Bildquelle: markteinblicke.de

Die Frage, wie viel Gewinn zu Gunsten stärkerer Wachstumsinvestitionen geopfert werden soll, beschäftigt die schnell wachsenden Online-Händler seit Anbeginn der Zeit. Natürlich auch zooplus (WKN: 511170 / ISIN: DE0005111702), Europas führenden Internethändler für Heimtierbedarf. Einige Analysten sind von der Gewinnentwicklung alles andere begeistert. Nicht so Anleger.

Sie bescherten der im deutschen Kleinwerte-Index SDAX gelisteten zooplus-Aktie zuletzt einen steilen Kursanstieg. Inzwischen ist das Allzeithoch auch nicht mehr fern. Vor fast genau einem Jahr kletterte die zooplus-Aktie im laufenden Handel sogar über die Marke von 200 Euro. Auf Schlusskursbasis liegt der Rekordstand etwas niedriger. Nun aber ist die Rekordjagd wieder eröffnet.

Nach der Bekanntgabe der vorläufigen Eckdaten für das erste Quartal 2018 gab es nun die genaueren Ergebnisse. Die Umsätze kletterten um 26 Prozent auf 323 Mio. Euro. Besonders gut liefen die Eigenmarken für Futter und Streu. Zudem wurde in allen 30 Ländermärkten ein zweistelliges Umsatzwachstum erzielt. Allerdings konnten sich nicht sämtliche Marktteilnehmer mit dem Vorsteuerverlust von 5,5 Mio. Euro anfreunden.

zooplus-Chart: boerse-stuttgart.de

Die schwache Profitabilität sorgte dafür, dass die Analysten bei der Deutschen Bank ihre „Hold“-Einschätzung für die zooplus-Aktie bestätigten, obwohl das starke Wachstum immerhin für eine Kurszielanhebung von 160,00 auf 172,00 Euro ausreichte. Bei Berenberg bleibt es ebenfalls beim „Hold“-Rating. Allerdings sorgte auch dort die starke Umsatzentwicklung für ein höheres Kursziel, es ging von 155,00 auf 180,00 Euro aufwärts. Bei Hauck & Aufhäuser sieht man den Vorsteuerverlust zu Beginn des Jahres 2018 deutlich kritischer, daher führen sie die zooplus-Aktie sogar mit einer „Sell“-Einstufung und einem Kursziel von lediglich 126,00. Damit trauen sie dem Papier einen Kursrutsch um rund 33 Prozent zu.

Quelle: de.4.traders.com

FAZIT. An unserer Einschätzung hat sich dagegen nichts geändert. Vor kurzen hieß es an dieser Stelle: „zooplus kommen gleich mehrere Entwicklungen zugute. Der Internet-Handel boomt. Dafür hat nicht nur Amazon gesorgt. Außerdem kaufen Haustierliebhaber nicht mehr nur Futter für ihre Lieblinge. Diese werden immer mehr vermenschlicht, so dass der Absatz von allerhand Accessoires angekurbelt wird. Auf diese Weise wird das eigene Geschäft deutlich breiter. Höhere Margen dürften sich ebenfalls erreichen lassen, wovon letztlich auch die zooplus-Aktie profitieren sollte.“

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1 Kommentar auf "Setzt zooplus die richtigen Prioritäten?"

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