Deutschland scheint um einen Anlegerskandal reicher zu sein. Die vierte Bilanzvorlagenverschiebung von Wirecard brachte die Bombe zum Platzen. Ein Kurssturz wie der heutige geht in die Geschichte ein. Zudem ist er ein Lehrstück für Anleger, die Aktien für den Vermögensaufbau nutzen wollen.
So muss ein Handelsauftakt aussehen. Nach langem Zögern springt der DAX am Donnerstagvormittag auf ein neues Allzeithoch und erstmals über die Marke von 9.800 Punkten. Die Euphorie wurde unter anderem durch unerwartet gute BIP-Daten aus Deutschland befeuert. Immerhin ist die größte Volkswirtschaft Europas mit 0,8 Prozent im ersten Quartal 2014 so stark gewachsen wie seit fast drei Jahren nicht mehr.
Der DAX startet am Montagvormittag mit deutlichen Verlusten in den Handel. Dabei wird die Stimmung vor allem durch die Verluste an der Wall Street vom Freitagabend belastet. An den US-Börsen wurde insbesondere der Arbeitsmarktbericht für den Monat März negativ aufgenommen. Nun können wir gespannt sein, ob die in dieser Woche startende Quartalsberichtsaison für eine Stimmungsaufhellung sorgen kann.
Am Donnerstagvormittag scheinen sich die Anleger angesichts einer wahren Zahlenflut und der anstehenden Zinsentscheidung der EZB nicht so recht entscheiden zu können, wohin die Reise für den DAX gehen soll. Warten wir es einmal ab, ob im Laufe des Tages mehr Klarheit herrschen wird und wir eine Fortsetzung der jüngsten Rekordjagd erleben.
Bei der United Internet-Aktie (WKN: 508903 / ISIN: DE0005664809) hatte es in den vorigen Tagen gewissermaßen eine leichte Verstimmung gegeben, weil das Management mit Vorlage der Halbjahreszahlen die Prognose in Bezug auf das Umsatzwachstum 2017 leicht nach unten korrigiert hatte.
Gut, mit einer Übernahme durch General Electric (GE) (WKN: 851144 / ISIN: US3696041033) wurde es nichts. Trotzdem geht das Leben für den 3D-Drucker-Hersteller SLM Solutions (WKN: A11133 / ISIN: DE000A111338) weiter.
Nach einem schwachen Geschäftsjahr 2014 und einem Verlust im Auftaktquartal 2015 konnte der Telekommunikationsdienstleister QSC (WKN 513700) nun wenigstens die Jahresziele bestätigen. Zudem sieht sich das Unternehmen bei seinen Sparbemühungen auf Kurs, so dass diese in der zweiten Jahreshälfte messbare Ergebnisverbesserungen liefern sollten.
Trotz schwacher Vorgaben aus den USA konnte sich der DAX am Dienstagvormittag noch ordentlich schlagen, doch am Mittag rutscht das wichtigste deutsche Börsenbarometer deutlich in die Verlustzone. Schuld ist unter anderem ein Bericht der „Financial Times“, wonach die griechische Regierung einen Zahlungsausfall erklären würde, wenn die internationalen Hilfsgelder bis Ende April nicht fließen. Allerdings sollten Anleger noch nicht so viel auf Meldungen rund um Griechenland geben, so lange es nichts Konkretes gibt…
Der Hightech-Maschinenbauer Manz (WKN: A0JQ5U / ISIN: DE000A0JQ5U3) hatte Investoren Mitte Juni mit der Meldung geschockt, dass ein wichtiger Kunde ein Großprojekt im Geschäftsbereich Energy Storage gestoppt hatte. Seitdem hat sich die Manz-Aktie stabilisieren können. Jetzt soll das Papier sogar richtig durchstarten.
Trotz der allgemeinen Börsenturbulenzen hatte die Evotec-Aktie (WKN 566480) zuletzt den Weg nach oben angetreten. Das TecDAX-Papier macht sich nun sogar auf, sich nachhaltig über der Marke von 4 Euro festzusetzen. Grund für die gute Stimmung sind eine höhere Umsatzprognose und Meldungen zu weiteren Kooperationen.
Bei MorphoSys (WKN 663200) ist derzeit reichlich was los. Mithilfe höherer Investitionen in Forschung & Entwicklung will sich das Biotechnologieunternehmen aus Martinsried bei München neue Wachstumschance eröffnen. Anfang der Woche wurde eine Patentverletzungsklage in den USA gegen Janssen Biotech und Genmab eingereicht. Das war aber nicht alles.
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