Bildquelle: Pressefoto ThyssenKrupp

Bei thyssenkrupp (WKN: 750000 / ISIN: DE0007500001) laufen die Geschäfte derzeit nicht gerade blendend. Zumal der Stahl- und Technologiekonzern gerade bei einem milliardenschweren Auftrag zur Modernisierung der australischen U-Boot-Flotte leer ausgegangen ist. Das ist jedoch nicht in erster Linie das, was Anleger aktuell umtreibt.

Vielmehr schauen Investoren darauf, ob der Konzernumbau wie erwartet vorankommt. Zumindest in dieser Hinsicht konnte das Management mit einigen Erfolgsmeldungen aufwarten. Die Aufspaltung macht Fortschritte. Der Konzern hat die Führungsstrukturen der beiden künftigen Unternehmen thyssenkrupp Industrials und thyssenkrupp Materials bekanntgegeben. Schlank sollen sie sein und Geld einsparen. Wir sind gespannt…

Im Geschäftsjahr 2020/2021 sollen die Verwaltungskosten für beide Unternehmen insgesamt bei unter 300 Mio. Euro liegen (Geschäftsjahr 2017/2018: rund 380 Mio. Euro). Das hört sich doch gar nicht so schlecht an. Allerdings stockte zuletzt die Zusammenführung der Stahlaktivitäten mit dem europäischen Stahlgeschäft von Tata Steel (WKN: A0DQQE / ISIN: TH0692010R12). Die EU-Kommission könnte die Geduld verlieren, wenn es um Maßnahmen der beiden Unternehmen zum Verkauf von Beteiligungen zur Besänftigung der Wettbewerbsbehörden geht.

Die jüngsten Quartalszahlen fielen wiederum gemischt aus. Während Umsatz und Auftragseingang gesteigert werden konnten, lief es auf der Ergebnisseite alles andere als rund. Der Umsatz aus fortgeführten Aktivitäten kletterte im Dezember-Quartal um 3 Prozent auf 7,9 Mrd. Euro. Beim Auftragseingang lag das Plus sogar bei 6 Prozent auf 8,1 Mrd. Euro. Dagegen schrumpfte das bereinigte EBIT aus fortgeführten Aktivitäten von 265 Mio. Euro im Vorjahr auf nun 168 Mio. Euro.

FAZIT. Die jüngste Zahlenbekanntgabe sorgte dafür, dass die thyssenkrupp-Aktie trotz eines positiven Gesamtmarktumfeldes am Dienstag Kursverluste hinnehmen musste. Kein Wunder. Schließlich spielen im Fall von thyssenkrupp weiterhin sehr viele Unsicherheiten eine Rolle. Dazu gehören der Umbau, US-Importzölle oder die erwartete Konjunkturabkühlung. Zumindest lässt es sich sagen, dass die thyssenkrupp-Aktie in den vergangenen Wochen und Monaten deutlich billiger geworden ist.

Anleger, die auf einen Aufwärtstrend der thyssenkrupp-Aktie setzten und sogar überproportional von steigenden Kursen des DAX-Wertes profitieren möchten, schauen sich am besten entsprechende Hebelprodukte (WKN: HU1GEA / ISIN: DE000HU1GEA3) auf der Long-Seite an. Skeptiker haben ebenfalls mit passenden Short-Produkten (WKN: HX5Q05 / ISIN: DE000HX5Q059) die Gelegenheit auf fallende Kurse der thyssenkrupp-Aktie zu setzen.

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[…] abgeschlagen am Indexende, nachdem der Stahl- und Technologiekonzern mit seinen neuesten Quartalsergebnissen Marktteilnehmer nicht begeistern konnte. TUI (WKN: TUAG00 / ISIN: DE000TUAG000) präsentierte […]

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[…] Kosten Außerdem werden die Kosten der Aufspaltung im Konzern auf rund eine Milliarde Euro geschätzt. Dies ist ein weiterer Grund, weshalb die […]