Lanxess: Marktschwäche eingepreist?

Lanxess machte zuletzt in der Bau-, Elektro-/ Elektronikindustrie eine besonders schwache Nachfrage aus.

(Bildquelle: Pressefoto Lanxess)

Während die Inflation hoch bleibt, trüben sich die wirtschaftlichen Aussichten ein. Schlechte Nachrichten für Chemieunternehmen. Im Fall des MDAX-Unternehmens Lanxess (WKN: 547040 / ISIN: DE0005470405) zeigte sich dies anhand einer Gewinnwarnung.

Nach einem schwachen Jahresstart habe sich die Schwäche im zweiten Quartal fortgesetzt. Lanxess machte in der Bau-, Elektro-/ Elektronikindustrie eine besonders schwache Nachfrage aus. Der Konzern hatte ursprünglich für das zweite Quartal ein EBITDA vor Sondereinflüssen in etwa auf dem Niveau des ersten Quartals erwartet.

Dieses lag bei 189 Mio. Euro und bedeutete einen Rückgang um 27,9 Prozent gegenüber 2022. Jetzt sieht man das Ergebnis bei etwa 100 Mio. Euro. Für das Gesamtjahr hatte man sich zunächst 850 bis 950 Mio. Euro zugetraut. Nun wird ein Wert zwischen 600 und 650 Mio. Euro prognostiziert.

Das Management rechnet damit, dass sich die Nachfrageschwäche in der zweiten Jahreshälfte fortsetzt. Nach der jüngsten Talfahrt könnten allerdings Schnäppchenjäger über erste günstige Einstiegsgelegenheiten nachdenken.