Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Mehr als achthundert Punkte am Stück in den vergangenen Wochen waren zu viel für den Deutschen Aktienindex. Dass der Markt heute trotz einem wieder fallenden Euro nicht auf die Beine kam, zeigt die Ermüdungserscheinungen nach der Rally seit Ende März. Dem Markt ging in den vergangenen Tagen merklich die Puste aus.

Auch weil bei rund 12.665 Punkten der Durchschnitt der vergangenen 200 Tage wartet, ein nicht zu vernachlässigender Widerstand auf dem Weg nach oben. Sollte es dem DAX allerdings gelingen, diese Hürde nachhaltig zu überwinden, würde der Weg zu neuen Rekorden frei.

Und dass die Wall Street die grandiosen Zahlen des Mischkonzerns General Electric nicht für weitere Kursgewinne nutzen kann, ist auch ein Signal, das zur Vorsicht mahnt.

Auch wenn der Ölpreis heute wieder etwas nachgab, sieht alles danach aus, als würde sich der Aufwärtstrend in den kommenden Wochen fortsetzen. Das schürt nicht nur die Angst, dass sich die steigenden Rohstoffpreise negativ auf die Weltwirtschaft auswirken, sondern auch Inflationssorgen, die die Notenbanken dazu zwingen könnten, ihr Tempo bei weiteren Zinsschritten nach oben anzuziehen.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: CMC Markets / Pressefoto Deutsche Börse AG

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