Bildquelle: Pixabay / Scozzy

BMW (WKN: 519000 / ISIN: DE0005190003) hat im ersten Quartal einen massiven Gewinnrückgang verbucht. Wegen einer Milliardenrückstellung für eine drohende EU-Kartellstrafe verringerte sich der Gewinn um 74 Prozent auf 588 Mio. Euro. Damit fiel der Rückgang deutlich höher aus als von Analysten erwartet worden ist. Beim Umsatz konnte dagegen das Ergebnis des Vorjahreszeitraums verteidigt werden. So verringerten sich die Erlöse in den ersten drei Monaten um nur 1 Prozent auf 22,5 Mrd. Euro.

Milliardenrückstellung
Der nach Daimler (WKN: 710000 / ISIN: DE0007100000) zweitgrößte deutsche Premiumautohersteller stellte für das EU-Kartellverfahren rund um angeblich verbotene Absprachen deutscher Automobilunternehmen in Sachen Abgasnachbereitung 1,4 Mrd. Euro zurück. Anfang April hatte BMW bereits angedeutet, mehr als 1 Mrd. Euro dafür aufwenden zu müssen.

Prognose erneut gesenkt
Neben der Rückstellung für eine mögliche Kartellstrafe belastet BMW nach wie vor das schwierige Umfeld in der Automobilbranche sowie höhere Investitionen für Forschung und Entwicklung. Den erst vor ein paar Wochen gesenkten Ausblick revidierte BMW erneut nach unten. Demnach rechnet BMW nun für das Gesamtjahr mit einer operativen Rendite – also der Anteil vom operativen Gewinn am Umsatz – vor Zinsen und Steuern von 4,5 bis 6,5 Prozent im Automobilgeschäft. Im vergangenen Jahr lag diese noch bei 7,2 Prozent.

Mehrere Belastungsfaktoren
Der Vorstand von BMW hatte bereits im März hohe Ausgaben für das Erreichen der Klimaschutzziele angekündigt, die das Ergebnis belasten. Negativ wirken sich hierbei auch die Wechselkurse und Rohstoffkosten im mittleren bis höheren dreistelligen Millionenbereich aus.

Aktie setzt Talfahrt fort
An der Börse ist BMW am Dienstag mit einem Abschlag von rund einem Prozent in den Handel gestartet (aktuell: 73,30 Euro). Damit setzt die Aktie die jüngste Abwärtsbewegung fort. Seit dem Sechs-Monats-Hoch vom 18. April (77,75 Euro) verzeichnet der Kurs einen Verlust von rund 6 Prozent.

BMW im Abwärtstrend
Die Aktie von BMW notiert aktuell im Abstand von rund 3 Prozent unter der bei 75,80 Euro verlaufenden 200-Tage-Linie und damit im Abwärtstrend. Charttechnisch könnte es jetzt bis zur 68er-Marke weiter nach unten gehen, wo das 34-Monats-Tief von Ende März 2019 liegt. Sollte diese Unterstützung unterschritten werden, liegt das nächste Korrekturziel bei 65 Euro (Juli-2016-Tief).

Sollte BMW dagegen wieder nach oben drehen, kommt es darauf an, dass die 200-Tage-Linie (75,80 Euro) und das knapp darüber liegende April-Top (77,75 Euro) überboten werden. Im Anschluss wäre der Weg charttechnisch frei bis zum 2018er-Zwischenhoch bei 85,77 Euro.

Anleger, die auf einen Aufwärtstrend der BMW-Aktie setzten und sogar überproportional von steigenden Kursen des DAX-Wertes profitieren möchten, schauen sich am besten entsprechende Hebelprodukte (WKN: HU6XC7 / ISIN: DE000HU6XC76) auf der Long-Seite an. Skeptiker haben ebenfalls mit passenden Short-Produkten (WKN:  HY7C2B / ISIN: DE000HY7C2B4) die Gelegenheit auf fallende Kurse der BMW-Aktie zu setzen.

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