Infineon auf der KI-Überholspur

KI-Boom und Auto-Erholung treiben Infineon an: Der DAX-Konzern profitiert von starker Nachfrage und bewegt sich in neuen Kurs-Sphären.

(Bildquelle: Pressefoto Infineon Technologies AG)

Infineon (WKN: 623100 / ISIN: DE0006231004) zeigt, dass es auch auf dieser Seite des Atlantiks Technologieunternehmen gibt, die vom Boom rund um die Künstliche Intelligenz profitieren. Zumal das für den DAX-Konzern wichtige Automobilgeschäft Erholungstendenzen zeigt. Die positive Entwicklung geht sogar so weit, dass ein Langzeithoch geknackt werden könnte.

Infineon spielt im Konzert der Großen mit

Es ist jedes Mal etwas Besonderes, wenn eine Aktie ein über viele Jahre gültiges Allzeithoch endlich überwinden kann. Im Fall von Infineon reichte dieses bis in das Jahr 2000 zurück, als die Dotcom-Blase für allerlei Übertreibungen gesorgt hatte. Einige werden argumentieren, dass wir uns im Moment in einer ähnlichen Phase befinden. Andere dürften wiederum auf die tatsächlichen Umsätze und Gewinne der KI-Größen verweisen, die es in dieser Form um die Jahrtausendwende nicht gegeben hatte.

Zu diesen Größen gehört inzwischen auch Infineon. Dass man im Konzert der Großen angekommen ist, zeigt beispielsweise der Umstand, dass Infineon dem KI-Fabrik-Ökosystem MGX von NVIDIA beigetreten ist. Ziel ist es unter anderem, die Energieversorgung für KI-Rechenzentren der nächsten Generation mitzugestalten.

So sollen die Power-Management-Lösungen von Infineon die NVIDIA-MGX-Architektur sowie die 800-VDC-Stromversorgungsarchitektur unterstützen. Dabei handelt es sich um eine offene, modulare Referenzarchitektur, die für KI-Fabriken im Zeitalter der agentischen KI entwickelt wurde. Auch die jüngsten Geschäftsergebnisse zeigen, dass Infineon vom KI-Boom profitiert.

Infineon traut sich noch mehr zu

Im zweiten Quartal (Ende März) des laufenden Geschäftsjahres 2025/26 legten die Umsätze im Vorjahresvergleich um 6 Prozent auf 3,8 Mrd. Euro zu, während die Segmentergebnismarge 17,1 Prozent erreichte. Von Managementseite wurde darauf verwiesen, dass der KI-Boom weiter an Dynamik gewinnen würde und man daher für die zweite Jahreshälfte eine Wachstumsbeschleunigung erwartet. Insbesondere seien Infineons Stromversorgungslösungen für KI-Rechenzentren sehr stark nachgefragt.

Gleichzeitig sieht man im Automobilbereich positive Entwicklungen, insbesondere bei softwaredefinierten Fahrzeugen. Insgesamt rechnet man daher mit einem stärkeren Umsatzwachstum auf Konzernebene. Der Umsatz soll 2025/26 im Vergleich zum Vorjahr „deutlich“ steigen, nachdem man zuvor lediglich ein „moderates“ Plus in Aussicht gestellt hatte. Es sind auch solche Prognosen, die Analysten weiterhin optimistisch auf Infineon blicken lassen.

Weitere Margenverbesserungen bei Infineon

So hatte beispielsweise Deutsche-Bank-Analyst Johannes Schaller die Investorenveranstaltung „dbAccess European Champions Conference“ genutzt, um im Fall der Infineon-Aktie das Kursziel von 70,00 auf 90,00 Euro anzuheben. Zudem wurde das „Buy“-Rating bestätigt. Den Analysten freuten die positiven Botschaften des Managements. Hauptgrund für die Kurszielanhebung ist jedoch das starke Engagement im Bereich Künstliche Intelligenz. Zudem wird auf das erhebliche Potenzial für eine Margensteigerung und anhaltende Marktanteilsgewinne im Automobilbereich verwiesen.

Jefferies-Analyst Janardan Menon hat seinerseits das Kursziel für Infineon von 75,00 auf 96,00 Euro angehoben und das „Buy“-Rating bestätigt. Im Bereich der Power-Management-Lösungen für Künstliche Intelligenz profitierten die Bayern von wachsender Nachfrage, höheren Kapazitäten und steigenden Preisen im Geschäftsjahr 2026/2027. Gleichzeitig verstärke sich der Aufschwung im Geschäft mit der Automobilbranche und der Industrie. Wenn es um die Gewinnschätzungen geht, ist Menon im Vergleich zu anderen Analysten besonders optimistisch.

Das marktEINBLICKE-Fazit

Während die starke Nachfrage nach Energieversorgungslösungen für KI-Rechenzentren Infineon neue Chancen eröffnet, zeichnet sich zugleich eine Erholung im wichtigen Automobilgeschäft ab. Die jüngste Prognoseanhebung sowie die positiven Einschätzungen führender Analysten unterstreichen das Vertrauen in die weitere Geschäftsentwicklung. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass Infineon nicht nur als Zulieferer der Halbleiterindustrie, sondern zunehmend als wichtiger Akteur im KI-Ökosystem wahrgenommen wird.

Anleger, die gehebelt auf Kurssteigerungen bei der Aktie von Infineon setzen möchten, können mit einem Mini-Future Long (WKN: MR0RB8 / ISIN: DE000MR0RB85) überproportional von einem Anstieg des Aktienkurses profitieren.