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Der DAX (WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008) ist technisch betrachtet zwar wieder über die wichtige Marke von 12.390 Punkte gestiegen, konnte darüber aber keine wirkliche dynamische Bewegung nach oben entfalten. Unter 12.670 Punkten muss man deshalb davon ausgehen, dass die Erholung seit dem 9. Februar eine korrektive Bewegung war, auf die ein neuer Impuls abwärts folgen wird. Dieser Impuls könnte den DAX unter 11.700 Punkte führen.

Heute wird die US-Regierung kurzlaufende Staatsanleihen auf Rekordniveau begeben, um die Rechnungen aus dem kurzzeitigen technischen Finanzierungsstopp bezahlen und den neuen Haushaltsplan unterstützen zu können. Ein Blick in die Handelsbücher der US-Terminbörsen zeigt, dass große Adressen im Vorfeld ihre Leerverkaufspositionen bei Kurzläufern rasant aufgelöst haben. Niemand will derzeit auf fallende Zinsen am kurzen Ende bei US-Renten setzen. Die Auktion um 17:30 Uhr heute Nachmittag sollten Trader am US-Markt engmaschig im Blick behalten.

Die Zinsen könnten die Märkte heute wieder in Bewegung bringen. Der Dow Jones steht direkt vor einem Widerstand. Auch bei den US-Märkten ist die Erholung seit dem Ausverkauf schon wieder sehr weit fortgeschritten, sodass Gewinnmitnahmen die Indizes früher oder später wieder unter Druck bringen könnten, wenn sich zeigt, dass sich die Gewinne nicht weiter nach oben fortsetzen.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: CMC Markets / markteinblicke.de

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