige. Und dennoch ist von Euphorie an den Märkten aktuell wenig bis gar nichts zu spüren. Denn nach wie vor belastet die europäische Schuldenkrise die Börsianer. Doch wenn man diese Herausforderungen zur Seite schiebt und den Blick auf das Wesentliche richtet, könnte es einem als Anleger warm ums Herz werden. Denn die nackten Wirtschaftsdaten zeigen durchaus auf, dass der deutsche Konjunkturmotor derzeit mehr als rund läuft.

Denn die deutsche Wirtschaft hat zu Jahresbeginn 2011 das kräftigste Wachstumstempo seit der Wiedervereinigung erreicht. Zu dem beeindruckenden Plus von mehr als 5% im Vorjahresvergleich haben sowohl die starken Exporte, aber auch die anziehenden Investitionen in Maschinen und Bauten beigetragen. Der private Konsum, der in den letzten Jahren stets nur schleppend vorankam, lag zu Jahresanfang knapp 2% höher als vor Jahresfrist. Kurz um: Das Vorkrisenniveau des Bruttoinlandsprodukts von Anfang 2008 wurde damit bereits schneller wieder erreicht als von vielen Experten erwartet wurde. Zumal auch in den kommenden Monaten die

deutsche Wirtschaft weiter expandieren dürfte, wenn man den vielen Experten Glauben schenken mag. Der Aufwärtstrend der Konjunktur scheint also intakt zu sein. Lässt sich das dann auch automatisch vom DAX® sagen?

Trotz der aktuellen Konsolidierung befindet sich der DAX® derzeit rein charttechnisch gesehen weiter in einer langfristigen Aufwärtsbewegung. Nach dem Bullenmarkt zwischen 2003 und 2007 war es im Zuge der Finanzkrise zu einer massiven Abwärtsbewegung gekommen. Am 30. Mai 2006 notierte der Index bei 5.622 Zählern, am 30. Mai 2007 bereits bei 7.883 Punkten. Nachdem er im Juli 2007 sein Allzeithoch bei 8.152 Punkten markiert hatte, drehte der Index Ende 2007 erneut bei gut 8.100 Zählern nach unten ab und leitete mit einem Doppeltop den folgenden Abschwung ein. Am 30. Mai 2008 lag der DAX® noch bei 7.097 Stellen. Seinen Tiefstand erreichte er im März 2009 bei 3.589 Zählern.

Von hier aus startete der DAX® eine kräftige Aufwärtsbewegung. Am 29. Mai 2009 stand der Index bei 4.941 Punkten und stieg bis zum 28. Mai 2010 wieder bis auf 5.946 Punkte. Nach einer ausgedehnten Konsolidierung setzte sich im Herbst letzten Jahres der Anstieg fort. Bis Mitte Februar kletterte der DAX® zunächst ohne größere Korrekturen weiter bis auf ein Hoch bei 7.442 Punkten, bevor die Katastrophe in Japan Mitte März für eine massive Korrektur sorgte.

Dabei fiel der DAX® zeitweise knapp unter die Marke von 6.500 Punkten zurück, drehte aber im Bereich der 200-Tage-Linie nach oben und startete eine dynamische Erholung. Dabei wurde das Hoch vom Februar bei 7.442 Zählern übersprungen und der deutsche Leitindex kletterte Anfang Mai mit 7.600 Punkten auf den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren. Von hier aus kam es zu einer erneuten Korrektur bis auf ein Tief bei unter 7.100 Zählern.

Von hier aus könnte sich nun aus rein charttechnischer Sicht die langfristige Aufwärtsbewegung fortsetzen. Gelingt der Sprung über die Widerstandszone im Bereich von 7.250 Punkten, könnte es zu einem weiteren Anstieg in Richtung des Jahreshochs bei 7.600 Zählern kommen. Risikobereite Investoren könnten mit dem Wave-Call der Deutschen Bank (WKN DE22Y9) auf steigende Kurse spekulieren. Der Hebel dieses Papiers liegt derzeit bei 3,25, das Stop-Loss-Niveau bei aktuell 5.180 Indexpunkten.

