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Die laufende Korrektur mit immer tieferen Kursen im Euro gegenüber dem US-Dollar hat sich seit gestern noch einmal beschleunigt. Nach dem Bruch der Unterstützung bei 1,2150 EUR/USD geraten nun die zahlreichen Positionen, die seit Wochen in der Erwartung eines schwächeren Dollars und damit stärkerem Euro aufgebaut wurden, plötzlich in Schieflage.

Die vorsichtigen Aussagen der Europäischen Zentralbank von gestern entfalten also die gewünschte Wirkung. Ein fallender Euro wird seinen Teil dazu beitragen, über steigende Importpreise die Inflation in Richtung der Mandatsziele von zwei Prozent zu bewegen. In den Vereinigten Staaten brummt die Wirtschaft. Die Aufträge für langlebige Güter deuten auf einen starken Konsum hin, während die Erstanträge Hoffnungen auf einen sehr starken Arbeitsmarktbericht in der kommenden Woche wecken.

Zusammen mit sehr guten Quartalszahlen aus dem Technologiesektor ist das die Essenz für weiter steigende Kurse, zumal der Dow Jones wie der Deutsche Aktienindex vorgestern scharfe Umkehrmuster im Tageschart ausgebildet haben. Nun gerät im DAX der Bereich von 12.615 bis 12.650 Punkten wieder in Reichweite. Es besteht die Hoffnung, dass der Markt diesmal den Widerstand bricht und damit das entsprechende Signal für eine Fortsetzung der Erholung bis auf 13.000 Punkte setzt.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: CMC Markets / markteinblicke.de

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