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Der heutige Tag an der Wall Street beginnt wie die vergangenen beiden Tage auch: Mit Käufen, die den Markt schrittweise weiter nach oben treiben. Es wäre jetzt ein starkes positives Signal, wenn die deutlichen Verkäufe ab 20 Uhr wie in den vergangenen beiden Tagen dieses Mal ausbleiben.

Wir haben in den vergangenen 24 Stunden eine Litanei von Notenbankpräsidenten gehört, die quasi allesamt das wiederholten, was bereits gestern im Protokoll der vergangenen Fed-Sitzung geschrieben stand, nämlich eine sanft straffere Haltung hinsichtlich der künftigen Geldpolitik. Die Betonung liegt auf sanft: Niemand will noch mehr Öl ins Feuer bereits steigender und den Aktienmarkt destabilisierender Zinsen kippen. Das ist der Drahtseilakt, den die Zentralbanken jetzt vor sich haben. Sie müssen das Undenkbare schaffen: Dem Markt das Ende der Medikamente verkaufen, ohne dass die Entzugserscheinungen allzu großen Schaden anrichten.

Die heute gemeldeten Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung deuten auf einen weiteren starken Arbeitsmarktbericht für Februar mit über 200.000 neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft hin. Der S&P 500 bliebt derweil in einer zittrigen Lage, solange er seine 50-Tage-Linie bei 2.729 Punkten nicht zurückholt. Schlägt der Anstieg darüber fehl, könnte die Spekulation über einen Test der Ausverkaufstiefs von vor zwei Wochen wieder aufflammen.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

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Bildquellen: CMC Markets / markteinblicke.de

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