Wird hingegen die runde 7.000er-Marke unterschritten, könnte dies charttechnisch betrachtet zunächst weiter nachgebende Notierungen nach sich ziehen. Unterstützung könnte für diesen Fall die 200-Tage-Linie bieten, die derzeit bei circa 6.855 Zählern verläuft. Auf fallende Notierungen könnten spekulative Anleger mit dem Wave-Put der Deutschen Bank (WKN DE5LTU) setzen. Der Hebel beläuft sich hier aktuell auf 3,73, das Stop-Loss-Niveau liegt derzeit bei 9.100 Punkten.

Stand: 01.06.2011/ ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Vice President db x-markets

Dieses Dokument ist eine Werbemitteilung und die enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für künftige Wertentwicklungen. Eine Anlage in die genannten Wertpapiere ist mit einem Totalverlustrisiko verbunden und eine Investitionsentscheidung sollte nur auf Grundlage des für die genannten Wertpapiere allein maßgeblichen Prospekts getroffen werden. Dieser kann unter www.xmarkets.de heruntergeladen oder bei der Deutsche Bank AG, CIB, GME X-markets, Große Gallusstraße 10-14, 60311 Frankfurt, kostenfrei angefordert werden. DAX® ist eine eingetragene Marke der Deutsche Börse AG. Die genannten Wertpapiere werden in keiner Weise von der Deutsche Börse AG gefördert, herausgegeben, verkauft oder beworben.

Kleine Presseschau vom 1. Juni 2011

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Interessantes zum Marktumfeld und aus der Wirtschaft

FAZ: Schuldenkrise: Neue Milliardenkredite an Athen

FTD: Erste Landesbank schreibt Griechenland ab

egghats blog: Hat Griechenland 280 Mrd. Schwarzgeld in der Schweiz?

Marktmelange: Lieber ein Ende mit Schrecken für Griechenland

Olaf Storbeck: Bailouts in Euroland: Moral Hazard wird überschätzt

NZZ: Spanien im Griff der Gurkenkrise

Querschüsse: Achtjahrestief beim S&P/Case-Shiller Häuserpreisindex

Rott & Meyer: Der Bürger in der Saftpresse

finews.ch: Neue Zeiten: Warum sich die Schweizer Banken doppelt Mühe geben müssen

schieb.de: Virtuelle Währung fürs Netz: Bitcoin erobert das Web

Spiegel: Hacker-Währung Bitcoin: Geld aus der Steckdose

Handelsblatt: Digitalwirtschaft warnt vor „Hacker-Währung“

Blognition: Was Daytrader und Musiker gemeinsam haben

Süddeutsche Zeitung: Lesenswerte Wirtschaftsblog: Viel los im Affenkäfig

Unternehmen, Aktien und Anlagen im Fokus

Investors Inside: Commerzbank – da tut sich was!

Der Aktionär: E.on und RWE: Kritik von allen Seiten

FTD: Lanxess verhandelt über Milliardenzukauf

FAZ: Chinesen wollen Aldi-Lieferant Medion kaufen

ARD-Börse: Nokias Götterdämmerung geht weiter

Börse-Online: Evotec-Aktie auf Achterbahnfahrt

Gold: Da sind noch +34% Potenzial

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Ich bin erneut erstaunt, wie ungeduldig besonders die deutschen Börsianer oft sind.

Da brauchen die Rohstoff- und  Aktienmärkte einmal nur ein paar Wochen lang faktisch auf der Stelle zu treten und schon häufen sich Anfragen mit solchem oder ähnlichen Inhalt bei mir:

“Seit Wochen tut sich nix an den Märkten, meinen Sie, dass wird sich wieder ändern?”

Dann stehe ich wieder vor der Entscheidung, ob ich mich ernsthaft mit einer solchen Anfrage auseinander setze oder meine Standardantwort schicke:

“Nein, die Märke werden sich nie wieder bewegen, denn gerade der Börsenhandel zeichnet sich dadurch aus, dass wir niemals Trends an den Märkten haben.”

(Wäre ja gar nicht so schlecht, dann hätte man es Analyst deutlich leichter)

Ok, Spaß beiseite. Nutzen wir lieber die ruhigere Zeit an den Märkten, nach und nach die wichtigsten Underlyings mit Point&Figure zu analysieren.

Heute sollten wir meiner Meinung nach dringend einen erneuten Blick auf das Gold werfen.

