Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Aus technischer Sicht ist die 20-Tage-Linie ein kurzfristiger Gradmesser für Stärke oder Schwäche im Deutschen Aktienindex. Nachdem der Markt heute Morgen eine halbe Stunde lang versucht hat, den dort bei 11.411 Punkten liegenden Widerstand zu knacken, haben die Anleger erneut ihren Daumen über dem DAX gesenkt.

Die Bedrohung bleibt, die Regierung in London könnte fallen und damit die Planungssicherheit für den Brexit. Das könnte einiges durcheinander bringen. Ohnehin stehen die Volatilitätsampeln an der Börse auch Mitte November noch auf gelb und damit bei weitem nicht dort, wo sie saisonal und zyklisch eigentlich stehen sollten.

In der wegen Thanksgiving verkürzten Handelswoche könnte aber eine Annäherung im Handelskonflikt zwischen den USA und China positive Impulse bringen. Und die Vorfreude über gute Geschäfte an Cyber-Monday und Black Friday könnte Käufer in die einschlägigen Aktien locken.

Der BitCoin bricht stark ein. Die Kryptowährungen wurden in den vergangenen Jahren durch eine Flut von ICOs immer mehr verwässert. Eine Kryptowährung mag mengenmäßig begrenzt und damit vor Inflation geschützt sein. Die Inflationsrate bei ICOs aber lag gerade in den vergangenen beiden Jahren bei vielen tausend Prozent. Mit diesem Verwässerungseffekt hat die Branche sich selbst ins Knie geschossen.

Jochen Stanzl

Ein Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

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Bildquellen: CMC Markets / Pressefoto Deutsche Börse AG

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