Schließlich bietet es sogar jetzt noch satte +34% Kurspotenzial.

Aber der Reihe nach:

XundO01062011

Point&Figure Gold: Weiteres Potenzial von rund +34%

Am 2 März bildete sich im Point&Figure-Chart des Goldpreises durch das Überschreiten von 1.440 USD pro Feinunze ein erneutes Point&Figure-Kaufsignal aus.

Anfang Mai kam es zu einem Rücksetzer, der es nun ermöglichte, das 2. Kursziel des Kaufsignals vom 2. März zu bestimmen.

(Erst dann war nämlich eine vertikale Kurszielberechnung möglich, denn erst dann stand die Länge der X-Säule, die das Kaufsignal beinhaltet, fest. Das erste Kursziel von 1.600 USD wurde ja nach der horizontalen Berechnung bestimmt und übrigens fast punktgenau erreicht.)

Dieses 2. Kursziel aus der vertikalen Berechnung beläuft sich auf satte 2.060 USD pro Feinunze.

Es wurde durch den Kursanstieg seit dem 31. März bestätigt. (Erkennbar an der letzten X-Säule)

Sammeln wir die Informationen und kommen zu einem Resümee:

Der Goldpreis befindet sich weiter in einem intakten Point&Figure-Kaufsignal mit dem aktivierten und bestätigten Kursziel von 2.060 USD pro Feinunze.

Das eröffnet bereits schon ohne Hebel ein sattes Kurspotenzial von +34%.


Unter 1.460 USD wird´s kritisch

Sollte der Goldpreis jedoch wider Erwarten “schwächeln”, kommt der Marke von 1.460 USD pro Feinunze eine wichtige Bedeutung zu.

Sollte der Preis des gelben Edelmetalls darunter fallen, dürften die Bären wieder neuen Mut fassen und den Kurs weiter nach unten treiben.

Gold ist weiter eine Bullen-Versuchung

So gesehen spricht das Verhältnis von Chance zu Risiko weiter eine deutliche Sprache.

Mit rund 500 USD Potenzial und einem Risiko von rund 100 USD (jeweils pro Feinunze) bietet sich auch jetzt noch ein Investment im Gold an.

Ihr Jörg F. Mahnert

www.XundO.info (alles rund um Point&Figure)

Der Autor ist in Gold derzeit investiert. Die in diesem Artikel enthaltenen Angaben stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Dem Autor sind die Anforderungen nach §34b WpHG bekannt.

Market Preview: Bullishes Gap leitet Bewegung gen Norden ein?

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Auch wenn es bei uns gerade mächtig regnet – an den Börsen scheint augenscheinlich wieder die Sonne. Satte Zugewinne im DAX, gute Vorgaben aus den USA und Asien, da könnte der heutige Tag wieder gut werden.

Seitens der Analysten sieht man dies größtenteils auch so. Das Macquarie Oppenheim Derivate-Team spricht von “Bullishes Gap leitet Aufwärtsbewegung ein”. HSBC wiederum bringt es auch schön auf den Punkt: Das Warten lohnt sich. BNP derweil braucht nur ein Wort für den DAX: Aufwärts und auch die Commerzbank (“Bullen im Vorteil”) und x-Markets (“aufwärts”) sind positiv gestimmt. Na bitte, geht doch…

Wichtige Termine von heute:

USA ADP-Arbeitsmarktbericht
USA ISM-Index Industrie
USA Bauausgaben

Schäubles Beschwichtigungsversuche zum Thema Euro

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Die Euro-Krise geht mit Schwung weiter und Bundesfinanzminister Schäuble versucht sich allwöchentlich mit Beschwichtigungsversuchen. Auf der Website des Ministeriums kann man dankenswerterweise die wichtigsten O-Töne des Ministers kompakt zusammengefasst lesen. So hieß es zuletzt am vorletzten Sonntag „Die Menschen müssen sich keine Sorgen machen. Die Währung bleibt stabil, die Preise auch. Die Angst vor einer Inflation ist unbegründet.“ Wenige Tage zuvor hieß es: „Es ist absolut klar und unstreitig, dass Deutschland enorm von der Einführung des Euro profitiert hat…“ Und in der Woche zuvor kam er sogar zu der Einsicht: „Die Vorteile überwiegen die Nachteile bei weitem. Aber natürlich haben wir zunehmend das Problem, Europas Bürgerinnen und Bürger davon überzeugen zu können…“ Und damit sich das auch bei den jüngeren herumspricht, gibt es seit wenigen Tagen auch ein passendes Youtube-Video. Getreu dem Motto: Alles wird gut…

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Market Preview: DAX springt über 7.200er Marke

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[ad#Google Adsense L-links]Nach dem schwachen Wochenauftakt am Montag startet der Dienstaghandel deutlich freundlicher. Besonders die guten Arbeitsmarktdaten aus Deutschland sorgen für gute Laune.

Laut x-markets sind nun weitere Zugewinne bis 7.250 Punkte einzuplanen. Darüber treten die bekannten Kursziele von 7.290 und 7.350 Punkten in den Vordergrund. Auch das Macquarie Oppenheim Derivate-Team ist optimistisch und stellt jedoch ein nachhaltiges Überwinden der Marken von 7.217 und 7.230 Punkten als Bedingung für weitere Zugewinne. Die Commerzbank bleibt indes weiterhin neutral.

Die Jungs von BNP Paribas bleiben bei ihrem Pessimismus. Nach einer Topbildung im Bereich 7.215/7.235 fällt der DAX ihrer Ansicht nach mit hoher Wahrscheinlichkeit (70%) bis ~7000, ggf. schon bis 6820/6890.

Bei der HSBC hält man sich dagegen zurück. Unter dem Motto „Neue Woche ja, neues Glück nein“ bleibt man skeptisch. Bei der Citi First wiederum kommt man zu der Ansicht, dass kurzfristige
Kursgewinne in Richtung 7.250 Punkte möglich wären. Aber erst oberhalb dessen würde sich ein deutlicheres Kaufsignal zeigen, mit der Möglichkeit den Abwärtstrend auch zu beenden.

Unternehmens- und Konjunkturdaten

11.00 Uhr, EU Arbeitslosenzahlen (April)
11.00 Uhr, EU Verbraucherpreise (Mai)
15.00 Uhr, USA Case-Shiller-Hauspreis-Index (März)
15.45 Uhr, USA Chicagoer Einkaufsmanagerindex (Mai)
15.00 Uhr, USA Verbrauchervertrauen Conference Board (April)

Bilfinger Berger, Hauptversammlung
Deutsche Wohnen, Hauptversammlung
ElringKlinger , Hauptversammlung
H&R Wasag, Hauptversammlung
Smartrac, Hauptversammlung

Phillips van Heusen, Quartalszahlen

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Kleine Presseschau vom 30. Mai 2011

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Interessantes zum Marktumfeld und aus der Wirtschaft

Rott & Meyer: Griechenland: Logenplatz im Freilufttheater

Querschüsse: Alternativlos in der Sackgasse

FTD: Rettung Griechenlands: Das Märchen vom Kredit aus dem Nichts

Gaertner’s Blog: Am Dienstag wird die Katastrophe geprobt

Tim Schäfer: Im Reich der Mitte: Bilanzbetrug am laufenden Band

Investors Inside: Verzweifelte Dollar-Rettungsversuche der US Ratingagenturen?

Verlorene Generation: Wie die EU die Saat für die nächste Finanzkrise legen will

Marktmelange: Investoren hassen Banken

FAZ: Sinkende Aktienkurse: An der Börse wird’s gefährlich

Unternehmen, Aktien und Anlagen im Fokus

ARD-Börse: Licht aus bei Eon und RWE?

manager magazin: Kooperation mit Eon: Telekom steigt ins Stromgeschäft ein

Handelsblatt: Berliner Chemieriese Brenntag schluckt US-Familienunternehmen

ARD-Börse: Catoil rüstet auf

Der Aktionär: Sto AG: Furioser Start

Börse-Online: Tauziehen um Roth & Rau

Invest Blog: Solarworld – ist die Talfahrt symptomatisch?

ARD-Börse: Adler: aus 10 wurden 145 Millionen

FAZ Ad-hoc: High-Tech Langweiler: Die neuen Substanzwerte

fils aktienblog: Lenzing: Aktiengewinnmitnahme als Kapitalerhöhung verkauft

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